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Benutzer:Paul Sutermeister/Quelle

Aus Wikiversity

Wenn man Künstliche Intelligenz lernt, gibt es grundsätzlich zwei völlig verschiedene Schwerpunkte:

Fokus „Selber machen“ (Kreation) Man lernt, wie man mit KI

  • Texte schreibt
  • Bilder erzeugt
  • Videos generiert
  • Stimmen oder Musik erstellt

Das ist kreativ, spannend und macht Spass.

Fokus „Beurteilen“ (Urteilskompetenz) Man lernt, Produkte der KI kritisch zu prüfen:

  • Stimmt der Inhalt überhaupt?
  • Ist das logisch?
  • Ist das manipuliert oder gefälscht?
  • Ist das qualitativ gut oder schlecht?
  • Kann man dem vertrauen?

→ In diesem zweiten Teil des Kurses liegt der Fokus bewusst auf Punkt 2.

Warum ist Beurteilen wichtiger als Selber-Kreieren?

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KI produziert überzeugenden Unsinn

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KI kann Texte erzeugen, die sehr professionell klingen, aber inhaltlich falsch sind. Wer nur kreieren kann, merkt das oft nicht.

Im Alltag konsumieren wir mehr KI, als wir selbst produzieren

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Wir

  • lesen Texte,
  • sehen Bilder,
  • hören Stimmen,
  • schauen Videos,

die mit KI erstellt wurden. Beurteilen ist deshalb eine zentrale Alltagskompetenz.

Ohne Urteilskompetenz wird man leicht manipuliert

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Fake News, Deepfakes, erfundene Quellen oder manipulierte Bilder wirken oft glaubwürdig. Wer sie nicht erkennt, glaubt schnell etwas Falsches.

Technik bedienen ist leicht – Denken nicht

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Einen Prompt einzugeben kann man schnell lernen. Kritisches Denken, Zweifeln und Einordnen brauchen Übung.

Schule bedeutet nicht nur „Tools lernen“, sondern Denken lernen

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KI-Tools ändern sich ständig. Die Fähigkeit, Inhalte zu beurteilen, bleibt ein Leben lang wichtig.

Merksätze

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„Wer KI nicht beurteilen kann, wird von KI beurteilt – und gelenkt.“

Oder einfacher:

„Bevor ich KI nutze, muss ich ihr misstrauen können.“

Bewertung von KI-generierten Bildern

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Nr. Bewertungskriterium Erklärung (was genau bewerten?) 1
sehr schlecht
2
schlecht
3
mittel
4
gut
5
sehr gut
Kurzbegründung
1 Zielerreichung / Verständlichkeit Ist sofort erkennbar, was das Bild zeigen soll? Versteht man die Aussage ohne zusätzliche Erklärung? Passt das Bild klar zum Thema oder Auftrag?
2 Übereinstimmung mit dem Prompt Wurden alle wichtigen Elemente aus dem Prompt korrekt umgesetzt? Fehlen Inhalte oder wurden Dinge hinzugefügt, die nicht verlangt waren?
3 Bildqualität (technisch) Ist das Bild sauber generiert? Gibt es Fehler wie verzerrte Gesichter, zu viele Finger, unscharfe Bereiche oder unlesbaren Text?
4 Stil / Realismus / Konsistenz Passt der Stil zur Aufgabe (z. B. realistisch, Comic, Illustration)? Ist der Stil im ganzen Bild einheitlich oder wirkt er widersprüchlich?
5 Kreativität & Bildidee Ist die Bildidee originell oder nur Standard? Gibt es einen interessanten Blickwinkel, eine besondere Darstellung oder eine eigene Interpretation?
6 Berufliche Verwendbarkeit Könnte man dieses Bild in einem beruflichen Kontext einsetzen (z. B. Präsentation, Werbung, Webseite)? Wirkt es professionell und passend?
7 Ethik & Seriosität Enthält das Bild problematische Inhalte (Diskriminierung, Täuschung, unrealistische Versprechen)? Wirkt es verantwortungsvoll und seriös?
8 Transparenz (KI-Einsatz) Ist klar, dass das Bild mit KI erstellt wurde? Könnte das Bild ohne Hinweis als echtes Foto missverstanden werden?

