Zum Inhalt springen

Kurs:Algebraische Kurven/17/Klausur mit Lösungen/latex

Aus Wikiversity

%Daten zur Institution

%\input{Dozentdaten}

%\renewcommand{\fachbereich}{Fachbereich}

%\renewcommand{\dozent}{Prof. Dr. . }

%Klausurdaten

\renewcommand{\klausurgebiet}{ }

\renewcommand{\klausurtyp}{ }

\renewcommand{\klausurdatum}{ . 20}

\klausurvorspann {\fachbereich} {\klausurdatum} {\dozent} {\klausurgebiet} {\klausurtyp}

%Daten für folgende Punktetabelle


\renewcommand{\aeins}{ 3 }

\renewcommand{\azwei}{ 3 }

\renewcommand{\adrei}{ 4 }

\renewcommand{\avier}{ 5 }

\renewcommand{\afuenf}{ 2 }

\renewcommand{\asechs}{ 3 }

\renewcommand{\asieben}{ 8 }

\renewcommand{\aacht}{ 3 }

\renewcommand{\aneun}{ 2 }

\renewcommand{\azehn}{ 4 }

\renewcommand{\aelf}{ 11 }

\renewcommand{\azwoelf}{ 4 }

\renewcommand{\adreizehn}{ 4 }

\renewcommand{\avierzehn}{ 4 }

\renewcommand{\afuenfzehn}{ 4 }

\renewcommand{\asechzehn}{ 64 }

\renewcommand{\asiebzehn}{ }

\renewcommand{\aachtzehn}{ }

\renewcommand{\aneunzehn}{ }

\renewcommand{\azwanzig}{ }

\renewcommand{\aeinundzwanzig}{ }

\renewcommand{\azweiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\adreiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\avierundzwanzig}{ }

\renewcommand{\afuenfundzwanzig}{ }

\renewcommand{\asechsundzwanzig}{ }

\punktetabellefuenfzehn

\klausurnote

\newpage


\setcounter{section}{0}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Definiere die folgenden \zusatzklammer {kursiv gedruckten} {} {} Begriffe. \aufzaehlungsechs{Die \stichwort {Zariski-Topologie} {} auf dem affinen Raum ${ {\mathbb A}_{ K }^{ n } }$.

}{Ein \stichwortpraemath {R} {Modul}{} $M$ über einem kommutativen Ring $R$.

}{Eine \stichwort {monomiale} {} Kurve.

}{Ein \stichwort {lokaler} {} Ring.

}{Die \stichwort {Multiplizität} {} zu einem Punkt
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ \in }{ V(F) }
{ \subseteq }{ {\mathbb A}^{2}_{ K } }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}{Der \stichwort {projektive Raum} {}
\mathl{{\mathbb P}^{ n }_{ K}}{.} }

