Paradies
"Das bis heute erreichte Wissen der Menschheit könnte aus der Welt ein Paradies machen." - Joseph Weizenbaum, 2008
Wikipedia Himmel
Nach traditioneller christlicher Vorstellung ist der Himmel ein Ort und Zustand vollendeter übernatürlicher Glückseligkeit, die in der unmittelbaren Anschauung Gottes ihren Grund hat. Die himmlische Seligkeit dauere in alle Ewigkeit an. Jesus vergleicht den Lohn für die guten Werke mit Schätzen im Himmel, die unverlierbar sind. „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.“ (Mt 6,19–20 EU) Der Grad der himmlischen Seligkeit sei bei den einzelnen Seligen verschieden je nach Grad ihrer Verdienste.
Wikipedia Garten Eden
Paradies ist ein aus dem altiranischen (avestisch) stammendes Wort für ein umgrenztes „eingehegtes Gebiet“; in der griechischen Übersetzung der Bibel wurde er zur Bezeichnung des „Garten Eden“ verwendet. Im Zoroastrismus, nach Zarathustra, gelangen die Seelen nach dem Tod an die Cinvat-Brücke. Hier wird Gericht über Gute und Böse gehalten. Die Guten gelangen in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman), des „Orts der Lobgesänge“; die Seele des Bösen aber gelangt an den „schlechtesten Ort“ (die Hölle). Parallelen zur späteren christlichen Lehre vom jüngsten Gericht sind unverkennbar. In der jüdischen Tradition wurde der Name Gan Eden zum Sammlungsort der Gerechten nach dem Tod. In der Mitte des Paradieses stehen der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Vom Garten Eden wird im 1. Buch Mose erzählt. Der Mensch, hebräisch adam, der aus Staub auf der Erde, hebr. adama, gebildet wird und Chawa, seine Frau (Eva), waren die einzigen menschlichen Bewohner Edens.
Genau genommen muss man den Begriff Paradies gemäß der Bibel auf die Zeit vor dem Sündenfall anwenden, als Adam und Eva in einem paradiesischen Zustand im sogenannten Garten Eden lebten. Es gab keine Feindschaft zwischen Mensch und Tier, keine Dornen und Disteln, der Mensch konnte sich ohne Mühe ernähren. Was das Leben der Erlösten nach dem Tod angeht, so bezeichnet die Bibel diesen Zustand als Ewiges Leben oder Reich Gottes, was sich vom Paradies in einigen Punkten unterscheidet. Johannes, dem Schreiber der Offenbarung, wird von Gott ein Blick in dieses neue Reich gewährt (siehe Offenbarung 21–22). In diesem Reich wird Gott selber regieren, es wird ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit sein. Tod, Krankheit und Mühe werden der Vergangenheit angehören. Es wird keine Nacht mehr geben, Gott selbst wird das Licht sein. (Lukas 20,34-36).
Die transzendierten Vorstellungen vom „Paradies“ als Garten und dem Leben darin sind sehr vielfältig und geben einen interessanten Einblick in die Bedürfnisse und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur: die Kelten hatten Avalon, den „Apfelgarten“, die Griechen hatten den Garten der Hesperiden auf einer Insel im Westen mit seinen Goldenen Äpfeln. War es für die Christen in dem meist ländlichen Mittelalter die Stadt – das Himmlische Jerusalem (Offb. 21) –, rückte später der Garten Eden (Gen. 2) in den Vordergrund.
Wikipedia Neues Jerusalem
Das Neue Jerusalem (auch „Himmlisches Jerusalem“ genannt) entspringt einer Vision aus dem neutestamentlichen Buch der Offenbarung des Johannes, Kapitel 21, wonach am Ende der Apokalypse eine neue Stadt, ein neues Jerusalem entstehen wird. Dies geschieht, nachdem der alte Himmel und die alte Erde vergangen sind. So beschreibt Offb 21,1–2 EU, dass bei der Apokalypse, dem letzten Gericht und dem Endkampf zwischen Gott und dem Teufel, letzten Endes Gott als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen wird. Daraufhin werden die Erde und der Himmel erneuert und eine Stadt wird aus dem Himmel herabfahren: das neue Jerusalem. In Offb 21,11–15 EU folgt eine detaillierte Beschreibung der Stadt. Sie soll von gleißendem Licht strahlen, aus glasartigem Gold und von würfelförmiger Gestalt sein. Auf jeder der vier Seiten existieren jeweils drei Stadttore innerhalb der Stadtmauer, auf denen wiederum insgesamt zwölf Engel stehen. Zusätzlich sollen auf den Toren selbst die Namen der zwölf Stämme Israels vermerkt sein. Tore und Mauern sind mit Juwelen und Edelsteinen geschmückt.
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[Bearbeiten] Erleuchtung und Paradies
Das Paradies ist ein Ort, an dem glückliche Menschen in einer glücklichen Umgebung leben. Der Ort kann im Diesseits und im Jenseits existieren.
Im Diesseits können wir eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen. Dazu ist es erforderlich unsere Welt nach den Regeln des Glücks für alle zu organisieren. Alle Menschen müssen etwas zu essen haben, eine gute Arbeit haben, in Sicherheit leben, gesund sein (gute Gesundheitsvorsorge) und gute Beziehungen untereinander haben. Das Lebensglück eines Menschen kommt nach den aktuellen Erkentnissen der Wissenschaft (Sonja Lyubomirsky) vorwiegend aus seinem Inneren. Es ist deshalb wichtig, dass die Welt so organisiert wird, dass sich inneres Glück entwickeln kann. Desweiteren sollen auch die Menschen selbst nach den Grundsätzen des inneren Glücks leben (gesunde Lebensweise, gute Beziehungen, positives Denken).
Spirituell entsteht das größte Glück durch die Erleuchtung. Das Reich Gottes ist grundsätzlich ein innerer Zustand, in dem man Gott in sich spürt und gleichzeitig auch das Licht Gottes in der Welt sieht. Durch Übungen wie Meditation und Gedankenarbeit (positives Denken, im Wesentlichen leben) kann ein Mensch erreichen, dass er in einem großen inneren Glückszustand lebt. Ist ein Mensch innerlich glücklich, sieht er auch das Positive in der Welt. Er kann seine Welt als Paradies wahrnehmen.
Desweiteren ist es möglich, seine Umwelt als Paradies zu visualisieren, dadurch seine Kundalini-Energie zu aktivieren und zur Erleuchtung zu gelangen. Das ist eine Aufgabe der Paradiesvorstellungen in den verschiedenen Religionen. Man sieht sich in der Mitte einer goldenen Stadt (Palast Brahmas, Neues Jerusalem) oder in einer schönen Landschaft (Garten Eden, Avalon). Die Kundalini-Energie kann erweckt werden, wenn man sich oder sein spirituelles Vorbild (Brahma, Jesus, Gott) in der Mitte des Paradieses visualisiert. Hilfreich ist es auch sich einen Paradiesbaum mit vielen Äpfeln vorzustellen, um den sich eine Schlange (die Schlange der Heilung und Erleuchtung) windet. Verstärkt wird die Glücksenergie, wenn man um das Paradies herum eine Mauer (Himmlisches Jerusalem), ein Meer (um den indischen Weltenberg Meru mit dem Sitz der Götter auf seiner Spitze) oder einen Fluss (vier Flüsse in der Bibel) visualisiert.
Alle Religionen der Welt gehen davon aus, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Grundsätzlich gibt es im Jenseits zwei Bereiche, den Himmel und die Hölle. Den religiösen Begriff Himmel kann man auch mit den Worten Paradies oder Lichtwelt beschreiben. Wer auf der Erde ein Erleuchtungsbewusstsein entwickelt hat, behält es auch nach seinem Tod und steigt mit seiner Seele in die Jenseitsbereiche des Lichts auf. Wer vor seinem Tod nicht erleuchtet ist, kann mit Hilfe eines erleuchteten Meisters (Jesus, Krishna, Buddha Amitabha) oder mit seinen spirituellen Übungen (Kundalini-Yoga, Mantra, Meditation, Gebet) ins Paradies gelangen. Es gibt verschiedene Paradiesbereiche, je nach Art und Intensität der Erleuchtung. Konkret geht man in der Spiritualität davon aus, dass es zwei Paradiesbereiche im Jenseits gibt. Das Paradies der Formen (des Formbewusstseins) und das Paradies ohne Formen (aus Energien wie Licht, Liebe, Frieden). In beiden Paradiesen gibt es noch viele Unterbereiche. Katholisch könnte man von einem Paradies der Seligen und einem Paradies der Heiligen sprechen. Ich habe die mir bekannten Paradiesebenen symbolisch in der Paradies Meditation beschrieben.
Vor dem Paradies stehen vier Engel (Cherubim) mit den Eigenschaften eines Adlers, eines Löwen, eines Menschen und eines Stieres. Diese vier Eigenschaften müssen wir erwerben, wenn wir das Tor zum Paradies durchschreiten möchten. Der Adler verkörpert die Weisheit. Wir müssen das Wesentliche im Leben vom Unwesentlichen unterscheiden. Wir müssen Gott (das innere Glück) zum Zentrum unseres Lebens machen und nicht die weltlichen Genüsse (Geld, Macht, Konsum, Beziehungen, Sex). Wir müssen uns entscheiden, welchem Herrn wir dienen wollen. Wenn wir uns entschieden haben, müssen wir mit Selbstdisziplin unseren spirituellen Weg bis zum Ziel gehen. Dazu brauchen wir die Kraft eines Löwen. Der Mensch ist hier ein Symbol der Liebe. Er wird auf den Cherubim-Bildern meistens mit Flügeln als Engel dargestellt. Wir brauchen nicht nur die Kraft eines Löwen, sondern auch die umfassende Liebe eines Engels. Durch die Liebe verändert sich unser Bewusstsein zum Licht hin. Der Stier ist ein Opfertier. Wir müssen unseren Eigenwillen gegenüber Gott und dem Leben opfern. Wir müssen unsere falschen weltlichen Wünsche loslassen. Wir müssen die Dinge so annehmen, wie sie sind. Wir müssen bei allem Leid des Lebens sagen: "Dein Wille geschehe." So erlangen wir inneren Frieden und Gelassenheit. Wenn wir diese vier Eigenschaften im jeweils richtigen Moment auf die richtige Weise üben, dann lösen sich unsere Verspannungen auf, unser inneres Glück erwacht und wir erhalten ein Paradiesbewusstsein. Wir gelangen vor dem Tod zur Heiligkeit (Erleuchtung) und nach dem Tod ins Paradies.
Der Himmel (das Paradies) ist ein Bereich der Erleuchtung. Dort kommt man nur hin, wenn sich vorher das Ego (der Egoismus) aufgelöst hat. Wir müssen in ein Erleuchtungsbewusstsein (zur Heiligkeit, inneren Heilung) gelangen, wenn wir im Jenseits zu Gott (zur Erfahrung Gottes) aufsteigen wollen. Wir müssen deshalb auf der Erde oder im Jenseits zuerst durch eine Phase der seelischen Reinigung gehen. Es gibt viele Paradiesbereiche. Ein vollständig Erleuchteter hat die Möglichkeit seine Seele aufzulösen und ganz in Gott einzugehen. Das war das erklärte Ziel von Buddha. Viele Erleuchtete behalten aber ihre Seele, um weiterhin ihren Mitwesen helfen zu können. Das ist der Weg von Jesus. Jesus lebt deshalb noch und kann von uns geistig angerufen werden und kann uns spirituell führen. Im Buddhismus bezeichnet man das als den Bodhisattva-Weg und im Hinduismus als Karma-Yoga (Avatar).
[Bearbeiten] Gibt es ein Jenseits?