Fake oder wahr?

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🌱🎵 Wissenschaftler speichern Kinderlied in Pflanze – klingt absurd, ist aber Realität

Forscher haben es tatsächlich geschafft, ein bekanntes Kinderlied direkt in den genetischen Code einer Pflanze einzubauen. Nicht als Tonaufnahme. Nicht als Textdatei. Sondern buchstäblich als DNA-Sequenz, die von der Pflanze beim Wachsen und Vermehren mitkopiert wird.

Dabei wurde der Liedtext zunächst in einen digitalen Code umgerechnet, dieser anschließend in genetische Bausteine übersetzt – und schließlich in das Erbgut einer lebenden Pflanze integriert. Das Lied existiert nun nicht mehr auf Papier oder einem Datenträger, sondern als Teil der biologischen Information der Pflanze selbst.

Noch erstaunlicher: Die Pflanze „speichert“ diese Information stabil über viele Zellgenerationen hinweg. Selbst nach längerem Wachstum kann das Lied wieder vollständig aus dem Erbgut ausgelesen und rekonstruiert werden – Zeichen für ein extrem robustes biologisches Speichersystem.

Die Wissenschaftler sprechen von einem möglichen Datenspeicher der Zukunft, der Milliarden von Informationen auf kleinstem Raum sichern könnte – geschützt vor Wasser, Hitze, Alterung und sogar Strahlung.

Kritiker halten das Ganze für eine Mischung aus Science-Fiction und PR-Gag.

Befürworter sagen: Das Kinderlied ist real – nur das Medium hat sich geändert.

Die Frage bleibt: 🔍 Ist das geniale Hochtechnologie – oder einfach zu absurd, um wahr zu sein?


Warum Quellen nutzen?

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Wenn du auf Social Media etwas postest oder eine Diplomarbeit schreibst, musst du Quellen nennen.

Denn du zeigst mit Quellen:

  • dass du nicht einfach irgendwas behauptest
  • sondern deine Aussagen belegst
  • und fair bist gegenüber denen, von denen du Ideen oder Inhalte übernimmst.

Grundregel: Alles, was du nicht selbst wusstest, gedacht oder erfunden hast, muss eine Quelle haben.

Was sind Quellen?: Bücher, Artikel, Webseiten, Studien, Vorträge, Interviews usw.

ChatGPT

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Kategorie Beschreibung Typische Verwendungen Vergleichbare Praxis-Beispiele Zitierpflicht?
1. Werkzeug ChatGPT wird als technisches Hilfsmittel verwendet – zur sprachlichen Verbesserung, Strukturierung oder Datenverarbeitung. Keine inhaltliche Quelle.
  • Rechtschreibung oder Grammatik prüfen
  • Wissenschaftlich formulieren
  • Gliederung vorschlagen
  • Offene Antworten sortieren oder codieren
  • Tabellen strukturieren oder formatieren
  • Wie der Duden bei Rechtschreibung: keine Quellenangabe
  • Wie ein Lektorat: erlaubt, aber nicht zitierwürdig
  • Wie Excel/SPSS: eventuell in der Methodik erwähnbar
Nein – optional in der Methodik erwähnbar
2. Denkpartner / Reflexionshilfe ChatGPT wird genutzt wie ein intellektueller Gesprächspartner, zur Ideenfindung, Perspektivenerweiterung oder Kontrastbildung.
  • Thesen formulieren oder prüfen
  • Argumente gegenlesen oder entwickeln
  • Gegenteilige Positionen simulieren
  • Inspiration für Beispiele oder Gliederung
  • Wie ein Gespräch mit Kommiliton:innen: keine Quellenangabe
  • Wie ein Coachinggespräch: Reflexion möglich, aber kein Zitat
Nein – optionale Erwähnung im Fließtext („Im Dialog mit ChatGPT kam ich auf ...“)
3. Quelle oder Analyseobjekt ChatGPT wird inhaltlich verwendet oder analysiert. Es geht um Inhalte, die von ChatGPT stammen oder untersucht werden.
  • Definitionen von ChatGPT zitieren
  • Antworten vergleichen mit Fachliteratur
  • Sprachliche, ethische oder argumentative Analyse
  • Wie bei einem Zitat aus Wikipedia oder einer TV-Sendung: zitierbar, aber kritisch einzuordnen
  • Wie bei Diskursanalysen: KI als Untersuchungsgegenstand
Ja – mit Fussnote oder Vermerk inkl. Prompt und Datum

