Benutzer:Cspannagel/forschungsprofil
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| Diese Seite ist Teil von Christian Spannagels öffentlichem Lab Notebook. Jeder darf hier gerne ändern/ergänzen/kommentieren/Fragen stellen/… |
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[Bearbeiten] Christian Spannagels Forschungsprofil / Lab Notebook
[Bearbeiten] Vorbemerkungen
Als öffentlicher Wissenschaftler beschreibe ich auf dieser Seite mein Forschungsprofil und stelle es öffentlich zur Diskussion. Ich halte dies im Rahmen eines neuen Paradigmas wissenschaftlichen Arbeitens für wichtig. Forschung darf meiner Ansicht nach nicht "abgeschottet im Elfenbeinturm" stattfinden. Ich halte den Austausch über Forschungsaktivitäten auf globaler Ebene im öffentlichen Raum für besonders fruchtbar und kreativitätsfördernd. Ideen dürfen nicht zurückgehalten werden. Die Angst vor "Ideenklau" sollte der offenen, produktiven Diskussion und gegenseitigen Bereicherung im Sinne kollaborativer Wissenskonstruktion weichen. Daher sammle ich hier auch einfach lose Ideen und Stichpunkte, die gerne ergänzt und diskutiert werden dürfen. Dieser Bereich ist also auch mein öffentliches Lab Notebook (vgl. auch Open Notebook Science).
Diese Seite ist sehr neu und hat daher noch einen Baustellencharakter. Sie wirkt auch noch mehr wie eine statische Darstellung meiner Tätigkeit, da sie sich noch nicht entwickeln konnte. Dies soll sich in Zukunft aber ändern. Ich stelle mir diese Seite (und zukünftige Unterseiten) als Diskussionsplattform vor, auf der ich mit Wissenschaftlern, Studierenden und anderen Interessierten gemeinsam über meine Aktivitäten spreche. So plane ich beispielsweise, Diskussionen in Workshops und Vorträgen gleich hier einzustellen und zum weiteren Diskutieren außerhalb der Workshops anzuregen.
Ich freue mich über Anregungen, Kritik und Fragen zu meinem Forschungsprofil! Hierfür kann die Diskussionsseite genutzt werden.
[Bearbeiten] Inhalte
Ich beschäftige mich mit Fachdidaktik Informatik, der Didaktik im Zusammenhang mit informationstechnischer Grundbildung und der Didaktik des Computereinsatzes beim Lernen und Lehren.
[Bearbeiten] Prozessorientierte Informatikdidaktik / ITG-Didaktik
Wissen ist heute überall leicht zugänglich. In Zukunft spielen insbesondere Kompetenzen, Methoden und Prozesse eine viel wesentlichere Rolle als reines "Faktenwissen". Wesentliche Lernziele des Informatikunterrichts sollten somit sein, Denk- und Arbeistweisen der Informatik kennenzulernen. Schüler und Studenten müssen lernen, wie Informatiker zu denken und zu handeln. Darüber hinaus ist es wichtig, computerbasierte Methoden des Lernens zu kennen und zielgerichtet einsetzen zu können. Ich beschäftige mich z.B. mit der Frage, welche informatikspezifischen Denk- und Arbeitsweise - im Vergleich zu anderen Wissenschaften - schulrelevant sind und wie diese methodisch vermittelt werden können.