[Bearbeiten] Die Nahtodforschung
1969 veröffentlichte die Ärztin Elisabeth Kübler-Ross ihr Buch "Interviews mit Sterbenden". Es setzte eine umfassende Diskussion über den Tod im Westen in Gang. Die Ärztin traf auf die erstaunliche Tatsache, dass viele Menschen mit Nahtoderfahrungen während ihres kurzzeitigen Todes in das Jenseits blicken konnten. Sie waren mit ihrer Seele aus dem Körper ausgetreten, hatten Erfahrungen mit dem Jenseits gemacht und konnten nach ihrer Wiederbelebung ausführlich darüber berichten. Während ihres Erdenlebens blinde Menschen konnten plötzlich im Jenseits sehen. Sie konnten vom Jenseits aus das Geschehen auf der Erde beobachten. Die angegebenen Tatsachen wurden überprüft und stellten sich als wahr heraus. Wie konnte ein Zeit seines Lebens blinder Mensch im Zustand der Bewusstlosigkeit nach einem Verkehrsunfall seine Mitmenschen sehen und nach seiner Wiederbelebung genau beschreiben? Die einzige vernünftige Erklärung war, dass der Mensch eine Seele hat, die vom materiellen Körper unabhängig ist.
1975 schrieb Raymond Moody sein Buch "Leben nach dem Tod". Darin protokollierte er die Nahtoderfahrungen von 150 Menschen. Viele berichteten, dass sie nach ihrem Tod durch einen dunklen Tunnel geflossen und in eine Dimension des Lichts gekommen waren. In der Lichtwelt trafen sie auf heilige Lichtwesen und auf bereits verstorbene Verwandte. Sie erfuhren Dinge, die sie vorher nicht gewusst hatten. Nach ihrer Nahtoderfahrung stellten viele Menschen ihr Leben vollkommen um und orientierten sich vorwiegend an spirituellen Werten.
Einer der Hauptkritiker war der Arzt Michael Sabom. Nachdem er das Buch von Moody gelesen hatte, beschloss er, die Dinge selbst gründlich nachzuprüfen. Der große wissenschaftliche Durchbruch gelang Sabom 1991. Die 35-jährige Pam Reynolds musste am Gehirn operiert werden. Ihr Blut wurde aus dem Gehirn abgeleitet. Die Patientin wurde in einen Kälteschlaf versetzt. Ihr Kopf wurde mit Messgeräten verkabelt. Es wurde festgestellt, dass in ihrem Gehirn keine Gehirnströme flossen. Die Denktätigkeit war blockiert. Eine Hormonausschüttung war nicht mehr möglich. Halluzinationen konnten nicht mehr geschehen. Und genau in dieser Zeit hatte Pam Reynolds ihre außerkörperlichen Erfahrungen. Sie schwebte mit ihrer Seele aus dem Körper heraus. Sie beobachtete von oben herab alle Einzelheiten der Operation. Dann schwebte sie durch einen Tunnel in eine Lichtwelt. Dort traf sie ihre verstorbene Großmutter und einige andere Menschen. In einem späteren, vom britischen Fernsehen (BBC) dokumentierten Interview erklärte Pam Reynolds, dass sie in der Lichtwelt den Atem Gottes wahrgenommen hatte.
Das Besondere an dem Fall Pam Reynolds besteht darin, dass hier erstmalig mit modernen Messgeräten nachgewiesen werden konnte, dass das Bewusstsein eines Menschen auch dann denken kann, wenn das Gehirn materiell ausgeschaltet ist. Es muss also ein vom Körper unabhängiges Bewusstsein geben. Körper und Seele sind zwei von einander unabhängige Energiemanifestationen. Anders sind die Erkenntnisse der Wissenschaftler nicht erklärbar.
[Bearbeiten] Der Tod des 16. Karmapa
GreySoul: Die Behauptung eines Arztes ist keine Forschung. Das kann höchstens der START einer Forschung zum Thema sein. Forschung würde es sein, wenn man jetzt "Erleuchtete" findet die sich nach ihrem Tod z.B. mit Wärmebildkameras überwachen lassen, um zu schauen, ob deren Temperaturkurve sich anders verhält als die von normalen Menschen. Mich würde interessieren wie du darauf kommst, dass das die Mehrheit ist, die auf deine Schlüsse kommt?
Nils: Es handelt sich bei dem Karmapafall nicht um die Behauptung eines Arztes, sondern um ärztliche Untersuchungen. Die auch von anderen Menschen des Krankenhauses (zum Beispiel dem Chirurgen) geteilt wurden. Desweiteren ist es kein Einzelfall, sondern die traditionelle Art von erleuchteten tibetischen Meistern zu sterben. Es gibt dafür viele Zeugen. Dass die Mehrheit der Nahtodforscher meine Ansicht teilt, ergab meine Durchsicht der Literatur und insbesondere auch die Diskussion bei Wikipedia: "Wikipedia Nahtoderfahrung: Tatsächlich gibt der Artikel jedoch nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und die Standpunkte der erfahrenen Fachwissenschaftler zum Thema. –Kersti"
Der Karmapa wurde auch mit Meßgeräten beobachtet: "Früh am nächsten Tag starb er tatsächlich. Wir sahen die Veränderung auf den Monitoren. Die Herzimpulse veränderten sich in einer Weise, die erkennen lässt, dass das Herz ausfällt. So wussten wir und die Chirurgen, dass es bevorstand. Wir sagten den Rinpoches nichts. Sein Herz setzte für ungefähr zehn Sekunden aus. Wir belebten ihn wieder, hatten Probleme mit dem Blutdruck, brachten ihn wieder hoch, und er war für ungefähr 25 oder 30 Minuten stabil. Es schien aber, als hätte er einen Herzanfall gehabt. Dann ging sein Blutdruck völlig herunter, und mit all den Medikamenten konnten wir ihn nicht wieder hoch kriegen. Wir arbeiten weiter, gaben Medikamente, und dann setzte sein Herz aus. Wir bearbeiteten seine Brust, aber dann zu einem gewissen Zeitpunkt war mir klar, dass es vorbei war. Man konnte auf dem Monitor sein Herz sterben sehen. Aber ich hatte das Gefühl, als müssten wir so gut wir konnten unsere Gründlichkeit beweisen, um die Rinpoches zu beruhigen. Also arbeitete ich fast 45 Minuten weiter an der Reanimation, viel länger als ich es normalerweise getan hätte. Schließlich gab ich ihm zwei Ampullen Epinephrine und Adrenalin ins Herz, aber es kam keine Reaktion - Kalzium, keine Reaktion. So hörten wir also auf. Dies war der Punkt, an dem wir aufgaben. Ich ging hinaus, um Trungpa Rinpoche anzurufen und ihm zu sagen, dass Seine Heiligkeit gestorben war. Als ich in den Raum zurück kam, fingen die Leute an zu gehen. Seine Heiligkeit hatte nun ungefähr 45 Minuten dort gelegen. Wir begannen die Magensonde herauszuziehen, und als jemand den Schlauch aus seiner Nase zog, sah ich plötzlich, dass sein Blutdruck 140 zu 80 war. Meine erste Reaktion war, dass ich schrie: "Wer lehnt an dem Druck-Monitor?" Ich war fast in Panik: "Wer lehnt an dem Monitor?" Ich sagte zu mir selbst: "Oh nein, jetzt geht es wieder los." Ich wusste: Damit der Blutdruck so hochgehen kann, müsste jemand daran lehnen mit ... nun, es war unmöglich. Dann schrie eine Schwester beinahe: "Er hat einen guten Puls! Er hat einen guten Puls!" Einer der älteren Rinpoches klopfte mir auf den Rücken, als wolle er sagen: "Es ist unmöglich, aber es geschieht." Die Herzrate Seiner Heiligkeit war 80, sein Blutdruck 140 zu 80. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass ich in diesem Raum ohnmächtig werden würde. Keiner sagte jetzt ein Wort. Es war ein Moment von "Das gibt es nicht. Es kann nicht sein." Es war schon so einiges geschehen mit Seiner Heiligkeit, aber das war eindeutig das größte Wunder, das ich je gesehen hatte. Ich meine, es war nicht nur ein außergewöhnlicher Moment. Es geschah eine Stunde, nachdem sein Herz zu schlagen aufgehört hatte und 15 Minuten, nachdem wir aufgehört hatten, irgendetwas mit ihm zu tun. Ich rannte aus dem Raum, um wieder Trungpa Rinpoche anzurufen und ihm zu sagen, dass Seine Heiligkeit wieder lebt - "Ich kann nicht reden, auf Wiedersehen." In diesem Zimmer hatte ich den Eindruck, dass Seine Heiligkeit zurückkam, um noch einmal zu probieren, ob dieser Körper noch seinen Geist tragen kann. Er hatte Valium und Morphium bekommen und das löste ihn von dem Körper. Ich hatte das Gefühl, dass er plötzlich bemerkt hatte, dass sein Körper nicht mehr arbeitete. So kam er zurück, um zu sehen, ob er noch benutzbar sei. Nur die Kraft seines zurückkehrenden Bewusstseins ließ alles wieder losgehen." Zitat aus buddhismus-heute
[Bearbeiten] Die Quantenphysik
GreySoul: Wenn die Quantenphysik das beweisen würde, wäre das schon längst eine Seite 1 Nachricht. Die Quantenphysik beweist kein Stück die Existenz Gottes oder des Jenseits. Und natürlich besteht unsere Welt aus Materie. Niemand bestreitet das Materie existert, die Frage ist nur, woraus Materie besteht.
Nils: Zur Quantenphysik möchte ich einige Dinge anmerken.
Professor Dürr: "Primär existiert nur das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Bewusstsein nennen. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Viele Erscheinungen der Quantenphysik sind nicht nur immateriell, sondern wirken in ganz andere, größere Räume hinein, die nichts mit unserem vertrauten dreidimensionalen Raum zu tun haben. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes, weil dieses Informationsfeld keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine. Aber dieses Eine ist differenziert." (P.M. Magazin 05/2007)
Nach der Meinung vieler Quantenphysiker (Amit Goswami, Fritjof Capra, Hans-Peter Dürr, Jean Émile Charon, Burkhard Heim, Michael König) gibt es hinter der Welt der Materie einen Hyperraum, den man als Jenseits oder als Himmel (Hans-Peter Dürr, Daniel Kronick, Michael König) auffassen kann. Grundlage dieser Annahme ist das bewiesene (verifizierte) Phänomen der Quantenverschränkung. Wenn zwei verschränkte (durch einen Kontakt "geistig" verbundene) Photonen (Lichtteilchen, Quanten) über eine große Raumdistanz weitaus schneller als mit Lichtgeschwindigkeit (sofort) kommunizieren können, muss es eine höhere Dimension (einen Hyperraum) geben, durch die dieses möglich ist. Denn die spezielle Relativitätstheorie Einsteins zeigt, dass sich Signale in den herkömmlichen Dimensionen des Raumes nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können. Zur Vertiefung gibt es das Interview mit Amit Goswami.
Zitate aus Jesus.de Paradiesdiskussion 2012
[Bearbeiten] Die drei Himmel
Der Apostel Paulus
(2. Korinther - Kapitel 12) 1 Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarung des HERRN. 2 Ich kenne einen Menschen in Christo; vor vierzehn Jahren (ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich's nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich's nicht; Gott weiß es) ward derselbe entzückt bis in den dritten Himmel. 3 Und ich kenne denselben Menschen (ob er im Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es); 4 der ward entzückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. 5 Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nichts rühmen, nur meiner Schwachheit.