„If you used ChatGPT or another AI tool to help brainstorm or to edit your text, no citation or acknowledgment is needed.“

„If you used ChatGPT only to generate ideas, check grammar, or outline structure, you don’t need to cite it.“

Citing ChatGPT. Chicago Manual of Style – Q&A Section.

„If you only used the tool to brainstorm or refine your ideas and did not reproduce its text, no citation is necessary.“

How do I cite generative AI like ChatGPT? MLA Style Center – Modern Language Association

Wie zitiere ich?

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Wörtliches Zitat (direkt)

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Du übernimmst den Text genau so wie er ist.

„Wissenschaftliches Arbeiten ist die Kunst des Belegens“ (Muster, 2020, S. 15).

✓ In Anführungszeichen ✓ Mit Quellenangabe (Autor, Jahr, Seite)

Sinngemässes Zitat (indirekt)

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Du sagst es mit eigenen Worten, aber die Idee ist von jemand anderem.

Laut Muster (2020) besteht Wissenschaftlichkeit darin, Aussagen immer zu belegen.

✓ Ohne Anführungszeichen ✓ Trotzdem mit Quelle

Wie sieht eine Quelle aus?

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In der Literaturliste am Ende:

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Buch: Muster, M. (2020). Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten. Berlin: Beispiel Verlag.

Internetquelle: Schmidt, A. (2021). Wie man richtig zitiert. Abgerufen am 24.04.2025 von https://www.beispiel.de/zitieren

Wichtig:

  • Keine Quellen erfinden
  • Keine Inhalte kopieren ohne Quelle
  • Lieber zu viel zitieren als zu wenig

Wahrheit oder Fiktion

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Wie erkennst du Fake News?

1

Fülle die zehn Lücken mit den zehn Wörtern: Absichten, Artikel, Meinungsartikel, mit, Nachrichten, ohne, Romane, Sachbücher, Wahrheit, Werbung.
Texte kann man danach unterscheiden, ob sie auf

basieren oder nicht.
Texte

Wahrheitsanspruch
wollen Fakten vermitteln:
Wissenschaftliche

basieren auf Beweisen.

berichten über echte, überprüfbare Ereignisse.

erklären Themen mit Fakten.
Texte

Wahrheitsanspruch
wollen zum Beispiel unterhalten, Meinungen ausdrücken oder Geschichten erzählen:

und Gedichte erfinden Geschichten.

zeigen persönliche Ansichten.

macht Produkte attraktiv, oft durch Gefühle.
So kann man Texte und ihre

besser verstehen.

2

Fülle die zehn Lücken mit den zehn Wörtern: Geschäftsberichte, Meinungsartikel, mit, ohne, Produktbeschreibungen, Rechnungen, Verträge, Werbung.
Texte

Wahrheitsanspruch:

zeigen den Gewinn oder die Ausgaben eines Unternehmens. Kaufleute verlassen sich auf diese Fakten, um Entscheidungen zu treffen.

enthalten Abmachungen, wie Zahlungsfristen oder Lieferbedingungen. Diese Informationen müssen korrekt und verlässlich sein.

enthalten Preise und Mengen. Kaufleute müssen sicherstellen, dass die Angaben stimmen, um richtig zu zahlen oder Geld zu fordern.
Texte

Wahrheitsanspruch:

– In einem Schaufenster steht gross und farbig: „Diese Schuhe machen dich schneller!“ Das ist keine Tatsache, sondern soll das Produkt attraktiver machen.

