Kurs:Allgemeine Cytologie
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Dieser Kurs soll in das Thema Cytologie einführen und Grundwissen vermitteln, welches in den weiterführenden Kursen benötigt wird.
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Herzlich Willkommen im Kurs Allgemeine Cytologie!
Dieser Kurs basiert auf Wissen, was mir selbst in einem realen Kurs vermittelt wurde. Ich versuche diesen Kurs wie eine Vorlesung zu gestalten. Fragen und Meinungen zu den hier dargestellten Themen sind natürlich erwünscht. Dazu kann die Diskussionseite genutzt werden. Außerdem rufe ich jeden dazu auf diesen Kurs durch sein eigenes Wissen zu ergänzen und zu bereichern.
--Noisma 18:39, 21. Mai 2008 (CEST)
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Die Zelle
Die Zelle ist für die Biologie ein grundlegendes Gebilde, vergleichbar mit dem Atom in der Chemie. Alle bekannten Lebewesen bestehen aus einer oder mehrerer Zellen. Zellen sind die kleinste Strukturebene eines Organismus, welche alle Eigenschaften des Lebens besitzt. Diese Eigenschaften sind zum Beispiel Wechselwirkungen mit der Umwelt, das Wachstum durch einen eigenen Stoffwechsel und die Reproduktion (Vermehrung) bei der Eigenschaften an die Nachkommen weiter gegeben werden.
Es gibt Lebewesen die nur aus einer einzigen Zelle bestehen, zum Beispiel Bakterien. Man nennt sie Einzeller. Jeder Organismus der aus mehr als einer Zelle besteht wird Mehrzeller genannt. Der menschliche Organismus besteht zum Beispiel aus ca. 100 Billionen Zellen, durchläuft jedoch ebenfalls zu Beginn seines Lebens ein einzelliges Stadium.
In Tieren, Menschen, Pflanzen und Pilzen haben sich die Zellen stark spezialisiert und bilden so die unterschiedlichen Gewebetypen die im Organismus die verschiedensten Aufgaben übernehmen. Diese Zellen sind auf die Lebensgemeinschaft mit anderen Zellen angewiesen, so dass sie allein meist nicht lange überleben können.
[Bearbeiten] Themenbereiche der Cytologie
Die Cytologie versucht mit Hilfe von mikroskopischen und molekularbiologischen Methoden, die biologischen Vorgänge auf zellulärer Ebene zu verstehen. Dazu werden die Struktur und Funktion der Zellbestandteile, die Zellteilung, Bewegung von Zellen und biochemische Vorgänge innerhalb oder zwischen Zellen erforscht.
Dadurch überschneidet sich die Zellbiologie teilweise mit den Bereichen der Biochemie, Zoologie, Botanik, Molekularbiologie, Biologietechnik, Physiologie, Entwicklungsbiologie und Immunologie.
Wenn man sich mit der Zelle vertraut machen will, dann besteht vielleicht die größte Schwierigkeit darin, sich vorzustellen, wie etwas so Kleines so komplex sein kann.
[Bearbeiten] Geschichte der Cytologie
- 1665
- Robert Hooke, ein englischer Wissenschaftler, untersucht eine Scheibe Kork aus Eichenrinde mit 30-facher Vergrößerung unter einem Mikroskop. Die winzigen Kästchen die er sah, nannte er Zellen (von lat. cellula = Kämmerchen), und nahm an, dass sie nur für Kork typisch seien.
- 1674 - 1700
- Ein holländischer Zeitgenosse von Hooke, Anton van Leeuwenhoek, entwickelte Mikroskope mit bis zu 270-facher Vergrößerung und entdeckte in einem Wassertropfen eines Tümpels viele Organismen, von denen wir heute wissen, dass es sich um Einzeller handelt. Außerdem untersuchte er Blutzellen und tierische Spermazellen.
- 1830
- In seinem Lehrbuch Phytotomie beschrieb der Mediziner und Botaniker Franz Julius Ferdinand Meyen den mikroskopischen Aufbau der Pflanzenorgane aus Zellen.
- 1839
- Fast zwei Jahrhunderte nach den Entdeckungen von Hooke und Leeuwenhoek, fassten zwei deutsche Biologen, Matthias Schleiden und Theodor Schwann, ihre eigene und fremde mikroskopische Untersuchungen zu der Idee zusammen, dass alle Lebewesen aus Zellen bestehen. Dies war die Geburtsstunde der Zelltheorie.
- 1845
- Karl Theodor Ernst von Siebold veröffentlicht ein Buch, in dem er Protozoen (ein- bis zweizellige Eukaryoten) als einzellige Lebewesen darstellte und damit zeigte, dass Zellen unabhängig voneinander leben können.
- Zur gleichen Zeit widerlegen Louis Pasteur und andere endgültig die Theorie, dass Zellen spontan aus toter organischer Materie (generatio spontanea) entstehen können.
- 1855
- Rudolf Virchow erweitert die Zelltheorie, in dem er auf dem Gebiet der Pathologie bestätigt, dass jede Zelle aus einer anderen entsteht ("omnis cellula e cellula").