Bericht eines Mystikers (Zitat aus Theologieforum, 2012)
Es gibt viele Bereiche im Jenseits. Man kann das Jenseits in drei Hauptbereiche einteilen. Der höchste Bereich ist Gott selbst, das Licht, der dritte Himmel. Der dritte Himmel befindet sich in der Mitte des zweiten Himmels. Man kann in den dritten Himmel gelangen, in dem man sich in der Mitte des zweiten Himmels den Altar Gottes, einen Paradiesbaum mit Früchten (Garten Eden) oder ein Lichtmeer (eine Sonne, Jesus Christus, das Licht Gottes) vorstellt. Wer in den dritten Himmel gelangt, lebt in Gott. Er hat sein Ich-Bewusstsein (Ego) aufgelöst und ruht im Frieden, in der Wahrheit und im höchsten Glück. So habe ich bei meiner Entrückung in den dritten Himmel diesen Paradiesbereich erfahren. Meine Erfahrung des dritten Himmels entsprach genau dem, was der Apostel Paulus darüber geschrieben hat. Hinduistisch interpretiert handelt es sich um den Aufstieg der Kundalini-Energie vom Beckenboden bis zum Kopf (Scheitelchakra). Dann sieht man Gott. Es ist eine hohe spirituelle Erfahrung. Ich durfte sie auch nur einmal machen. Ich spürte deutlich wie eine warme Energiesäule (der Stab Moses) in der Mitte meines Körpers bis in den Kopf aufstieg. Dann schaltete sich mein Bewusstsein völlig um. Ich war plötzlich in einer ganz anderen Dimension, die nur aus Wahrheit, Liebe und Frieden bestand. Es gab mich als Körper nicht mehr. Mir war spontan bewusst, dass das Ziel aller Seelen ist. Ich konnte danach plötzlich den tieferen Sinn hinter den Worten der Bibel begreifen.
Bei einer weiteren Entrückung gelangte ich in den ersten und den zweiten Himmel. Im ersten Himmel traf ich auf meinen verstorbenen Vater. Er begleitete mich bis an die Grenze zum zweiten Himmel. Diese Grenze konnte er nicht überschreiten. Ich dagegen konnte diese Grenze dank meiner langjährigen spirituellen Praxis überwinden. Ich sah durch ein Fenster in den zweiten Himmel. Er war wie ein großes Meer aus glücklicher Energie, in dem viele Heilige lebten (schwebten). Ich erkannte sie als Heilige aus vielen Religionen. Einige Heilige erblickten mich. Sie kamen auf mich zu und wollten mich dort behalten. Da ich aber auf der Erde noch viel zu tun habe, kehrte ich schnell wieder in meinen Körper zurück. Ich war nach der Begegnung mit den Heiligen drei Tage in einem tiefen Glückszustand. Ich sah meine Umwelt als Paradies. Das Paradies war für drei Tage auf die Erde gekommen.
Der zweite Himmel ist der Bereich der Formen. Es ist der Bereich der Heiligen und Seeligen. Wir leben dort überwiegend im Frieden, in der Liebe und im Glück. Es gibt dort vielfältige glückliche Wesen. Wir können untereinander kommunizieren und uns auch mit allen Bereichen und Wesen unter dem zweiten Himmel verbinden. Wir können allen mit uns verbundenen Menschen Licht senden und sie auf ihrem spirituellen Weg stärken. Eine Seele besteht aus Gedanken und Gefühlen. Da der zweite Himmel das Paradies der Formen ist, können wir uns dort kraft unserer Vorstellung Formen schaffen, in denen wir glücklich sind. Wir können uns ein Bild von uns schaffen. Wir können dort so sein, wie wir gerne sein möchten. Gut ist es sich als Engel, Heiligen oder Erleuchteten zu sehen. Wenn wir eine bestimmte Person mit bestimmten Eigenschaften sein möchten, können wir das sein. Wir können auch unsere Umgebung nach unseren Vorstellungen formen. Wir können uns die Paradiesumwelt schaffen, in der wir glücklicn sind. Wir können unsere Paradiesumwelt als Garten Eden (Naturparadies) oder als goldenes Jerusalem (schöne Stadt) gestalten. In den Religionen auf der Erde gibt es viele Paradiesvorstellungen. Sie sind alle gut, wenn sie uns helfen ins Paradies aufzusteigen und dort glücklich zu verweilen.
Der erste Himmel ist kein Paradies im eigentlichen Sinne. Es ist das normale Jenseits, das auch Astralwelt oder Hölle genannt wird. Der Begriff Hölle stammt von den Germanen und bezeichnet grundsätzlich einfach nur neutral das Jenseits. Im Jenseits gibt es Bereiche, die man wirklich als Hölle (als unschön) beschreiben kann. Es sind Gefängnisse im Jenseits, durch die die anderen Seelen vor besonders schlechten Wesen geschützt werden. In diesem Jenseits gibt es Bereiche, in denen manche Seelen auf den Aufstieg in den zweiten Himmel vorbereitet werden. Diese Bereiche werden von den Katholiken als Fegefeuer bezeichnet. Im weiteren Sinne gehört auch die Erde dazu, wenn wir dort spirituell üben. Wer ausreichend spirituell übt, nimmt bereits an der Gnade Gottes teil, weil er eines Tages ins Paradies aufsteigen wird. Ausreichend spirituell übt, wer im Laufe seines Lebens seine Seele immer weiter reinigt. Nach der Bergpredigt von Jesus Christus werden alle im Geiste Reinen Gott schauen, also ins Paradies gelangen. Die spirituellen Übungen sind je nach Religion verschieden. Wir können beten, meditieren, kontemplativ sein oder in der umfassenden Liebe leben (allen Wesen Gutes tun).
Gott ist ein Mysterium, dass wir in der Erleuchtung begreifen können. Gott ist innen und außen. Gott wirkt durch alle Dimensionen. Gott kann deshalb auch auf der Erde erfahren werden, allerdings nicht in der reinen Form wie im Jenseits. Wir können auch auf der Erde ein Paradiesbewusstsein entwickeln und unsere Umwelt als Paradies spüren. Grundsätzlich ist der Bewusstseinszustand vor dem Tod gleich dem Bewusstseinszustand nach dem Tod. Wer vor dem Tod erleuchtet ist, gelangt nach dem Tod grundsätzlich direkt zu Gott. Wer vor dem Tod ein Paradiesbewusstsein hat, steigt nach dem Tod direkt ins Paradies auf. Es ist deshalb günstig, vor dem Tod positive Eigenschaften wie Liebe, Frieden, spirituelle Selbstdisziplin und Wahrhaftigkeit zu entwickeln. Wer vor dem Tod nicht erleuchtet (kein Heiliger) ist, der kann ins Paradies gelangen, wenn er sich regelmäßig mit einem erleuchteten Helfer (Jesus Christus) verbunden hat. Deswegen ist das tägliche Gebet, das tägliche Lesen in heiligen Büchern und die ständige Verbundenheit mit Gott wichtig.
Der Himmel (als religiöser Begriff), bezeichnet einen übernatürlichen Zustand der Verklärung und Seligkeit, in dem Gott immer war; aber auch die "Wohnungen" der himmlischen Geister (vgl. Engel). Der Himmel ist das letzte Ziel und die Erfüllung der tiefsten Sehnsüchte des Menschen, der Zustand höchsten, endgültigen Glücks. Da Gott unendlich erhaben ist, kann er nur dann gesehen werden, wie er ist, wenn er selbst den Menschen sein Mysterium unmittelbar schauen läßt und ihn dazu befähigt. Diese Schau Gottes in seiner himmlischen Herrlichkeit wird von der Kirche „die beseligende Schau“ [visio beatifica] genannt. Der Grad der himmlischen Seligkeit ist bei den einzelnen Seligen verschieden je nach dem Grade ihrer Verdienste (De fide). Jesus versichert: "Er (der Menschensohn) wird einem jeden vergelten nach seinem Tun" (Mt 16,27). Paulus lehrt: „Jeder wird seinen Lohn empfangen gemäß seiner Arbeit“ (1 Kor 3, 8). „Wer spärlich sät, wird auch spärlich ernten; wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten" (2 Kor 9,6). Im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche steht die Lehre Martin Luthers von der äußerlichen Anrechnung der Gerechtigkeit Christi. Daraus folge die Gleichheit der Seligkeit.
(Anmerkung: Beide Lehren sind richtig. Natürlich sind die Menschen auf der Erde unterschiedlich, üben spirituell unterschiedlich und tun unterschiedlich gute Dinge. Sie kommen deshalb auch in unterschiedliche Bereiche im Jenseits. Wer mit einem erleuchteten Meister verbunden ist, wird letztlich auf die Ebene des Meisters gezogen. Alle ernsthaft praktizierenden Christen kommen deshalb eines Tages bei Gott an. Insofern sind kurzfristig die Christen entsprechend ihrer Taten ungleich und langfristig gleich. Wichtig ist es sich regelmäßig mit einem erleuchteten Meister der höchsten Ebene wie Jesus, Buddha, Krishna oder Sokrates zu verbinden. Dann wird man im Laufe seiner spirituellen Entwicklung auf die höchste Ebene gezogen. Und kann von dort aus dann selbst als erleuchteter Helfer aller Wesen wirken.)
Diskussion im Theologieforum
Bankasius (Atheist): Das Paradies ist eine menschliche Erfindung, geboren aus dem Selbsterhaltungstrieb und ausgestattet mit Einrichtungen, wie sie in der jeweiligen Kultur als erstrebenswert galten (Wein im Islam, Met bei den alten Germanen).
Cantica (Katholikin): Es sind Momente in denen man zu richtigen Zeit am richtigen Ort mit Menschen zusammen ist und ein gemeinsames Berührt sein geschieht. Etwas Großes und Unfassbares ist gegenwärtig und alle sind davon ergriffen. Ein Moment der umfassenden Gegenwart, aber trotzdem ganz schlicht und einfach. Wenn man ein schwieriges Werk geschafft hat. Wenn man ein Baby auf dem Arm hat. Wenn ein (behindertes) Kind einen Entwicklungsschritt zeigt, den man nicht erwartet hätte. Überhaupt unerwartete und überaschende Erfahrungen von Gutem. Wenn Vogelgezwitscher ins Ohr dringt. Ein kurzer Moment in dem man gewahr wird, wie man von einem Menschen (von Gott) geliebt wird. Dies sind nur einige Beispiele die für mich eine Vorahnung von Paradies vermitteln. Das Paradies nur als etwas Jenseitiges zu betrachten, greift mir zu kurz. Für mich widerspricht es auch der christlichen Lehre, die davon spricht, daß das Reich Gottes durch Jesus Christus jetzt schon hier ist und immer wieder durchscheinen kann, in jedem Moment hier auf Erden.
LeonoraLisa: Nun ja... was nach unserem Ableben so geschieht, können wir nur ahnen und hoffen. Aber da ich einmal im Krankenhaus zwei außerkörperliche Erfahrungen machen durfte (leider nur bis an die Zimmerdecke ), ist mir klar, dass es irgendwie weitergeht. Das war damals so : Ich musste ins Krankenhaus, weil ich eine Gallensteinzertrümmerung mit Laser erhielt. Es war keine Betäubung notwendig, deshalb konnte ich sofort nach der Behandlung vom Tisch aufstehen und bin dann zum Krankenhaus-Telefonhäuschen gegangen, meiner Mutter zu berichten, wie es gewesen war. Als ich das Telefonhäuschen, dass sich im Innenbereich befand, wieder verliess, wurde mir plötzlich schwindelig und ich fiel um. Da sah ich mich auf einmal von der Raumdecke aus unten am Boden liegen, weit und breit keiner in der Nähe. Als ich (meine Seele) neugierigerweise meinen daliegenden Körper näher betrachten wollte, zog es mich unwillkürlich wieder zurück und ich war wieder im Körper drin. Ich stand auf und sah, dass ich tatsächlich völlig allein war. Ich ging vorsichtig zum Aufzug, um in meine Etage zurückzufahren, hatte irrtümlich auf eine Etage höher gedrückt und als die Türe wieder aufging, fiel ich schon ohnmächtig aus dem Aufzug raus. Wieder sah ich alles von der Zimmerdecke aus. Aber diesmal waren viele Leute um meinem Körper herum, so dass ich meinen Körper nicht sehen konnte, sondern nur die Leute. Dann sah ich einen Mann in einem weissen Kittel schnellen Schrittes ankommen und die Leute machten Platz. Ich wurde wieder magisch von meinem Körper angezogen und fand mich dann tatsächlich liegend, vom Arzt behandelt auf dem Boden. Es war für mich sehr schön, das erlebt haben zu dürfen.
