Kurs:Internet Entrepreneur

Aus Wikiversity
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Einleitung

Der Begriff Internet Entrepreneur ist ein englischer Begriff, der von dem französischen Lehnwort Entrepreneur abgeleitet ist, welches soviel wie Unternehmer bedeutet. Der Begriff Entrepreneur wird insbesondere gerne mit Innovation und Risikofreude assoziiert.

Man könnte das Internet als Geschäftsfeld als attraktiv ansehen, weil die Kosten für eine Geschäftsgründung vergleichsweise gering sein können und das Potential Kunden zu gewinnen sehr hoch sein kann. Dabei hängt natürlich alles an der richtigen Geschäftsidee, die für potentielle Kunden auch interessant genug ist und so zu Kundenbindung führen kann. Ein Internetgeschäft kann schon mit einem einzelnen, angemieteten Server bei einem Internet Service Provider beginnen.

Die verlinkten Wikipedia-Artikel sollten zum Verständnis des Kurses gelesen werden, da der Inhalt schon für die Aufgaben notwendig sein kann. Weitere Literatur ist empfohlen, aber es bleibt dem Kursteilnehmer überlassen, welche Literatur er für notwendig erachtet.

[Bearbeiten] Qualifikation und Ausbildung

Als weiterführende Literatur für diesen Kurs empfohlen sind beispielsweise die Wikibooks Betriebswirtschaft und Materialwirtschaft; auch der Kurs Webdesign kann interessant sein. Für den Betrieb eines Computers unter Linux sind außerdem die Bücher Linux-Kompendium und LPI Linux Certification relevant. Wenn eigene Softwareentwicklung notwendig ist, hilft vielleicht ein Blick in das Regal Programmierung. Ansonsten findet man Programmierer und Systemadministratoren für Auftragsarbeiten oder zur Festanstellung beispielsweise über Gulp.de, Personaldienstleister und natürlich Jobsuchmaschinen.

Als Ausbildung für Gründer empfohlen, aber nicht zwingend notwendig, sind beispielsweise die folgenden Studiengänge; neben dem Beruf kann man diese Ausbildung auch an einer Fernuniversität, wie der Fernuniversität in Hagen oder der Open University, erhalten.

Siehe auch: Charakteristika von Unternehmertum (Wikipedia), Managementkompetenz (Wikipedia)

[Bearbeiten] Planung

[Bearbeiten] Geschäftsidee

Neue Geschäftsideen für das Internet dürfte es noch einige geben, aber auch in Sparten wo schon andere Firmen erfolgreich sind, ist oft noch Platz für Mitbewerber. Viele Geschäftsideen im Internet basieren auf der Idee, daß man Dienste anbietet, die erwünscht sind und nur an der Werbung verdient, die die Besucher der Webseite sich ansehen. Eine Alternative sind Internet Shops, die Waren versenden, und natürlich Dienstleister, die sich ihre Dienstleistungen bezahlen lassen. Die Bezahlung muß dabei nicht von einem Kunden kommen, sondern darf auch gerne von Partnerunternehmen kommen, die eine Dienstleistung für ihre eigenen Kunden einkaufen. Kollmann unterscheidet bei elektronischen Geschäftsprozessen E-Shop, E-Procurement und E-Marketplace.[L 1] Anbieter von Bildungsangeboten im Internet können auch gemeinnützig arbeiten.

[Bearbeiten] Unterstützung

Je nach der Schwierigkeit der Planung kann Unterstützung in der Planungsphase erforderlich sein. Man kann sich natürlich Unterstützung von professionellen Beraten holen,[1][2] oder in dem man als Team arbeitet. Im Internet gibt es aber auch viele Informationsquellen, die man nutzen kann.

Außerdem gibt es Gründungsinitiativen und Startup Webseiten, wie beispielsweise Startercenter NRW,[8] NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.,[9] Existenzgründerpakt Bayern,[10] Berlin Startup,[11] Deutsche Startups,[12] die Gründungswerkstatt Deutschland,[13] die START-Messe und das virtuelle Gründerzentrum der KfW Mittelstandsbank.[14] In einigen Städten gibt es auch ein Amt für Wirtschafsförderung, ansonsten gibt es aber immer eine zuständige Industrie- und Handelskammer, die ebenfalls Existenzgründern behilflich ist. Ausländische Existenzgründer finden außerdem beim Regionalen Förderzentrum für ausländische Existenzgründer und Unternehmer (RFZ)[15] Unterstützung.

[Bearbeiten] Businessplan

Ein Geschäftsplan beschreibt die vorhergehende Planung eines Unternehmens für potentielle Geschäftspartner, Kreditgeber und Risikokapitalgeber. Der Geschäftsplan beschreibt die Planung für Finanzierung, Personal, Organisation und Strategie des Unternehmens. Für Geschäftspläne gibt es recht genaue Vorgaben und auch Vorlagen für den erwarteten Inhalt. Ein Geschäftsplan sollte diesen Erwartungen zumindest insoweit entsprechen, wie man als angehender Unternehmer diesen Anspruch an Professionalität hat. Ein kleineres Unternehmen mit geringerem Planungsbedarf kann natürlich auch zuviel Aufwand in einen Geschäftsplan stecken, den dann niemand mehr vollständig lesen möchte. Der Geschäftsplan eines Unternehmens ist vertraulich und muß nur den Personen zugänglich gemacht werden, die in die Planungsphase des Unternehmens involviert sind.

Eine Anleitung zur Gliederung eines Geschäftsplanes findet sich im Wikibook "Betriebswirtschaft" unter Aufbau eines Geschäftsplanes.

Siehe auch: Sustainable Business (englische Wikibooks), Writing a Business Plan (englische Wikibooks), Getting Started as an Entrepreneur: Business Plans (englische Wikibooks), K001 HHN Businessplanentwicklung (Hochschule Heilbronn)

[Bearbeiten] Finanzierung

Wenn der Businessplan stimmt, kann man sich mit dem Businessplan an Banken wenden, um über die Finanzierung zu sprechen. Hier gilt, wie auch in der Medizin, daß man sich nicht nur von einer Bank beraten lassen sollte. Ein sinnvoller Businessplan sollte wichtig genug sein, um mehrere Meinungen einzuholen, zumindest wenn das erste Gespräch nicht zum gewünschten Ergebnis führte oder sonstige Zweifel an der Beratung bestehen.

