Kurs:Neuere Deutsche Literatur

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Hier entsteht die Seite "Neuere Deutsche Literatur" in Hinblick auf das Studienfach Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, wie es z.B im Germanistikstudium an Universitäten inhaltlich realisiert wird. Es kann sich dabei lediglich um eine Einführungsseite handeln, die in keinster Weise Vollständigkeit anstrebt, wenngleich inhaltliche Verbesserungen natürlich erwünscht sind.

[Bearbeiten] Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Die neuere deutsche Literaturwissenschaft ist neben der Linguistik und Mädivistik, die dritte Disziplin des Studienfaches Germanistik an deutschen Universitäten.

Neu: Im Sinne von neuzeitlich, bezieht sich auf die Literatur und nicht auf die Wissenschaft. Als erstes großes Werk der neueren deutschen Literaturwissenschaft gilt das Narrenschiff(1494) von Sebastian Brant.

Deutsch: bezieht sich auf die deutsche Sprache; Studienobjekt ist also die deutschsprachige Literatur.

Wissenschaft: Macht darauf aufmerksam, dass beim wissenschaftlichen Lesen von Texten nicht das Rezipieren im Vordergrund steht, sondern vorallem das Reflektieren und Beobachten der Modalitäten. Das wissenschaftliche Nachdenken über Literatur muss methodologisch fundiert sein.


[Bearbeiten] Wissenschaftlichkeit

Vor allem Sprachwissenschaften müssen sich häufig, im Gegensatz zu Naturwissenschaftlichen Disziplinen dem Vorwurf stellen, eine exakte Wissenschaftliche Reflektion über die vorliegenden Modalitäten sei nicht möglich, da Arbiträrität (Beliebigkeit) eine der Textproduktion zu Grunde liegende unaussetzbare Eigenschaft sei. Ebenso findet man diesen Vorwurf dort wieder, wo es um die Interpretation von Texten geht. Dieser Vorwurf ist jedoch nicht haltbar, wenn man beachtet, dass sich die Literaturwissenschaft wie sie heute an Universitäten stattfindet, von sprachphilosophischen Diskursen, wie z.b dem Universalienstreit lösgelößt hat und durch diskriptives Vorgehen, Wege und Möglichkeiten gefunden hat, sich exakte Klassifikationen und Unterscheidungen sowie Maßnahmen zur Abstraktion von Regeln und Hermenutiken zu Eigen zu machen. Auf Grundlage der Disziplinen Poetik und Rhetorik hat sich somit eine ganz neue Wissenschaft gebildet deren Aufgabe, der wissenschaftliche Umgang mit Literatur, sich vom antiquierten Nutzen der Rhetorik, als Redekunst für Juristen und Politiker, und der enggefassten Disziplin der Poetik als Lehre der Dichtkunst getrennt hat um sowohl literaturgeschichtliche, literaturtheoretische als auch literaturkritische und editionsphilologische Ziele anzustreben.

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