– In einem Katalog steht zwischen technischen Angaben: „Das beste Handy auf dem Markt!“ Diese Aussage soll überzeugen, ist aber nicht objektiv.

– Ein Experte schreibt seine Meinung zu einem neuen Geschäftstrend. Kaufleute sollten diese Meinung kritisch hinterfragen, da es keine Fakten sind.


Teste deine Fake-News-Kompetenz

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Nr. Kriterium Leitfrage für Lernende 0 Punkte
(schwach)
1 Punkt
(ok)
2 Punkte
(stark)
Punkte
(0–2)
Kommentar / Beispiel
1 Realitätsnähe der Beispiele Wirken Beispiele wie echte Posts/Artikel aus dem Internet? sehr künstlich / offensichtlich erfunden teils realistisch, teils zu einfach sehr realistisch, nahe an echten Fällen
2 Kritisches Denken statt Raten Muss man begründen/analyseieren oder nur klicken? nur Raten, kaum Analyse möglich teils Analyse, teils Ratefragen klare Analyse-Aufgaben, Begründung gefordert
3 Umgang mit Grauzonen Gibt es „irreführend“, „Kontext fehlt“, „teilweise“? nur wahr/falsch seltene Grauzonen Grauzonen klar und sinnvoll integriert
4 Erklärqualität (Warum?) Erklärt das Quiz, warum etwas problematisch ist? keine/kaum Erklärungen kurze Erklärungen gute Erklärungen mit Lernwert
5 Quellen & Nachvollziehbarkeit Gibt es Links/Quellen/Wege zum Überprüfen? keine Quellen wenige oder unklare Quellen solide Quellen + zeigt Prüfschritte
6 Didaktik & Zielgruppe Passt Sprache, Niveau, Struktur zur Klasse? zu schwer / zu leicht / unklar teilweise passend sehr passend, klar strukturiert
7 Selbstreflexion & Lerntransfer Zeigt es, warum man sich täuschen lässt? nur richtig/falsch ohne Reflexion teilweise Reflexion starke Reflexion (Bias, Denkfehler, Tipps)
8 Aktualität (moderne Desinformation) Kommen KI-Bilder, Deepfakes, Social Media etc. vor? veraltet, kaum relevant für heute teils aktuell sehr aktuell und realitätsnah
9 Motivation & Engagement Ist es fair, spannend, aktivierend (nicht moralisierend)? langweilig/belehrend okay, aber wenig motivierend motivierend, aktivierend, fair
10 Übertragbarkeit in den Alltag Kann man daraus eine Checkliste/Strategie ableiten? kein Transfer etwas Transfer klarer Transfer (konkrete Prüfschritte)
Total


Weiteres

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KI wird generiert, weil Klicks Geld bringen:

Beispiele: Relaxing AI Journeys / Landscape usw., Living paintings usw.

Glaubwürdigkeit durch Nachweise

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1

Fülle die zehn Lücken mit den zehn Wörtern: Tertiärquellen, Sekundärquellen, Primärquellen.

sind die Originale oder Ersthandinformationen. Sie stammen direkt aus der Quelle des Geschehens oder der Aussage. Beispiele sind ein Tagebuch, ein Interview oder ein wissenschaftliches Experiment.

bieten eine Zusammenfassung oder Analyse von Primärquellen. Sie erklären oder interpretieren die Originalinformationen. Beispiele sind ein Lehrbuch, ein Artikel über eine Studie oder ein Geschichtsbuch.

fassen viele Informationen aus Primär- und Sekundärquellen zusammen. Sie bieten einen Überblick oder eine schnelle Zusammenstellung von Wissen. Beispiele sind Enzyklopädien, Bibliographien oder Verzeichnisse.