Siehe auch: Fremdkapital, Rentabilität, Kapitalflussrechnung, Kapitalbedarfsplan, Investitionsrechnung, Eigenkapitalrentabilität

[Bearbeiten] Venture Capital Finanzierung

Risikokapital (engl. venture capital) ist Kapital, dass von Risikokapitalgebern[16][17][18][19] beigesteuert wird. Das Ziel des Risikokapitalgebers kann es beispielsweise sein, in der Gründungsphase bei hohem Risiko einen hohen Gewinn zu realisieren und nach der Startphase, wenn das Unternehmen einen ausreichenden Wert erreicht hat, die Firmenanteile wieder zu veräußern. So kann der Risikokapitalgeber gute Gewinne erzielen und der Unternehmensgründer seine Finanzierung sichern. Risikokapital ist primär für Firmen mit sehr großem Wachstumspotential verfügbar.

Aufgabe: Welche Rolle spielen Private Equity und Risikokapital?

[Bearbeiten] Gesellschaftsform

Als Gesellschaftsform für ein kleines Unternehmen bietet sich die Unternehmergesellschaft[20] oder die GmbH an. Seit 2004/2006 gibt es auch die Möglichkeit eine europäische Rechtsform zu nutzen, beispielsweise die der europäischen Genossenschaft. Alternativ läßt sich auch beispielsweise eine Firma in England[21] oder den USA einrichten. Einige Bundesstaaten der USA erlauben Ausländern aus dem Ausland in den USA Firmen zu gründen, die dann aber auch in das deutsche Handelsregister eingetragen werden können.[22] Firmen wie The Company Corporation oder MyCorporation.com machen eine Firmengründung in den USA einfach. Wie die deutsche Unternehmergesellschaft können die englischen und amerikanischen LLCs mit geringem Stammkapital gegründet werden. Im Haftungsfall kann bei der englischen LLC deutsches oder englisches Recht angewendet werden, aber auch das englische Recht kennt die Durchgriffshaftung bei Fehlverhalten der Geschäftsführung und sogar die Löschung der Gesellschaft mit Übertragung des Vermögens auf die britische Krone ist im englischen Recht vorgesehen.[23]

Ein Grund für die Wahl eines amerikanischen oder europäischen Unternehmen als Rechtsform könnten die bekannteren Gesetzgebungen in Europa und den Vereinigten Staaten sein. Touristen könnten beispielsweise zögern ihre Kreditkartennummern auf einer Webseite einzugeben, die unter einer weitgehend unbekannten Gerichtsbarkeit arbeitet. Steuervermeidung ist nicht unbedingt das Ergebnis: Während ein Tochterunternehmen beispielsweise in Florida (mit niedrigen Steuern für ausländische Unternehmen) arbeiten könnte wäre es trotzdem möglich eine Muttergesellschaft im Heimatland zu betreiben und wie ein verantwortungsbewusster Bürger Steuern zu zahlen.

Siehe auch: US Corporate Law (englische Wikibooks), Gesellschaftsrecht, Gesellschaftsrecht (Europäische Union), Limited liability company#Germany (englische Wikipedia), Tax avoidance and Africa (ethicalconsumer.org)

[Bearbeiten] Unternehmerische Sozialverantwortung

Mit unternehmerischer Sozialverantwortung (engl. Corporate Social Responsibility) bezeichnet man soziale, ökologische und ökonomische Richtlinien und Ziele, die sich ein Unternehmen freiwillig setzt um die gesetzlichen Mindestanforderungen zu übertreffen.

Unternehmen, die beispielsweise den United Nations Global Compact unterschreiben, sollen:

  1. die international verkündeten Menschenrechte respektieren und ihre Einhaltung innerhalb ihrer Einflusssphäre fördern.
  2. sicherstellen, dass sie nicht bei Menschenrechtsverletzungen mitwirken.
  3. die Rechte ihrer Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu betätigen, respektieren sowie deren Recht auf Kollektivverhandlungen effektiv anerkennen.
  4. alle Formen von Zwangsarbeit bzw. erzwungener Arbeit ausschließen.
  5. an der Abschaffung von Kinderarbeit mitwirken.
  6. jede Diskriminierung in Bezug auf Beschäftigung und Beruf ausschließen.
  7. eine vorsorgende Haltung gegenüber Umweltgefährdungen einnehmen.
  8. Initiativen zur Förderung größeren Umweltbewusstseins ergreifen.
  9. die Entwicklung und die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien ermutigen.
  10. gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.


Siehe auch:

Aufgabe: Beschreibe die Teilaspekte der unternehmerischen Sozialverantwortung.

[Bearbeiten] Unternehmertum und Ethik

Unternehmertum und besonders Unternehmertum im Internet könnte man möglicherweise als eine Handlungsweise ansehen, die im Konflikt zum kategorischen Imperativ steht:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!“

Der kategorische Imperativ ist aber kein Naturgesetz, sondern eine moralische Forderung. Wenn man also den Bedarf hat, unternehmerische Sozialverantwortung zu begründen, dann könnte man sie beispielsweise daraus herleiten, dass man als Unternehmer ja, sozusagen, den kategorischen Imperativ bereits in einem nicht unwesentlichen Bereich ignoriert hat und das sich schon daraus wiederum eine Verpflichtung ergeben könnte.

Die Menschheitszweckformel des kategorischen Imperativs von Immanuel Kant lautet:

„Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als auch in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“

Während es für Privatleute im Alltag schwer sein dürfte dieses Zitat zu einem allgemeinen Prinzip zu machen könnte man sagen, dass es für Unternehmer oder Firmen durchaus allgemeine Gültigkeit haben könnte, wenn man bereit wäre entsprechende Anstrengungen zu unternehmen. Man könnte daraus die Forderung ableiten, dass Privatpersonen die Pflicht hätten diese Forderung als Konsumenten an alle Unternehmen zu stellen.

Aufgaben:
  • Welche Anstrengungen wären zu unternehmen um der zweiten Forderung gerecht zu werden?
  • Gibt es andere Gründe für unternehmerische Sozialverantwortung als die hier Dargestellten?

