Kurs:Analysis III/Kapitel I: Differentiation und Integration auf Mannigfaltigkeiten/§7 Das Poincarésche Lemma
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[Bearbeiten] Definition 1
- Eine stetige m-Form,
, in einer offenen Menge 

- heißt exakt, wenn es eine (m − 1)-Form

- der Klasse C1(Ω) gibt mit der Eigenschaft
dλ = ω in Ω.
[Bearbeiten] Definition 2
- Sei
ein Gebiet mit dem zugehörigen Zylinder
![\hat{\Omega} := \Omega \times [0, 1] \subset \mathbb{R}^{n + 1}.](http://upload.wikimedia.org/math/5/7/7/577ffde43499abebc8405896ae0a3a48.png)
- Weiter gebe es ein
und eine Abbildung

- der Klasse
, so dass folgendes gilt:
für alle
.- Dann nennen wir das Gebiet Ω (auf den Punkt x0) zusammenziehbar.
[Bearbeiten] Satz 1 (Das Poincarésche Lemma)
- Seien
ein zusammenziehbares Gebiet und
. Dann ist jede geschlossene m-Form ω in Ω exakt.
[Bearbeiten] Beweis
1. Da Ω zusammenziehbar ist, gibt es eine Abbildung

mit
für alle
.Wir betrachten auf
die transformierte Differentialform


Dabei haben wir
für 
benutzt. Die Differentialformen ω1(x,t) und ω2(x,t) sind unabhängig von dt und haben den Grad m bzw. (m − 1). Weiter gelten
ω1(x,0) = 0 und ω1(x,1) = ω(x).
2. Wir berechnen



Somit folgt

3. Wir erklären nun die (m − 1)-Form

Wir berechnen

womit alles gezeigt ist.
q.e.d.