}
{

\aufzaehlungsechs{Unter der Zariski-Topologie im affinen Raum
\mathl{{ {\mathbb A}_{ K }^{ n } }}{} versteht man diejenige \definitionsverweis {Topologie}{}{,} bei der die \definitionsverweis {affin-algebraischen Mengen}{}{} als abgeschlossen erklärt werden. }{Man nennt $M$ einen \stichwortpraemath {R} {Modul}{,} wenn eine Operation \maabbeledisp {} {R \times M } { M } {(r,v)} { rv = r\cdot v } {,} festgelegt ist, die folgende Axiome erfüllt \zusatzklammer {dabei seien \mathlk{r,s \in R}{} und \mathlk{u,v \in M}{} beliebig} {} {:} \aufzaehlungvier{
\mathl{r(su) = (rs) u}{,} }{
\mathl{r(u+v) = (ru) + (rv)}{,} }{
\mathl{(r+s)u = (ru)+ (su)}{,} }{
\mathl{1u = u}{.} } }{Eine monomiale Kurve ist das Bild der affinen Geraden ${\mathbb A}^{1}_{K}$ unter einer Abbildung der Form \maabbeledisp {} {{\mathbb A}^{1}_{K} } { { {\mathbb A}_{ K }^{ n } } } { t } { \left( t^{e_1 } , \, \ldots , \, t^{e_n } \right) } {,} mit
\mathl{e_i \geq 1}{} für alle $i$. }{Ein \definitionsverweis {kommutativer Ring}{}{} $R$ heißt lokal, wenn $R$ genau ein \definitionsverweis {maximales Ideal}{}{} besitzt. }{Wenn $P$ der Nullpunkt ist, was man durch eine lineare Variablentransformation erreichen kann, so sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { F_d+F_{d-1} + \cdots + F_m }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} die homogene Zerlegung von $F$ mit \mathkon { F_d \neq 0 } { und } { F_m \neq 0 }{ ,}
\mathl{d \geq m}{.} Dann heißt $m$ die Multiplizität der Kurve im Punkt $P$. }{Der projektive Raum
\mathl{{\mathbb P}^{ n }_{ K}}{} besteht aus allen Geraden des
\mathl{{ {\mathbb A}_{ K }^{ n+1 } }}{} durch den Nullpunkt. }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Formuliere die folgenden Sätze. \aufzaehlungdrei{Der Satz über das Verhalten von maximalen Idealen unter Ringhomomorphismen.}{Der Satz über Gleichungen für monomiale Kurven.}{Der Satz über die Glattheit und Normalität einer ebenen Kurve.}

}
{

\aufzaehlungdrei{Es sei $K$ ein Körper und seien $A$ und $B$ zwei $K$-Algebren von endlichem Typ. Es sei \maabb {\varphi} { A } { B } {} ein $K$-Algebrahomomorphismus. Dann ist für jedes maximale Ideal ${\mathfrak m}$ aus $B$ auch das Urbild
\mathl{\varphi ^{-1} ({\mathfrak m})}{} ein maximales Ideal.}{Es sei
\mathl{M \subseteq \N}{} ein durch teilerfremde Elemente
\mathl{e_1, \ldots, e_n}{} erzeugtes Untermonoid und sei \maabb {} {\N^n } { M} {} die zugehörige surjektive Abbildung mit dem zugehörigen Restklassenhomomorphismus \maabb {\varphi} {K[X_1 , \ldots , X_n]} {K[M] } {.} Dann wird das Kernideal durch
\mavergleichskettedisphandlinks
{\vergleichskettedisphandlinks
{\ker \varphi }
{ =} { { \left( \prod_{i \in I_1} X_i^{r_i} - \prod_{i \in I_2} X_i^{s_i} :\, I_1, I_2 \subseteq \{1, \ldots ,n\} \text{ disjunkt }, \sum_{i \in I_1} r_ie_i = \sum_{i \in I_2} s_ie_i \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{}}{Es sei $K$ ein Körper und sei
\mathl{F \in K[X,Y]}{} nichtkonstant ohne mehrfachen Faktor mit zugehöriger algebraischer Kurve
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ C }
{ = }{ V(F) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ = }{(a,b) }
{ \in }{ C }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Punkt der Kurve mit maximalem Ideal
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak m} }
{ = }{(X-a,Y-b) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und mit lokalem Ring
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ R }
{ = }{ (K[X,Y]_{\mathfrak m})/(F) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Dann sind folgende Aussagen äquivalent. \aufzaehlungvier{ $P$ ist ein glatter Punkt der Kurve. }{Die Multiplizität von $P$ ist eins. }{ $R$ ist ein diskreter Bewertungsring. }{ $R$ ist ein normaler Integritätsbereich. }}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Was ist ein Punkt in der algebraischen Geometrie? Welche Punktkonzepte haben Sie in dem Kurs über algebraische Kurven kennengelernt und wie hängen diese miteinander zusammen?