Siehe auch: Funktionales (statt funktionierendes) Sozialverhalten (Elternkurs Autorenleitfaden, Wikibooks)

[Bearbeiten] Nationales Recht

[Bearbeiten] Arbeitsrecht

Siehe: Arbeitsrecht, Richtlinie 2003/88/EG über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung

Aufgabe: Beschreibe die Aufgaben und Pflichten des Unternehmers, die sich aus dem Arbeitsrecht ergeben.

[Bearbeiten] Datenschutzrecht

Siehe: Datenschutzrecht, Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie), Richtlinie 2002/58/EG (Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation)

Aufgabe: Beschreibe die relevanten Datenschutzbestimmungen.

[Bearbeiten] Fernabsatzrecht

Siehe: Fernabsatzrecht, Richtlinie 97/7/EG (Fernabsatzrichtlinie)

Aufgabe: Beschreibe die Bedeutung des Fernabsatzrechtes für ein Internet Unternehmen.

[Bearbeiten] Handelsrecht

Siehe: Handelsrecht, UN-Kaufrecht

Aufgabe: Skizziere den Umfang und den Anwendungsbereich des deutschen Handelsrechts.

[Bearbeiten] Internetrecht

Siehe: Internetrecht, Richtlinie 2000/31/EG über den elektronischen Geschäftsverkehr, Richtlinie 2001/29/EG (Urheberrechtsrichtlinie)

Aufgabe: Beschreibe die Bereiche des Internetrechts.

[Bearbeiten] Telemediengesetz

Siehe: Telemediengesetz

Aufgabe: Beschreibe den Umfang des Telemediengesetzes.

[Bearbeiten] Europäische und Internationale Regelungen

[Bearbeiten] Richtlinie 2000/31/EG über den elektronischen Geschäftsverkehr

Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt ("Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr").

In der Richtlinie 2000/31/EG heißt es beispielsweise "Die Mitgliedstaaten und die Kommission haben zur Ausarbeitung von Verhaltenskodizes zu ermutigen. Dies beeinträchtigt nicht die Freiwilligkeit dieser Kodizes und die Möglichkeit der Beteiligten, sich nach freiem Ermessen einem solchen Kodex zu unterwerfen."[24]

Siehe: EG-E-Commerce-Richtlinie

Aufgabe: Beschreibe Zweck und Ziele der Richtlinie 2000/31/EG über den elektronischen Geschäftsverkehr.

[Bearbeiten] Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie)

Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr.

Siehe: Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie)

[Bearbeiten] Richtlinie 2002/58/EG (Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation)

Richtlinie 2002/58/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juli 2002 über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation (Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation).

Siehe: Richtlinie 2002/58/EG (Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation)

[Bearbeiten] Richtlinie 2003/98/EG (PSI-Richtlinie)

Richtlinie 2003/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. November 2003 über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors.

Siehe: Richtlinie 2003/98/EG (PSI-Richtlinie)

[Bearbeiten] Richtlinie 2001/29/EG (Urheberrechtsrichtlinie)

Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft.

Siehe: Richtlinie 2001/29/EG (Urheberrechtsrichtlinie)

[Bearbeiten] Richtlinie 2003/88/EG (Arbeitszeitrichtlinie)

Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung

Siehe: Richtlinie 2003/88/EG (Arbeitszeitrichtlinie)

[Bearbeiten] Richtlinie 97/81/EG (Teilzeitrichtlinie)

Richtlinie 97/81/EG des Rates vom 15. Dezember 1997 zu der von UNICE, CEEP und EGB geschlossenen Rahmenvereinigung über Teilzeitarbeit.

Siehe: Richtlinie 97/81/EG (Teilzeitrichtlinie)

[Bearbeiten] UN-Kaufrecht

Siehe: UN-Kaufrecht

Aufgabe: Beschreibe die Anwendbarkeit und Bedeutung des UN-Kaufrechts.

[Bearbeiten] Zertifizierung und Bewertung

Cquote1.svg  Mach' dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen dich nicht kennen, sondern darüber, dass du sie nicht kennst.  Cquote2.svg

Wikiquote, Konfuzius

Eine Zertifizierung sollte man als wichtiges Qualitätsmerkmal ansehen. Eine gute Zertifizierung könnte man sogar als Alleinstellungsmerkmal sehen (Differenzierungsstrategie). Zertifizierungen bzw. Bewertungssysteme für Internetfirmen sind beispielsweise:

Siehe auch: Gütesiegel#Zeichen-Träger bzw. Herausgeber

[Bearbeiten] Industrie- und Handelskammer

Die Mitgliedschaft in einer Industrie- und Handelskammer ist in Deutschland für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben (aber nicht unbedingt für Handwerksunternehmen, Landwirtschaftsbetriebe und Freiberufler[30]). Die Industrie- und Handelskammern repräsentieren eine regionale Selbstverwaltung der Wirtschaft. Industrie- und Handelskammern sind für Existenzgründer potentiell interessant, weil sie auch Unternehmensförderung betreiben und Existenzgründungsberatungen durchführen. Die Industrie- und Handelskammern sind demokratisch organisiert und führen eigene Wahlen durch. Ausländische Handelskammern, wie beispielsweise die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK), existieren um Integration und internationalen Handel zu fördern. Um die Förderung ausländischer Existenzgründer kümmert sich außerdem das Regionale Förderzentrum für ausländische Existenzgründer und Unternehmer (RFZ).[15]

Aufgabe: Was sind die Aufgaben und Funktionen der Industrie- und Handelskammern in Deutschland?

[Bearbeiten] Beispiele für Geschäftsideen

Die folgenden Beispiele sind natürlich nur eine kleine Selektion möglicher Ideen. Allgemein kann der Kundenkontakt wichtig sein, weil der Kunde sonst nur mit einer anonymen Webseite kommunizieren kann. Dafür gibt es verschiedene Verfahren um dem Nutzer einer Webseite einen direkten Ansprechpartner zu bieten. Anrufe aus dem Internet können beispielsweise mit einem normalen PC mit Webcam und Headset oder mit einem (Video-)Internettelefon angenommen werden.

Die folgenden Beispiele haben aber einen sehr unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad, den man einschätzen können sollte. Die Aufgabe erfordert also ein gewisses Verständnis für die geschäftlichen und technischen Details der jeweiligen Geschäftsidee.

Aufgabe: Sortiere die Geschäftsideen nach dem Schwierigkeitsgrad.

