Benutzer:Histo/Hexenforschung

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Quellen und Literatur zur Hexenforschung in digitalen Bibliotheken[Bearbeiten]

Referat auf der AKIH-Jahrestagung in Hohenheim am 27.02.2010

  • Durch Google Book Search und andere Massen-Digitalisierungsprojekte wird das wissenschaftliche Arbeiten revolutioniert
  • Große Teile der Forschungsliteratur des 19. Jahrhunderts sind inzwischen kostenfrei online, aber auch beträchtliche Anteile der Literatur vor 1800

Google Book Search[Bearbeiten]

Ausgangspunkt: Linklisten

  • http://wiki.netbib.de/coma/HexenLiteratur Liste aus dem Oktober 2005 anhand eines von Wolfgang Behringer zur Verfügung gestellten Literaturverzeichnisses mit dämonologischen Werken und Literatur vor 1800

Es ist längst nicht alles online, was aus urheberrechtlichen Gründen online sein könnte, aber die Lücken sind seit 2005 sehr viel kleiner geworden.

Beispiele:

Anhorn: Magiologia

Ausgabe 1675 bei Google:

Contzen: Methodus 1628

Ebenfalls bei Google http://books.google.com/books?q=contzen+methodus&btnG=Search+Books

Fehlt in der sonst so hilfreichen neulateinischen Web-Bibliographie von Dana Sutton:

http://www.philological.bham.ac.uk/bibliography/ch.html

(Nachweise aus den spanischen Altbestandsbibliotheken insbesondere Granada, Valencia und Sevilla, bei denen man weder mit Google, Worldcat oder BASE weiterkommt)

In Google findet man zunehmend auch frühneuzeitliche Werke (leider nicht selten in schlechter, manchmal auch in unbrauchbarer Scanqualität)

Googles Metadaten sind ein Graus - mit Tipps und Tricks, doch zu finden, was man sucht, ließen sich Stunden füllen.

Zahlreiche Zeitschriften sind online, Wikisource pflegt eine natürlich extrem lückenhafte Liste digitalisierter älterer deutschsprachiger Zeitschriften:

Eine Einzelerschließung der Aufsätze, wie sie ansatzweise der OPAC der Regesta Imperii für das Mittelalter leistet bzw. besser gesagt sich vorgenommen hat, wäre wünschenswert.


Nutzung eines US-Proxy[Bearbeiten]

Anleitung:

Suche ohne Proxy:

Beispiel für ein Buch mit Hexensagen, das man sogar als PDF herunterladen kann (aber nur, weil es der Autor freigegeben hat):

Bücher zwischen 1870 und 1920:

Beispiel für einen Proxy

http://yourownproxy.com/

Bücher zwischen 1870 und 1920:

nunmehr 315 (einschließlich Dubletten)

Riezler 1896 (PDF-Download?)

Nachteile von Proxys: Werbung, teilweise rascher Wechsel - Firefox-Addon:

Internet Archive[Bearbeiten]

Hilfeseite in Wikisource:

Behringers Geschichte der Hexenforschung (Wider alle Hexerei, 2004, S. 536): Aufsatz von Felix Stieve sei zu Unrecht in Vergessenheit geraten

Open Library

Es gibt in diesem Fall aber noch zwei von Google ins Internet Archive übernommene Digitalisate.

Bei den von Google gespiegelten Digitalisaten ist zu beachten: Das PDF, verlinkt auf der jeweiligen Eingangsseite (hier: http://www.archive.org/details/abhandlungenvor00stiegoog) des Internet Archive, verweist auf Google (Proxy nötig!), aber über "All Files" kommt man doch an ein PDF, das man auch in Deutschland herunterladen kann.

http://ia311037.us.archive.org/2/items/abhandlungenvor00stiegoog/

Auf dem Server des Internet Archive ist alles legal, was nach US-Copyright nicht mehr geschützt ist, also was vor 1923 erschienen ist (auch wenn das Werk in der EU noch geschützt ist wie Joseph Hansens - gestorben 1943 - Bücher).

http://www.archive.org/search.php?query=quellen%20hexen*

Weitere Digitale Bibliotheken[Bearbeiten]

Jüngst digitalisiert:

Liste digitaler Sammlungen mit deutschsprachigen gemeinfreien Büchern:

Liste von digitalen Sammlungen weltweit mit mehr als 100 alten Drucken vor 1800 in westlichen Sprachen:

Anleitung zum Ermitteln der Digitalisate:

Exemplarisch: Bielefelder Forschungssuchmaschine BASE

Düsseldorfer digitalisiert für seine Benutzer kostenlos!

Klein, aber fein: Wikisource[Bearbeiten]

Teil II: Desiderate[Bearbeiten]

1. Umfassender Nachweis der kostenfrei digitalisiert im Internet abrufbaren Primärquellen und Sekundärliteratur einschließlich der unselbständigen Literatur (Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden)

  • nachnutzbar (OAI-PMH)
  • kollaborativ erstellt (Wikipedia, Wikisource)
  • Verknüpft mit Normdateien (PND), Wikipedia und hochwertigen Internetquellen (was nicht heißen soll, dass auf dem Gebiet der Hexenforschung die Wikipedia eine hochwertige Internetquelle darstellt ...)

2. Lücken füllen!

  • so gut wie keine Digitalisierungs-Initiativen aus der Hexenforschung-Community (aber: Decker, Moeller ...)
  • Warten auf ein DFG-Projekt kann Warten auf Godot bedeuten
  • Tarife der Bibliotheken sind bei Digitalisierung zum Teil unverschämt hoch:

3. Open Access für die Literatur ab ca. 1920 und die aktuelle Forschungsliteratur

Self-Archiving, z.B. Bereitstellung auf historicum.net

Seit 2000 Mailingliste Hexenforschung, Listenarchiv ab Juni 2001:

Kaum Resonanz auf Werben für Open Access.