Zum Inhalt springen

Kurs:Algebraische Kurven/18/Klausur mit Lösungen/latex

Aus Wikiversity

%Daten zur Institution

%\input{Dozentdaten}

%\renewcommand{\fachbereich}{Fachbereich}

%\renewcommand{\dozent}{Prof. Dr. . }

%Klausurdaten

\renewcommand{\klausurgebiet}{ }

\renewcommand{\klausurtyp}{ }

\renewcommand{\klausurdatum}{ . 20}

\klausurvorspann {\fachbereich} {\klausurdatum} {\dozent} {\klausurgebiet} {\klausurtyp}

%Daten für folgende Punktetabelle


\renewcommand{\aeins}{ 3 }

\renewcommand{\azwei}{ 3 }

\renewcommand{\adrei}{ 4 }

\renewcommand{\avier}{ 2 }

\renewcommand{\afuenf}{ 1 }

\renewcommand{\asechs}{ 4 }

\renewcommand{\asieben}{ 10 }

\renewcommand{\aacht}{ 9 }

\renewcommand{\aneun}{ 6 }

\renewcommand{\azehn}{ 5 }

\renewcommand{\aelf}{ 5 }

\renewcommand{\azwoelf}{ 5 }

\renewcommand{\adreizehn}{ 7 }

\renewcommand{\avierzehn}{ 64 }

\renewcommand{\afuenfzehn}{ }

\renewcommand{\asechzehn}{ }

\renewcommand{\asiebzehn}{ }

\renewcommand{\aachtzehn}{ }

\renewcommand{\aneunzehn}{ }

\renewcommand{\azwanzig}{ }

\renewcommand{\aeinundzwanzig}{ }

\renewcommand{\azweiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\adreiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\avierundzwanzig}{ }

\renewcommand{\afuenfundzwanzig}{ }

\renewcommand{\asechsundzwanzig}{ }

\punktetabelledreizehn

\klausurnote

\newpage


\setcounter{section}{0}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Definiere die folgenden \zusatzklammer {kursiv gedruckten} {} {} Begriffe. \aufzaehlungsechs{Der \stichwort {affine Raum} {.}

}{Ein \stichwort {Untermodul} {}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ U }
{ \subseteq }{ M }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} zu einem $R$-\definitionsverweis {Modul}{}{} $M$.

}{Ein \stichwort {ganzes Element} {}
\mathl{x \in S}{} bei einer Ringerweiterung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ R }
{ \subseteq }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}{Der \stichwort {Singularitätsgrad} {} zu einem \definitionsverweis {numerischen Monoid}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ M }
{ \subseteq }{ \N }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}{Ein \stichwort {diskreter Bewertungsring} {.}

}{Eine \stichwort {quasiprojektive} {} Varietät. }

}
{

\aufzaehlungsechs{Man nennt
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ { {\mathbb A}_{ K }^{ n } } }
{ = }{ K^n }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} den affinen Raum über $K$ der Dimension $n$. }{Eine Teilmenge
\mathl{U \subseteq M}{} heißt $R$-Untermodul, wenn sie eine \definitionsverweis {Untergruppe}{}{} von
\mathl{(M,0,+)}{} ist und wenn für jedes
\mathl{u \in U}{} und
\mathl{r \in R}{} auch
\mathl{ru \in U}{} ist. }{Das Element
\mathl{x \in S}{} heißt ganz \zusatzklammer {über $R$} {} {,} wenn $x$ eine \definitionsverweis {Ganzheitsgleichung}{}{} mit Koeffizienten aus $R$ erfüllt. }{Man nennt die Anzahl der Lücken, d.h. der natürlichen Zahlen
\mathl{\N \setminus M}{,} den Singularitätsgrad von $M$. }{Ein diskreter Bewertungsring $R$ ist ein \definitionsverweis {Hauptidealbereich}{}{} mit der Eigenschaft, dass es bis auf \definitionsverweis {Assoziiertheit}{}{} genau ein \definitionsverweis {Primelement}{}{} in $R$ gibt. }{Unter einer quasiprojektiven Varietät versteht man eine offene Teilmenge einer \definitionsverweis {projektiven Varietät}{}{} zusammen mit der induzierten Zariski-Topologie und versehen mit der Strukturgarbe der algebraischen Funktionen. }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Formuliere die folgenden Sätze. \aufzaehlungdrei{Der \stichwort {Hilbertsche Basissatz} {.}}{Der Satz über die Stetigkeit der Spektrumsabbildung.}{Der Satz über das Einsetzen von Potenzreihen in Potenzreihen.}