}
{ }





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Bestimme die Primfaktorzerlegung des Polynoms $X^6-1$ über den \definitionsverweis {Körpern}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{K }
{ = }{\Q, \R, {\mathbb C}, \Z/(7) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und
\mathl{\Z/(5)}{.}

}
{

Es ist \zusatzklammer {über jedem Körper} {} {}
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{X^6-1 }
{ =} {(X^2-1)(X^4+X^2+1) }
{ =} {(X-1)(X+1) (X^4+X^2+1) }
{ =} {(X-1)(X+1) (X^2+X+1)(X^2-X+1) }
{ } {}
} {} {}{.} Dies kann man direkt bestätigen, es ergibt sich aber auch aus der Produktzerlegung von $X^6-1$ mit Hilfe der Kreisteilungspolynome. Über den komplexen Zahlen ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ X^6-1 }
{ =} { \prod_{k = 0}^5 (X-e^{\frac {2 \pi { \mathrm i} k }{6} }) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Da davon vier Nullstellen imaginär sind, müssen die beiden quadratischen Polynome von oben über $\Q$ und über $\R$ irreduzibel sein, sodass die obige Faktorzerlegung über diesen Körpern die Primfaktorzerlegung ist.

Über $\Z/(7)$ gilt aufgrund des kleinen Fermat für jede Einheit $x^6=1$. Daher ist die Faktorzerlegung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ X^6-1 }
{ =} {(X-1)(X-2)(X-3)(X-4)(X-5)(X-6) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}

Über $\Z/(5)$ haben die beiden Polynome $X^2+X+1$ und $X^2-X+1$ keine Nullstelle, sind also irreduzibel, und daher ist die obige Zerlegung auch die Primfaktorzerlegung über $\Z/(5)$.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ \in }{ {\mathbb C}[X] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein nichtkonstantes Polynom. Zeige, dass die Abbildung \maabbeledisp {} { {\mathbb C} } { {\mathbb C} } { z } { P(z) } {,} surjektiv ist.

}
{

Es sei
\mathl{c \in {\mathbb C}}{} vorgegeben. Da $P$ nicht konstant ist, ist auch
\mathl{P(z)-c}{} nicht konstant und besitzt nach dem Fundamentalsatz der Algebra eine Nullstelle. Also gibt es ein
\mathl{w\in {\mathbb C}}{} mit
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P(w)-c }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P(w) }
{ =} { c }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Es sei $K$ ein \definitionsverweis {algebraisch abgeschlossener Körper}{}{} und sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{F }
{ \in }{ K[X,Y] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein \definitionsverweis {homogenes Polynom}{}{.} Zeige: $F$ zerfällt in \definitionsverweis {Linearfaktoren}{}{.}

}
{

Es sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { \sum_{i = 0}^n a_iX^iY^{n-i} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Die \definitionsverweis {Dehomogenisierung}{}{} ist das Polynom
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \tilde{ F } }
{ =} { \sum_{i = 0}^n a_iX^i }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} in einer Variablen und besitzt aufgrund der algebraischen Abgeschlossenheit eine Faktorzerlegung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \tilde{ F } }
{ =} { \prod_{i = 1}^n a_n { \left( X- c_i \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Wenn man zurückhomogenisiert, erhält man die Faktorzerlegung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { \prod_{i = 1}^n a_n { \left( X- c_i Y \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{8}
{

Beweise den Satz über noethersche Moduln bei einer kurzen exakten Sequenz.

}
{

Es sei zunächst $M$ noethersch, und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ U }
{ \subseteq }{ M_1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Untermodul. Dann ist $U$ direkt auch ein Untermodul von $M$, also nach Voraussetzung endlich erzeugt. Es sei nun
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ V }
{ \subseteq }{ M_3 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Untermodul des Restklassenmoduls. Das Urbild von $V$ in $M$ unter der Restklassenabbildung sei $\tilde{V}$. Dieser Modul ist nach Voraussetzung endlich erzeugt, und die Bilder eines solchen Erzeugendensystems erzeugen auch den Bildmodul $V$.

