Kurs:Reform der globalen Umweltgovernance

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Reform der globalen Umweltgovernance
Ziel

Ein Verständnis des Reformprozesses der globalen Umweltarchitektur und die Entwicklung neuer Modelle

Zielpublikum

Interessierte an internationaler Umweltpolitik, den Vereinten Nationen, Organisationsforschung und den Internationalen Beziehungen.

Entwurf für ein Seminar/einen Kurs

Vorläufiger Kursplan:

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte der Weltumweltpolitik: Von ersten Umweltverträgen bis zur Gründung von UNEP 1972

  1. Geschichte der Entwicklung der Weltumweltarchitektur seit 1870 (Meyer u. a. 1997)
  2. Gründung von UNEP, Stockholm-Konferenz UNCHE 1972, Besprechung des Mandats und der Struktur von UNEP (Finanzierung, Sekretariat, …) (Ivanova 2007; Conca 1995)

[Bearbeiten] Theorie: Governance, Institutionalismus, Regimetheorie

  1. In welchem theoretischen Rahmen bewegt sich Weltumweltpolitik?
  • Sprinz 2003: Internationale Regime und Institutionen, in: Hellmann/Wolf/Zürn: Die neuen Internationalen Beziehungen
  • Hasenclever et al 1997: Theories of International Regimes. Cambridge University Press.
  • Liberalism, in: Burchill et al. 2009: Theories of International Relations. Palgrave MacMillan.
  • Green Politics, in: Burchill et al. 2009
  • Young (ed.) 1997: Global Governance. Drawing Insights from the Environmental Perspective. MIT Press.

[Bearbeiten] 1973 – 1996: Operation gelungen, Arzt tot?

  1. Die ersten größeren MEAs (CITES)
  2. Brundtland-Kommission und „nachhaltige Entwicklung“
  3. UNCED in Rio 1992: Drei große Abkommen CBD, CCD, FCC
  4. UNEPs „dark hour“ 1992 bis 1996: War UNEP zu erfolgreich beim Gründen neuer MEAs? Welche Folgen zieht die enorme Fragmentierung der Weltumweltarchitektur nach sich? Und welche Vor- und Nachteile sind damit jeweils verbunden? (Kanie 2007; Ivanova und Roy 2007)

[Bearbeiten] Man lebt nur zweimal, Teil 1: Der Beginn des UNEP-Reformprozesses 1997

  1. Nairobi-Deklaration 1997
  2. Töpfer-Kommission und ihre Vorschläge:
    1. Schaffung des Global Ministerial Environment Forum (GMEF), Mandat und Funktion
    2. Die Environmental Management Group (EMG)
  3. Malmö-Erklärung 2000: Anerkennung der Notwendigkeit, das System der internationalen Umweltgovernance wesentlich zu verstärken
  4. Cartagena 2002: Annahme des Berichts der 2000 gegründeten „Open-Ended Intergovernmental Group of Ministers or Their Representatives“,

[Bearbeiten] Modelle einer Weltumweltorganisation

  1. Das WBGU-Modell (WBGU 2001)
  2. Alternative Vorschläge: Weltorganisation für Umwelt und Entwicklung, Weltumweltorganisation, United Nations Environment Organisation, etc. (Rechkemmer 2005; Biermann und Bauer 2005; Lodefalk und Whalley 2002)

[Bearbeiten] Die UNEO-Skeptiker: Argumente gegen eine Weltumweltorganisation

  1. Institutionalistische Kritik (Oberthür und Gehring 2004)
  2. Andere Kritik (entnommen aus Biermann und Bauer 2005; Rechkemmer 2005)
  3. Position der USA, Australiens, Russlands, G77/China: Warum sträuben sich die Mehrzahl der Länder gegen eine UNEO?

[Bearbeiten] Man lebt nur zweimal, Teil 2: Neue Reformdynamik, ohne Ergebnis?

  1. Berichte der High-Level Panel Security und System-Wide Coherence
  2. Informal consultative group / Maurer und Heller / Co-Chairs’ Options Paper
  3. Dreifacher Resolutionsentwurf in der GA, nie zur Abstimmung gelangt
  4. Bericht der Joint Implementations Unit (JIU)

[Bearbeiten] Der aktuelle Reformprozess: 2008-2012…?

  1. Gründung des Konsultationsprozesses / Belgrade Process
  2. Annäherung der Positionen, GMEF 2009
  3. Brasiliens Vorschlag einer „Dachorganisation“
  4. Zeitplan bis 2012: Ein neuer Weltgipfel, Rio+20?

[Bearbeiten] Welche Modelle könnten tragfähig sein? Eine Bastelstunde

Gruppenarbeit zu verschiedenen Modellen einer neuen UN-Umweltarchitektur: Alte Vorschläge, neue Konzeptionen, innovative Mischmodelle

[Bearbeiten] Literatur

  • Biermann, Frank, und Steffen Bauer, hrsg. 2005. A World Environment Organization: Solution Or Threat For Effective International Environmental Governance? Bodmin: Ashgate.
  • Conca, Ken. 1995. “Greening the United Nations: Environmental Organisations and the UN system.” Third World Quarterly 16:3:441-457.
  • Ivanova, Maria. 2007. “Designing the United Nations Environment Programme: a story of compromise and confrontation.” International Environmental Agreements: Politics, Law and Economics 7:337-361.
  • Ivanova, Maria, und Jennifer Roy. 2007. “The Architecture of Global Environmental Governance: Pros and Cons of Multiplicity.” S. 48-66 in Global Environmental Governance: Perspectives on the Current Debate, herausgegeben von Lydia Swart und Estelle Perry. Center for UN Reform Education.
  • Kanie, Norichika. 2007. “Governance with Multilateral Environmental Agreements: A Healthy or Ill-equipped Fragmentation?.” S. 67-86 in Global Environmental Governance: Perspectives on the Current Debate, herausgegeben von Lydia Swart und Estelle Perry. Center for UN Reform Education.
  • Lodefalk, Magnus, und John Whalley. 2002. “Reviewing Proposals for a World Environmental Organisation.” The World Economy 25:5:601-617.
  • Meyer, John W., David John Frank, Ann Hironaka, Evan Schover, und Nancy Brandon Tuma. 1997. “The Structuring of a World Environmental Regime, 1870-1990.” International Organization 51:4:623-651.
  • Oberthür, Sebastian, und Thomas Gehring. 2004. “Reforming International Environmental Governance: An Institutionalist Critique of the Proposal for a World Environment Organisation.” International Environmental Agreements: Politics, Law and Economics 4:359-381.
  • Rechkemmer, Andreas, hrsg. 2005. UNEO - Towards an International Environment Organization. Baden-Baden: Nomos.
  • WBGU, hrsg. 2001. Welt im Wandel: Neue Strukturen globaler Umweltpolitik. Berlin: Springer.
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