Gott/Christentum

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Jesus Christus.

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Wikipedia: "Das Christentum ist eine abrahamitische und damit monotheistische Religion auf Basis der Lehren von Jesus von Nazareth. Mit rund 2,26 Milliarden Anhängern ist sie vor dem Islam (rund 1,57 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 900 Millionen) die am meisten verbreitete Religion der Erde. Anhänger des Christentums werden Christen genannt und glauben, dass Jesus der Sohn Gottes und der in der Bibel – der heiligen Schrift der Christen – angekündigte Retter der Menschheit ist. Die drei Hauptströmungen des Christentums sind die Römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen und protestantische Kirchen. (...)

Die zentralen Elemente der christlichen Lehre sind die Auferstehung Jesus Christi, die Liebe zu Gott (Gottesliebe) und die Liebe zum Nächsten (Nächstenliebe). (...) Es ist ein Anliegen vieler christlicher Kirchen, sich untereinander zu versöhnen und eine gemeinsame Basis zu schaffen (Ökumene). Außerdem führen einige das Gespräch mit anderen Religionen (interreligiöser Dialog). Ziel ist ein friedliches Koexistieren der Religionen.

Seite „Christentum“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Juni 2011, 00:37 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christentum&oldid=89659523 (Abgerufen: 6. Juni 2011, 18:23 UTC)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist

Im Christentum wird Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist beschrieben. Die (Heilige) Dreifaltigkeit oder Trinität bezeichnet in der christlichen Theologie die Wesens-Einheit von Gott Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist.

1. Gott als Vater ist der Kosmos.

2. Gott als Sohn ist der Erleuchtete (Jesus Christus).

3. Gott als Heiliger Geist ist die spirituelle Energie (Aura, Energiefeld), die ein dafür sensibler Mensch in sich und um sich herum spürt. Er spürt sie als eine Art Licht, Liebe, Frieden und Glück. Den heiligen Geist kann man durch spirituelle Übungen aufnehmen oder von erleuchteten Meistern übertragen bekommen. Mit ihrer Energie können die Erleuchteten (fortgeschrittene spirituelle Menschen) handeln und uns helfen. In der Bibel wird beschrieben, wie Jesus zu Pfingsten den heiligen Geist auf seine Jünger ausschüttete. Er erfüllte seine Anhänger mit spiritueller Energie. Sie fühlten sich in sich glücklich, erstrahlten in einer Aura aus Licht und spürten kleine Energieflammen (Zungen) auf ihren Köpfen (Scheitelchakra).

[Bearbeiten] Gibt es einen Teufel

Armer Teufel.

Wenn wir die Bibel genau betrachten, fällt auf, dass von einem Teufel kaum die Rede ist. Moses berichtet nur von einer Schlange, die im Paradies lebt und sich um einen Baum windet. Die Schlange ist im Yoga ein Symbol für die aufsteigende Kundalini-Energie. Sie windet sich um den Baum der Erleuchtung, den mittleren Energiekanal. Die Schlange verkörpert damit die Weisheit vom inneren Glück.

Die Bibel spricht vom Teufel, als Jesus vierzig Tage in der Wüste sitzt und meditiert. Kurz bevor Jesus zur Erleuchtung durchbricht, erscheint ihm der Teufel. Der Teufel will ihn davon abhalten sein Ego aufzulösen und in ein dauerhaftes Leben im Licht zu gelangen. Bevor sich starke innere Verspannungen auflösen, wehren sie sich noch einmal kräftig. Es entstehen starke Unlustgefühle gegen den spirituellen Weg. Die weltlichen Bedürfnisse gaukeln einem Menschen vor, dass sie wichtiger sind als Gott, als das Leben im Licht. Sie treten als großer Verwirrer und Versucher auf.

Man kann den Teufel als das Ego sehen, das sich gegen die Erleuchtung wehrt. Aber dieser Teufel ist kein von uns getrenntes Wesen, sondern ein Teil unser selbst. Er ist eine visualisierte Egoverspannung. In der Bibel wird bildlich beschrieben, was in Wirklichkeit nur das innere Geschehen eines Menschen kurz vor seinem Durchbruch zur Erleuchtung ist. Im Buddhismus heißt der Teufel Mara. Kurz vor der Erleuchtung erscheint Mara dem Buddha. Buddha streckt eine Hand zur Erde, aktiviert damit sein Wurzelchakra und löst die Egoverspannung auf. Mara und seine ganze Armee aus Versuchern verschwinden. Nachdem Buddha den Teufel besiegt hat, fließt das Licht der Erleuchtung in ihn hinein. Bei Jesus heißt es, dass die Engel kamen und ihm dienten, nachdem er sein Ego überwunden hatte.