Mystiker: Im Paradies gibt es bestimmt auch ein Internet, so dass wir dort weiter posten können. Vielleicht können wir uns dort sogar alle persönlich sehen? Oder muss man dort immer Halleluja singen? Singen kann ich nämlich leider nicht. Ich wurde schon aus dem Kirchenchor entfernt. Ich durfte als Engel nicht Weihnachten mitsingen, weil ich oft den Ton nicht treffe. Aber ich höre gerne Engeln beim Singen zu. Ich werde euch also ein guter Zuhörer sein. Wie ist es mit meinen Freunden? Ich kenne kaum Christen, sondern fast nur Atheisten. Die möchte ich auch gerne mit ins Paradies nehmen. Insbesondere meine Eltern, meine Großeltern und meinen Sohn. Oder kommen sie alle in die Hölle? Das wäre traurig. Kann ich sie wenigstens dort besuchen? (...) Das Internet im Jenseits besteht aus geistigen Energieverbindungen (Lichtstrahlen). Wer auf der Erde geistig miteinander verbunden ist, kann auch im Jenseits weiterhin Kontakt haben. Im Paradies müssen wir nicht alle Halleluja singen. Jeder kann dort auf seine Art spirituell üben. Buddhisten können dort meditieren, Christen beten und Yogis Yoga machen. Auch Atheisten können ins Paradies kommen, weil auch Atheisten die Erleuchtung erlangen können. Es ist für sie aber ein schwerer Weg, wenn sie keinen erleuchteten Helfer haben. Ohne einen erleuchteten Helfer ist der Weg schwer zu finden und vor allem schwer so lange zu gehen, bis man das Ziel erreicht hat.
[Bearbeiten] Der Weg ins Paradies
(Zitat aus Theologieforum, 2012)
Kerosin (undogmatische Christin): Wie eine andere Welt jenseits des Materiellen wohl aussehen mag. Ich glaube, diese andere Welt ist sehr kompliziert und vor allem vielleicht auch anders, als wir uns das jemals vorstellen können.
Mystiker: Liebe Kerosin, nach meiner Lektüre der vielen Jenseitsberichte scheint alles ziemlich kompliziert zu sein. Insbesondere wenn man die Schriften der Theosophen liest. Nach meiner Erfahrung ist es aber letztlich ganz einfach. Dein Bewusstseinszustand vor dem Tod ist gleich deinem Bewusstseinszustand nach dem Tod. So wie es dir hier gefühlsmäßig geht, so wird es dir auch nach dem Tod im Jenseits gehen. Du fließt dann einfach als Seele in die Bereiche, die deinem Gefühlszustand entsprechen. Wenn du auf der Erde ein grundsätzlich positiver Mensch bist, bist du es auch im Jenseits. Wenn du auf der Erde eher negativ bist, triffst du dich im Jenseits mit Gleichgesinnten. Wenn du vor dem Tod depressiv bist, bist du es auch nach dem Tod. Nach meiner Erfahrung ist es im Jenseits grundsätzlich etwas besser, aber nicht wesentlich.
Wenn es dir im Jenseits geistig gut gehen soll, muss du auf der Erde an deinen Gedanken und Gefühlen arbeiten. Es gibt spirituelle Übungen, mit denen du dein Bewusstsein anheben kannst. Du kannst beten, in der Bibel lesen, aufbauende Lieder singen, tanzen oder einen schönen Spaziergang machen. Du kannst deine negativen Gedanken beobachten und sie durch positive Gedanken ersetzen. Negative Gedanken führen zu negativen Gefühlen. Positive Gedanken führen zu positiven Gefühlen. Durch bestimmte Meditationstechniken kannst du deine Kundalini Energie (den heiligen Geist in dir) erwecken und mit deinem Bewusstsein in die Paradiesebene (zur Erleuchtung, Heiligkeit) gelangen. Wenn du im Schwerpunkt nach spirituellen Grundsätzen (den Grundsätzen des inneren Glücks) lebst, kann du in der Tiefe deiner Seele ein sehr glückliches Leben führen.
Jesus bekam von Johannes dem Täufer die Erleuchtungsenergie übertragen. Seine Chakren (die Energietore in seinem Körper) wurden geöffnet und der Heilige Geist (die Erleuchtungsenergie) konnte in ihn hineinfließen. Danach meditierte er vier Wochen in der Wüste, reinigte dabei seinen Geist von allen weltlichen Anhaftungen (vom Teufel) und war dauerhaft erleuchtet. Er konnte jetzt dauerhaft in Gott leben und seine Umwelt als Paradies erfahren, obwohl es natürlich auch in seinem Leben viel Leid gab. Erleuchtung bedeutet nicht das Leid zu verdrängen, sondern es zu integrieren. Man spürt Freude und Leid, aber im Kern seiner Seele ist man glücklich und zufrieden.
Leider sind die Menschen spirituell unterschiedlich weit entwickelt. Manche habe wenige innere Verspannungen (spirituelle Blockaden) und manche müssen noch viel innerlich reinigen. Ich gehöre leider zu den Letzteren. Ich bekam viele Energieübertragungen und war oft in Erleuchtungsdimensionen. Aber ich fiel auch immer wieder zurück. Durch die Öffnung meiner Chakren durch die erleuchteten Meister (aus verschiedenen Religionen) und durch meine täglichen spirituellen Übungen befinde ich mich in einem ständigen Reinigungsprozess. Es geht im Laufe der Jahre bewusstseinsmäßig langsam immer weiter aufwärts. Aber wozu Jesus vier Wochen gebraucht hat, brauche ich eher vierzig Jahre. Und selbst damit bin ich zufrieden, weil ich dann vor meinem Tod eine gute Bewusstseinsebene erreicht habe. Es geht aber auch anders. Eine Frau in meiner Facebook Gruppe, Elisabeth, ging einfach nur eines Tages durch den Wald spazieren. Da öffnete sich ihr Scheitelchakra und die Erleuchtungsenergie (der Heilige Geist) floss vom Himmel in sie herein. Und sie war danach dauerhaft erleuchtet. Sie brauchte noch nicht einmal vier Wochen zu meditieren. Buddha meditierte sechs Jahre. Die bekannte indische Heilige Amritanandamayi (Amma) dachte vom Alter von vier Jahren an beständig Mantras (betete zu Gott), lebte ein normales Alltagsleben und war mit 22 Jahren dauerhaft erleuchtet.
Kerosin: Der Mensch ist stets ein Suchender. Gott führt und daran glaube ich, deshalb hat jeder Mensch auch seinen eigenen Pfad, und manchmal trifft er auf seinem Pfad viele Gleichgesinnte. Und geht mit diesen Menschen eine Strecke des Wegs zusammen. Ich bin immer bereit für neue Ufer. Und ich würde es gern auch mehr innerlich erfahren.
Mystiker: Der erste große Schritt ist es ein Suchender zu werden. Wer gründlich sucht, wird eines Tages seinen Weg zur Erleuchtung finden. Es ist bereits eine große Gnade ein konsequent Suchender zu sein. Es gibt viele Wege zur Erleuchtung. Du musst den Weg finden, der zu dir passt. Du musst den Weg finden, auf dem du erfolgreich dein Ziel erreichen kannst. Du musst die Religion finden, die dich spirituell voranbringt. Und auch innerhalb der Religionen gibt es viele unterschiedliche Wege. Man kann sich in Dogmen verlaufen oder hauptsächlich weltlich leben. Schön ist es, wenn man mindestens einmal die Erleuchtung erfahren hat. Dann kennt man das Ziel und kann erheblich leichter seinen Weg finden. Ansonsten sollte man den Menschen vertrauen und folgen, die den Weg kennen. Und vor allem immer genau auf die Stimme seiner eigenen inneren Weisheit hören. Es ist die Erkenntnis aus meinen Erleuchtungserfahrungen, dass man seinen persönlichen Weg ins Licht findet, wenn man konsequent nach den Grundsätzen Wahrheit und Liebe lebt, auf seine ganz persönliche Art.
Keiko: Wieviel betet ihr? Ich als Zen-Buddhistin meditiere jeden Tag 2x 30 min. Das ist das Minimum, was meine Lehre von mir erfordert, wenn ich sie einigermaßen "ordentlich" praktizieren möchte. Ich stelle aber immer wieder überrascht fest, dass sich selbst überzeugte Christen weniger Zeit zum Beten nehmen.
Mystiker: Liebe Keiko, ich lebe seit 24 Jahren als praktizierender Eremit. Ich habe meinen Tag so organisiert, dass ich beständig in einem spirituellen Reinigungsprozess bin. Ich bete etwa zehn Stunden am Tag, meistens als eine Art Mantra Meditation. Ich gehe jeden Tag zwei Stunden spazieren und verweile oft viele Stunden in einer ruhigen Meditation. Beim Spazieren gehen bete ich zuerst etwa 15 Minuten und gelange dadurch in eine andere Bewusstseinsdimension. Dann sind meine Gedanken ruhig und ich gehe einfach nur. Ich sehe mich als Christ, aber ich praktiziere Übungen aus vielen Religionen. Vom Buddhismus habe ich den ständigen Wechsel zwischen Sitzen und Gehen gelernt. Die Zen-Meditation gefällt mir auch gut. Ich verbinde sie aber auf tibetische Art mit der Kundalini-Erweckung (Gottheiten Yoga). Es ist also eine Art Zwei-Stufen-Meditation. Zuerst bringe ich mich durch ein Gebet ins Licht (in Gott, ins Glück) und dann verweile ich längere Zeit im Zustand der Gedankenruhe und lasse die Gedanken kommen und gehen wie sie wollen. Da ich ziemlich faul bin, meditiere ich meistens im Liegen. Manchmal mache ich auch Yoga. Regelmäßig sende ich allen Wesen Licht. Meine spirituelle Praxis orientiert sich an den christlichen Wüstenväter, an den Kartäusern (in der Stille leben) und an den Benediktinern (arbeiten und beten). Ich habe viele Energieübertragungen durch erleuchtete Meister erhalten, ähnlich wie Jesus von dem Täufer Johannes gesegnet wurde. Gerade zu Beginn meiner spirituellen Praxis war das sehr wichtig. Sehr verbunden fühle ich mich auch Frere Roger aus Taize, von dem ich auch eine Energieübertragung bekam.
Markus Pettering (kath. Theologe): "Wer arbeitet, betet" war ein Sprichwort, das ich in Frankreich hörte. Wie seht IHR das? Können auch ganz normale Tätigkeiten den Charakter von Gebet haben?
Mystiker: Arbeit kann von Gott wegführen oder zu Gott hinführen. Wenn Arbeit mit Gebet oder Meditation verbunden wird, kann sie zu Gott hinführen. Wenn Arbeit zum Burnout führt, ist man auf dem falschen Weg. Arbeit aus der Ruhe und Liebe getan, bringt einen immer weiter ins Licht. Arbeit aus dem Ego getan (Karriere, Geld, Anerkennung, Habgier, Machtstreben), führt in die Dunkelheit. Arbeit aus Gott getan (Liebe, Wahrheit, Glück), führt ins Paradies. Aus meiner Sicht muss man die Arbeit so dosieren, dass man im Schwerpunkt immer auf dem spirituellen Weg (in der Ruhe, Liebe) bleibt. Ich spüre in mir jeden Tag genau, wie viel Ruhe ich brauche, wieviel Gebet ich brauche (oder andere spirituelle Übungen) und wie viel Arbeit ich brauche. Ich plane jeden Tag als einen inneren Reinigungsweg und ein beständiges Wachstum ins Licht.
[Bearbeiten] Das Paradies im Christentum
Neubaugoere (Christin): Vom Paradies spricht die Bibel (Gott) sehr selten, je nach Übersetzung 3-5 Mal.