Es seien nun die äußeren Moduln $M_1$ und $M_3$ noethersch, und sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ U }
{ \subseteq }{ M }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Untermodul. Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ U_3 }
{ \subseteq }{ M_3 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} der Bild-Untermodul davon. $U_3$ wird von endlich vielen Elementen
\mathl{s_1 , \ldots , s_n}{} erzeugt, und wir können annehmen, dass diese
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ s_i }
{ = }{ \overline{r}_i }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} die Bilder von Elementen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ r_i }
{ \in }{ U }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sind. Betrachte
\mathl{U \cap M_1}{.} Dies ist ein Untermodul von $M_1$, und daher endlich erzeugt, sagen wir von
\mathl{t_1 , \ldots , t_k}{,} die wir als Elemente in $U$ auffassen. Wir behaupten, dass
\mathdisp {r_1 , \ldots , r_n,t_1 , \ldots , t_k} { }
ein Erzeugendensystem von $U$ bilden. Es sei dazu
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ m }
{ \in }{ U }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein beliebiges Element. Dann ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \overline{m} }
{ = }{ \sum_{i = 1}^n a_i s_i }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und daher geht das Element
\mathl{m-\sum_{i=1}^n a_i r_i}{} rechts auf $0$. Dann gehört es aber zum Kern der Restklassenabbildung, also zu $M_1$. Andererseits gehört dieses Element auch zu $U$, also zum Durchschnitt
\mathl{M_1 \cap U}{,} der ja von den
\mathl{t_1 , \ldots , t_k}{} erzeugt wird. Also kann man
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ m-\sum_{i = 1}^n a_i r_i }
{ =} { \sum_{j = 1}^k b_j t_j }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} bzw.
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{m }
{ = }{ \sum_{i = 1}^n a_i r_i+ \sum_{j = 1}^k b_j t_j }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} schreiben.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Es sei $R$ ein \definitionsverweis {kommutativer Ring}{}{} und $A$ eine kommutative $R$-\definitionsverweis {Algebra}{}{.} $A$ werde durch die Familie
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a_i }
{ \in }{A }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ \in }{ I }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} über $R$ erzeugt. Zeige: Wenn $A$ \definitionsverweis {endlich erzeugt}{}{} ist, dann wird $A$ auch von einer endlichen Teilfamilie der $a_i$ erzeugt.

}
{

Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ A }
{ =} { R[f_1 , \ldots , f_n] }
{ =} { R[a_i, i \in I] }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Insbesondere kann man jedes $f_j$ als polynomialen Ausdruck in den Elementen der Familie $a_i$ mit Koeffizienten aus $R$ schreiben. Dabei kommen für jedes $j$ jeweils nur endlich viele $a_i$ vor und deshalb gehören alle Erzeuger $f_j$ zu
\mathl{R[a_i, i \in I']}{} mit einer endlichen Teilfamilie
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ I' }
{ \subseteq }{ I }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Daher ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ A }
{ =} { R[f_1 , \ldots , f_n] }
{ =} { R[a_i, i \in I'] }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Es sei $p$ eine \definitionsverweis {Primzahl}{}{.} Man gebe einen Körper der \definitionsverweis {Charakteristik}{}{} $p$ an, der unendlich viele Elemente besitzt.

}
{

Wir starten mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ K }
{ = }{ \Z/(p) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} das ist ein Körper der Charakteristik $p$. Dazu betrachten wir den \definitionsverweis {Quotientenkörper}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ K(X) }
{ = }{ Q(K[X]) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} des Polynomrings $K[X]$. Der Polynomring und sein Quotientenkörper enthalten $K$, sodass $K(X)$ ebenfalls die Charakteristik $p$ besitzt. Ferner enthält $K(X)$ die unendlich vielen Potenzen
\mathbed {X^n} {}
{n \in \N} {}
{} {} {} {,} die alle untereinander verschieden sind.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Beweise den Satz über die Stetigkeit der Spektrumsabbildung.