Es gibt keinen Teufel an sich. In seiner Grundsubstanz besteht der Kosmos aus Licht. Alles ist Gott. Alles ist rein. Man kann nur die Dinge im Kosmos falsch leben. Man kann sein Ego in den Mittelpunkt stellen. Den richtigen Weg findet man durch die Grundsätze Wahrheit und Liebe. Mit diesen beiden Eigenschaften besiegt man den Teufel. Wer konsequent mit Weisheit und umfassender Liebe durch das Leben geht, kommt eines Tages im Licht (in einem Leben in Gott) an.

[Bearbeiten] Reform der Kirche

(aus Prof. Isolde Karle, Zwölf Thesen zur Kirchenreform, 2010)

1. "Die evangelische Kirche ist von unten, von den Gemeinden her aufgebaut. Sie hat eine föderale Struktur und wird synodal-demokratisch geleitet. Als Kirche der Freiheit und Kirche der Vielfalt ist ihr eine hierarchische, einheitliche, autoritäre Struktur fremd. Prinzipiell haben alle Christen teil am Lehr- und Leitungsamt der Kirche. Tendenzen innerhalb der EKD und mancher Kirchenleitungen, die Kirche von oben her, top down, zu steuern, widersprechen dem Wesen des Protestantismus. Evangelische Kirchenleitung ist herausgefordert von oben von unten her zu denken. Reformvorschläge der Kirchenleitung müssen deshalb dem offenen Diskurs ausgesetzt werden und können nur gelingen, wenn sie von einer breiten Basis unterstützt, mitgetragen und befürwortet werden.

2. Die evangelische Kirche wächst aus den Gemeinden, den lokalen Zusammenschlüssen von Christinnen und Christen. Kleinere Einheiten kommen im Gegensatz zu größeren Einheiten mit wenig bürokratischer Kontrolle aus, weil die persönliche Bekanntschaft und der überschaubare Rahmen eine starke Vertrauensbasis schaffen. Die Vertrautheit von Orten und Personen hat eine kaum zu überschätzende Funktion für die Vermittlung elementarer Grundsicherheit. Die Bedeutung solcher Grundsicherheit nimmt mit der Anonymität und Mobilität der Gesellschaft eher zu statt ab.

3. Für die Kirchlichkeit des Protestantismus ist Gemeindereligiosität unverzichtbar. In den Gemeinden ringen nicht nur theologische Experten, sondern Menschen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen und Milieus darum, wie Kirche gestaltet werden soll. Hier gewinnt Kirche Kontur und Anschaulichkeit. Hier werden lebenslange Loyalitäten und Bindungen geschaffen, die für die Stabilisierung der Kirchenmitgliedschaft und die Bereitschaft, die Kirche finanziell zu tragen und zu unterstützen, essentiell sind.

4. Der Pfarrberuf ist Schlüsselberuf für die evangelische Kirche. Eine Pastorin kann die enorme Vielfalt und Komplexität ihrer Aufgaben nur dann bewältigen, wenn sie das Vertrauen der Menschen genießt und weitgehend autonom entscheiden kann, ob, wann und wie gehandelt werden soll. Neben den überprüfbaren theologischen Kompetenzen eines Pastors sind deshalb Glaubwürdigkeit, Charisma, Intuition und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, entscheidend für den Pfarrberuf als Profession.

5. Die Kirche ist auf intrinsisch motivierte Pastorinnen/Pastoren und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter angewiesen. Intrinsische Motivation lässt sich von außen nicht erzeugen, wohl aber beeinträchtigen und zerstören. Nicht-Zutrauen ist eine wesentliche Ursache für Demotivation. Geht die Identifikation mit der Sache verloren, weil das planvolle Erfüllen von Zielvereinbarungen in den Vordergrund rückt, führt das zur Ent-Identifikation und Demotivation. Wichtiger als jedes Reformprogramm ist es, die Attraktivität des Pfarrberufs zu fördern, damit auch künftig theologisch qualifizierter Nachwuchs gewonnen werden kann.

6. Das Grundproblem vieler Kirchenreformprogramme ist, dass sie zuviel Steuerbarkeit und Planbarkeit unterstellen, dass sie Prozesse organisieren wollen, die sich nicht organisieren lassen. Die Kirche manövriert sich dadurch in einen Aktivismus hinein, der große Frustrationen hervorrufen und die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschöpfen, auslaugen und überfordern wird. Die Organisation Kirche ist herausgefordert, die Rahmenbedingungen einer nicht zentralistischen Kirche so zu verbessern, dass die Wahrscheinlichkeit interaktiver Begegnungen und informeller Beziehungen steigt und Menschen sich gern in ihr und für sie engagieren.

7. Der Glaube kann nicht gekauft werden wie ein Produkt. Menschen entscheiden sich nicht nach Belieben für oder gegen den Glauben. Es ist insofern unwahrscheinlich, dass insbesondere distanzierte Kirchenmitglieder religiöse Angebote an weit entlegenen Orten wahrnehmen und für sich beanspruchen. Es bedarf in der funktional differenzierten Gesellschaft starker Zentren und überregionaler Angebote und Vernetzungen, aber diese dürfen nicht gegen die Gemeindekirche ausgespielt werden. In der Regel entwickeln sich religiöses Interesse und religiöse Identität über das selbstverständliche »Mitlaufen« in familiärer und kirchlicher Sozialisation, nicht über eine spontan getroffene Entscheidung.