Siehe auch: Eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft (Wikipedia), Bundesverband Informationswirtschaft (Wikipedia), Bundesverband der Dienstleister für Online Anbieter BDOA e.V.,[31] Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.[32]

[Bearbeiten] Auktionsplattform

Auktionsplattformen und Anzeigenportale, wie Ebay oder Kalaydo, sind beliebte Portale für Privatkunden und auch Händler. Bei einigen Online-Buchhändlern ist der Verkauf von gebrauchten Büchern sogar teil des eigenen Angebots geworden. Für den Betrieb einer Auktionsplattform empfiehlt sich ein regionaler Bezug und vielleicht auch regionale Partnerunternehmen, die bereits Daten in dem Marktsegment sammeln, also beispielsweise Zeitungsverlage. Da Auktionsplattformen ohne Inhalt uninteressant sind, gibt es hier ein typisches Henne-Ei-Problem, das aber möglicherweise mit einer guten Differenzierungsstrategie leicht überbrückt werden kann.

Aufgaben:
  • Beschreibe eine geeignete Differenzierungsstrategie für eine Internet-Auktionsplattform.
  • Skizziere einen Geschäftsplan für eine Internet-Auktionsplattform.

Siehe auch: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (Wikipedia)

[Bearbeiten] Bildungsanbieter im Internet

Bildungsanbieter im Internet, wie beispielsweise Khanacademy.org, Learnissimo.com, Tutoria.de oder K12.com, können Privatlehrer oder Kurse in kleinen Gruppen anbieten und dabei gleichzeitig das manchmal sehr vorteilhafte Medium Internet integrieren. Der Bildungsanbieter K12.com[33] bietet weltweit einen vollständigen amerikanischen Lehrplan für Schüler jeder Jahrgangsstufe über das Internet, hat aber auch einzelne Kurse als Nachhilfe oder zur Fortbildung in Interessengebieten im Angebot. Fördermittel für den Bildungssektor gibt es beispielsweise beim Europäischen Sozialfonds (ESF).

Aufgabe: Skizziere einen Geschäftsplan für einen Internet-Bildungsanbieter.

[Bearbeiten] Clicks4charity.net, Planethelp.de

Die Webseiten clicks4charity.net und planethelp.de nutzen die Provision, die Internetshops für Kundenvermittlung zahlen, um damit gemeinnützige Projekte zu fördern. Die Provision wird bei Weiterleitung eines Kunden von der Webseite auf die Webseiten der teilnehmenden Unternehmen fällig, wenn der Kunde auf der Zielseite ein Produkt erwirbt, für das Provision gezahlt wird. Für die Vermittlung werden Partnerprogramme genutzt, die auch anderen Anbietern zur Verfügung stehen.

Aufgabe: Skizziere einen Geschäftsplan für dieses Geschäftsmodell.

[Bearbeiten] Franchisenehmer oder -geber

Die Franchising-Idee ist im Internet weniger verbreitet, bietet sich aber beispielsweise für Dienste mit starkem regionalem Bezug durchaus an; Beispiele dafür sind stadtleben.de und mydestination.com. Internet-Franchising kann vom Franchising-Konzept die regionale Partitionierung übernehmen und so mehr Anbietern die Möglichkeit eröffnen, ein Internetgeschäft zu betreiben. Der Nutzen des Franchisegebers dabei können bessere regionale Informationen und stärkere regionale Werbung sein, wovon auch das Gesamtkonzept profitieren kann.

Aufgabe: Skizziere einen Geschäftsplan für einen Franchisenehmer oder -geber im Internet.

Siehe auch: Deutscher Franchise-Verband (Wikipedia)

[Bearbeiten] Hotelreservierungen

Es gibt eine große Anzahl von Anbietern, die Hotelreservierungen durchführen und die kleinen Webseiten, die möglicherweise auf einzelne Orte spezialisiert sind, die Buchung über ihr System erlauben. Der Anbieter für einen einzelnen Ort hat dabei möglicherweise den Vorteil, den Ort besser beschreiben zu können oder örtliche Anbieter besser in seine Webseite integrieren zu können, um so ein interessanteres Angebot zu schaffen, ohne in direkte Konkurrenz zu den großen Anbietern zu treten. Schon der Fahrplan der örtlichen Verkehrsbetriebe und Messetermine können einen attraktiven Mehrwert der Seite schaffen, oder auch besonders gute Fotos der örtlichen Hotels. Gute Beschreibungen für einzelne Orte findet man auf WikiTravel. Der lokale Anbieter kann dabei mit jeder Buchung an der Provision verdienen, die zwischen Reservierungsanbieter und lokalem Anbieter geteilt wird. Auch für unverbindliche Buchungen wird die Provision gezahlt, wenn der Gast im Hotel eintrifft, was manchmal billiger aber auch manchmal teurer als vorher gebuchte Preise (Advance Purchase Rates) sein kann. Für Gruppenreservierungen kann man auch Reisebürodienste anbieten und sogar besondere Preise für eine Gruppe mit einem Hotel aushandeln, wenn eine Gruppe groß genug dafür ist; alternativ kann man Kunden mit Beratungsbedarf auch per Internettelefonie mit kooperierenden Reisebüros verbinden.

Hotelreservierungsanbieter mit Partnerprogrammen sind beispielsweise RatesToGo, tobook.com, Expedia und Opodo. Vollständige Buchungssysteme bieten z.B. TravelTainment, Traffics, OpenJaw Technologies, Pegasus Solutions, Travelport und EAN, wofür aber in jedem Fall eine Akkreditierung als IATA Reisebüro notwendig sein dürfte (oder möglicherweise ARC, CLIA, TIDS oder TRUE Akkreditierung als Alternativen). Für die Aufwertung einer Webseite durch Integration bieten sich beispielsweise Dienste wie Nokia[34], Google Street View, Panogate Sightwalk oder Microsoft Streetside, Online Ticket und Reiseerlebnisvermittler und Hotelbewertungsdienste an. Ein Hotelbewertungsdienst verursacht normalerweise Kosten, aber Online Ticket und Reiseerlebnisvermittler (z.B. Getyourguide.com, Viator.com oder Isango.com) sollten auch dafür Provision zahlen. Ein sehr einfaches Reservierungssystem (Very Simple Reservation System) ist als Public Domain Software auf SourceForge in Entwicklung, ein Fork wird auf GNU Savannah als Free Reservation System unter der GNU Affero Lizenz entwickelt.