2

Wie ist der Text? Ordne je eine Eigenschaft zu:

Primärquellen Sekundärquellen Tertiärquellen
Zusammenfassungen und Überblick
Analysen und Erklärungen
Originale

3

Wie ist der Text? Ordne je eine Eigenschaft zu:

Primärquelle Sekundärquelle Tertiärquelle
Ein Originaldokument: Ein historisches Dokument, wie ein Vertrag oder ein Gesetzestext.
Ein Artikel über ein Tagebuch: Eine Analyse oder Beschreibung des Tagebuchs.
Eine wissenschaftliche Studie: Die Auswertung und Interpretation von Daten aus verschiedenen Experimenten.
Ein Lexikon: Bietet allgemeine Informationen über ein Thema, basierend auf vielen Quellen.
News-Artikel: Berichte über Ereignisse, die auf Social Media oder in Videos dokumentiert sind.
Ein Bibliografie-Verzeichnis: Eine Liste von Büchern und Artikeln zu einem Thema.
Ein Tagebuch: Was jemand direkt aufgeschrieben hat.
Zusammenfassungs-Websites: Plattformen, die die wichtigsten Punkte aus vielen Artikeln und Videos zusammenfassen, z. B. für Prüfungen oder Lernhilfe.
Ein Handbuch: Eine Zusammenfassung von Wissen über ein Fachgebiet, oft in einer leicht verständlichen Form.
Social Media-Beiträge: Original-Posts, Tweets oder Instagram-Stories.
Online-Videos: Vlogs, Livestreams oder Video-Tutorials von YouTubern.
Ein Geschichtsbuch: Ein Buch, das die Ereignisse aus verschiedenen Primärquellen zusammenfasst.
E-Mails oder Direktnachrichten: Original-Kommunikation zwischen Personen.
Blogartikel: Beiträge, die Informationen aus verschiedenen Social Media Posts oder Videos zusammenfassen und kommentieren.
Podcasts: Gespräche und Analysen zu aktuellen Themen, die auf Primärquellen basieren.
Wikipedia: Eine Online-Enzyklopädie, die viele Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenfasst.
Ein Interview: Ein Gespräch, das direkt aufgenommen wurde.
Online-Enzyklopädien: Websites, die umfassende Übersichten zu Themen bieten.


1

Fülle die drei Lücken mit den drei Wörtern: fair, nachprüfbar, neu.
Mit Quellen ist alles

. Andere sollen die Infos nachvollziehen können.
Mit Quellen wird

gearbeitet. Man zeigt, dass man Ideen oder Forschung von anderen benutzt hat, ohne sie als eigene auszugeben.
Mit Quellen wird Wissen weitergegeben. Erkenntnisse sind

, wenn sie auf alten bauen.

2

Warum sind Quellenangaben wichtig? Ordne zu:

Ehrlichkeit Klarheit Respekt Überprüfbarkeit
Sie zeigen, woher die Infos kommen, damit niemand denkt, man hat sie erfunden.
Andere können nachlesen, ob die Infos stimmen.
Man zeigt, dass man die Arbeit von anderen Menschen schätzt.
Es wird deutlich, was man selbst sagt und was man aus anderen Texten hat.

3

Stell dir vor, jemand klaut dein Rezept und verdient Geld damit.

Ehrlichkeit Klarheit Respekt Überprüfbarkeit
Wenn jemand dir das Rezept gegeben hat, willst du ihm dafür danken. Das zeigt, dass du seine Arbeit schätzt – genauso wie du durch Quellenangaben anderen Leuten Anerkennung gibst, deren Ideen du nutzt.
Wenn du ein Rezept verwendest, willst du sagen, woher du es hast. Dann weiß jeder, dass du es nicht erfunden hast, sondern jemand anderes dir den Weg zum leckeren Kuchen gezeigt hat.
Vielleicht änderst du das Rezept und schreibst deine eigene Note dazu, wie „mehr Zucker nehmen“. Mit einer Quellenangabe zeigst du, was vom Originalrezept ist und was von dir stammt.
Wenn jemand denselben Kuchen nachbacken will, braucht er die genauen Zutaten. Genauso hilft eine Quellenangabe, damit andere die Informationen in deinem Text nachschlagen und überprüfen können.