}
{

\aufzaehlungdrei{Es sei $R$ ein noetherscher Ring. Dann ist auch der Polynomring
\mathl{R[X]}{} noethersch.}{Es sei $K$ ein Körper und seien $R$ und $S$ kommutative Algebren von endlichem Typ. Es sei \maabb {\varphi} { R } { S } {} ein $K$-Algebrahomomorphismus. Dann induziert dies eine Abbildung \maabbeledisp {\varphi^*} { K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( S \right) } } { K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( R \right) } } { P } { P \circ \varphi } {.} Diese Abbildung ist stetig bezüglich der Zariski-Topologie.}{Es sei $K$ ein Körper mit dem Potenzreihenring
\mathl{K [ \![ T ]\! ]}{.} Es sei
\mathl{G \in K [ \![ S ]\! ]}{} eine Potenzreihe mit konstantem Term $0$. Dann definiert $G$ durch Einsetzen einen $K$-Algebrahomomorphismus \maabbeledisp {} { K [ \![ T ]\! ] } { K [ \![ S ]\! ] } { F } { F(G) } {.}}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Inwiefern entsprechen sich algebraische und geometrische Objekte \zusatzklammer {im Rahmen des Kurses über algebraische Kurven} {} {?}

}
{ }





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Bestimme die Koordinaten der Schnittpunkte des \definitionsverweis {Einheitskreises}{}{} und der Diagonalen in der Ebene
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ E }
{ \cong }{ \R^2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}
{

Die Punkte auf der Diagonalen haben die Form
\mathbed {(x,x)} {mit}
{x \in \R} {}
{} {} {} {,} die Punkte auf dem Einheitskreis erfüllen die Gleichung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ x^2+y^2 }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Zusammengenommen kommt man auf die Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ x^2+x^2 }
{ =} { 2x^2 }
{ =} { 1 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ x }
{ =} { \pm \sqrt{ { \frac{ 1 }{ 2 } } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Die beiden Schnittpunkte sind also \mathkor {} {\left( \sqrt{ { \frac{ 1 }{ 2 } } } , \, \sqrt{ { \frac{ 1 }{ 2 } } } \right)} {und} {\left( - \sqrt{ { \frac{ 1 }{ 2 } } } , \, - \sqrt{ { \frac{ 1 }{ 2 } } } \right)} {.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{1}
{

Bestimme die Lösungen der Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x^2 }
{ =} { x }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} über $\Z/( 6 )$.

}
{

Neben den Standardlösungen \mathkor {} {0} {und} {1} {} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{3^2 }
{ =} { 9 }
{ =} { 3 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{4^2 }
{ =} { 16 }
{ =} { 4 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dagegen ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{2^2 }
{ =} { 4 }
{ \neq} {2 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{5^2 }
{ =} { 25 }
{ =} { 1 }
{ \neq} {5 }
{ } { }
} {}{}{.} Die Lösungen sind also
\mathl{\{0,1,3,4\}}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Es seien
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ F,G }
{ \in }{ K[X] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} \definitionsverweis {Polynome}{}{} in einer Variablen über einem \definitionsverweis {Körper}{}{} $K$. Zeige, dass eine $K$-\definitionsverweis {Algebraisomorphie}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ K[X,Y]/(Y-F,Y-G) }
{ \cong} { K[X]/(F-G) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} vorliegt.

}
{


\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ K[X,Y]/(Y-F,Y-G) }
{ \cong} { K[X]/(F-G) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{}

Wir betrachten den $K$-\definitionsverweis {Algebrahomomorphismus}{}{} \maabbdisp {\varphi} { K[X,Y] } { K[X]/(F-G) } {,} der $X \mapsto X$ und
\mathl{Y \mapsto F}{} abbildet. Dabei gilt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi (Y-F) }
{ =} { F-F }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi (Y-G) }
{ =} { F-G }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Nach dem dem Homomorphiesatz für Ringe ergibt sich daher ein $K$-Algebrahomomorphismus \maabbdisp {\overline{ \varphi}} { K[X,Y]/(Y-F,Y-G) } { K[X]/(F-G) } {.} Wir betrachten nun den $K$-Algebrahomomorphismus \maabbdisp {\psi} {K[X]} { K[X,Y]/(Y-F,Y-G) } {} mit $X \mapsto X$. Dabei ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \psi (F-G) }
{ =} { F-G }
{ =} { Y-G - (Y-F) }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{.} Daher induziert dies einen $K$-Algebrahomomorphismus \maabbdisp {\overline{\psi}} { K[X]/(F-G) } { K[X,Y]/(Y-F,Y-G) } {.} Die beiden Verknüpfungen
\mathl{\overline{\psi} \circ \overline{\varphi}}{} und
\mathl{\overline{\varphi} \circ \overline{\psi}}{} sind jeweils die Identität.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{10}
{