8. In der Vielfalt ihrer Lebensformen ist die Familie die grundlegende und nachhaltigste Sozialisationsinstanz. Der Einfluss der Eltern- und Großelternpersonen ist für die Kirchenbindung der allermeisten Menschen entscheidend. Zugleich ist die Familie gerade in religiöser Hinsicht auf Unterstützung angewiesen. Da die Erziehung von Kindern und Jugendlichen vornehmlich lokal orientiert ist, haben die Kirchengemeinden (neben dem Religionsunterricht an Schulen) hier eine zentrale Aufgabe. Eine Kirche, die gegen den Trend wachsen will, findet in diesem Bereich am ehesten Anknüpfungspunkte.

9. Kirchengebäude gehen in ihrer Bedeutung über ihre unmittelbare Funktion, Versammlungsort für Christinnen und Christen zu sein, weit hinaus. Als sakrale Orte erinnern sie an existentielle Fragen der Religion. Sie sind exemplarische Orte der Präsenz Gottes in der Welt. Citykirchen sind Orte der kulturellen, Lokalkirchen vor allem Orte der biographischen Erinnerung. Kirchen symbolisieren in ihrer Stetigkeit und äußerlichen Invarianz die Unverfügbarkeit individueller und kollektiver Daseinsbedingungen.

10. Die mediale Präsenz der Kirche ist in der Mediengesellschaft von großer Bedeutung im Hinblick auf das Image und die gesellschaftliche Einflussmöglichkeiten der Kirche. Gleichwohl sind die lokalen Öffentlichkeiten nicht zu vernachlässigen. Sie sind sowohl zivilgesellschaftlich als auch für die gelebte Kirchlichkeit zentral und stellen überdies ein wichtiges Korrektiv der Massenmedien mit ihrer Neigung zur Simplifizierung und zum Alarmismus dar. Reale Begegnungen und reale Räume behalten auch in Zeiten fortschreitender Virtualisierung der Gesellschaft eine hohe Bedeutung. Die Kirche lebt in ihren grundlegenden Vollzügen von leiblicher, verletzlicher, auf den Nächsten bezogener Kommunikation.

11. Durch die Ökonomisierung der Kirche entsteht eine Eigendynamik der Organisation, die sich theologischen Beurteilungskriterien mehr und mehr entzieht. An die Stelle theologischer Steuerung tritt immer stärker eine managementförmige Steuerung. Theologie wird zur legitimierenden Zweitcodierung. Für die Kirche der Zukunft ist es unabdingbar, dass sie wieder zu einem eigenen theologischen Selbstverständnis findet, dass sie religiös sprachfähig ist und sich als Organisation nicht von den Zwängen ökonomischer Logik fremdbestimmen lässt. Die Kirche ist Teil der Gesellschaft und zugleich Gegenhorizont zu einer durchrationalisierten, leistungsorientierten Welt. Sie symbolisiert das Unverfügbare, nicht Mess- und Berechenbare und darin das Angewiesensein auf Gottes Güte, Gnade und Erbarmen.

12. Die eigentliche Krise der Kirche ist nicht eine Finanz-, sondern eine theologische Orientierungskrise. Was hat die Kirche Menschen in der modernen Gesellschaft zu sagen? Wie lässt sich theologisch substantiell und zugleich existentiell relevant von Gott reden, von Kreuz und Auferstehung, von Sünde und Vergebung, von Gnade, Liebe und Gerechtigkeit? Wie beheimaten sich Menschen im christlichen Glauben? Hier liegt die eigentliche Herausforderung, der sich Theologie und Kirche stellen müssen."

Diskussion 2011 in Foren4all.de/Reform der Kirche (ein neues Gottesbild)

Nils: "Die christlichen Kirchen erreichen in Deutschland immer weniger Menschen, verlieren einen Großteil ihrer Mitglieder, leiden unter Priestermangel und können in öffentlichen Diskussionen nicht überzeugen. Damit die positiven Werte in Deutschland gestärkt werden, brauchen wir eine Reform der katholischen und evangelischen Kirche. Das liegt im Interesse aller spirituellen Menschen. Die Orientierungspunkte sind dabei Wahrheit und Liebe.

Die katholische Kirche steckt mit ihren Vorstellungen teilweise noch im Mittelalter fest. Sie hat den Anschluss an die neue Zeit geistig verpasst. Das sollte sie schnellstens nachholen. Der Weg der Anpassung des christlichen Glaubens an den aktuellen Wissensstand ist nicht so schwierig wie die Christen denken. Sie besitzen bereits viele Vordenker, die den Weg geebnet haben. Ich verweise vor allen auf Bede Griffiths (undogmatischer erleuchteter Meister und katholischer Priester in Indien), auf Frère Roger (Taize) und auf den heiligen Antonius (der erste christliche Yogi).