4

Ordne Quellenangabe zu:

Wer Was Wo Wann
Titel des Werkes
Veröffentlichungsjahr
Verlag oder Website
Autor oder Herausgeber

5

Bringe in die richtige Reihenfolge (1−6):

Autor: Nachname, Vorname (bei mehreren Autoren werden sie durch ein Komma getrennt).

Erscheinungsjahr: Jahr der Veröffentlichung.

Erscheinungsort: Stadt des Verlags.

Seitenzahl: Nur bei spezifischen Abschnitten oder Zitaten relevant, ansonsten weglassen.

Titel des Werkes: kursiv oder fett, je nach Formatierung.

Verlag: Name des Verlags.


Offene Fragen

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In welchen Quellen steht die Wahrheit?

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(Antwort der Lehrperson: Wikipedia)

Kriterium Fragestellung Sehr gut (4) Gut (3) Teilweise (2) Schwach (1)
Art der Quelle Um welche Quelle handelt es sich? Wissenschaftliche Publikation, offizielle Statistik, seriöse Fachinstitution Qualitätsmedium oder anerkannte Organisation Blog, Influencer, nicht klar einzuordnen Anonyme oder unseriöse Plattform
Autor / Herausgeber Wer steht hinter der Information? Autor klar genannt, fachlich qualifiziert, überprüfbar Autor genannt, aber Fachkompetenz nur teilweise klar Autor unklar oder wenig Informationen vorhanden Kein Autor genannt
Belege und Quellenangaben Werden Aussagen belegt? Mehrere überprüfbare, hochwertige Quellen Einige Quellen vorhanden Kaum Belege oder nur interne Verweise Keine Belege
Transparenz Ist die Entstehung der Information nachvollziehbar? Methode, Ziel und Finanzierung offen gelegt Teilweise transparent Nur wenig Hintergrundinformationen Keine Transparenz
Aktualität Wie aktuell ist die Information? Sehr aktuell oder zeitlos gültig Noch aktuell Veraltet, aber teilweise relevant Klar veraltet oder falsch
Interessen und Absichten Gibt es Eigeninteressen? Neutral, keine erkennbaren Interessen Leichte Interessen erkennbar Deutliche wirtschaftliche oder politische Absicht Propaganda oder Manipulation
Sprachstil Wie wird formuliert? Sachlich, nüchtern, differenziert Überwiegend sachlich Emotional oder wertend Reisserisch, polarisierend
Vergleich mit anderen Quellen Wird die Information bestätigt? Mehrere unabhängige Quellen bestätigen Mehrheit bestätigt Widersprüchliche Informationen Von seriösen Quellen widerlegt
Gesamteinschätzung Wie glaubwürdig ist die Quelle? Sehr glaubwürdig Überwiegend glaubwürdig Zweifelhaft Unglaubwürdig

Welche sind eure Lieblings-Influencer?

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(Antwort der Lehrperson: MaiThink X)