Bei einem Betrag von nur 1,50 Euro pro Übernachtung und Tourist wurden in Berlin Einnahmen von 20 bis 30 Millionen Euro aus der Bettensteuer erwartet. Die 205 Düsseldorfer Hotels setzen jährlich 271 Millionen Euro um. Eine Bettensteuer von fünf Prozent je Übernachtung brächte rechnerisch rund 13,5 Millionen Euro.[35] Die Portale der Hotel.de AG www.hotel.de und www.hotel.info konnten im 4. Quartal 2010 das Buchungsvolumen zwischen Oktober und Dezember 2010 um 19,3 Prozent auf 95,62 Millionen Euro steigern. [36] Der Jahresumsatz der Firma HRS betrug 2009 etwa 100 Millionen Euro und wurde zu 64,2 Prozent in Deutschland und zu 35,8 Prozent im Ausland erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss belief sich auf etwa 20 Millionen.[37] Große Unternehmen wie Opodo und Expedia machen Umsätze von jeweils mehr als 2 Milliarden Euro, bieten allerdings auch Flüge, Mietwagen und Pauschalreisen an. Laut der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen betrug der weltweite Umsatz im internationalen Tourismus 2010 693 Milliarden Euro.[38]

Die Kommissionszahlungen der Hotels können einfacher von einem spezialisierten Kommissionsbearbeiter, wie beispielsweise Pegasus commission processing, angenommen werden; dadurch entfällt die Notwendigkeit mit den Hotels möglicherweise einzeln die Kommissionszahlungen abzugleichen. Die Standardraten mit der höchsten vereinbarten Kommission sind "U.S. Government Rates", die normalerweise eine Kommission von 12% enthalten, natürlich kann die Höhe der Kommission auch individuell mit Hotels ausgehandelt werden, wo das wünschenswert ist und das Buchungsvolumen erlaubt individuelle Raten auszuhandeln. Üblicher sind 8%-10% Kommission, es existieren aber auch Raten ohne Kommission; Reisebüros können ihre eigene Gebühr hinzufügen, wenn sie solche Raten verkaufen. HRS und einige andere Anbieter bieten dem Kunden die Buchung ohne Garantie als Normalfall an.

Da das Hotel mit dieser Buchungsart nicht weiß ob ein Zimmer belegt ist bzw. das Haus voll ist könnte man hier einen eigenen Ratentyp verwenden, der das zusätzliche Risiko über den Preis kompensiert. Eine neuere Entwicklung in der Hotellerie ist, dass eine nicht stornierbare Rate und eine Rate mit kostenloser Stornierung angeboten werden, wobei die Rate mit kostenloser Stornierung in der Regel einen etwa 10% höheren Preis hat. Unverbindliche Reservierungen sollten logischerweise zumindest Raten mit kostenloser Stornierung erfordern. Die Unterscheidung zwischen Raten, die nur mit Garantie bzw. auch ohne Garantie gebucht werden können wird in der Hotelindustrie gemacht, aber eine systematische Kompensation des Ausfallrisikos über den Preis wird nicht immer vorgesehen. Der Anbieter Tingo reserviert kostenfrei stornierbare Raten neu, wenn der Preis des Angebots bis zur Anreise sinkt, so ensteht eine automatische Geldzurückgarantie.

Dienstleister wie die Deutsche Bahn AG nutzen z.T. sogar mehrere Anbieter für Hotelreservierungen; es gibt also einen Markt für den Verkauf von Hotelreservierungen über die Webportale anderer Firmen. Auch Fluggesellschaften sind beispielsweise gute Kunden von Hotelreservierungsanbietern. Für fachfremde Gründer ist möglicherweise ein Lernspiel zum Thema Hotels wie beispielsweise Luxus Hotel Imperium oder The Hotel Business Game interessant. Eine unmittelbare Rückvergütung eines Teils der Kommission an den Endkunden zu Werbezwecken könnte man als dubios ansehen, aber Präsente wie goodgifts.org Gutscheine wären denkbare Werbemaßnahmen; bei größeren Firmenkunden kann auch die Rückvergütung oder normalerweise die Aushandlung von besseren Preisen als den öffentlichen Preisen in ausgewählten Hotels angeboten werden, in denen der Kunde eine signifikante Anzahl an Reservierungen macht (siehe: Business-Travel-Management). Die Firma HRS bietet neuerdings auch die "Online-Direktbuchung von Tagungen": 10 bis 20 Zimmer inklusive Tagungsraum können direkt online gebucht werden.[39] Man kann außerdem auch Gruppenbuchungen anbieten, bei denen Gruppen (z.B. für eine Hochzeit oder einen Geburtstag) mit einem eigenen Passwort geschützte Raten in ausgewählten Hotels buchen können, für die mit einem Hotel möglicherweise Zimmerkontingente zu besonderen Preisen verhandelt werden können.

Viele Hotelgruppen und sogar unabhängige Hotels bieten Bestpreisgarantien für öffentliche Raten, die durch ihre Webseiten gebucht werden.[40] Reservierungsportale haben das gleiche Ziel und bieten ihre eigenen Bestpreisgarantien an. Ratenparität wird manchmal sogar zwischen Hotels und Online-Reiseanbietern ausgehandelt. Eine gute Idee könnte auch das La Quinta Desktop Directory sein, vielleicht könnte man etwas Ähnliches in NASA World Wind integrieren; Room77.com benutzt beispielsweise Google Earth um den Blick aus jedem einzelnen Hotelzimmer zu simulieren.

Aufgaben:
  • Skizziere einen Geschäftsplan für dieses Geschäftsmodell.
  • Kann man eine Webseite für Hotelreservierungen auch als Ethiksuchmaschine verwenden? Man könnte argumentieren, dass die Ethiksuchmaschine eigentlich die einzige Existenzberechtigung für Hotelbuchungsportale ist, da sich ja jedes Hotel ein Pegasus Solutions Widget auf die eigene Webseite legen könnte.
  • Wie kann man vermeiden kleine, unabhängige Hotels zu benachteiligen, die möglicherweise keine umfangreichen Standards publizieren können?