Nils: Vom Paradies spricht die Bibel sehr selten, weil die Paradieslehre von den Persern (der Zarathustra Religion) stammt und erst sehr spät in die Bibel eingefügt wurde. Das Paradies ist eine zentrale spirituelle Lehre. Bei Moses steht sie an erster Stelle. Er beschreibt damit symbolisch den Weg zur Erleuchtung. Der Paradiesbaum ist der mittlere Energiekanal im Körper (die Wirbelsäule), um den sich die Kundalini Schlange windet. Durch spirituelle Übungen wie die Visualisierung seiner Umwelt als Paradies, den Paradiesbaum mit Schlange in sich oder sich als Adam (in sich ganzer Mensch) kann man zur Erleuchtung (in ein Paradiesbewusstsein) gelangen. Die Paradies-Visualisierung bei Moses stammt übrigens vermutlich von den alten Ägyptern.
Neubaugoere: Mir fällt ein, daß Jesus mal gefragt wurde, wie man das "Reich Gottes" erlangen könnte ... und ER sagte nicht nur, daß ER der Weg zum Vater (Gott) sei, sondern daß man sich das Reich SCHENKEN lassen muss wie ein Kind ... man kann es nicht "erobern" oder "etwas zahlen für den Eintritt" oder eben "gute Dinge tun als Eintrittsgeld" .
Nils: Jeder Erleuchtete kennt Gott, kann den Weg zu Gott beschreiben und ist insofern ein Weg zu Gott. Jeder Erleuchtete sagt den Satz: "Niemand kommt zum Vater als durch mich." Dabei geht es nicht darum alle anderen Religionen und ihre erleuchteten Gründer als falsch zu diffamieren, sondern um das Praktizieren der typischen Erleuchtungseigenschaften (Liebe, Frieden, Wahrheit). Moses war auch erleuchtet. Auch Moses kannte den Weg. Jesus wollte das Judentum nicht abschaffen, sondern zum echten spirtuellen Üben zurückführen.
In das Reich Gottes gelangt man durch die Verbindung von spirituellem Üben und Gnade. Spirituelles Üben bedeutet, dass wir Jesus in Gedanken und in Taten nachfolgen müssen. Wir müssen die Eigenschaften von Jesus üben. Wir müssen alle äußeren Dinge innerlich loslassen (ein Armer werden), um innerlich reich werden zu können. Wir müssen die umfassende Liebe üben, um in ein Gottesbewusstsein zu gelangen. Und wir müssen mediteren, weil Gott in der Stille zu finden ist. Jesus hat oft meditiert. Er hat 40 Tage und Nächte in der Wüste meditiert. Und er hat sich auf einen Berg gesetzt und meditiert, bis ihm der Geist Gottes erschien. Wir müssen Jesus in allen Dingen nachfolgen, um zur Heiligkeit (inneren Heilung, Erleuchtung) zu gelangen.
Neubaugoere: Wir brauchen nicht (irgend)EINEN Helfer, sondern DEN Helfer. Jesus sagt, es gibt keinen anderen Weg als über IHN, also über Jesus selbst.
Nils: Wir brauchen nicht irgendeinen Helfer, sondern einen erleuchteten Helfer. Insofern stimme ich mit dir überein. Wenn du nur Jesus als Weg zu Gott ansiehst und alle anderen Religionen nicht, hast du aus meiner Sicht die Bibel falsch interpretiert. Gott wirkt durch alle Religionen. Das ist meine feste Überzeugung. Der große indische Heilige Ramakrishna ist nacheinander den Hinduismus, den Islam und das Christentum als Weg zu Gott gegangen. Er hat bestätigt, dass er auf allen drei Wegen zu Gott kommen konnte. Und genau das ist auch meine Erfahrung. Alle Religionen sind ein Weg zu Gott, wenn man sie richtig praktiziert. Das ist die entscheidende Frage. Es geht nicht um Buddha oder Jesus. Es geht darum, ob wir unsere Religion nur äußerlich praktizieren oder ob wir konsequent und mit echtem inneren Gefühl unseren Glauben leben.
Joe: Rabindranath hat als Erleuchteter gesagt, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist.
Nils: Ich wunder mich, dass Rabindranath so etwas sagen konnte. Der erleuchtete Hindu und Begründer des Neohinduismus Ramakrishna kam genau zu dem entgegengesetzten Ergebnis. Und mit ihm viele andere Erleuchtete. Rabindranath vertritt eine Einzelmeinung. Vielleicht ist das seine persönliche Meinung. Auch Erleuchtete haben oft unterschiedliche Meinungen. Nach meiner Erfahrung sehen sie normalerweise das Gleiche, beschreiben es aber mit unterschiedlichen Worten. Die sich für einen Nichterleuchteten gegenseitig ausschließen können. Möglicherweise hat Rabindranath aber auch nur eine kleine Stufe der Erleuchtung erreicht, auf der er die Einheit aller Religionen noch nicht erkennen konnte. Auch mir hat sich Gott offenbart. Mir ist Jesus Christus erschienen und in mich eingegangen. Nach einer intensiven Erleuchtungserfahrung konnte ich plötzlich den tieferen Sinn hinter den Worten der Bibel verstehen. Und ich begriff die Einheit aller Religionen. Ich begriff, dass Gott in allen Religionen zu finden ist. Gott wirkt in jeder Religion auf eine besondere Weise.
Einhorn: Ich bin in dieser Frage noch nicht ganz durch. Einerseits bin ich mir so sicher, Jesus ist wirklich einzigartig, das menschgewordene Wort. Ich hab ihn so oft und tief erlebt, und weiß daß er mich aus er Dunkelheit rausgeholt hat und mich mit Gott in Verbindung gebracht hat. Andererseits, wenn ich dann lese, niemand kommt zum Vater als durch mich, und gleichzeitig weiß, daß es Menschen überall gibt, die Gott suchen, ihn lieben, sich ihm hingeben und auch diese Früchte sehen lassen wie Menschenliebe, Friedfertigkeit, usw., die aber niemals Christen waren und auch nicht werden wollen, dann hab ich ein Problem.
Nils: Jesus ist einzigartig. Jesus ist eine einzigartige Person mit einzigartigen Eigenschaften und einer einzigartigen religiösen Lehre. Für manche Menschen ist Jesus genau der Weg und der erleuchtete Meister (Sohn Gottes), den sie brauchen. Die Menschen sind aber verschieden und leben in verschiedenen Kulturen. Manche Menschen können mit Jesus und seiner Lehre nichts anfangen. Sie brauchen einen anderen erleuchteten Meister mit einer anderen religiösen Lehre. Das ist grundsätzlich kein Problem, weil Gott vielseitig ist und viele Wege zu sich geschaffen hat.
Es wird ein Problem, wenn jede Religion behauptet, dass nur sie den wahren Weg zu Gott kennt. Irgendetwas kann daran nicht stimmen. Aber letztlich ist es ganz einfach. Die Menschen jeder Religion haben das Gefühl, dass ihr Weg der einzig richtige ist. Solange ihr Weg für sie funktioniert, ist das ein natürliches Gefühl. Es wird dann ein Problem, wenn sie sich durch ihre religiösen Dogmen spirituell blockieren oder anderen Menschen ihren Glauben aufzwingen wollen, obwohl der Glaube nicht für diese passt. Wenn die Religionen der Welt nicht tolerant miteinander umgehen können, wird es ewig Religionskriege geben. Für mich ist es gerade ein zentrales Merkmal von Jesus Christus, dass er Frieden und Liebe lehrt und nicht Religionskrieg. Damit unterscheidet er sich wesentlich von Moses und auch von Mohammed.
Wie kommt dann so ein Satz in die Bibel, dass nur er der Weg ist? Er passt nicht in die Lehre der Liebe und des Friedens. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist, dass Jesus nie diesen Satz gesagt hat, sondern der Satz ihm vom Evangelisten Johannes in den Mund gelegt worden ist. Dafür spricht, dass dieser Satz nur im Johannesevangelium steht. Diese Meinung wird von einigen Theologen vertreten. Für Johannes war dieser Satz richtig, weil er seinem Glaubensgefühl entsprach. Ich habe beobachtet, dass viele erleuchteten Meister aus vielen Religionen diesen Satz sagen. Deswegen interpretiere ich ihn so, dass man grundsätzlich einen erleuchteten Meister braucht, um zu Gott zu gelangen und nach dem Tod ins Paradies aufzusteigen. Nur ganz wenige Menschen haben die Kraft und das Wissen aus sich selbst heraus die Erleuchtung zu erreichen. Mit dieser Interpretation lösen sich alle Widersprüche auf.
Einhorn: Naja.... recht schwierig das ganze Thema. Aber Gott ist sowieso auch rätselhaft - kann man gleichzeitig Löwe und Lamm sein? Kann man gleichzeitig der Schöpfer und ein Fötus sein? Richter und Anwalt? Vater und Licht und Quelle und Mutter und Liebe? Ursprung, Weg und Ziel.
Nils: Gott ist rätselhaft, weil Gott ein Mysterium ist, dass man erst in der Erleuchtung begreift. Gott ist eine höhere Dimension im Kosmos, die man mit einem normalen menschlichen Verstand nicht erfassen kann. Man braucht viele verschiedene Eigenschaften, um auf dem spirituellen Weg erfolgreich zu sein. Man braucht Demut, aber gleichzeitig auch große Selbstdisziplin. Man muss seine Liebe zu allen Wesen entwickeln, aber gleichzeitig auch gut auf die Stimme seiner eigenen Wahrheit hören. Man muss konsequent seinen persönlichen Weg zu Gott gehen und gleichzeitig es lernen in Harmonie mit seinen Mitmenschen und der gesamten Natur zu leben.
enf: Es kommen deiner Meinung nach also auch Menschen nicht ins Paradies? Wohin kommen diese dann und woher beziehst du diese Erkenntnis, dieses Dogma? Ist es für alle Menschen gültig?
Nils: Diese Menschen kommen in die Hölle. Das steht in der Bibel. Klar gilt das für alle Menschen. Allerdings ist Hölle ein germanischer Begriff für das Jenseits. Nach der Aussage von Jenseitsreisenden gibt es im Jenseits dann noch Bereiche, die man wirklich als unschön bezeichnen kann. Wie ich bereits geschrieben habe, wirkt Gott in allen Religionen. Wer einem Erleuchteten nachfolgt, der ausreichende Fähigkeiten der Allgegenwart, der Weisheit, der Liebe und der Kraft hat, der kann von diesem nach dem Tod ins Paradies gezogen werden. Wenn er ausreichend spirituell weit genug entwickelt ist. Ansonsten muss er auf der Erde oder im Jenseits noch etwas üben. Katholiken bezeichnen das als Fegefeuer.
enf: Das heißt was konkret?
Nils: Das heißt konkret, dass wir im Schwerpunkt spirituell und nicht weltlich leben müssen. Wenn die weltlichen Bedürfnisse (Beziehungen, Sex, Karriere, Konsum) das Zentrum unseres Lebens bilden, entstehen Anhaftungen, die uns nach dem Tod wieder auf die Erde oder in die Suchtbereiche des Jenseits ziehen. Wenn wir im Schwerpunkt aus dem Glauben heraus leben, dann entstehen Anhaftungen, die uns in die Lichtbereiche und zu unserem spirituellen Vorbild hin ziehen. Wenn wir vor dem Tod erleuchtet sind, dann gibt es keine Anhaftungen mehr und wir gehen direkt zu Gott (in die höchste Lichtwelt im Jenseits). Wir müssen mit Selbstdisziplin unseren spirituellen Weg bis zum Ziel gehen.
enf: Wie drückt sich diese Selbstdisziplin aus, was ist wenn ich sie nicht habe und was ist der spirituelle Weg bzw. von welchem Ziel sprichst du?
Nils: Die ideale Selbstdisziplin wäre es, wenn wir genau so viel jeden Tag spirituell üben, wie es uns optimal spirituell wachsen lässt. Wer keine Selbstdisziplin hat, soll sie üben. Disziplin kann man trainieren. Das Ziel ist Gott. Der Weg dort hin ist individuell. Wir müssen unsere falschen weltlichen Wünsche loslassen.
enf: Weltliche Wünsche sind (auch) gut und richtig. Ein einseitiges Verschieben und Vertrösten auf das Jenseits ist nicht das was Jesus lebte und uns mit auf den Weg gab!