Jesus war ein Mystiker (Erleuchtungslehrer). Mit dem römischen Kaiser Konstantin I. wurde das Christentum zur Staatsreligion. Es diente von da an hauptsächlich dem Machterhalt der herrschenden Klasse. Das zweite vatikanische Konzil (1963-65) hat dann die große Kehrtwende von einer Unterdrückungsideologie zu einer Religion der Liebe und des Friedens vollzogen. Aber viele Restbestände aus der alten Zeit behindern den Weg in die Zukunft. Insbesondere muss die katholische Kirche endlich begreifen, was mit dem Begriff Gott gemeint ist. Gott ist keine Person, sondern eine Bewusstseinsdimension. Gott ist ein Begriff aus der Erfahrungswelt eines Erleuchteten. Die Bibel ist nicht aus dem Himmel geflogen gekommen, sondern wurde von erleuchteten Propheten entwickelt. Sie ist kein historisches Buch, sondern beschreibt symbolisch den Weg der Erleuchtung. Das Erleuchtungswissen wird hinter scheinbar historischen Daten versteckt.

Schlumpf: "Reform der Kirche": Leider nicht ganz einfach. Dennoch nehme ich hoffnungsvolle Ansätze wahr:

  • Der Mystiker Meister Eckhardt ist mittlerweile von der Kircha rehabilitiert und anerkannt. Der Zen-Meister Suzuki, der seine Texte gelesen hatte, meinte in etwa, dass diese Texte auch von einem Buddhisten hätten geschrieben sein können.
  • Innerhalb der Kirche gibt es so einige mystische Strömungen - z.B. "Zen und das Christentum"
  • Die Strömungen können eben auch von "unten nach oben" erfolgen und die "Obrigkeit" entsprechend beeinflussen. Ideal wäre es, wenn sich diese Strömungen entsprechend kanalisieren würden - m.E. wären wichtige erste Schritte z.B. auf das von Nils vorgestelle Gottesbild hinzuweisen - das Schöne ist, dass es nach meinem Verständnis in keinerlei Widerspruch zur Bibel steht. Ein weiter Schritt müsste darin bestehen, die im Frühchristentum herausgestrichenen Bibelstellen wieder "zurück zu holen".

Nils: Vielen Dank für deine Sätze. Ich stimme ihnen zu. Es gibt in der katholischen Kirche verschiedene Gruppen. Der jetzige Papst (ehemals Kardinal Ratzinger) gehört zu der Gruppe der Dogmatiker. Papst Johannes Paul II. (der gerade selig gesprochen wurde), hatte ein viel tieferes Verständnis. Er war eher ein Mystiker, obwohl er auch noch seine Schwächen hatte. Noch weiter vorgedrungen im Verständnis Gottes waren Mutter Teresa und Frere Roger aus Taize.

Johannes Paul II. und Frere Roger suchten verzweifelt nach einem Weg, den christlichen Glauben den heutigen wissenschaftlich denkenden Menschen zu vermitteln. Es gibt diesen Weg. Ich habe ihn beschrieben. Aber er verlangt ein großes Umdenken in der katholischen Kirche. Dazu wird Papst Benedikt XVI. nicht fähig sein. Er hat sich in einem falschen dogmatischen Begriffssystem verlaufen. Er lehnt den Weg der Erleuchtung (Mystik) ab und glaubt, dass Gott die Bibel den Propheten ins Ohr geflüstert hat. Er überpersonalisiert Gott. Er steckt in einem kindlichen Gottesbild fest. Genauso wie teilweise die evangelische Kirche. Ich liebe Margot Käßmann, aber ihr Gottesbild ist eine spirituelle Katastrophe für die evangelischen Christen.

Lucia: der Mensch braucht im grunde genommen keine Kirche.

Nils: Für viele Menschen sind spirituelle Organisationen wichtig und manche können ihren Weg alleine gehen. Eine Untersuchung von Selbsthilfekursen ergab, dass 25 % der Menschen ihre Übungen auch ohne Gruppe weitermachen und 95 % mit einer Gruppe auf ihrem spirituellen Weg bleiben.

Wildrosenelfe: Vielleicht gehen wir doch immer weiter auf Individualisten zu. Denn nicht nur der Kirche laufen die Schäfchen weg, sondern auch den Vereinen. Vielleicht geht der Trend doch zur eigenen Religion.

Nils: Die heutigen gesellschaftlichen Zustände stärken den Individualismus. Es gibt viele Menschen, die ihre eigene Form der Religion entwickelt haben. Das ist auch in Ordnung. Aber die meisten Menschen brauchen eine Gruppe oder eine Organisation, um langfristig den sprituellen Weg gehen zu können. Individualismus und kirchliche Organisationen sollten kein Gegensatz sein, sondern zusammenwirken zur Verstärkung der Spiritualität in der Gesellschaft und zum Aufbau einer Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks.