- Aspekte der Prozessorientierung
- Diskussion zu Artikeln bzgl. Prozessorientierung
- Aspekte zur Stichprobenauswahl
- Physikprozesse
- Zur Prozessorientierung in der Mathematikdidaktik (Abstract zum Sektionsvortrag auf der GDM-Tagung 2010)
Immer dann, wenn Computer beim Lernen eingesetzt werden (sei es als Denkwerkzeug, als Informationsmedium, als Kommunikations- und Kollaborationsdienst oder zur Verwendung von Lernsoftware), dann finden Benutzungsprozesse statt. Unter Benutzungsprozess verstehe ich die Sequenz der Eingabeaktionen (Maus- und Tastaturaktionen) des Benutzers. Benutzungsprozesse sind Teil von Prozessen auf höherer Ebene (fachliche Arbeitsprozesse, Denkprozesse, Lernprozesse). Ich beschäftige mich mit der Frage, wie man Lernende bei der Durchführung von Benutzungsprozessen unterstützen kann. Hierzu zählen auch Hilfen beim Erlernen von Softwarenutzung. Das Werkzeug Jacareto/CleverPHL bietet die Möglichkeit, funktionsausführende animierte Demonstrationen zu erstellen und die Benutzungsoberfläche von Java-Programmen anzupassen. Dadurch können verschiedene Lehr- und Lernhandlungen umgesetzt werden wie beispielsweise Modellieren, Beobachten, Unvollständiges Modellieren ("animated completion problems") und Erstellen eines Kontexts.
- Weiterentwicklungsideen für Jacareto
- Brainstorming im Oberseminar in Würzburg 2008
- Discussion in Heerlen 2008
- Diskussion an der RWTH Aachen 2008
- Jacareto Testlabor (Aufgaben zu Jacareto)
- Diskussion zu GUI-Adaptation in Lübeck 2008
- Discussion at ICTMT 2009 in Metz, France
- Wer suchet, der findet - Zur Oberflächenreduktion in DGS (Abstract zum Sektionsvortrag auf der GDM-Tagung 2010)
Wenn Prozesse Lerngegenstand sind, dann müssen Lehrpersonen auch in die Lage versetzt werden können, Prozesse der Schüler bewerten und Rückmeldungen zu Prozessen geben zu können. Voraussetzung hierfür ist eine Analyse der Prozesse. Prozessanalysen sind sehr aufwändig. Computer können bis zu einem gewissen Grade bei der Analyse von Prozesse helfen (semiautomatische Analyse). Jacareto/CleverPHL bietet Methoden, um Benutzungsprozesse qualitativ und quantitativ zu analysieren. Ich entwickele diese Analysemethoden weiter, insbesondere in der Integration mit anderen Informationen (z.B. programmspezifischen Ereignissen).
Insbesondere das Web 2.0 bietet ganz neue Möglichkeiten, zu kollaborieren und gemeinsam Wissen zu konstruieren. Ich beschäftige mich mit der Frage, wie man effektiv mit Web-2.0-Werkzeugen lernt und gemeinsam kollaboriert. Insbesondere versuche ich Lernsituationen unter Einsatz von Weblogs zu schaffen, die intrinsisch motivierend sind.
- Auf dem EduCamp 2008 haben wir in einer Doppelsitzung zum Thema Weblogs diskutiert, wie man Lernende vom Bloggen begeistern kann. Die Diskussion wurde online weitergeführt.
- Ich bin Mitglied der Gruppe Neuron!. In dieser Gruppe versuchen wir, auf der Basis der Gehirnmetapher erfolgreiches virtuelles Kooperieren zu modellieren und für Weltverbesserungsprojekte nutzbar zu machen.
- Diskussion zum Vortrag über Planungsraster zum Weblogs-Einsatz in Lübeck 2008
Überlegungen und Diskussionen zum Bereich Prozessorientierung.
[Bearbeiten] Interdisziplinäre Informatikdidaktik / ITG-Didaktik
Authentische, realweltliche Probleme lassen sich oft nicht von einer Fachwissenschaft alleine lösen. Häufig sind interdisziplinäre Zugänge angemessener, was sich auch in Fächerverbünden in den Schulen niedergeschlagen hat.
Die Computernutzung beispielsweise lernt man in der Regel nicht auf Vorrat, sondern man lernt bei Bedarf (learning on demand; vgl. Bescherer, 2005). Die Notwendigkeit der Computernutzung ergibt sich in der Schule in der Regel aus einem anderen Fach heraus. So wird beispielsweise im Mathematikunterricht ein Tabellenkalkulationssystem oder ein dynamisches Geometriesystem eingesetzt.
