Benutzer:H.-P.Haack

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September 2007
Gehäus von H.-P.Haack
"Nora" am 5. Januar 2009

Hans-Peter Haack, geb.1940 in Leipzig. Dr.med., Neurologe und Psychiater. Studium und Facharztausbildung in Leipzig. 1974 Flucht aus der DDR, ab 1975 in Heidelberg tätig, von 1977 - 2004 in eigener Praxis. Ende der ärztlichen Tätigkeit 2005 und Übergabe der Praxis an eine junge Nachfolgerin. Lebt seither wieder in Leipzig, Stadteil Nord-West (Waldstraßenviertel). 2007 Gründung des Einzelunternehmens «Antiquariat Dr. Haack Leipzig». 2010 Gründung des bibliophilen Kleinverlags «Haack & Haack».


Lebensmotto

Trau deinen Augen. Otto Dix


Beiträge

Neuere deutsche Literatur

Erstausgaben Thomas Manns. Eine Werkübersicht in Bildern.

Hans Castorps Schneetraum

Der Trug des zum Ring geschmiedeten Rheingolds

Schopenhauers Aphorismen zur Lebensweisheit. Ein Exzerpt.

Die essayistischen Einschaltungen in Goethes «Dichtung und Wahrheit»

Goethes Faust. Eine heitere Tragödie.

Die pilgernde Törin - eine Allegorie der Poesie

Die gefährliche Wette. Zum psychologischen Gehalt und zur literarischen Gattung einer Kurzgeschichte Goethes.

Kunst

Annäherung an eine Kunstdefinition

Bildzitate zu Themen und Tendenzen der Kunst zwischen 1955 und 2008

Medizinische Beiträge

https://www.researchgate.net/author/H+P+Haack

Entwicklung der Psychiatrie. Ein Internet-Atlas.

Ambulante Knie-Endoprothetik. Kasuistische Mitteilung.

Subklinische Agitiertheit

Depressive Kernsymptome. Ein psychopathologischer Beitrag.

Anthropologische Beiträge

Was die Welt im Innersten zusammenhält

Der Mangel an natürlicher Selbstverständlichkeit gegenüber dem Mitgeschöpf Tier

Historische Notizen zur ostdeutschen DDR-Nostalgie.


[Bearbeiten] Bilanz und Fazit

Unser ganzes Kunststück besteht darin, dass wir unsere Existenz aufgeben, um zu existieren. (Maximen und Reflexionen)


[Bearbeiten] Heidelberg als geistige Lebensform. Ein heiterer Rückblick.

Alt Heidelberg du feine
Du Stadt an Ehren reich
Am Neckar und am Rheine
Kein andre kommt dir gleich.
Viktor von Scheffel, 1854.

Die Formel "Heidelberg als geistige Lebensform" wird Karl Jaspers zugeschrieben (Website der Universität), ist jedoch eine Anleihe bei Thomas Mann (Lübeck als geistige Lebensform [1]). Mit ihr wird dem Verdacht der Provinzialität begegnet, in Lübeck und in Heidelberg.

Die Symbolfigur für Heidelberg ist → Perkeo, - ein legendärer Trunkenbold und Zwerg. Er gilt als spezifisch für die Stadt am Neckar [2]. In den Fastnachtsumzügen wird Perkeo von einem Darsteller inkarniert und teilt sich die allgemeine Sympathie mit der Karnevalsprinzessin.

Perkeo ist auch der Name eines Neutronen-Zerfall-Experiments des Physikalischen Instituts der Universität Heidelberg.[3] Die Universität ist der größte Arbeitgeber in Heidelberg. Außer den Studenten machen die zugezogenen Akademiker und Wissenschaftler einen Teil der Stadtbevölkerung aus. Von Zugezogenen grenzen sich die genuinen Heidelberger ab mit dem stehenden Wort alteingesessen. Alteingesessen gilt in Heidelberg als natürliches Verdienst, als menschlicher Qualitätsnachweis, - als vertrauenswürdig, da man hier auf Seinesgleichen trifft, sich im Gegenüber wiedererkennt. Wenn Wissenschaftler, nicht alteingesessen, eine Entdeckung ´Perkeo´ taufen, hat sie der Genius loci heidelbergensis, denn ihn verkörpert Perkeo, adaptiert. Eine Assimilation, mehr Metamorphose als Assimilation, die nicht an jedem Zugezogenen gelingt. Die Begründer der Heidelberger Romantik, allesamt Zugezogene, haben nicht lange hier gewohnt. Geblieben sind, damals wie heute, beamtete Professoren, - wenigstens die.

Heidelberg ist eine touristenfeindliche Touristenstadt. Die Oberbürgermeisterin Beate Weber hatte in ihrer Amtszeit die Besuche von Bus-Touristen erschwert mit der Begründung, wenn schon Heidelberg-Besuch, dann doch bitte mit Übernachtung. Man übertrage diese Gesinnung auf eine Großstadt, um sich das Hinterwäldlerische dieser Haltung zu vergegenwärtigen. Heidelbergs Einwohner werten es als Privileg, in dieser engen Stadt zu leben. Sie bestärken sich gegenseitig in der Überzeugung, aus den Metropolen der Welt blicke man mit Bewunderung auf die puppenstubenhafte Stadt. Von Hölderlins Ode einmal abgesehen, gründet der Ruf Heidelbergs als Kleinstadt-Idyll mit Schloss-Ruine auf Postkarten-Motiven und harmlosen Liedern.

Viele alteingesessene Heidelberger halten die deutsche Wiedervereinigung für überflüssig, ohne Kenntnis der Bedeutung Mitteldeutschlands, in provinziellem Dünkel. Selbst Mitbürger mit Migrationshintergrund maulen ostdeutschen Besuchern gegenüber dreist über den Beitritt der neuen Bundesländer, der in der Verfassung vorgesehen war. So der italienische Betreiber des Segafredo-Bistro im Gästehaus der Universität auf dem Campus der Naturwissenschaftler in einer gründlichen Belehrung über 15 Minuten. Er würde sich dergleichen nicht getrauen, wenn in Heidelberg eine andere Meinung bestünde. Ich war ihm von einem seiner Angestellten als ehemaliger Heidelberger Facharzt vorgestellt worden.

Zu den Folgen des „weltoffenen Geistes“ [4], der angeblich in Heidelberg wirke: Im mitteldeutschen Weimar halten die ICE-Züge der Bahn im Stundentakt, in der Stadt am Rande des Odenwalds nur früh und abends.

Persönliche Werkzeuge