Wildrosenelfe: Vielleicht wird es eine Reform geben, wenn sich immer mehr Schäfchen von der Kirche trennen.

Nils: Die katholische und die evangelische Kirche ist in Deutschland stark am Schrumpfen. Um diesen Prozess aufzuhalten, wäre eine Reform dringend notwendig. Sie wird auch in den Kirchen intensiv diskutiert. Leider ist dort bisher keiner auf eine wirklich gute Idee gekommen, wie man den Rückgang der Christen im Westen stoppen kann. Das Problem ist aus meiner Sicht vor allem das mittelalterliche Gottesbild. Christlicher Glaube ist damit in einer wissenschaftlich denkenden Zeit kaum vermittelbar.

Gina: Das Problem ist meiner Ansicht nach weniger die Kirche, sondern das Bewußtsein der Leute. Da kanste reformieren wie du lustig bist, solange sich das nicht ändert, bringt es nix.

Nils: Ich arbeite dafür das Bewusstsein zu verändern. Vor allem braucht die Kirche eine Klärung des Gottesbegriffes. Für die heutigen Menschen muss Gott wissenschaftlich erklärbar sein. Auf der Basis der Erleuchtung und der aktuellen Quantenphysik ist das möglich. Das Wissen ist da, es ist nur noch nicht in den oberen Etagen der Kirche angekommen. Die katholische Kirche kann letztlich nur durch einen Papst reformiert werden, der die Spiritualität und die Bibel wirklich begriffen hat. Nichts ist unmöglich, wie das zweite vatikanische Konzil 1963-65 gezeigt hat. Auch in der evangelischen Kirche gibt es viele Menschen, die über ein kindliches Glaubensverständnis hinausgewachsen sind. Die Kirchen suchen dringend nach neuen Orientierungen, weil sie dramatisch viele Mitglieder verlieren. Daraus ergibt sich die Chance für eine positive Wandlung des Christentums. Ich habe die Vision, dass es eines Tages viele Heilige (Erleuchtete) unter den Christen gibt und dass das Christentum zu einer echten Religion der Liebe, des Friedens und der Wahrheit wird.

Zahlen aus Wikipedia: "In Deutschland sank im Zeitraum 1978-2007 die Zahl der Priester von 24.659 auf 15.759., in Österreich von 6.238 auf 4.478 und in der Schweiz von 4.492 auf 3.091. Im Jahr 2008 fiel in Deutschland die Anzahl der neuen Priester, soweit sie in den Priesterseminaren der 27 deutschen Bistümer ausgebildet worden sind, auf 95 Personen und damit erstmals unter 100 Neupriester. Nach Prognosen der Bistümer werden zwei Drittel der Gemeinden 2020 keinen eigenen Pfarrer mehr haben. In den Vereinigten Staaten nannte der Erzbischof von Boston, Kardinal Sean Patrick O'Malley, den Priestermangel als Begründung für die Schließung von Dutzenden von Gemeinden 2004."

--->Siehe auch http://www.tagesschau.de/inland/theologen100.html, http://www.zeit.de/2011/07/P-Theologen

[Bearbeiten] Die Bergpredigt von Jesus

Jesus und die Bergpredigt: Selig sind die Barmherzigen!!

1. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Werde arm im Geiste (Lutherbibel). Mit den Armen meint Jesus seine Jünger, weil sie allen weltlichen Besitz losgelassen haben. Der Begriff "arm" bezieht sich auf etwas Inneres und nicht etwas Äußeres. Äußere Armut führt nicht automatisch zu innerem Glück. Wer in seinem Geist aber alle äußeren Anhaftungen losläßt, gelangt zum Ich Bin und zu einem Leben in Gott.

2. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

Nimm das Leid in deinem Leben an. Leid an sich macht nicht glücklich. Aber wer das Leid in seinem Leben annimmt und sich durch seine spirituellen Übungen darüber erhebt, der wird durch das innere Glück getröstet. Lebe deine Trauer. Trauer kann für das innere Loslassen hilfreich sein. Wir dürfen aber nicht in der Trauer versinken. Nicht die Trauer ist das Zentrum des Lebens, sondern das innere Glück.

3. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Sei sanftmütig. Wer in der Grundeinstellung der Gewaltlosigkeit und des Sanftmutes gegenüber seinen Mitwesen lebt, der ist innerlich entspannt und gelangt so in ein kosmisches Bewusstsein.

4. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

Geh den Weg der Richtigkeit. Gerechtigkeit bedeutet in der Bibel Richtigkeit. In der Bibel geht es nicht um ein unparteiisches Urteilen und Handeln, sondern um das Leben und Handeln gemäß dem Willen Gottes: „Nur dann werden wir (vor Gott) im Recht sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gesetz vor dem Herrn, unserem Gott, so zu halten, wie er es uns zur Pflicht gemacht hat“ (Dtn 6,25). Nach dem richtigen Leben zu hungern, heißt nach einem Leben im Licht (Erleuchtung, Heiligkeit) zu hungern. Wer hungrig nach innerem Glück ist, der wird eines Tages durch ein Leben in Gott gesättigt werden.

5. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Sei mitfühlend. Wer voller Mitgefühl ist, wird das Mitgefühl des Kosmos erfahren. Wer auch seine Feinde liebt, in dem entsteht innere Harmonie. Wer im Schwerpunkt für das Glück seiner Mitwesen lebt, den füllt Gott mit umfassender Liebe.

6. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

Reinige dich innerlich. Innerlich rein wird man durch das konsequente spirituelle Üben. Um die inneren Verspannungen aufzulösen, braucht man Übungen für den Körper (Gehen, Arbeiten, Meditation) und Übungen für den Geist (Lesen, Beten, Gedankenarbeit). Wer jeden Tag ausreichend spirituell übt, gelangt eines Tages zur Erleuchtung (Heiligkeit). Dann sieht er das Licht Gottes in der Welt.

7. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Lebe als Friedenstifter. Ein Friedenstifter ist ein Mensch, der in sich selbst und auf der Welt Frieden stiftet.

8. Selig sind, die wegen ihres Glaubens an das Gute verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.

Erbringe ein Opfer für deinen spirituellen Weg. Ohne ein Opfer kann kein Mensch zur Erleuchtung durchbrechen. Letztlich geht es um die Opferung des Egos und um die Einfügung in den Willen Gottes (des Lebens). Wer konsequent nach der Bergpredigt lebt, erbringt ein Opfer. Richtig zu opfern ist eine große Kunst. Wer falsch opfert, verspannt sich innerlich. Wir sollten nicht zu viel und nicht zu wenig opfern. Wer richtig opfert, löst dadurch seine inneren Verspannungen auf.

Die zentrale Botschaft der Bergpredigt lautet: Ein Mensch kann nicht zwei Herren zugleich dienen. Er kann nicht Gott (dem inneren Glück) und dem Geld (dem äußeren Glück) dienen. Er muss sich für eine Glückssorte entscheiden. Er sollte als weiser Mensch im Schwerpunkt den Weg der Ruhe, der Liebe und des spirituellen Übens gehen. Auf diesem Weg wird er eines Tages glücklich werden und dauerhaft in Gott (im Licht) leben.

---> Siehe auch: Manifest für eine Welt des Friedens, der Liebe und des Glücks

[Bearbeiten] Christliche Mystik

Jesus verteilt Brot und Wein.

Wikipedia: "Die Zurechnung zu „christlicher Mystik“ ist (...) kontrovers. Eine typische Minimalbestimmung versteht Mystik als eine Praxis, welche auf eine Einswerdung (unio mystica) zielt, welche bereits im diesseitigen Leben erfahren werden soll, sowie Elemente einer Theorie, welche die Möglichkeit einer solchen Erfahrung erklären und bestimmen soll. So wird das „Bewusstsein von Gottes unmittelbarer Gegenwart“ als gemeinsamer Bezugsrahmen für die unterschiedlichen Lehren der abendländischen, christlichen Mystiker vorgeschlagen und die „Verwandlung in Gott“ als Ziel des mystischen Weges bestimmt.

Seite „Christliche Mystik“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Juni 2011, 09:56 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christliche_Mystik&oldid=89667212 (Abgerufen: 6. Juni 2011, 21:53 UTC)

[Bearbeiten] Diskussion über Mystik

(2011 im Forum Jesus.de/Jesus Mystik, Zitat aus Yoga, Christentum und Toleranz)

Mystiker: "Meine Eltern sind Atheisten. Im Alter von zwölf Jahren bekam ich eine Religionslehrerin, die mich zum christlichen Glauben bekehren wollte. Ich war damals der einzige Atheist in meiner Klasse. Heute sind die Verhältnisse in Hamburg eher umgekehrt. Meine Religionslehrerin gab mir als Spruch mit auf den Weg: "Aus den größten Heiden werden später die besten Christen." Ich habe damals zwei Jahre intensiv über den christlichen Glauben nachgedacht. Nach langem inneren Ringen kam ich aber zu dem Ergebnis, dass es nicht sein kann, dass es einen Gott gibt.

Nach meinem Studium wurde ich Rechtsanwalt. Neben meiner beruflichen Tätigkeit machte ich jeden Tag etwa drei Stunden spirituelle Übungen. Im November 1986 hatte ich mein erstes großes Erleuchtungserlebnis. Bei einer Meditation im Liegen stieg eine warme Energiesäule aus dem Unterbauch in der Mitte meines Körpers langsam aufwärts. Als die Energie meinen Kopf erreicht hatte, löste sich mein Ich-Bewusstsein auf. Ich wurde eins mit der umfassenden Liebe des Kosmos. Ich empfand höchste Glückseligkeit. Ich war plötzlich in der Lage, die Heiligen Schriften der Menschheit auf einer tiefen Ebene zu verstehen.