Siehe auch: Reiserecht, Sicher Online Buchen (Verband Internet Reisevertrieb e.V), Glossar für Existenzgründer (Verband Internet Reisevertrieb e.V), Ethical buyer's guide to hotels (Ethical Consumer), Star (classification): Hotel ratings (englische Wikipedia), Reisebüro#Eröffnung eines Reisebüros (Wikipedia), Travel agency#The Internet threat (englische Wikipedia), HOTREC’s Benchmarks of Fair Practises for Online Travel Agents (OTA) (PDF), Kurs:Existenzgründung#Reisebüro, Testbericht der Stiftung Warentest zu Reisebuchungen aus dem Jahr 2002, Will Google take on hotel distribution?, http://www.google.com/hotelfinder/ (Eine Designstudie, aktuell offenbar ohne Absicht der kommerziellen Nutzung), ARD Ratgeber Reise: So spart man mit Hotelgutscheinen, LG Berlin: „Gekauftes“ Ranking auf Hotelbuchungsportal untersagt (Beschluss vom 25.08.2011 - 16 O 418/11 -), Expedia.com Introduces Most Comprehensive Service Providing Real-Time Travel Deal Alerts Leveraging RSS Technology, VDR-Hotelzertifizierung, fairunterwegs.org (Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung), Oberlandesgericht Düsseldorf erklärt HRS-Bestpreis-Garantie in einstweiliger Verfügung für nichtig (Wikinews), Global Code of Ethics for Tourism, Erste deutsche Privathotels an Google Hotelfinder angebunden, Bettensteuer vom Tisch: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof erklärt Münchner Übernachtungssteuersatzung für rechtswidrig, Boykott gegen HRS in Bremerhaven

[Bearbeiten] Identität bzw. Single Sign-on Anbieter

Angebote für Single Sign-on im Internet sind häufig kombiniert mit anderen Dienstleistungen; ein verbreitetes System für Single Sign-on im Internet ist OpenID. Speziell in Deutschland könnte man auch die Integration der AusweisApp für den neuen Personalausweis mit in Erwägung ziehen, allerdings würde man sich vielleicht nicht für jeden Dienst mit dem Personalausweis ausweisen wollen, aber eine Einmal-Identifizierung für die Erstanmeldung bei Dritten ist beispielsweise denkbar. Die Software zur Integration der AusweisApp ist der OpenLimit eID-Server.[41]

Aufgaben:
  • Mit welchen Diensten läßt sich Single Sign-on kombinieren?
  • Kann Single Sign-on eine eigenständige Dienstleistung sein?

[Bearbeiten] Immobilienbörse

Eine Immobilienbörse kann beispielsweise Nokia[34] oder Google Street View integrieren, kann aber auch in der Darstellung der Immobilien leicht noch den heute üblichen Standard übertreffen. Eine Zusammenarbeit mit Immobilienmaklern schmälert zwar den Profit, kann sich aber günstig auf den Verbreitungsgrad des Systems auswirken. Besonders interessant ist die Integration von 3D-Architekturvisualisierung, beispielsweise mit Google SketchUp.

Aufgabe: Skizziere einen Geschäftsplan für eine Immobilienbörse.

Siehe auch: Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (Wikipedia)

[Bearbeiten] Internetfernsehen

Eine kollektiv intelligente Handlungsweise für Nutzer von Internetfernsehen könnte es sein ein Medienangebot selbst zusammenzustellen und sich, beispielsweise in einer Gruppe von Eltern,[42] auf Inhalte und Qualität der Medien zu einigen. Ein Internetfernsehanbieter für Eltern könnte auch verschiedene Interessengruppen ansprechen und unterschiedliche Programme oder Medienangebote zusammenstellen, die nach den Wünschen der verschiedenen Zuschauergruppen gefiltert oder zusammengestellt würden, und beispielsweise in der Art spezieller elektronischer Programmzeitschriften verfügbar gemacht würden.

Technische Standards für Internetfernsehen sind beispielsweise YouView, Hybrid Broadcast Broadband TV oder Google TV. Neue Angebote im Bereich Internetfernsehen werden von den Fernsehsendern in Deutschland bereits geplant.[43][44] Eine eigene Empfangssoftware für Wohnzimmer-PCs (oder Set-Top-Boxen) könnte möglicherweise andere TV-Plattformen integrieren, filtern und um eigene Angebote erweitern; damit würde ein Gesamtangebot zusammengestellt, ähnlich wie auch in einem Kabelfernsehnetz.

Existierende Filtersoftware für Webseiten sind beispielsweise Schulfilter Plus, die Kinderschutz Software von T-Online oder Windows Live Family Safety; im Rahmen des "Safer Internet"-Programms der EU wurde unter anderem gefordert der Einsatz von Filterprogrammen müsse vereinfacht werden.[45] Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien stellt außerdem in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) Softwareherstellern von nutzerautonomen Webfiltern das BPjM-Modul zur Verfügung.[46] Whitelists mit Webseiten für Kinder sind beispielsweise:

Erfurter Netcode, fragfinn.de, Studio im Netz: Webseiten für Kinder, Deutsches Jugendinstitut: Websites für Kinder
seitenstark.de, klick-tipps.net, Bildungsserver: Themenseiten für Kinder
familien-wegweiser.de: Internet – kindgerecht und sicher durchs World Wide Web

Aus der Sicht einer zukünftigen Gesellschaft könnte man einige Bestandteile der heutigen Fernsehprogramme als Verletzung der Grundrechte der Zuschauer ansehen, insbesondere wenn man annimmt, dass der Zuschauer sich durch seine Programmwahl möglicherweise als einer bildungsferneren Gruppe zugehörig (oder als Kind) identifiziert hat. "Hard science fiction" beispielsweise ist nicht definiert als "viel Gewalt, wenig Inhalt", aber "harte Wissenschaft" kann sich natürlich auch auf "soft sciences" beziehen; den dafür notwendigen Filter hat jeder Fernseher, nämlich den Aus-Schalter, weil so etwas gibt es nicht.

Aufgaben:
  • Welche technischen Möglichkeiten zur Verteilung von Inhalten gibt es? (z.B. M6Bone oder Geocast)
  • Kann eine Set-Top-Box auch das WorldWideWeb filtern? Welche Filterfunktionen wären für welche Altersgruppe sinnvoll?
  • Welche Möglichkeiten zur Filterung von Inhalten gibt es? (z.B. Listen der National Science Digital Library oder des Deutschen Bildungsservers)
  • Skizziere einen Geschäftsplan für ein Internetfernsehanbieter.

