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Gruppenoperation/Kurzeinführung/Textabschnitt

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Es sei G eine zumeist multiplikativ geschriebene Gruppe mit neutralem Element e.


Es sei G eine Gruppe und M eine Menge. Eine Abbildung

G×M⟶M,(g,x)⟼gx,

heißt Gruppenoperation (von G auf M), wenn die beiden folgenden Eigenschaften gelten.

  1.  ex=x  für alle  x∈M. 
  2.  (gh)x=g(hx)  für alle  g,h∈G  und für alle  x∈M. 

Man spricht auch von einer Aktion oder einer Wirkung der Gruppe G auf M. Im Zusammenhang von Gruppenoperationen schreibt man die Gruppe zumeist multiplikativ, und ebenso schreibt man die Operation multiplikativ.


Es liege eine Gruppenoperation einer Gruppe G auf einer Menge M vor. Man nennt zwei Elemente  x,y∈M 

G-äquivalent (oder äquivalent unter G), wenn es ein  g∈G  mit  y=gx  gibt.

Diese Relation ist in der Tat eine Äquivalenzrelation, wie man sich direkt überlegen kann. Die Äquivalenzklassen bekommen einen eigenen Namen.


Es liege eine Gruppenoperation einer Gruppe G auf einer Menge M vor. Die Äquivalenzklassen auf M zur G-Äquivalenz nennt man die Bahnen der Operation.


Es liege eine Gruppenoperation einer Gruppe G auf einer Menge M vor. Ein Punkt  x∈M  heißt Fixpunkt der Operation, wenn  gx=x  ist für alle  g∈G. 

Ein Element  x∈M  ist genau dann ein Fixpunkt der Operation, wenn die Bahn durch diesen Punkt einelementig ist.


Es liege eine Gruppenoperation einer Gruppe G auf einer Menge M vor. Dann nennt man die Menge der Bahnen den Bahnenraum der Operation. Er wird mit

M∖G

bezeichnet. Die Abbildung

M⟶M∖G,x⟼[x],

wobei [x] die Bahn durch x bezeichnet, heißt Quotientenabbildung.

Der Bahnenraum ist also einfach die Quotientenmenge der Äquivalenzrelation, die durch die Gruppenoperation festgelegt wird, und die angegebene Quotientenabbildung ist die zugehörige kanonische Projektion.