Den Höhepunkt meiner spirituellen Erfahrungen bildete das, was ich als den Eintritt des Heiligen Geistes empfand. Ein dicker Energiestrahl floss vom Himmel herab und in mein Scheitelchakra hinein. Die Energie durchflutete meinen ganzen Körper und füllte ihn ganz aus. Auf meinem Kopf bildete sich eine kleine Energieflamme. Vergleichbar ist diese Erfahrung mit dem Pfingstereignis, bei dem auf den Köpfen der ersten Christen kleine Energiezungen erschienen. In mir entstand spontan der Gedanke, dass ich jetzt vom Heiligen Geist gesegnet worden bin. Ich empfand den Energiestrahl als ein Herabkommen des Heiligen Geistes.

Und kurze Zeit später hatte ich noch eine weitere erstaunliche Erfahrung. Als ich eines Abends meinen täglichen Spaziergang machte, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich vom Himmel her gesehen wurde. Es war, als ob sich am Himmel ein großes Auge befand, das mich sah. Die Botschaft dieses Auges war: "Du kannst vertrauensvoll deinen Weg gehen. Du wirst gesehen."

Ich las die Bibel gründlich von vorne bis hinten durch. Durch meine Erleuchtungserfahrungen konnte ich jetzt die tiefe Weisheit in der Heiligen Schrift begreifen. Ich verstand auch was mit dem Begriff "Gott" gemeint war. Eines Tages lag ich auf meinem Bett und meditierte. Meine Gedanken kamen immer mehr zur Ruhe. Plötzlich stand Jesus Christus als große Lichtgestalt mitten in meinem Zimmer. Damals lebte ich bereits sechs Jahre als Eremit in der Abgeschiedenheit.

Ich wusste sofort, dass diese Lichtgestalt Jesus Christus war. Jesus kam auf mich zu und floß in mich hinein. Ich war erfüllt mit Glückseligkeit. Ich ruhte noch einige Zeit in dieser unvorstellbar großen Energie aus Liebe, Frieden und Licht. Dann stand ich auf. Ich fragte mich, was dieses Ereignis zu bedeuten hatte. Ich war damals wie heute ein Anhänger der Lehre von der Einheit aller Religionen. Ich glaube, dass sich Gott in allen Religionen ausdrückt. Alle Religionen, die die Liebe in den Mittelpunkt stellen, sind wesensverwandt mit dem Christentum. Ich praktiziere auch Übungen aus dem Yoga und dem Buddhismus.(...)

Ehra: Hi Mystiker, find ich echt toll, was du mit Gott erlebt hast! Ich glaube auch, daß Gott überall da ist, wo man ihn sucht. Ich würde das so ausdrücken, daß die Religionen überhaupt nicht relevant sind vor Gott. Zählen tut nur, wie sehr wir seine Nähe suchen. Ich glaube, daß das Christentum "am nächsten dran" ist, weil es die Liebe in den Mittelpunkt stellt. Jesus Christus hat die Liebe gelebt. Er ist das Vorbild für Liebe Gottes schlechthin. (...) Jesus hat gesagt, daß die Liebe das höchste Gebot ist, an dem sich alle anderen Gebote messen lassen müssen. Darum würde ich fast sagen, die einzig richtige "Religion" ist die der reinen und unverfälschten Liebe Gottes. Die zwar kein Mensch vollkommen erfassen kann, aber für die Menschen "Kanal" und "Gefäß" sein können. (...)

Mystiker: Es gibt nur eine Religion, die Religion der Liebe. Alle Religionen sind Wege dort hin. Wenn wir alle uns von Gott finden lassen, Gefäße und Kanäle seiner Liebe werden, wird es das Paradies auf der Erde und im Himmel geben. (...)

Kahlan: Was ich sehr interessant fand, dass du eine Tagesstruktur hast, ein System.....denn das war und ist ja auch im monastischen Leben so, dass es eine Struktur, eine Ordnung gibt....und dass genau dies für viele Klosterurlauber/besucher ein Anziehungspunkt ist und sie darin zur Ruhe kommen können.

Mystiker: Genauso ist es. Man kommt durch eine spirituelle Tagesstruktur in sich zur Ruhe. Aber in den meisten Klöstern besteht die Gefahr, dass man zu viel arbeitet, zu viele Rituale macht oder zu viele Kontakte zu seinen Mitmenschen hat. Dann verbraucht man seine Energie in äußeren Dingen. Sie kann sich nicht nach innen wenden. Wenn man extrem in der Ruhe und im Nichtstun lebt, wendet sich die Lebensenergie ab einem bestimmten Punkt nach innen. Dann beginnt sie die inneren Verspannungen aufzulösen, den Menschen innerlich zu heilen und ins Licht wachsen zu lassen. Dieser Punkt ist schwer zu finden und schwer zu halten. Es gelingt kaum mit anderen Menschen. Erst fühlt sich die Stille unerträglich langweilig an, dann beginnt es in einem zu brodeln, und dann ist der Eremit plötzlich in Gott und im Glück. (...)