Siehe auch: Richtlinie 89/552/EWG (Fernsehrichtlinie), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Jugendschutz, Youth Protection Roundtable – Runder Tisch für den Jugendschutz, Jugendmedienschutz (Familienhandbuch), Internet- und Computerspielsucht - Gefahren, Ursachen, Prävention (Familienhandbuch), Criteria for hard educational science fiction (englische Wikibooks)

[Bearbeiten] Onlineshop

Ein Onlineshop läßt sich heute günstig und relativ einfach mit Shopping Lösungen wie beispielsweise osCommerce oder fertigen Onlineangeboten umsetzen.

Mit einem Urteil vom 3.11.2010 (Az. VIII ZR 337/09[47]) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass bei Widerruf eines Fernabsatzvertrags der Kunde für eine durch Prüfung der Ware entstandene Wertminderung oder Wertlosigkeit keinen Wertersatz zu leisten hat. Der Verkauf von Waren, die durch Prüfung des Kunden erheblich an Wert verlieren, ist also mit dem Risiko behaftet, dass möglicherweise wertlose Ware zurückgegeben werden kann.

Aufgaben:
  • Welche Anbieter für Internet Shopping Lösungen gibt es und wie unterscheiden sich die Angebote?
  • Welche Garantien an Informationssicherheit, Datenschutz und Ausfallsicherheit bieten die Shopping Lösungen?
  • Skizziere einen Geschäftsplan für einen Internet Shop.

Siehe auch: Bundesverband des Deutschen Versandhandels (Wikipedia), Bundesverband Onlinehandel e.V.[48], Versandkosten bei Widerruf im Fernabsatzhandel

[Bearbeiten] Social Bookmark Netzwerk

Anbieter von Social Bookmarks erreichen Kundenbindung über das gemeinsame Interesse ihrer Nutzer das Internet zu erforschen und zu bewerten. Funktionen von Social Bookmark Netzwerken sind beispielsweise Gruppenfunktionen, E-Mail- und Netzwerkfunktionen zwischen einzelnen Nutzern, Im- und Export der Lesezeichen-Dateien sowie Toolbars und Such-Erweiterungen für diverse Browser. Ein Social Bookmark Netzwerk ist normalerweise werbefinanziert. Ein Open Source System für ein verteiltes soziales Netzwerk ist Diaspora. Die Apache Software Foundation bietet mit Shindig eine freie Referenzimplementierung eines OpenSocial Containers an.

Aufgabe: Skizziere einen Geschäftsplan für ein Social Bookmark Netzwerk.

Siehe auch: The Whuffie Bank, Bundesverband Community Management e.V.[49]

[Bearbeiten] Webportal für Produktbewertungen

Webportale sind Webseiten, die ein besonderes Thema oder eine besondere Funktion als Element der Kundenbindung verwenden. Ein Webportal kann beispielsweise Produktbewertungen für im Handel erhältliche Produkte sammeln und diese Produktbewertungen potentiellen Käufern anbieten. Ein Beispiel für ein Bewertungsportal ist Greenpeace Marktcheck. Es bietet sich beispielsweise auch die Integration der Suchmaschine Clewwa in ein Webportal für Produktbewertungen an.

Aufgabe: Skizziere einen Geschäftsplan für ein Webportal für Produktbewertungen.

Siehe auch: Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.[50]

Cquote1.svg  Die Mitgliedstaaten und die Kommission haben zur Ausarbeitung von Verhaltenskodizes zu ermutigen. Dies beeinträchtigt nicht die Freiwilligkeit dieser Kodizes und die Möglichkeit der Beteiligten, sich nach freiem Ermessen einem solchen Kodex zu unterwerfen.  Cquote2.svg

Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates

[Bearbeiten] Ethiksuchmaschine

Eine Suchmaschine für Firmenrichtlinien und ethische Standards könnte man möglicherweise mit dem Internet Draft für das ethics search protocol umsetzen: draft-fastenrath-ethics-search-protocol-00.txt.

Eine Ethiksuchmaschine kann auch für eine private Arbeitsvermittlung, im Ethik Unterricht in der Schule und für andere Zwecke interessant sein. Eine Immobilienbörse könnte beispielsweise Eigenschaften von Mietverträgen (als "Verhaltenskodizes" der Vermieter) bewerten und kategorisieren. In einer Partneragentur könnte man ethische Suchprofile als Kriterium verwenden, wenn Partner mit vergleichbaren ethischen Ansichten gesucht werden sollten. Social Bookmark Netzwerke, Auktionsplattformen, Arbeitgeberbewertungsportale und Onlineshops können Kunden, Produkte, Hersteller und Wiederverkäufer nach deren Standards und Richtlinien kategorisieren und bewerten. Das Buch zur Ethiksuchmaschine ist im epubli.de Verlag erschienen.

Siehe auch: ISO 26000 (Wikipedia), FTSE4Good Index (Wikipedia), Öko-Rating (Wikipedia), Natur-Aktien-Index (Wikipedia), Dow Jones Sustainability Indexes, Oekom Research, Vigeo, Covalence EthicalQuote, Ethiscore (Ethical Consumer Magazin), United Nations Global Compact (Wikipedia), Corporate Critic (Ethical Consumer Magazin), ethos-wirtschaft.de (Universität Duisburg-Essen), Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche

[Bearbeiten] Werbung

Online-Marketing ist der Oberbegriff für die verschiedenen Werbemethoden im Internet. Marketing-Maßnahmen werden häufig von Werbeagenturen, Affiliate-System-Betreibern oder Webdesignagenturen im Auftrag von werbetreibenden Unternehmen durchgeführt. Werbung für ein besonders interessantes Angebot kann auch per Mundpropaganda erfolgen; Firmen nutzen das gezielt aus, wenn sie ihre Kunden dazu einladen Email an Bekannte über die Webseite zu verschicken oder die Webseite in Social Bookmark Netzwerke einzutragen.

Aufgabe: Welche Arten von Online-Marketing gibt es und welche Werbestrategien gibt es?