}
{

Die Existenz der Abbildung ist klar, dem $K$-Algebrahomomorphis\-mus \maabbdisp {P} { S } { K } {} wird einfach die Hintereinanderschaltung
\mathdisp {R \stackrel{\varphi}{\longrightarrow} S \stackrel{P}{\longrightarrow} K} { }
zugeordnet. Das Urbild der offenen Menge
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ D(f) }
{ \subseteq }{ K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( R \right) } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist dabei
\mavergleichskettealignhandlinks
{\vergleichskettealignhandlinks
{ (\varphi^*)^{-1} (D(f) ) }
{ =} { { \left\{ P \in K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( S \right) } \mid \varphi^*(P) \in D(f) \right\} } }
{ =} { { \left\{ P \in K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( S \right) } \mid P \circ \varphi \in D(f) \right\} } }
{ =} { { \left\{ P \in K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( S \right) } \mid ( P \circ \varphi) (f) \neq 0 \right\} } }
{ =} { { \left\{ P \in K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( S \right) } \mid P ( \varphi(f)) \neq 0 \right\} } }
} {
\vergleichskettefortsetzungalign
{ =} { D( \varphi(f)) }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
} {}{.} Daher sind generell Urbilder von offenen Mengen wieder offen und die Abbildung ist stetig.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{weiter}
{

Wir betrachten das von $2$ und $3$ \definitionsverweis {erzeugte Untermonoid}{}{} in den natürlichen Zahlen, also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ M }
{ =} { \{ 0, 2,3,4,5, \ldots \} }
{ \subset} { \N }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} und den \definitionsverweis {Restklassenring}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ R }
{ = }{ \Z/(9) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Ferner betrachten wir die Menge der $R$-wertigen Punkte von \mathkor {} {M} {und} {\N} {} \zusatzklammer {also die Menge der Monoidhomomorphismen \mathlk{\operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( M , R)}{} bzw. \mathlk{\operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( \N , R)}{}} {} {} und die Restriktionsabbildung \maabbeledisp {\psi} { \operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( \N , R) } { \operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( M , R) } { \pi } { \pi {{|}}_M } {.} \aufzaehlungsechsabc{Bestimme die \definitionsverweis {Einheiten}{}{} und die \definitionsverweis {nilpotenten}{}{} Elemente von $R$. }{Bestimme die Anzahl von
\mathl{\operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( \N , R)}{.} }{Zeige, dass ein
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \rho }
{ \in }{ \operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( M , R) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit der Eigenschaft, dass $\rho(2)$ eine Einheit in $R$ ist, eine Fortsetzung nach $\N$ besitzt. }{Bestimme sämtliche
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \pi }
{ \in }{ \operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( \N , R) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} deren Einschränkung auf $M \setminus \{0\}$ die Nullfunktion ist. }{Bestimme sämtliche
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \rho }
{ \in }{ \operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( M , R) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} die keine Fortsetzung nach $\N$ besitzen. }{Bestimme die Anzahl von
\mathl{\operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( M , R)}{.} }