Kriterium Leitfrage Sehr gut (4) Gut (3) Teilweise (2) Schwach (1)
Begründung der Wahl Warum ist dieser Influencer dein Favorit? Klare, reflektierte und nachvollziehbare Begründung Begründung vorhanden, aber wenig vertieft Oberflächliche Begründung Keine oder unklare Begründung
Themen & Inhalte Welche Inhalte bietet der Influencer? Klare Themen, informativer oder kreativer Mehrwert Meist sinnvolle Inhalte Inhalte eher Unterhaltung ohne Mehrwert Problematische oder rein oberflächliche Inhalte
Glaubwürdigkeit Wirkt der Influencer glaubwürdig? Transparent, konsistent, nachvollziehbar Meist glaubwürdig Teilweise widersprüchlich Unglaubwürdig oder stark inszeniert
Werbung & Sponsoring Wie wird mit Werbung umgegangen? Werbung klar gekennzeichnet und reflektiert Werbung meist erkennbar Werbung kaum erkennbar Schleichwerbung
Einfluss auf die Zielgruppe Welchen Einfluss hat der Influencer? Positiver Einfluss (Werte, Wissen, Motivation) Überwiegend positiver Einfluss Neutral oder unklar Negativer oder problematischer Einfluss
Vorbildfunktion Ist der Influencer ein gutes Vorbild? Fördert Verantwortung, Respekt, Reflexion Meist positives Verhalten Ambivalentes Verhalten Problematisches Verhalten
Umgang mit Kritik Wie reagiert der Influencer auf Kritik? Offen, sachlich, lernbereit Meist konstruktiv Ausweichend oder defensiv Aggressiv oder abwertend
Vielfalt & Perspektiven Werden unterschiedliche Sichtweisen gezeigt? Fördert Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven Teilweise vielfältig Eher einseitig Stark einseitig oder stereotyp
Eigene Reflexion Wie kritisch gehst du mit dem Influencer um? Sehr reflektiert, kritisch und bewusst Teilweise reflektiert Kaum reflektiert Unkritisch
Gesamteinschätzung Wie bewertest du deinen Lieblings-Influencer insgesamt? Sehr positiv & reflektiert Überwiegend positiv Gemischt Kritisch

Welche Wahrheits-Kanäle habt ihr?

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(Die Lehrperson wird hinterfragen: Gibt es über euren Kanal einen Wikipedia-Artikel?)

Kriterium Leitfrage Sehr gut (4) Gut (3) Teilweise (2) Schwach (1)
Definition des Begriffs Was versteht ihr unter einem „Wahrheits-Kanal“? Klare, reflektierte und eigene Definition Verständliche Definition Unklare oder sehr allgemeine Definition Keine Definition
Benennung der Kanäle Welche Kanäle nutzt ihr? Mehrere unterschiedliche Kanäle klar benannt Einige Kanäle genannt Nur ein Kanal genannt Keine klaren Kanäle
Vielfalt der Quellen Wie breit ist das Spektrum? Mischung aus Medien, Fachquellen und Primärquellen Mehrere unterschiedliche Medientypen Wenig Vielfalt Einseitige Informationsquelle
Vertrauen & Begründung Warum vertraut ihr diesen Kanälen? Vertrauen gut begründet und reflektiert Begründung vorhanden Begründung oberflächlich Keine Begründung
Überprüfung der Inhalte Wie prüft ihr Informationen? Systematische Überprüfung (Vergleich, Faktencheck) Gelegentliche Überprüfung Seltene Überprüfung Keine Überprüfung
Umgang mit Widersprüchen Was macht ihr bei widersprüchlichen Infos? Bewusster Vergleich und Abwägen Teilweise Vergleich Verunsicherung ohne Strategie Ignorieren von Widersprüchen
Rolle von Algorithmen Ist euch algorithmische Auswahl bewusst? Sehr bewusst, aktiv reflektiert Teilweise bewusst Kaum bewusst Kein Bewusstsein
Emotion vs. Information Welche Rolle spielen Gefühle? Klare Trennung und bewusste Reflexion Teilweise reflektiert Gefühle stark prägend Rein emotional gesteuert
Eigenverantwortung Wie aktiv seid ihr im Informationsprozess? Sehr aktiv und selbstständig Überwiegend aktiv Passiv Stark abhängig von einem Kanal
Gesamteinschätzung Wie stabil sind eure Wahrheits-Kanäle? Sehr stabil & reflektiert Überwiegend stabil Fragil Unzuverlässig

Mögliche Wettbewerbe

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  • Wer erstellt die glaubwürdigsten Fake-News?
  • Wer findet einen Fehler auf Wikipedia? (Diejenige/Derjenige erhält 10 Franken, sagt die Lehrperson.)
  • Bastion der Verlässlichkeit: Wikipedia als Quelle für KI (Quelle, dass Wikipedia Quelle für KI ist: Jenny Ebermann: Mensch statt KI: Wikipedia brauchte es nie dringender als in Zeiten der künstlichen Intelligenz. In: Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2026.)