Kurs:Ein Zugang zur Kunst...
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Dieser Kurs gehört zum Fachbereich Kunst.
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Der folgende Text wurde aus dem Kolloquium Kunst kopiert, er stammt von Benutzer Adrantis. Der Text wurde für so gut befunden, dass er als Vorlesung unter "Kurse" aufgelistet wird.
Hier der Text :
Als vielseitiger Mensch möchte ich mal in die Runde streuen, dass es 2 Dinge sind, Kunst zu machen und über Kunst sprechen. Man sollte beides nicht verwechseln, Künstler sind nicht immer gute Schreiber oder Dikussionspartner. Das gleiche gilt anders herum. Man kann handwerklich und ästhetisch (Schönheit, Richtigkeit) über Kunst sprechen. In einem Kurs, der eine Gestaltungslehre schult, würde man vorwiegend handwerklich über Kunst sprechen.
Manche Menschen denken, es reiche der Erlernen einer bestimmten künstlerischen Technik aus, um ein Künstler zu werden. Es gibt sicher auch angesehene Künstler, die Techniker sind, aber echte Kunst geht über technische Möglichkeiten hinaus. Der Techniker unterscheidet sich vom Künstler darin, dass er nicht gefühlsmäßig in der Produktion des Kunstwerkes einbezogen ist. Der Techniker hält sich nur - mathematisch nachvollziehbar - an Vorgaben, er kopiert gespeichertes Wissen, gespeicherte Gestaltungsregeln und bringt auf diese Weise ein oftmals unlebendiges, wenn auch präzises Werk hervor. Der echte Künstler ist nicht ausschließlich ein Techniker. Ein echter Künstler bringt sich selbst in das Kunstwerk er, er kopiert keine Meisterwerke, um vergleichbar mit Vorbildern zu werden, er verwirklicht einen Teil seines Wesens und versucht nicht, einmalig zu sein, er ist es. Das bedeutet nicht, dass er in seiner Kunst anerkannt werden muss. Es könnte so sein, aber es muss nicht so sein.
Worin liegt der Zugang zur echten Kunst, wenn nicht in der Technik und der Methode?
Der Zugang zur echten Kunst liegt darin, sich von der Welt und ihren vorgefertigten Bildern vollständig zu lösen. Viele Künstler haben dies erkannt und die Loslösung vor dem Vorgegebenen durch Willkür und Abstraktion vorangetrieben. Nicht zuletzt sind dadurch viele Spielarten moderner Kunst entstanden, die sich jeder vernünftigen Beurteilbarkeit entziehen und bei denen sich vielleicht der eine oder andere nach dem Bluff-Faktor fragt, ob nicht finanzielle Motive und die Suche nach Anerkennung ihre Blüten getrieben haben oder einfach das Chaos im Kopf. Doch zurück, der echte Künstler löst sich von der Außenwelt, dem Vorgefertigten, den Vorbildern, er dringt nach innen, er stellt Fragen, er wird zu seiner eigenen Welt und schöpft die Bilder aus sich selbst. Die Muster der Welt sind für ihn nur Schablonen, in die er seine innere Tiefe, sein Unterbewußtsein, Angst, Schönheit, Liebe, eben seine Motive füllt. Der echte Künstler weiß, dass er niemals ein Künstler werden kann, wenn er nicht die Perfektion der Ausführung hinter seine inneren Motive stellt. Perfektionisten sind schlechte Künstler, doch das Gegenteil ist ebenso wenig wahr. Ein guter Künstler wird immer perfekt sein, aber nie perfektionistisch. Denn letzteres sind nur jene, denen es an der Sicherheit im Stil mangelt. Perfektionistisch zu sein, bedeutet, eine Sicherheit zu wollen, die noch nicht in einem geboren wurde.
Natürlich gibt es andere Zugänge zur Kunst. Und aus diesen anderen wird ein anderes Kunstverständnis und eine andere Kunst entstehen. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von Adriantis (Diskussion • Beiträge) 00:06, 18. Nov. 2007)

