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Kommutativer Ring/Modul/Erzeugendensystem/Einführung/Textabschnitt

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Es sei M ein Modul über dem kommutativen Ring R und seien v1,…,vn Elemente aus M. Dann heißt das Element

s1v1+s2v2+⋯+snvn mit si∈R

eine Linearkombination dieser Elemente (zum Koeffiziententupel (s1,…,sn)).

Zwei unterschiedliche Koeffiziententupel können denselben Vektor definieren.


Es sei R ein kommutativer Ring und M ein R-Modul. Eine Familie vi∈M, i∈I, heißt Erzeugendensystem für M, wenn es für jedes Element  v∈M  eine Darstellung

v=∑i∈Jrivi

gibt, wobei  J⊆I  endlich ist und  ri∈R. 

Im Rn bilden die Standardvektoren ei, 1≤i≤n, ein Erzeugendensystem. Im Polynomring R[X] über einem kommutativen Ring R bilden die Potenzen Xn, n∈ℕ, ein (unendliches) Erzeugendensystem.


Es sei R ein kommutativer Ring und M ein R-Modul. Zu einer Familie vi, i∈I aus M setzt man

⟨vi,i∈I⟩={∑i∈Jsivi∣si∈R,J⊆I endliche Teilmenge}

und nennt dies den von der Familie erzeugten oder aufgespannten Untermodul.

Der von der leeren Menge erzeugte Unterraum ist der Nullraum.[1] Dieser wird ebenso von der 0 erzeugt. Zu einem einzigen Vektor v besteht der aufgespannte Modul aus  Rv={sv∣s∈K},  er ist also zyklisch im Sinne der folgenden Definition.


Es sei R ein kommutativer Ring und M ein R-Modul. M heißt zyklisch, wenn M von einem Element erzeugt wird, wenn also gilt M=Rx für ein x∈M.

Wir fassen einige einfache Eigenschaften für Erzeugendensysteme und Untermoduln zusammen.


Es sei R ein kommutativer Ring und M ein R-Modul. Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Es sei Uj, j∈J, eine Familie von Untermoduln. Dann ist auch der Durchschnitt
    U=⋂j∈JUj

    ein Untermodul.

  2. Zu einer Familie vi, i∈I, von Elementen in M ist der erzeugte Untermodul ein Untermodul von M.
  3. Die Familie vi, i∈I, ist genau dann ein Erzeugendensystem von M, wenn
    ⟨vi,i∈I⟩=M

    ist.

Beweis

Siehe Aufgabe.
◻
  1. ↑ Dies kann man als Definition nehmen oder aber aus der Definition ableiten, wenn man die Konvention berücksichtigt, dass die leere Summe gleich 0 ist.