Die Lernszenarien meiner Forschungsarbeit sind in der Regel interdisziplinär: Der Computer wird zur Lösung von Problemen anderer Fächer eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine kognitiv sehr anspruchsvolle Situation. Oft müssen die Schüler nämlich neben den Fachinhalten (z.B. Mathematik) auch die Computernutzung erlernen (z.B. die Verwendung von Tabellenkalkulation). Hier suche ich nach Möglichkeiten, wie kognitive Überforderung vermieden werden kann.
Da ich am Institut füt Mathematik und Informatik der PH Ludwigsburg arbeite, liegt mein Fokus auf dem Computereinsatz im Mathematikunterricht.
[Bearbeiten] Empirische Informatikdidaktik / ITG-Didaktik
In der Lehr-/Lernforschung müssen Erkenntnisse empirisch abgesichert sein.
Als Forschungsmethode halte ich das Experiment für wesentlich. Es ist die einzige wissenschaftliche Methode, mit der man kausale Zusammenhänge (genauer: funktionale Zusammenhänge) aufdecken kann. Erkenntnisse über funktionale Zusammenhänge sind insbesondere in der Lehr-/Lernforschung wichtig, wenn es darum geht, Lernbedingungen zu verbessern.
In meinen eigenen Lehrveranstaltungen betreibe ich zudem Aktionsforschung.
[Bearbeiten] Methodische Grundsätze
[Bearbeiten] Wissenschaftlicher Austausch in der Community
Ich trete für uneingeschränkten wissenschaftlichen Austausch im öffentlichen Raum ein. Hierzu betreibe ich ein Weblog, und auch diese Wiki-Umgebung ist in diesem Sinne entstanden.
- Wie ich Wikis nutze - Eröffnungsreferat auf dem ZUM-Wiki-Seminar März 2009
Darüber hinaus halte ich neue Formate wissenschaftlicher Tagungen wie Open Space und BarCamps für besonders kreativitätsfördernd und bereichernd. An folgenden BarCamps habe ich teilgenommen:
- EduCamp 2008. Hier ist hervorzuheben, dass die monatelange Vorbereitung im Diskussionsforum unter den Neuron!-Mitgliedern sehr sinnvoll war. So konnte die Realsitzung im BarCamp umfassend vorbereitet werden.
- BarCamp Stuttgart und EduCamp Berlin im Jahr 2008 mit eigenen Sessions zum Thema Öffentliche Wissenschaft im Web 2.0
- Einige Überlegungen zu Konferenzdidaktik (gemeinsam mit Ulrich Iberer)
- Motivationsschreiben von Mo und mir zur IATEL Conference
- Learning Networks - online und offline (Session von Mo und mir auf dem EduCamp 2009)
Darüber hinaus halte ich die Netzwerkbildung mit anderen Personen (Wissenschaftlern, Studierenden, Lehrern, ...) über Web-(2.0)-Werkzeuge für sehr wichtig.
- Ich habe ein Profil bei XING und lade jeden herzlich ein, mich dort zu kontaktieren: mein XING-Profil
- Links zu meiner Forschungs- und Lehrtätigkeit lege ich bei del.icio.us und bei furl ab. Auch hier die Einladung an alle, mein Netzwerk zu "joinen": mein del.icio.us-Account und mein furl-Account
- Momentan entdecke ich gerade Twitter als tägliches Werkzeug bei meiner Arbeit kennen. Wer möchte meinem Twitterversum beitreten? mein Twitter-Profil
- Weitere Profile: myspace, facebook
- Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mich zu kontaktieren: per Instant Messenger, Skype, E-Mail oder auch übers gute alte Telefon. Vielleicht möchte jemand in meinem Büro auf einen Kaffee vorbeikommen? In meinem Weblog gibt es eine Liste der Kontaktmöglichkeiten.
[Bearbeiten] Mein Weblog als Forschungsinstrument
Mein Weblog ist zentrales Medium in meiner Forschungstätigkeit. Es dient den folgenden Zwecken:
- Wissensmanagementsystem (knowledge blog; vgl. Reinmann, 2008; Reinmann & Bianco, 2008): Ich fasse dort wissenschaftliche Artikel zusammen, die ich gelesen habe, und ich verlinke auf interessante Webseiten aus meinen Forschungsgebieten.
