Kolloquium Virtuelle Wissenskonstruktion
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Willkommen im Kolloquium „Virtuelle Wissenskonstruktion“!
Dies ist der Platz für Fragen und Diskussionen rund um das Themengebiet „Virtuelle Wissenskonstruktion“.
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[Bearbeiten] Einordnung in die Geisteswissenschaften?
Ist dieser Fachbereicht den Geisteswissenschaften zuzuordnen? Vielleicht doch eher den Sozialwissenschaften (Menschen konstruiren gemeinsam Wissen um ihr Überleben zu sichern).--Jeanpol 11:33, 27. Aug 2006 (UTC)
- Den letzten Satz verstehe ich nicht so genau; gehen nicht die grundlegenden Fortschritte in Wissenschaft und Forschung auf die Leistungen Einzelner zurück? Ich denke da an Kant, Nietzsche (etc. pp.) in der Philosophie, Leibnitz in der Logik, Einstein in der Physik, Galileo und Keppler in der Astronomie, Chomsky in der Sprachwissenschaft, (...) ich bin sicher, die Liste lässt sich ins Unermessliche fortführen. KLar, wissen muss ge- und verteilt werden, damit die Menschheit aus ihm provitieren kann, aber inwieweit ist der Gedanke gemeinsam Wissen auch zu konstruieren, überlebenswichtig?--elis 06:20, 1. Sep 2006 (UTC)
- Tja... Alle Denker, die du genannt hast, haben nur auf den Punkt gebracht, was viele, viele Menschen um sie herum zusammengetragen haben. Jeder dieser Denker hatte zum selben Zeitpunkt "Konkurrenten", die genauso hätten bekannt werden können. Alles Denken ist wirklich kollektiv, glaube mir!--Jeanpol 03:39, 8. Sep 2006 (UTC)
- Ich finde die Thematik durchaus interessant, hast du irgendwelche (nach Möglichkeit frei zu erhaltende) Dokumente, die das näher belegen können? Soweit ich über diese Leute informiert bin, waren es eben Diese, die "den Stein ins Rollen gebracht" haben in jeweils ihrem Gebiet. Ich meine, es ist schwer vorstellbar, dass "viele, viele Menschen" kollektiv in einem kleinen, überschaubarem Zeitfenster den selben revolutionären Gedanken gehabt haben sollen, den aber letztlich nur ein "Glücklicher" niedergeschrieben hat um die Lorbeeren zu kassieren--elis 07:08, 8. Sep 2006 (UTC)
- Zu jedem Zeitpunkt gibt es ein Klima, das bestimmte Gedanken entstehen lässt. So wurde der Gedanke von Darwin von vielen Leuten vorbereitet und Darwin hat dann im richtigen Augenblick die zündende, alles verbindende Idee gehabt. Er musste sogar kämpfen, um seine Leistung anerkennen zu lassen. Auch Einstein hat das auf den Punkt gebracht, was um ihn herum an Bausteinen lag und damit die revolutionäre Relativitätstheorie formuliert. Hätte er es nicht getan, hätte es ein anderer niedergeschrieben. Dies gilt ebenfalls für Galilei, Kopernikus, usw.--Jeanpol 12:44, 8. Sep 2006 (UTC)
- Und da fällt mir noch Gutenberg ein: zu seiner Zeit gab es an vielen Orten Leute, die mit dem Buchdruck experimentierten. Er wurde von der Nachwelt als Erfinder benannt, weil man für die Geschichtsschreibung Symbolfiguren braucht.--Jeanpol 19:47, 9. Sep 2006 (UTC)
- Zu jedem Zeitpunkt gibt es ein Klima, das bestimmte Gedanken entstehen lässt. So wurde der Gedanke von Darwin von vielen Leuten vorbereitet und Darwin hat dann im richtigen Augenblick die zündende, alles verbindende Idee gehabt. Er musste sogar kämpfen, um seine Leistung anerkennen zu lassen. Auch Einstein hat das auf den Punkt gebracht, was um ihn herum an Bausteinen lag und damit die revolutionäre Relativitätstheorie formuliert. Hätte er es nicht getan, hätte es ein anderer niedergeschrieben. Dies gilt ebenfalls für Galilei, Kopernikus, usw.--Jeanpol 12:44, 8. Sep 2006 (UTC)
- Sorry, ich brauche Quellen, seriöse.... eine Meinung in Ehren, aber ohne Belege kann ich nicht viel damit anfangen.--elis 23:02, 10. Sep 2006 (UTC)
- Braucht man inzwischen auch Belege in den Diskussionsseiten, wenn man ein paar Hinweise einbringt? Vielleicht kannst du selbst nach Belegen suchen, zumal es sich hier nicht um besonders überraschende Einsichten handelt, sondern um Selbstverständlichkeiten (in aller Freundlichkeit). Aber ich möchte doch auf deinen Wunsch eingehen: hier kannst du einen Beleg für meine Äußerung über Gutenberg finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gutenberg --Jeanpol 08:24, 14. Sep 2006 (UTC)
[Bearbeiten] Einordnung in Informationswissenschaften?
Mein erster Eindruck ist, dass es hier um einen Bereich zwischen Sozial- und Informationswissenschaften geht. Im Fachbereich Bibliothekstralala sind ähnliche Projekte angegeben, ich habe dort eine Kürzung des FB-Namens auf Fachbereich Informationswissenschaften vorgeschlagen. Wäre es nicht sinnvoller, dort ein Institut unterzubringen als für alles einen Fachbereich zu gründen? Ggf. kann ja auch ein ganz neuer Fachbereich Internetsozialwissenschaft o.ä. vorstehen, unter dem sich auch ein Fachfremder etwas vorstellen kann, um vielleicht in einem Einführungs-Proseminar etwas zu lernen? -- Liondancer 20:10, 7. Sep 2006 (UTC)
- Dein erster Eindruck ist richtig, es geht hier wirklich sowohl um Sozialwissenschaften als auch um Informationswissenschaften. Aber "Internetsozialwissenschaft" gibt den Inhalt nicht ganz wieder. Es geht hier darum, dass Menschen mit den Kommunikationsskills ausgestattet werden, die eine kollektive Reflexion erleichtern. Es würde passen in einen Bereich "Wissenswissenschaften". Aber der Terminus ist seltsam.--Jeanpol 03:43, 8. Sep 2006 (UTC)