}
{

\aufzaehlungsechsabc{Es sind
\mathl{1,2,4,5,7,8}{} Einheiten, da sie teilerfremd zu $3$ sind, und
\mathl{0,3,6}{} sind nilpoten, da ihr Quadrat geich $0$ ist. }{Für einen Monoidhomomorphismus \maabbdisp {\pi} {\N} {R } {} muss
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \pi (0) }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sein und $\pi$ ist durch den Wert an der Stelle $1$ eindeutig festgelegt, und dabei ist jedes $\pi(1)$ möglich. Daher gibt es $9$ Elemente in
\mathl{\operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( \N , R)}{.} }{Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \rho(2) }
{ \in }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} eine Einheit. Die einzige Möglichkeit ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \pi(1) }
{ =} { \rho(3) \cdot \rho(2)^{-1} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} zu setzen, da ja
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \rho(3) }
{ =} { \pi(3) }
{ =} { \pi(2) \cdot \pi (1) }
{ =} { \rho(2) \cdot \pi(1) }
{ } { }
} {}{}{} gelten muss \zusatzklammer {für alle anderen Zahlen ist ja $\pi$ durch $\rho$ festgelegt} {} {.} Wir müssen zeigen, dass dadurch ein Monoidhomomorphismus von $\N$ nach $R$ festgelegt ist. Wir müssen also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \pi (i+j) }
{ =} { \pi(i) \cdot \pi(j) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} für alle
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i,j }
{ \in }{ \N }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} zeigen. Dies ist für
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und für
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i,j }
{ \geq }{ 2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} klar, da ja $\rho$ ein Homomorphismus ist. Es sei also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ j }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ \pi (1) \cdot \pi(1) }
{ =} { \rho(3) \cdot \rho(2)^{-1} \cdot \rho(3) \cdot \rho(2)^{-1} }
{ =} { \rho(3+3) \cdot \rho(2+2)^{-1} \cdot \rho(2)^{-1} \cdot \rho(2) }
{ =} { \rho(6) \cdot \rho (6)^{-1} \cdot \rho(2) }
{ =} { \rho(2) }
} {
\vergleichskettefortsetzungalign
{ =} { \pi(2) }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
} {}{.} Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ j }
{ \geq }{ 2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ \pi (1) \cdot \pi(j) }
{ =} { \pi (1) \cdot \rho(j) }
{ =} { \rho(3) \cdot \rho(2)^{-1} \cdot \rho(j) }
{ =} { \rho (3 + j ) \cdot \rho(2)^{-1} }
{ =} { \rho (1 + j ) \cdot \rho(2) \cdot \rho(2)^{-1} }
} {
\vergleichskettefortsetzungalign
{ =} { \rho(1+j) }
{ =} { \pi(1+j) }
{ } {}
{ } {}
} {}{.} }{Wenn
\mathl{\pi(1)}{} eine Einheit ist, so besteht das ganze Bild nur aus Einheiten und $\pi$ ist auf $M \setminus \{0\}$ nicht die Nullfunktion. Wenn dagegen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \pi(1) }
{ = }{ 0,3,6 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist, so ist zunächst
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \pi(2) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und damit ist auch
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \pi(i) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für alle
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ \geq }{ 2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} }{Nach Teil (c) kommen nur $\rho$ mit $\rho(2)$ nilpotent in Frage. Es ist dann auch $\rho(3)$ nilpotent. Wäre nämlich $\rho(3)$ eine Einheit, so auch
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \rho(3+3) }
{ = }{ \rho(6) }
{ = }{ \rho(2+2+2) }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und damit auch $\rho(2)$. Wenn man für $\rho(2)$ und $\rho(3)$ beliebige nilpotente Elemente aus $R$ vorgibt, so muss
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \rho(n) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ n }
{ \geq }{ 4 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sein, da man
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ n }
{ = }{ 2i+3j }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i+j }
{ \geq }{ 2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} schreiben kann. Eine solche Vorgabe von nilpotenten Werten liefert umgekehrt einen Monoidhomomorphimus von $M$ nach $R$. Ein solcher Morphismus besitzt nur bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \rho(2) }
{ = }{ \rho(3) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} eine Fortsetzung nach $\N$

die $8$ anderen Kombinationen besitzen keine Fortsetzung.