- Kreativitätsmedium: Ich beschreibe und entwickle in meinem Weblog Ideen. Das Schreiben hilft mir dabei, die Gedanken klarer zu fassen. Das Weblog ist somit Denkwerkzeug (cognitive tool).
- Kommunikationsplattform: Eine der wichtigsten Funktionen meines Weblogs ist die Kontaktaufnahme mit anderen Menschen. Dabei handelt es sich um Wissenschaftler, die in ähnlichen Bereichen arbeiten, um Lehrer, um Studenten aus meinen Lehrveranstaltungen und um andere interessierte Personen. Da auch Menschen mein Weblog lesen, die nicht vom Fach sind, bin ich "gezwungen", meine Artikel allgemeinverständlich zu schreiben.
- Informationsmedium: Ich kündige neue Publikationen, anstehende Vorträge und die Teilnahme an Tagungen in meinem Weblog an.
- Reflexionsmedium: Ich reflektiere meine Forschungstätigkeit in meinem Weblog. So blogge ich beispielsweise über meine Erfahrungen von Vorträgen und Tagungen.
Darüber hinaus verfolge ich auch Weblogs anderer Wissenschaftler. Ich halte die hierdurch entstehende Vernetzung von Wissenschaftlern und Nichtwissenschaftlern für sehr fruchtbar. Ich mache durch den Einsatz meines Weblogs (und auch durch diese Wiki-Seite) meine Forschungstätigkeit öffentlich. Der dadurch entstehende Nutzen wiegt für mich wesentlich mehr als die oft angeführte Gefahr des Ideenraubs. Letzteres ist ohnehin ein fehlerhaftes Argument, da ich durch das Bloggen wissenschaftlicher Inhalte weltweit protokollieren kann, wann ich eine Idee hatte und über welchen Zeitraum ich diese weiterentwickelt habe.
Durch die Verwendung meines Weblogs in der Lehre können sich auch die Studierenden an den Diskussionen zu meiner Forschungstätigkeit beteiligen. Die Integration von Forschung und Lehre wird so begünstigt.
Weil ich mein Weblog als Forschungsinstrument verwende, zähle ich mich zu den Wissenschaftsbloggern. Eine umfangreiche Liste bloggender Wissenschaftler gibt es beispielsweise im Wissenschafts-Café. Darüber hinaus habe ich das Prädikat Hard Bloggin' Scientist angenommen. Das dazugehörige Manifest gibt meine Grundhaltung sehr gut wieder.
Beim Wissenschafts-Café habe ich auch eine eigene Seite. Wer möchte, kann dort auch mein Weblog bewerten.
[Bearbeiten] Verknüpfung von Forschung und Lehre
- siehe den entsprechenden Abschnitt auf meiner Seite Philosophy of Teaching
[Bearbeiten] Projekte
zur Übersicht über meine Projekte
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
zur Übersicht über meine Veröffentlichungen
[Bearbeiten] Vorträge
zur Übersicht über meine Vorträge
[Bearbeiten] Konferenzmitschriebe
Hier sammele ich Stichpunkte, Mitschriebe und eigene Ideen zu Konferenzvorträgen
- GDM-Tagung 2009 in Oldenburg
- Dagstuhl 2009
- EduCamp 2009
- ICTMT 2009
- E-Learning 2009
- Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses 2009
[Bearbeiten] Literatur
Mein öffentliches Literaturverzeichnis habe ich bei CiteULike angelegt.
Hier einige Referenzen, auf die hier im Text Bezug genommen wird:
- Bescherer, C. (2005). LoDiC – Learning on Demand in Computing. In: Proceedings of 8th IFIP World Conference on Computers in Education 2005, Cape Town, 4.–7. Juli 2005.
- Reinmann, G. (2008). Lehren als Wissensarbeit? Persönliches Wissensmanagement mit Weblogs. IWP - Information Wissenschaft & Praxis, 2008, Heft 1, 49-57.
- Reinmann, G. & Bianco, T. (2008). Knowledge Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit. Arbeitsbericht 17, Medienpädagogik Universität Augsburg.