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K-Spektrum/Funktorielle Eigenschaften/Textabschnitt

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Es sei ein Körper und seien und kommutative -Algebren von endlichem Typ. Es sei ein -Algebrahomomorphismus.

Dann induziert dies eine Abbildung

Diese Abbildung ist stetig bezüglich der Zariski-Topologie.

Die Existenz der Abbildung ist klar, dem -Algebrahomomorphismus

wird einfach die Hintereinanderschaltung

zugeordnet. Das Urbild der offenen Menge    ist dabei

Daher sind generell Urbilder von offenen Mengen wieder offen und die Abbildung ist stetig.


Die in Fakt eingeführte Abbildung nennt man die Spektrumsabbildung zu .



Es sei ein Körper und zu einem -Algebrahomomorphismus zwischen -Algebren von endlichem Typ sei die zugehörige Spektrumsabbildung. Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Zu einem -Algebrahomomorphismus ist die induzierte Spektrumsabbildung einfach die Abbildung, die dem einzigen Punkt    den Punkt    zuordnet.
  2. Der durch ein Element    definierte Einsetzungshomomorphismus

    induziert die Spektrumsabbildung

  3. Zu einer surjektiven Abbildung von -Algebren von endlichem Typ ist die zugehörige Spektrumsabbildung

    eine abgeschlossene Einbettung, und zwar ist das Bild gleich .

  4. Die zu einer surjektiven Abbildung gehörende Spektrumsabbildung

    stimmt mit der in Fakt definierten Abbildung überein.

  5. Es seien    für    und es sei

    der zugehörige Einsetzungshomomorphismus. Dann stimmt die Spektrumsabbildung

    (über die Identifizierung aus Fakt) mit der direkten polynomialen Abbildung

    überein.

(1) Dies folgt aus  

(2) Unter der hintereinandergeschalteten Abbildung

wird auf    geschickt.

(3) beruht auf ähnlichen Betrachtungen, wie sie im Beweis zu Fakt durchgeführt wurden. Das zeigt auch (4). Zu (5) siehe Aufgabe.


Die unter (2) formulierte Aussage besagt insbesondere, dass man die Elemente des Ringes als Funktionen auf dem -Spektrum nach auffassen kann. Wir haben also ein geometrisches Objekt eingeführt, mit dem man Ringelemente als Funktionen realisieren kann.