Nils: Weltliche Wünsche können gelebt werden, wenn wir sie im richtigen Maß leben. Jesus lebte nicht als Hedonist, sondern als Wanderyogi. Er gönnte sich manchmal etwas äußeren Genuss. So mache ich es auch. Ich bin kein Feind von weltlichen Genüssen, aber sie dürfen nicht das Leben dominieren wie bei 90 % der Menschen.
enf: Was verstehst du unter Heiligkeit und was unter Lichtwelt?
Nils: Heiligkeit bedeutet vom Heiligen Geist mit Frieden, Liebe und Glück gefüllt werden. Es ist ein anderes Wort für Erleuchtung. Ich würde es als Leben in Gott und im Licht beschreiben.
Plotin: Wenn man sich den Tod ganz bewusst anschaut, verliert er seinen Schrecken, was die Frage nach dem "danach" noch mehr in den Hintergrund treten lässt.
Nils: Für mich verliert der Tod erheblich dadurch seinen Schrecken, dass ich danach wahrscheinlich im Paradies weiterleben werde. Spirituell gesehen kommt ein Mensch auf die Erde, um sich spirituell zu entwickeln. Das geht am besten und am schnellsten auf der Erde.
Plotin: Wer oder was kommt ins Paradies?
Nils: Die Seele kommt ins Paradies. Die Seele besteht aus Bewußtseinsenergie. Die Seele ist unabhängig vom Körper. Gedanken und Gefühle werden im Gehirn und gleichzeitig in der Seele gespeichert. Mit der Seele leben sie im Jenseits weiter. Du fühlst dich im Jenseits auch ohne Körper als Wesen mit Gedanken und Gefühlen. Jesus Christus hat versprochen, dass er jeden, der an ihn glaubt, ins Paradies zieht. Wobei der Begriff "glaubt" hier das Problem ist. Einen wirklich tiefen Glauben kann nur der haben, der konsequent spirituell übt. Einen wirklichen Glauben an Jesus kann man nur haben, wenn man erleuchtet ist. Dann verschwinden alle Zweifel. Wer vorher behauptet keine Zweifel mehr zu haben, verdrängt sie einfach nur. Das ist kein Weg ins Paradies. Nur die wirkliche Nachfolge von Jesus führt ins Paradies.
Plotin: Vielleicht wären wir ohne Religionen besser dran.
Nils: Ich glaube, dass es in einer Massengesellschaft spirituelle Massenorganisationen geben muss. Die nie perfekt sein werden. Aber die doch irgendwie ihre Aufgabe erfüllen. Und auch Mystiker erfüllen ihre Aufgabe. Sie können die Kirchen inspirieren, aber sie werden normalerweise nicht die Mehrheit in einer Kirche darstellen. Wie sie auch in der Gesamtwelt keine Mehrheit sind. Sie sind der Entwicklungsmotor der Spiritualität. Und die Massen folgen langsam. Oder auch nicht, wenn Gott es nicht will. Einige Seelen gelangen im Laufe dieses Prozesses zur Erleuchtung und steigen ins Paradies auf.
Bogi: Was eine Zeit- und Energieverschwendung! Bei Jesus brauche ich mir das Geschenk nur abzuholen und er begleitet mich, ändert mein Herz und meinen Sinn, so dass ich hier schon ein Stück des Paradieses erleben kann.
Nils: Es gibt keine Abkürzung auf dem spirituellen Weg. Jeder muss die innere Reinigung erbringen, die erforderlich für den Aufstieg ins Paradies ist (Paradiesbewusstsein, in Gott leben, innere Heilung, Heiligkeit). Der Weg ist oft für einen Nichterleuchteten schwer zu erkennen und zu gehen. Wenn man mit einem erleuchteten Meister (Jesus) geht, hat man den Vorteil, dass man keine wirklichen Umwege macht. Und man bekommt Hilfe in Phasen der Schwäche. Wenn man auf die heiligen Bücher der Menschheit hört, bekommt man eine Orientierung. Wenn man konsequent auf seine innere Stimme (der Wahrheit und Weisheit) hört, verläuft man sich nicht auf dem spirituellen Weg.
light-love: Ich erlebe das Paradies, wenn ich Gott in mir spüre.
Nils: Das geht mir genauso. Aber manche Menschen können in der Meditation den Körper verlassen und das Jenseits bereisen. Besonders gut wird das von Muktananda (siehe unten) beschrieben. Aber es gibt auch ein Buch von Pyar Troll, einer bekannten deutschen Erleuchteten. Auf einem Meditationswochenende wurde sie gefragt, wie es ist zu sterben. Daraufhin begab sie sich in eine Meditation und durchlief kraft ihrer Erleuchtungsfähigkeiten real den ganzen Sterbeprozess. Als sie tot war, stieg sie mit ihrer Seele ins höchste Paradies auf. Sie ruhte dort in Gott, in tiefstem Glück und tiefstem Frieden. Sie sagte, sie wäre nicht zurückgekehrt, wenn die Liebe ihrer Anhänger sie nicht dazu gezwungen hätte. Einen ähnlichen Fall habe ich von einem tibetischen Yogi gelesen. Auch er war so weit erleuchtet, dass er das bewusste Sterben und wieder Zurückkehren beherrschte.
light-love: Ich bin noch nicht körperlich gestorben, aber ich weiß, wie schwer es ist sich wieder der Materie-Welt hinzugeben, nachdem man Gott gespürt hat. Oder besser gesagt, nur etwas in seine Nähe gekommen ist. Denn ich glaube, man muß viel Licht und Liebe in sich haben, um Gott wirklich sehr nahe sein zu können. Deshalb finde ich es toll, daß du immer wieder betonst, wie wichtig es ist, sich in die Meditation zu begeben, also mal inne halten, sich geistig öffnen und entwickeln. Denn nur so kann Gott Schritt für Schritt immer mehr in unser Herz treten.
Zitate aus Jesus.de Paradiesdiskussion 2012
[Bearbeiten] Judentum und Paradies
Im Unterschied zum Christentum gab es im Judentum nie eine eindeutige Vorstellung über das Geschehen im Jenseits. Stattdessen haben sich aus einer Anzahl unbestimmter Hinweise in der Bibel zwei verschiedene Lehrmeinungen herausgebildet. Die eine ist die Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele. Sie geht davon aus, dass die Seele eines Menschen vom Zeitpunkt des Todes an unabhängig vom Körper weiterlebt (Proverbien 12,28; Schabbat 152b).
Die andere ist die Vorstellung von einer Auferstehung der Toten. Sie setzt voraus, dass ein Mensch zum Zeitpunkt seines Todes zwar sterbe (sowohl die Seele als auch der Körper), dass er aber in der messianischen Zeit wiederbelebt und leiblich auferstehen werde (Daniel 12,2; Sanhedrin 10,1). Der zuletzt genannte Glaube wurde vor allem im rabbinischen Judentum wichtig und war einer der Hauptunterschiede zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern.
Mit der Zeit verschmolzen diese beiden Lehrmeinungen zu dem Glauben, dass die Seele eines Menschen den Tod des Körpers überlebe und bis zur messianischen Zeit weiterlebe, in der sie sich schließlich wieder mit dem Körper vereinigen und die Person leibhaftig auferstehen werde. Dies bringt der zweite Abschnitt der Amida zum Ausdruck, der täglich, am Schabbat und an Festtagen gesagt wird und mit dem Satz schließt: "Gepriesen seist du, Ewiger, der die Toten belebt."
Im progressiven Judentum hielt man nicht am Glauben an die Auferstehung des Leibes fest, sondern prägte den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele. Die Lehre von Lohn und Strafe, derzufolge unsere Verdienste oder Fehler in der kommenden Welt entsprechend vergolten werden, ist für die Orthodoxie wesentlich. Im progressiven Judentum wird dies weder geleugnet noch besonders betont, sondern bleibt eine Sache des persönlichen Glaubens.
Der genaue Wesenszustand der Seele nach dem Tod des Körpers wurde im Judentum nie näher beschrieben. Das progressive Judentum teilt diese Einstellung, weil eine solche Existenz jenseits unseres Verstehenshorizontes liegt und jede Aussage darüber nur spekulativen Charakter haben kann. Alles, was man sagen kann, ist, dass das Leben, das wir kennen, auf unseren momentanen Aufenthalt auf Erden begrenzt ist, dass es aber darüber hinaus ein Leben nach dem Tod gibt.
aus http://www.liberale-juden.de/cms/index.php?id=83.html
[Bearbeiten] Das Paradies im Islam
1. Was ist ein Muslim? 2. Kommen also nur Muslime in den Himmel? 3. Kommt ein Muslim, der nicht oder kaum praktiziert auch ins Paradies? Jeder der bezeugt, dass es keine Gottheit gibt außer Allah und dies verinnerlicht hat, wird früher oder später aus der Hölle kommen, wenn seine Sünden ihn in diese hinein brachten. Ein Muslim, der nicht praktiziert, kommt nach dieser Aussage des Propheten grundsätzlich ins Paradies, hat er seine Religion jedoch mangelhaft befolgt, seine Pflichten nicht erfüllt und Sünden begangen, so kann er zuvor für unbestimmte Zeit in das Höllenfeuer kommen, als Buße für seine Sünden. Die absolute Bedingung dabei ist jedoch, dass er die Gewissheit besitzt, dass Allah der einzige, allmächtige Gott ist, fern von jeglichen negativen oder menschlichen Eigenschaften. Des Weiteren ist es die Meinung einiger islamischer Gelehrter, dass jemand, der seine Gebete nicht verrichtet, nicht als Muslim gilt und somit nicht in das Paradies kommen wird. Jedoch sei festgehalten, dass die Mehrheit der Gelehrten die Meinung vertritt, dass auch derjenige Muslim ist, der die Gebete nicht verrichtet, sofern er bezeugt, dass es keine Gottheit gibt außer Allah. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Muslim, der den Kern seines Glaubens kennt, sofern Allah es will, ins Paradies kommen wird, auch wenn er seine Religion mangelhaft praktiziert. Jedoch kann er trotzdem für seine Sünden zur Rechenschaft gezogen und zunächst in die Hölle kommen. Wie lange er dort verweilen wird, ist ungewiss, denn in seiner Weisheit hat Allah diesbezüglich keinen Zeitraum genannt. So kann ein Muslim für seine Sünden wenige Sekunden, genauso gut aber mehrere Jahrhunderte in der Hölle verweilen müssen. Zitat aus Fragen zum Islam
Moslem: Lies den Koran, dort wird das Paradies beschrieben. Es wird so wunderbar sein, dass wir uns es im Diesseits noch nicht mal annähernd vorstellen können. Daher bete ich jeden Tag um Führung für mich und meine Familie, damit wir nach dem Tod alle zusammen ins Paradies eintreten dürfen.
Atheist: In erster Linie ist das islamische Paradies ein Tempel der Freuden für die Männer. Jeder soll dort 77 Jungfrauen (Huris) bekommen, viel Wein und überall stehen golddurchwirkte Liegen bereit, um das Leben der Märthyrer so angenehm wie möglich zu gestalten.
Esoteriker: Ich denke, das Paradies ist symbolisch gemeint. Alles ist seelisch fühlbar. Aber bitte keinen Sex, Goldschmuck und so Sachen.
Muslima: Im Koran wird 5 mal von den Huris berichtet. Natürlich bekommen die Frauen auch ihren Anteil. Ihre Männer sind so unbeschreiblich schön wie sie selbst auch. Dort ist es nicht wie hier. Man liebt seinen Mann mehr als hier, intensiver, er wird schöner und schöner und schöner. Man wird zufrieden sein bis an alle Ewigkeit. Warum sollten wir im Jenseits keinen Sex haben?? Und wie kommst du darauf, dass es dort kein Gold gibt? Die Häuser dort sind aus Gold. Also bitte hört doch endlich auf irgendwelche Aussagen zu machen von denen ihr keine Ahnung habt.