}{Es gibt
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ 6+8+1 }
{ = }{ 15 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} Elemente in
\mathl{\operatorname{Mor}_{ \operatorname{mon} } \, ( M , R)}{.} }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Es seien $R$ und $A$ \definitionsverweis {kommutative Ringe}{}{} und sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ S }
{ \subseteq }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein \definitionsverweis {multiplikatives System}{}{.} Es sei \maabbdisp {\varphi} { R } { A } {} ein \definitionsverweis {Ringhomomorphismus}{}{} derart, dass $\varphi(s)$ eine \definitionsverweis {Einheit}{}{} in $A$ ist für alle
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ s }
{ \in }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Zeige: Dann gibt es einen eindeutig bestimmten Ringhomomorphismus \maabbdisp {\tilde{\varphi}} { R_S } { A } {,} der $\varphi$ fortsetzt.

}
{

Damit die Ringhomomorphismen kommutieren muss
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{\varphi} { \left( 1/s \right) } }
{ = }{ (\varphi (s))^{-1} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{s }
{ \in }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und damit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{\varphi} { \left( a/s \right) } }
{ = }{ \varphi(a) (\varphi (s))^{-1} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sein. Es kann also maximal einen solchen Ringhomomorphismus geben, der durch die letzte Gleichung definiert sein muss.

\teilbeweis {Es ist zu zeigen, dass dadurch ein wohldefinierter Ringhomomorphismus gegeben ist.\leerzeichen{}}{}{}
{Zum Nachweis der Wohldefiniertheit sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ { \frac{ a }{ s } } }
{ = }{ { \frac{ b }{ t } } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{s,t }
{ \in }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Dies bedeutet, dass es ein
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{r }
{ \in }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ rta }
{ = }{ rsb }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gibt. Dann ist auch
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi(r) \varphi(t) \varphi(a) }
{ =} { \varphi(r) \varphi(s) \varphi(b) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und durch Multiplizieren mit der Einheit
\mathl{\varphi(r)^{-1} \varphi(t)^{-1} \varphi(s)^{-1}}{} folgt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi(a) (\varphi (s))^{-1} }
{ =} { \varphi(b) (\varphi (t))^{-1} }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
} {}{}{.} Wir zeigen exemplarisch für die Addition, dass ein Ringhomomorphismus vorliegt. Es ist
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{\tilde{\varphi} { \left( { \frac{ a }{ s } } + { \frac{ b }{ t } } \right) } }
{ =} {\tilde{\varphi} { \left( { \frac{ at+ bs }{ st } } \right) } }
{ =} { \varphi(at+bs) \varphi(st)^{-1} }
{ =} {(\varphi(a)\varphi(t) + \varphi(s) \varphi(b) ) \varphi(s)^{-1} \varphi(t)^{-1} }
{ =} { \varphi(a) \varphi(s)^{-1} + \varphi(b) \varphi(t)^{-1} }
} {
\vergleichskettefortsetzungalign
{ =} {\tilde{\varphi} { \left( { \frac{ a }{ s } } \right) } + \tilde{\varphi} { \left( { \frac{ b }{ t } } \right) } }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
} {}{.}}
{}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4 (2+2)}
{

Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ F }
{ \in }{ K[X] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Polynom in einer Variablen über einem \definitionsverweis {Körper}{}{} $K$ und sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ C }
{ =} { V(Y-F) }
{ \subseteq} { {\mathbb A}^{2}_{K} }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} der zugehörige \definitionsverweis {Graph}{}{.} \aufzaehlungzweiabc{Zeige, dass die \definitionsverweis {Schnittmultiplizität}{}{} von $C$ mit der $y$-Achse in
\mathl{(0,F(0))}{} stets $1$ ist. }{Zeige, dass die Schnittmultiplizität von $C$ mit der $x$-Achse im Nullpunkt beliebig groß sein kann. }