Ralf: Ich würde nie und nimmer mein Glaubensgebäude aufgeben und gegen ein unpersönliches tauschen. Wohl kenne ich Meditationsformen, in welchen man nicht beten und nichts sprechen und sich nach einer gedachten/gesprochenen Einleitung nur ganz der Liebe Gottes ergeben soll. Aber selbst da ist für mich das Näheerlebnis wieder personell. Für mich ist es kein Ziel mein Ich abzulegen.

Mystiker: Gott kannst du auf einer tiefen Ebene nur erfahren, wenn du jedes Glaubensgebäude übersteigst und dein Ich-Bewusstsein (Ego) loslässt. Aber wer zu früh sein Ego aufgibt, kann auf dem spirituellen Weg scheitern. Deshalb gibt es den Zweistufen-Weg. Zuerst übt man mit einem Glaubensgebäude und vorwiegend konkrete Meditationen (mit positiven Bildern und Sätzen). Dann lässt man alles los und verweilt einfach in der Stille. Mit der Gnade Gottes gelangt man dann durch die Stille ins Licht. Teresa von Avila hat sich zuerst auf den Begriff "Gott" konzentriert und das Vaterunser gebetet. Dann erwachte die Glücksenergie (Kundalini, der heilige Geist) in ihr, ihre Gedanken kamen zur Ruhe und sie trat in die Erfahrung Gottes ein. Jeder Mensch sollte spüren, ob für ihn konkrete oder abstrakte Meditationen hilfreich sind. Oder beides in einer persönlichen Kombination. Anfänger meditieren normalerweise mit konkreten Vorstellungen und Fortgeschrittene verweilen in der Ruhe und im Glück. (...)

Naqual (Religionswissenschaftler): Das was ich als Erfahrung habe, ist nicht von den Sinnen vermittelt, mit denen ich gegenüber anderen kommuniziere könnte. So kann das mystische Erleben sehr intensiv sein - aber man bleibt "sprach-los". (...)

Mystiker: Das schreibt auch Laotse: "Das Tao (Gott) über das man reden kann, ist nicht das wirkliche Tao." Auf einer tiefen Ebene kann man Gott nur erfahren und nicht beschreiben. Je weiter man sich als Mystiker von der Wirklichkeit Gottes entfernt, desto mehr kann man über Gott aussagen, obwohl es dann natürlich immer weniger genau ist. (...)

Naqual: Man erfährt, dass es Gott gibt. Die Frage, die bleibt, ist WIE oder WAS ist Gott. Diese Frage wird sogar umso dringender in mir, je intensiver ich erlebe. Da werde ich "visionsartig" überfallen von einem Bewusstsein geliebt zu sein. Aber nicht nur das, wenn ich die Erfahrung betrachte, stelle ich fest, dass diese Erfahrung mich erfüllt und beginnt aus mir zu wirken. Das ist in Worten schwer zu fassen. Aber kulturell im christlichen Denken erzogen, verstand ich auf einmal den Satz "denn ER (Gott) hat uns zuerst geliebt" als Voraussetzung für alles weitere im Sinne von "Liebet Gott über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst."

Mystiker: Man kann Gott bezeugen, aber man kann niemals ganz genau sagen wie oder was Gott ist. Durch eine Gotteserfahrung kann man plötzlich die Bibel verstehen. Man wird eins mit Gott, wenn man Gottes Liebe durch sich hindurch wirken lässt.

Naqual: Gott wirkt also durch einen. Man ist sein "Arm" im übertragenen, symbolischen Sinne. So befremdet mich der Satz von anderen oft "das musst Du einfach Jesus anvertrauen und dann hilft er Dir schon". Jesus redete davon wie der Vater durch ihn wirkte und von Nachfolge. Also nicht "lass Jesus mal machen für Dich", sondern "lass den Vater durch Dich wirken". Ein hohes Ziel! Aber ein schönes!

Mystiker: Auch Dorothee Sölle sagte, dass Gott durch uns wirkt. Sie war der Meinung, dass Gottes Wirken in dieser Welt abhängig ist von unserem Handeln („Gott hat keine anderen Hände als unsere.“). Unsere Hände müssen eine bessere Welt aufbauen. Unser Körper und unser Geist müssen die spirituellen Übungen machen, durch die wir dann zu Gott gelangen. Wenn wir uns regelmäßig mit Gott verbinden, wird er uns auf den für uns richtigen Weg führen. So sehe ich das auch."

[Bearbeiten] Siehe auch

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