Islamwissenschaftler: Erkenntnisse eines deutschen Philologen besagen, dass es sich bei den Jungfrauen um eine Fehlinterpretation handeln könnte, wie neulich in der ZEIT zu lesen war: "Keine Huris im Paradies". Nicht Jungfrauen, sondern „weiße Trauben“ warten auf den Muslim im Jenseits. "Die berühmten Passagen über die vermeintlichen Huris bauen auf dem Wort hur auf, einem Adjektiv im weiblichen Plural, das im Arabischen lediglich „weiße“ bedeutet. Die arabischen Kommentatoren haben postuliert, dass sich dieses Adjektiv auf „weißäugige“ Jungfrauen beziehen müsse. Luxenberg zeigt nun, dass diese Deutung nichts als Mutmaßung und Wunschdenken ist und dass sie zu inneren Unstimmigkeiten mit anderen Aussagen des Korans über das Paradies führt. Den Gottesfürchtigen wird nämlich an anderer Stelle versprochen, dass sie im Jenseits mit ihren irdischen Gattinnen zusammengeführt werden, um mit ihnen „im Schatten auf Teppichen“ zu lagern. Gattinen und Huris zusammen? Ein Ort, an dem Ehefrauen und Gespielinnen aufeinander treffen, verdient wohl kaum den Namen Paradies. Im Rückgang auf aramäische Quellen lässt sich das Problem lösen: Das Wort hur bezieht sich auf die „weißen Trauben“, typische Paradiesfrüchte der christlich-syrischen Literatur."
Nils: Spirituell gesehen ist das Paradies ein Bewusstseinszustand. Wer sein inneres Glück entwickelt, gelangt zu einer Paradiessicht. Er denkt positiv und kann dadurch das Positive in der Welt sehen. Nach dem Tod des Körpers bewahrt er seine positive Sichtweise und steigt deshalb in die positiven Jenseitsbereiche auf. Der Weg ins Paradies besteht darin, im Schwerpunkt sein inneres Glück, seinen inneren Frieden und seine umfassende Liebe zu pflegen.
Zitate aus Die wichtigsten Fragen)
[Bearbeiten] Das Paradies im Hinduismus
Einer der großen erleuchteten Yogis der heutigen Zeit war Swami Muktananda (1908 bis 1983). Viele Jahre zog er als Pilger durch Indien. Mit 39 Jahren, nach über zwanzig Jahren als Wanderasket, traf er seinen Meister Nityananda. Nityananda erweckte seine Kundalini-Energie und empfahl Muktananda in einer abgeschiedenen Hütte als Yogi zu praktizieren.
Die spirituelle Haupttechnik von Muktananda war der Paradies-Yoga. Er verband sich jeden Tag geistig mit seinem Meister und bat ihn um Führung und Hilfe. Dann visualisierte er sich als eins mit seinem Meister, aktivierte dadurch seine Kundalini-Energie und gelangte ins Glück. Er band seine Kundalini-Energie geistig durch konzentriertes Verweilen am Scheitelchakra fest.
So konnte er lange Zeit in der Meditation verweilen. Gleichzeitig war er dadurch in der Lage mit seiner Seele durch das Scheitelchakra den Körper zu verlassen und in die verschiedenen Bereiche des Jenseits zu reisen. Über seinen Weg schrieb er das wunderbare Buch "Spiel des Bewußtseins" (1978). Es ist eines der umfassendsten Bücher über das Jenseits.
Muktananda beschrieb genau, wie man durch eine Meditation ins Paradies gelangt. Er trat in die Meditation ein, konzentrierte sich auf das Scheitelchakra und es erschien über dem Scheitelchakra ein kleiner blauer Stern. In diesen Stern floß Muktananda mit seiner Seele hinein. Der Stern brachte ihn dann den langen Weg durch das Jenseits bis ins Paradies. Der kleine blaue Stern war sein Seelengefährt.
Muktananda erfuhr das Paradies als einen Ort voller Ruhe und Frieden. Überall leuchtete ein glückseliges Licht. Es gab Wälder, hohe Berge, fließende Bäche und sprudelnde Quellen. Rehe spielten auf Wiesen voller Blumen. Im Zentrum standen an einem großen See die sieben Weisen. Die sieben Weisen verkörpern im Yoga die sieben positiven Eigenschaften, mit denen man ins Paradies kommen kann. Die sieben Eigenschaften sind Weisheit, Frieden, Liebe, Kraft, Freude, Glück und kosmisches Bewusstsein.
Aus Der wissenschaftliche Gottesbeweis - Swami Muktananda
[Bearbeiten] Das Paradies im Buddhismus
Samavati wuchs als Kind armer Eltern auf. Weil sie sehr schön war, verliebte sich der König von Kosambi in sie und heiratete sie. Eines Tages kam Buddha mit seinen Mönchen in ihr Land. Sie hörte seine spirituelle Lehre und war begeistert. Jeden Tag übte sie sich von nun an in der Meditation und der umfassenden Liebe. Sie praktizierte den Weg der vier großen Eigenschaften Gelassenheit (Gleichmut bei Leid), Mitgefühl, Güte und Mitfreude. Sie sandte jeden Tag allen Wesen Licht und lebte für das Ziel einer glücklichen Welt. Dadurch gelangte sie nach einiger Zeit zur Erleuchtung.
Obwohl sie allen Menschen ständig nur Gutes tat, gab es in dem Palast eine Frau, die neidisch auf sie war. Sie wäre selbst gerne Königin geworden. Eines Nachts zündete diese Frau den Palast von Samavati an. Samavati versetzte sich in eine tiefen Meditation, verzieh ihrer Feindin und segnete alle Wesen mit Licht. Sie ging mit Gleichmut durch den Tod. Durch ihre Lichtmeditation stieg ihre Seele nach ihrem Tod ins Paradies (in eine Lichtdimension im Jenseits) auf. Wer allen Feinden Licht senden und Gutes wünscht, kann auf der Erde und im Jenseits beständig im Licht (im inneren Frieden, Liebe, Glück, in Gott / Erleuchtungsbewusstsein) leben. Heilige sterben mit einem positiven Wunsch für ihre Feinde und wandeln so alle negative Energie in Licht um.
Die große Prüfung auf dem Weg der umfassenden Liebe ist die Feindesliebe. Dauerhaft erleuchtet können wir nur sein, wenn wir auch alle Probleme positiv in unsere Psyche integrieren können. Letztlich sind alle Schwierigkeiten und alle Menschen mit entgegengesetzten Interessen emotional unsere Feinde. Wir können sie in unsere Psyche integrieren, wenn zu einer positiven Sichtweise finden. Welcher Gedanke kann uns helfen, wenn uns ein Mensch etwas Böses antut? Wir denken einfach, dass das Ziel der Bewahrung des inneren Glücks und der Aufstieg ins Paradies nach dem Tod wichter ist, als sich jetzt über das momentane Problem zu ärgern. Wir sehen alle äußeren Probleme als letztlich bedeutungslos und nur das innere Glück als wirklich wichtig an. Eine zweite gute Technik besteht darin, uns als Mutter aller Wesen und alle Wesen als unsere Kinder zu sehen. Als Mutter wünschen wir eine glückliche Gesamtfamilie und helfen auch unseren bösen Kindern den Weg der Weisheit und der Liebe zu finden.
Für Samavati war die Situation schwierig. Ein anderer Mensch tötete sie. Wenn sie ihre Feindin gehasst hätte, wären innere Verspannungen entstanden, die sie am Aufstieg ins Paradies (an der Bewahrung des Erleuchtungsbewusstseins) gehindert hätten. In einem solchen Fall kann man auch noch nach dem Tod versuchen, seine Psyche zu bereinigen. Wer mit spirituellen Übungen durch das Leben geht, wird sie auch nach seinem Tod anwenden können. Wenn wir durch schwierige Situationen emotional berührt werden, können wir danach unser inneres Glück wieder aufbauen (im Leben wie im Jenseits). Eine konstante spirituelle Praxis ist eine große Gnade.
Aus dem Buddha Orakel
[Bearbeiten] Diskusssion
GreySoul (Atheist): Für mich ist das Paradies ein Ort der warm ist, fantastische Strände, tolle Essen und nette Leute hat. Ich würde Thailand als mein Paradies beschreiben.
Nils: Ich finde, das ist eine gute Paradiesbeschreibung. Jeder darf die Vorstellung haben, die ihn inspiriert, die seine Glücksenergie erweckt, die ihn glücklich macht. Ich meine, dass auch die Paradiesbeschreibung in der Bibel symbolisch zu verstehen ist. Sie hat die Menschen damals glücklich gemacht. Heute dürfen wir uns zeitgemäße Vorstellungen machen.
GreySoul: Ins Paradies kommt man mit dem Flugzeug.
Nils: Hier geht es um Spiritualität. Für mich ist die Erleuchtung (Heiligkeit, innere Heilung) das Zentrum der Spiritualität. Hat jemand ein Erleuchtungsbewusstsein vor dem Tod, behält er es nach meiner Auffassung grundsätzlich auch nach dem Tod. Wie entsteht ein Erleuchtungsbewusstsein? Dafür gibt es viele Wege. Der Hauptweg sind die spirituellen Übungen (Meditation, Gedankenarbeit). Es gibt eine geheimnisvolle Glücksenergie. Christen nennen das den Heiligen Geist. Esoteriker sprechen einfach von Energie (Chi, Odem, Prana). Im Yoga nennt man sie die Kundalini Energie (Erleuchtungsenergie). Wenn diese Energie erweckt wird, verschwinden viele Krankheiten und der Mensch erlangt inneren Frieden, Liebe und Glück. Diese Energie kann man zum Beispiel durch meditative Visualisierung eines Paradieses erwecken. Darum geht es bei den Pardiesvorstellungen. Der Weg ins Paradies ist also hier nicht das Flugzeug, sondern eine spirituelle Übung, mit der die Kundalini Energie erweckt wird.
GreySoul: Die anderen Religionen können dort auch hin.
Nils: Hier sind wir beide einer Meinung.
GreySoul: Ob es ein Paradies nach dem Tod gibt? Ich halte das für unwahrscheinlich. Und wenn, wer kommt hin? Das weiß wahrscheinlich keiner, aber viele behaupten es zu wissen.
Nils: Das ist ein spannendes Thema. Da ich ursprünglich auch Atheist war, habe ich lange darüber nachgedacht. Ich habe die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft und das spirituelle Wissen dazu gesammelt. Ich komme jetzt zu dem Ergebnis, dass es wahrscheinlich ein Leben nach dem Tod gibt.
GreySoul : Ich bin durchaus bereit mein Weltbild zu durchdenken. Das Ding ist aber, dass ich Gründe brauche mein Weltbild zu verändern und die Gründe die mir Gläubige liefern sind irgendwie ziemlich schwach. Liefer mir einen guten Grund und ich ändere mein Weltbild. Aber die Gründe die ich höre, sind immer nur Anekdoten und die Aufforderung einfach zu glauben. Ich hab aber keinerlei Ahnung was z.B. für die Existenz unseres Universums verantwortlich ist und da kann ich einen Gott nicht ausschließen. Wobei da ein "ich weiß es nicht" ehrlicher ist als ein "da ist was" wenn man keinerlei Anhaltspunkte für eine Existenz hat. Und was für mich ein klarer Beweis für die Existenz eines Gottes wäre, kann ich nicht sagen. Aber ein allmächtiger und allwissender Gott würde bestimmt was finden um mich zu überzeugen.