}
{

\aufzaehlungzweiabc{Die $y$-Achse ist $V(X)$. Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { a_nX^d + \cdots + a_1X+a_0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Der einzige Schnittpunkt des Graphen mit der $y$-Achse ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ (0,F(0)) }
{ = }{ (0,a_0) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Die passenden Koordinaten sind $X$ und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ Z }
{ =} { Y-a_0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Wir können daher
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a_0 }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} annehmen. Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ K[X,Y]/(X,Y-F) }
{ =} { K[X,Y]/(X,Y) }
{ =} { K }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} eindimensional, was auch für die Lokalisierung an
\mathl{(X,Y)}{} gilt. Die Schnittmultiplizität ist also gleich $1$. }{Es sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { X^n }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dann geht es um die Dimension von
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ K[X,Y]/ { \left( Y,Y-X^n \right) } }
{ =} { K[X]/ { \left( X^n \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} was gleich $n$ ist. Die Schnittmultiplizität ist also $n$. }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Erstelle ein Kartenspiel mit insgesamt sieben Symbolen und sieben Karten, wobei auf jeder Karte drei Symbole vorkommen mit der Eigenschaft, dass je zwei Karten genau ein Symbol gemeinsam haben. Tipp: Betrachte die projektive Ebene über dem Körper
\mathl{{\mathbb F}_{ 2 }}{} mit zwei Elementen.

}
{

$\,$




\bild{ \begin{center}
\includegraphics[width=5.5cm]{ \bildeinlesungsvg {Fano-as-dobble-1} {svg} }
\end{center}
\bildtext {Die Karten entsprechen den Punkten, die Symbole darauf repräsentieren die projektiven Geraden, die durch diesen Punkt verlaufen.} }

\bildlizenz { Fano-as-dobble-1.svg } {} {Georg-Johann} {Commons} {gemeinfrei} {}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Zeige, dass unter der \definitionsverweis {Kegelabbildung}{}{} \maabbdisp {\pi} { { {\mathbb A}_{ K }^{ n+1 } } \setminus \{0\} } { {\mathbb P}^{ n }_{ K } } {} die Beziehung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \pi^ {-1} (V_+ ( {\mathfrak a} )) }
{ =} { V ( {\mathfrak a} ) \cap { \left( { {\mathbb A}_{ K }^{ n+1 } } \setminus \{0\} \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} für jedes \definitionsverweis {homogene Ideal}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a} }
{ \subseteq }{ K[X_0,X_1 , \ldots , X_n] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gilt. Folgere daraus, dass $\pi$ stetig in der Zariski-Topologie ist.

}
{

Die Kegelabbildung schickt einen Punkt mit den Koordinaten
\mathdisp {(x_0 , \ldots , x_n)} { }
auf den projektiven Punkt mit den homogenen Koordinaten
\mathdisp {(x_0 , \ldots , x_n)} { . }
Da für ein homogenes Ideal ${\mathfrak a}$ die Beziehung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{V_+ ( {\mathfrak a} ) }
{ =} { \bigcap_{F \in {\mathfrak a},\, F \text{ homogen} } V_+(F) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} im projektiven Raum und entsprechend
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{V ( {\mathfrak a} ) }
{ =} { \bigcap_{F \in {\mathfrak a} } V (F) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} im affinen Raum gilt, genügt es, die Aussage für ein homogenes Polynom $F$ zu zeigen. Diese ergibt sich aus
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ \pi^{-1}(V_+(F)) }
{ =} { { \left\{ (x_0 , \ldots , x_n) \in { {\mathbb A}_{ K }^{ n+1 } } \setminus \{0\} \mid \pi(x_0 , \ldots , x_n) \in V_+(F) \right\} } }
{ =} { { \left\{ (x_0 , \ldots , x_n) \in { {\mathbb A}_{ K }^{ n+1 } } \setminus \{0\} \mid F (x_0 , \ldots , x_n) = 0 \right\} } }
{ =} { { \left( { {\mathbb A}_{ K }^{ n+1 } } \setminus \{0\} \right) } \cap V(F) }
{ } { }
} {} {}{.}

Dies bedeutet, dass unter der Kegelabbildung Urbilder abgeschlossener Mengen wieder abgeschlossen sind, was die Stetigkeit besagt.

}