[Bearbeiten] Affiliate Marketing (Partnerprogramme)

Affiliate Marketing findet meistens über Affiliate-System-Betreiber statt. Diese Anbieter verbinden die einzelnen Partnerprogramme der werbetreibenden Unternehmen mit den Betreibern von Webseiten, die Werbeflächen anbieten möchten. Die Partnerprogramme der werbetreibenden Unternehmen können dabei unterschiedliche Anforderungen an die werbenden Webseiten und unterschiedliche Provisionsmodelle bieten. Die werbetreibenden Unternehmen nehmen in einigen Fällen auch selbst die Zulassung und Kontrolle von Webseiten zu ihren Programmen vor.

Listen von Affiliate-System-Betreibern findet man beispielsweise im Open Directory Project oder im Yahoo Directory. Deutsche Affiliate-System-Betreiber sind z.B. zanox.de, adbutler.de, affili.net, tradedoubler.de und de.cj.com.

Aufgabe: Was bedeuten Pay per Lead, Pay per Click und Pay per Sale?

[Bearbeiten] Privatinsolvenz

Man sollte natürlich das Ziel haben die privaten Finanzreserven nicht auf Null zu reduzieren, kommt es aber trotzdem zur Privatinsolvenz empfiehlt sich die Privatinsolvenz in Frankreich (oder England), weil eine Privatinsolvenz in Frankreich, falls möglich, deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als in Deutschland. Eine Restschuldbefreiung ist in Frankreich schon nach 1-3 Jahren möglich, während in Deutschland ein Insolvenzverfahren 7 Jahre dauern kann. Die Möglichkeit zur Privatinsolvenz innerhalb der Europäischen Union wird von Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 geregelt.[51] Ein Urteil des Bundesgerichtshof vom 18.9.2001 bestätigt, dass eine im Ausland erteilte Restschuldbefreiung auch in Deutschland anzuerkennen ist.[52] Laut dem statistischen Bundesamt ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2010 um 2% auf 16.468 Insolvenzfälle gestiegen.[53]

Icon-Rechtshinweis-blau2-Asio.svg  Bitte beachte auch den Hinweis Rechtsthemen.

Siehe auch: Debt Relief Order (englische Wikipedia), Chapter 7: Bankruptcy Liquidation (Khan Academy), Chapter 11: Bankruptcy Restructuring (Khan Academy)

[Bearbeiten] Referenzen

  1. http://www.gruendungsstarter.de/
  2. http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Gruenden/Gruendercoaching_Deutschland/index.jsp
  3. http://www.existenzgruender.de/
  4. http://www.arbeitsagentur.de/nn_26400/Navigation/zentral/Buerger/Hilfen/Existenzgruendung/Existenzgruendung-Nav.html
  5. http://www.deutscher-gruenderpreis.de/
  6. http://www.high-tech-gruenderfonds.de/unsere-leistungen/partner/businessplan-wettbewerbe/
  7. Heise: FounderDating fuehrt Tech Gruender zusammen
  8. http://www.startercenter.nrw.de/
  9. http://www.neuesunternehmertum.de/
  10. http://www.startup-in-bayern.de/
  11. http://www.berlinstartup.de/
  12. http://www.deutsche-startups.de/
  13. http://www.gruendungswerkstatt-deutschland.de/
  14. http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Weitere_Angebote/Gruenderzentrum/index.jsp
  15. 15,0 15,1 http://www.foerderzentrum.org/ (Siehe auch: GründerZeiten Nr. 10: Gründungen durch Migranten)
  16. http://www.wir-investieren.de/
  17. http://www.entrepreneur.com/vc100/stage/early.html
  18. http://www.evca.eu/knowledgecenter/default.aspx?id=2704
  19. http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/25/title/Mitglieder_A-Z
  20. Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (Wikipedia)
  21. Company formation (englische Wikipedia)
  22. http://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__13g.html
  23. Detlef Kutta, Karsten Mühlhaus. Erfolgreich selbstständig 2008/2009. BusinessVillage GmbH, Göttingen 2008, ISBN 978-3-938358-80-1, URL
  24. Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über den elektronischen Geschäftsverkehr
  25. http://www.tuvdotcom.com/
  26. http://www.tekit.de/tuev-gepruefter-online-shop.php (TÜV Saarland)
  27. Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
  28. EHI Retail Institute
  29. http://www.ethiscore.org/
  30. http://www.gesetze-im-internet.de/ihkg/__2.html
  31. http://www.bdoa.de/
  32. http://www.bvdw.org/
  33. http://www.k12.com/
  34. 34,0 34,1 Heise: Bericht: Nokia will Straßenzüge fotografieren
  35. Bettensteuer in ganz NRW? Absage aus Rathäusern (tophotel.de)
  36. http://www.ahgz.de/maerkte-und-unternehmen/Mehr-Buchungen-bei-der-Hotelde-AG,200012182488.html
  37. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 auf http://www.unternehmensregister.de/, veröffentlich am 04.05.2011
  38. International Tourism: First results of 2011 confirm consolidation of growth
  39. Kölsche Erfolgsstory - 35 Jahre Hotelbuchung aus Leidenschaft
  40. Verschiedene Bestpreisgarantien: [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20]
  41. OpenLimit eID-Server
  42. Bezugsgruppe (Elternkurs Autorenleitfaden, Wikibooks)
  43. Heise: ZDF plant kommerzielle Video-on-Demand-Plattform
  44. Heise: Privatsender planen große TV-Plattform im Internet
  45. Heise: Filtersoftware und Medienkompetenz sollen Jugendschutz stärken
  46. Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien: Logo kennzeichnet die Anwendung des BPjM-Moduls in Filterprogrammen und Suchmaschinen
  47. BGH, 3.11.2010, VIII ZR 337/09 (juris.bundesgerichtshof.de)
  48. http://www.bvoh.de/
  49. http://www.bvcm.org/
  50. http://www.vzbv.de/
  51. Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 über Insolvenzverfahren
  52. LexisNexis: BGH, 18.9.2001, IX ZB 51/00
  53. Newsticker. In: VentureCapital Magazin. 24. September 2010, ISSN 1611-1710, S. 52.

[Bearbeiten] Literatur

  1. Kollmann, Tobias: E-Entrepreneurship: Grundlagen der Unternehmensgründung in der Net Economy. 4. Auflage. Gabler Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8349-2465-0, URL

[Bearbeiten] Weblinks

  • E-Business (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Beta Wikiversity

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge
In anderen Sprachen