Nils: Hallo GreySoul, es ehrt dich, dass du bereit bist dein Weltbild zu durchdenken. Du suchst einen guten Grund für die Existenz Gottes. Ich möchte dir den Grund nennen. Um einen Gottesbeweis erbringen zu können, muss man erstmal genau verstehen was Gott ist. Und hier gibt es eine einfache Grundwahrheit. Gott ist ein Mysterium, dass man erst in der Erleuchtung begreifen kann. Dann weisst du was Gott ist. Du erfährst die Fähigkeiten Gottes und nimmst in gewisser Weise daran teil. Je größer deine Erleuchtung wird, desto mehr besondere Fähigkeiten bekommst du. Dir wird dann auch klar, dass Gott nicht nur etwas Inneres, sondern auch etwas Äußeres ist. Anders ausgedrückt. Gott manifestiert sich durch die Erleuchteten (Heiligen, Söhne und Töchter Gottes). Gott beweist sich durch die Erleuchteten. Es gibt nur diesen einen Hauptbeweis. Ein Mensch hat jetzt zwei Möglichkeiten. Er kann selbst die Erleuchtung verwirklichen und erkennt dann direkt die Wahrheit Gottes. Die zweite Möglichkeit ist, dass du den Aussagen der Erleuchteten vertraust. Sie haben ihr Wissen in den heiligen Büchern aufgeschrieben. Jeder kann sie lesen und dann seine eigene Glaubensentscheidung treffen.
Alle anderen Beweise sind nur Hilfsbeweise, die Rückschlüsse auf die Existenz Gottes ermöglichen. Aber einen perfekten Beweis, der alle Menschen überzeugt, gibt es nicht. Die Quantenphysik beweist, dass es ein Jenseits (einen Hyperraum) hinter unserem materiellen Kosmos gibt und dass unsere Welt in Wirklichkeit nicht aus Materie besteht. Die Nahtodforschung beweist, dass es eine vom Körper unabhängige Seele gibt. Der 16. Karmapa hat bewiesen, dass die Seele nach dem Tod weiter lebt und vom Jenseits heraus handeln kann. Es gibt noch viele weitere Hinweise auf die Richtigkeit des spirituellen Weltbildes, aber das sind im Moment die wichtigsten.
Es sind schwierige Fragen, über die noch lange geforscht werden muss. Die Wissenschaft ist hier erst am Anfang. Es werden noch viele neue Erkenntnisse auf uns zu kommen, die unser Weltbild verändern werden. Die Wissenschaft beginnt gerade erst die Fähigkeiten de Erleuchteten zu erforschen und will im Moment ihre eigenen Erkenntnisse noch nicht wahr haben. Ich denke dabei insbesondere an aktuelle Entwicklungen in der Quantenphysik (Michael König, Das Urwort), in der Nahtodforschung (Pam Reynolds) und an den Tod des 16. Karmapa, bei dem er einige außergewöhnliche Fähigkeiten von Erleuchteten unter nachprüfbaren Bedingungen demonstrierte.
GreySoul: Kannst du das "doch" ein wenig ausführen und darlegen wieso es kein Bauchgefühl ist?
Nils: Die Existenz der Erleuchtungsenergie (Kundalini Energie, Heiliger Geist) ist kein Bauchgefühl. Die damit verbundenen Fähigkeiten sind nachprüfbar. In meiner Yogagruppe glaubte eine atheistische Frau auch nicht an diese Energie. Ich habe sie darauf hin leicht berührt und ihr etwas Energie übertragen. Danach war sie sehr still. Sie spürte Frieden, Glück. Liebe, Kraft, Wärme und Licht in sich. Ich bekam schon oft von spirituellen Meistern und auch von Gott direkt spirituelle Energie übertragen. Es war deutlich spürbar. Ich hatte danach besondere Fähigkeiten. Ich war nach meinen Erleuchtungserfahrungen in der Lage die Bibel auf einer tiefen Ebene zu verstehen.
GreySoul: Und wenn mir Gott begegnet, woher weiß ich, dass er nicht eine Einbildung ist? Wenn du Gott in der Meditation suchst, dann findest du ihn auch, aber das sagt nichts darüber aus ob der nicht eingebildet ist.
Nils: Es ist eine wichtige Frage, ob Gott eingebildet oder real ist. Tatsächlich ist das oft nicht leicht zu unterscheiden. Beides ist möglich und kommt vor. Ich habe zwei Kriterien zur Überprüfung, meinen Verstand und empirische Überprüfung. Ich frage mich zunächst einmal was für eine Einbildung und was für eine echte Erfahrung spricht. Ich vergleiche meine Erfahrungen zum Beispiel mit dem, was in der Bibel und in anderen heiligen Büchern beschrieben wird. Spirituelle Erfahrungen sind oft mit besonderen Fähigkeiten verbunden, die man nachprüfen kann. Ich kann zum Beispiel die Frau aus meiner Gruppe fragen, ob sie die Energieübertragung gespürt hat. Wenn ich spüre, was bei einer entfernt lebenen Person vor sich geht, kann ich sie anrufen und nachfragen. In Amerika gab es eine Untersuchung, bei der die hellseherischen Fähigkeiten von normalen Mitmenschen mit denen von bekannten spirituell weit entwickelten Menschen verglichen wurde. Die Medien hatten mit ihrer Aussage über Dinge an entfernt liegenden Orten eine Trefferquote von 83 %, während es die Kontrollgruppe nur auf 36 % brachte. Du hast Erleuchtung und Meditation missverstanden. Deshalb möchte ich versuchen die Dinge etwas zu klären.
1. Erleuchtung entsteht, wenn die Verspannungen im Körper und im Geist aufgelöst werden. In der Bibel wird das mit den Worten beschrieben: "Gott ist in der Stille zu finden." Die Verspannungen entstehen durch den Stress des Lebens und falsche geistige Reaktionen darauf. Verspannungen können zu geistigen Fehlhaltungen (Neurosen) und psychosomatischen Krankheiten führen.
2. Man kann es so ausdrücken: "Ein unerleuchteter Mensch ist innerlich krank. Ein erleuchteter Mensch ist innerlich heil (ein Heil-iger)."
3. Meditation und Gedankenarbeit sind die beiden Haupttechniken, um die inneren Verspannungen aufzulösen. Bei der Meditation gibt es verschiedene Techniken. Man kann mit Vorstellungen arbeiten. Positive Vorstellungen können innere Verspannungen und geistige Fehlhaltungen auflösen. Das Zentrum der Meditation ist aber die innere Ruhe. Dann tauchen alle gespeicherten Stresssituationen letztlich von alleine auf und lösen sich auf.
4. Der erleuchtete Geist zeichnet sich durch innere Ruhe aus. Gott ist deshalb keine Vorstellung, sondern aus der inneren Ruhe entfaltet sich ein höheres Bewusstsein. Der Mensch kann plötzlich besser denken. Die vielen Fremdeinflüsse fallen weg. Seine geistige Kapazität verfielfacht sich. Er kann ganzheitlich denken.
5. Durch das gereinigte Denken kann er erkennen, was Gott ist. Gott ist also keine Vorstellung, sondern die Urwahrnehmung des Menschen. Der Mensch sieht alle Dinge wie sie wirklich sind. Er sieht alles im Zusammenhang. Wo vorher der Mensch durch sein Ego auf sich fixiert war, denkt er nun egofrei und empfindet sich als eins mit dem Kosmos.
6. Wenn die Verspannungen im Menschen verschwinden, entsteht aus der tiefen inneren Ruhe ein tiefes inneres Glück. Der Mensch ist eins mit sich und der Welt. Er spürt Frieden, Glück, Kraft, Liebe und Klarheit in sich. Er hat eine höhere Wahrnehmung. Er kann plötzlich über die höheren Dimensionen im Kosmos denken. Die Raum-Zeit-Begrenzung ist aufgehoben. Er kann in die Vergangenheit und Zukunft spüren. Er kann Dinge an entfernten Orten sehen. Und er kann Gedanken und Energien übertragen.
7. Ein erleuchteter Mensch sieht Gott als Licht in der Welt. Er erkennt, dass es ein höheres Bewusstsein gibt, dass alles durchdringt und lenkt. Er ist mit diesem Bewusstsein (Gott) verbunden.
8. Ein erleuchteter Mensch kennt seine früheren Leben. Er kann ins Jenseits blicken und die verschiedenen Welten dort erkennen. Er kann mit seiner Seele seinen Körper verlassen, dort hinreisen und danach seinen Mitmenschen auf der Erde Auskunft darüber geben. Wie es viele Heilige getan haben.
Elisabeth Marichal (Facebook): Was für Vorstellungen von etwas, dass keinerlei Vorstellungen unterliegt. Solange jemand solche Vorstellungen hat, kann das Innere nicht leuchten und schon gar nicht erleuchtet sein. So etwas fällt bei einem wahrhaft erleuchteten Menschen vollkommnen weg, wenn Erkenntnis des Urgrundes da ist. Ich habe nicht gesucht und dennoch gefunden. Dieses jedoch nicht im Aussen. Ich habe gefunden, in dem ich mich mit mir selber befasste. Das war mir ein inneres Bedürfnis zu diesem Zeitpunkt. Was dabei heraus kommen würde, dass war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Umso schöner war dann das Ergebnis, die Befreiung aus der Materie, welche gleichzeitig die Befreiung meiner Seele war.
Nils (Facebook): Ich habe gesucht und gefunden. Es geht also auch so.
Ursula (Facebook): Wenn ich an all meine Verspannungen denke, die sich auch pysisch deutlich zeigen, bin ich weit weg von der Erleuchtung. Ich glaube, dass es immer in jedem von uns Momente der Erleuchtung gibt und Momente der Dunkelheit. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich den Weg der Erleuchtung immer wieder erneut visualisieren muss, dann finde ich das Licht in meinen Herzen.
Gaby Husek (Facebook): WOW Nils, woher hast du das? Ich spüre jedes Wort nach und ich weiss im Herzen! Alpha und Omega! Göttliche Worte! Das ist, was es ist! Wenn da jetzt noch stehen würde, dass dieser Mensch auch erkennt, dass das scheinbare Übel zu dem Sein und Werden für eine gewisse Zeitspanne zur Seelenentwicklung dazugehört, genauso wie Gewitter und Hagel zur Entwicklung der Erde gehören, dann wäre der Text die kürzeste, auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung des irdischen Seelenweges in seiner Vollendung!
Olrak: Für mich ist es schwer darüber für andere verständlich zu erzählen. Vielleicht ist dieses Einheitserfahrung mit dem Urgrund nur nachvollziehbar für denjenigen, der in diese Richtung eigene Erfahrungen hat. Ich zum Beispiel erkenne sie bei anderen in der Umschreibung, wie sie bestimmte mystische Aussagen tätigen. Wenn ich jemanden erzählen wollte von dieser Einheit, von dieser untereinander Verknüpfung durch die Zeit und somit über den Raum ohne eigentliche Trennung, werde ich wohl kopfschüttelnd für verrückt erklärt. Für mich gibt es nur das Eine in dem alles enthalten ist, nur getrennt durch mein Erleben in der Zeit meiner körperlichen Existenz. Deshalb ist mein Tod ein rein körperlicher, auch nur eine Umwandlung meiner Bestandteile ohne Verlust. Ich existiere weiter in anderer Form ohne aus dieser Urform herauszufallen, alles ist gebunden in ihr. Vielleicht ist mystische Erfahrung eine Entbindung aus dem Raum, ein Empfinden dass es Zeit nicht wirklich gibt, sondern dass alles in dem einen Punkt gebündelt ist, erfahrbar für mich als Gott, Urgrund, Nirwana oder sonst etwas. Wer sucht wird immer auf das Eine stoßen, welches sich jedem individuell präsentiert, es liegt ohne Raum und Zeit mitten unter uns.
Zitate soweit nicht besonders angegeben aus Jesus.de Paradiesdiskussion 2012
[Bearbeiten] Siehe auch
- Engel Orakel
- Gottesbeweis und Erleuchtung
- Gibt es ein Leben nach dem Tod
- Paradies Meditation (nach der Lehre von den 7 Himmeln)
Wikiversity Buch Gott