Kurs:Neuss/Lerngruppen/Klarenkonvent
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Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit dem Klarenkonvent und nutzt den folgenden Quellenbestand:
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Wisplinghoff 1989 - von dem die momentan wohl gütlige Darstellung stammt macht folgenden Gliederungsvorschlag: Die Anfänge, Die Quellen, Äbtissinnen und Amtsinhaberinnen, Der Konvent - 1. Ständische Zusammensetzung, Herkunft und Stärke; 2. Geistliche Betreuung, Vertretung nach außen, Wirtschaftliche Entwicklung und Nutzung des Besitzes, Die Lebensverhältnisse, Geistliches Leben, Äußere Geschichte, Die Visitation von 1788, Kirche und Klostergebäude, Die letzten Jahre, Die Siegel.
[Bearbeiten] Genese des Quellenbestandes
Vermutung: Urkunden wurden bei Verkauf von Grundstücken an den neuen Eigentümer weitergegeben.
Urkunden: 30. (Abtissin und dem Cistercienserinnenkonvent zu Gnadenthal), 41. und 42.
Es müssten Urkunden gefunden werden, die zeigen, dass die betreffenden Güter, Ländereien usw. später im Besitz des Klarenkonvents waren.
Problem: Genese des Archivs ist insgesamt nicht transparent, weil es eine lose Sammlung aus Privathand war (siehe Einleitung).
Bezug zum Klarenkonvent: 173., woher kommt die Urkunde und wie fand sie ihren Weg in diesen Urkundenbestand?
- Städtische Provenienz, d. h. jemand bei der Stadt, der für den Klarenkonvent - vielleicht nach dessen Auflösung - die Urkunden übernahm und sie mit eigenen Urkunden vermengte? - Nicht sinnvoll, weil dann eine Privatperson bereits zuvor 400 Jahre alte Urkunden verwahren würde...
- Annahme: Urkunden des Klarenkovents lagern bis 1800 im Klarenkonvent
[Bearbeiten] Rechtsbräuche
23. „als Bürgen werden gestellt (...) , welche sich auf eine Ladung Hermanns des älteren von Kothusen oder Hermanns Husmann, eines Konversen des Klarenklosters, in Neuss stellen wollen.“
219. (1605 Dezember 22.):
- „Notar Andreas Schmackert bekennt, dass Wilhelm Hug genannt Nenninghoven, Anwalt und Syndicus des Klarenklosters zu Neuss, nach dem jüngst erfolgten Tode des Junkers Heinrich von Randerath, der keine Leibeserben hinterliess, im Namen von dessen Schwestern, Anna im Cäcilienkloster zu Köln, Sophia im Klarenkonvent zu Neuss und Maria im Kloster Neuwerk, da diese auf die im Erzstift Köln hinterlassenen Erbgüter volles Recht, von den im Jülicher Lande aber nur die Leibzucht haben, Haus und Hof des Junkers zu Kleinenbroich in Besitz genommen hat, indem er den vom Notar in Gegenwart von zwei Zeugen, Johann Naberd und Johann Stoffels, aufgehobenen Ring am Hauptthor ergriff, das Thor öffnete und schloss, mit jenen in den [69] Vorhof und den Bongart eintrat, von dem Notar etwas Gras und verdorrtes Laub entgegennahm, auch einiges Holz vom Wege aufhob und hinter sich legte.“
[Bearbeiten] Geschichte des Buscherhofes
Buscher Hof bei Grefrath, Kr. Neuss, 3, 4, 11, 12, 18, 19, 27, 28, 34, 44, [91] 118, 170 (?), 207, 235, B I.
Könnte es zwei Buscherhöfe gegeben haben.
44
-
- 1319.
- Sibert Schallo aus Neuss bekennt, den Buscherhof angezündet zu haben, und verspricht der Abtissin und dem Konvent zur h. Klara Schadenersatz.
- Or. Pg. Latein. Die Siegel des Sibert und des Dekans zu Mariae ad gradus in Köln, Wiricus, beschädigt.
Es kommt zum Streit um den Buscherhof, der erst am 30. März 1354 durch einen Vergleich zwischen dem Klarenkonvent und Gerhard Minthere (87.) beigelegt werden kann. Frage: Gibt es weitere Streitigkeiten oder nur diesen Streit. Wer ist Gerhard Minthere? Welcher Gruppe gehört er zu?
Nein, es gab weitere Streitigkeiten: 90.
Vom Buscherhof zu unterscheiden:
Klein-Buscherhof zu Holzbüttgen B II.
[Bearbeiten] Geldgeschäfte
Es finden sich vor allem im 18. Jahrhundert vereinzelt Hinweise auf Geldgeschäfte. Mich würde interessieren, wer nach 1793 in das Vakuum einsprang? Adel, Bürgersleute, ...?
Hinweise auf Geldgeschäfte: 221. (30. November 1608; Geldgeschäft einer Schwester = Gertrud von der Arck, später Äbtissin, deshalb blieb die Urkunde wohl erhalten!); 247. (2. November 1683), ...
[Bearbeiten] Hinweis auf Gebäudebesitz in Neuss
- Großer Stadtbrand von 1586
Siehe: 213.
[Bearbeiten] Verbleib der Urkunden und Akten?
- Stadtarchiv Neuss?
- Hauptstaatsarchiv Düsseldorf?
- anderenorts?
[Bearbeiten] Quellen
- Visititationsprotokoll von 1617
- ...
- ...
- Visititationsprotokoll von 1788
- Anlass: Tod der Äbtissin Maria Sophia von Scherpenseel,
- Aufgabe: Beaufsichtigung der Neuwahl und Visitation
- Gutachter: Geheimer geistlicher Referendar F. J. Cramer von Clauspruch (→ w:Peter Josef Cramer von Clauspruch)
- Verbleibt: HStA. Düsseldorf, Kurköln II 2343.
- ...
[Bearbeiten] Literatur
- Erich Wisplinghoff: Geschichte der Stadt Neuss. Teil 4: Das kirchliche Neuss bis 1814 . Neuss: Stadtarchiv Neuss 1989 (Schriftenreihe des Stadtarchivs Neuss 10), S. 222-252.