Beweise den \stichwort {Hilbertschen Basissatz} {.}

}
{

Es sei ${\mathfrak b}$ ein Ideal im Polynomring $R[X]$. Zu
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ n }
{ \in }{ \N }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} definieren wir ein Ideal ${\mathfrak a}_n$ in $R$ durch
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a}_ n }
{ =} { { \left\{ c \in R \mid \text{es gibt } F \in {\mathfrak b} \text{ mit } F = cX^n + c_{n-1}X^{n-1} + \cdots + c_1X +c_0 \right\} } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Das Menge ${\mathfrak a}_n$ besteht also aus allen Leitkoeffizienten von Polynomen vom Grad $n$ aus ${\mathfrak b}$. Es handelt sich dabei offensichtlich um Ideale in $R$ \zusatzklammer {wobei wir hier $0$ als Leitkoeffizient zulassen} {} {.} Ferner ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a}_n }
{ \subseteq }{ {\mathfrak a}_{n+1} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} da man ja ein Polynom $F$ vom Grad $n$ mit Leitkoeffizient $c$ mit der Variablen $X$ multiplizieren kann, um ein Polynom vom Grad
\mathl{n+1}{} zu erhalten, das wieder $c$ als Leitkoeffizienten besitzt. Da $R$ noethersch ist, muss diese aufsteigende Idealkette stationär werden; sei $n$ derart, dass
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a}_n }
{ = }{ {\mathfrak a}_{n+1} }
{ = }{ \ldots }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist.

Zu jedem
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ \leq }{ n }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sei nun
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a}_i }
{ = }{ (c_{i 1} , \ldots , c_{i k_i }) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein endliches Erzeugendensystem, und es seien
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F_{ij} }
{ =} { c_{ij} X^{i} + \text{ Terme von kleinerem Grad } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} zugehörige Polynome aus ${\mathfrak b}$ \zusatzklammer {die es nach Definition der ${\mathfrak a}_i$ geben muss} {} {.}

Wir behaupten, dass ${\mathfrak b}$ von allen
\mathl{{ \left\{ F_{ij} \mid 0 \leq i \leq n,\, 1 \leq j \leq k_i \right\} }}{} erzeugt wird. Dazu beweisen wir für jedes
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ G }
{ \in }{ {\mathfrak b} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} durch Induktion über den Grad von $G$, dass es als $R$-Linearkombination mit diesen
\mathl{F_{ij}}{} darstellbar ist. Für $G$ konstant, also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ G }
{ \in }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} ist dies klar. Es sei nun der Grad von $G$ gleich $d$ und die Aussage sei für kleineren Grad bewiesen. Wir schreiben
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ G }
{ =} { cX^d + c_{d-1}X^{d-1} + \cdots + c_1X+c_0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Es ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ c }
{ \in }{ {\mathfrak a}_d }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und damit kann man $c$ als $R$-Linearkombination der
\mathbed {c_{ij}} {}
{0 \leq i \leq n} {}
{1 \leq j \leq k_i} {} {} {,} schreiben. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ d }
{ \leq }{ n }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} kann man $c$ sogar als $R$-Linearkombination der
\mathbed {c_{dj}} {}
{j=1 , \ldots , k_d} {}
{} {} {} {,} schreiben, sagen wir
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ c }
{ = }{ \sum_{j = 1}^{k_d} r_j c_{dj} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Dann ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ G-\sum_{j = 1}^{k_d} r_j F_{dj} }
{ \in }{ {\mathfrak b} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und hat einen kleineren Grad, sodass man darauf die Induktionsvoraussetzung anwenden kann. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ d }
{ > }{ n }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ c }
{ =} { \sum_{i = 0 , \ldots , n,\, j = 1 , \ldots , k_i } r_{ij} c_{ij} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Damit gehört
\mathdisp {G-\sum_{i=0 , \ldots , n,\, j=1 , \ldots , k_i } r_{ij} X^{d-i} F_{ij}} { }
ebenfalls zu ${\mathfrak b}$ und hat einen kleineren Grad, sodass man wieder die Induktionsvoraussetzung anwenden kann.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{9 (2+1+6)}
{

Es sei $R$ ein \definitionsverweis {kommutativer Ring}{}{} und $M$ ein $R$-\definitionsverweis {Modul}{}{.} Wir betrachten
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \tilde{M} }
{ =} { { \left\{ m \in M \mid \text{ für jeden Modul-Homomorphismus } \varphi:M \rightarrow E \text{ in einen endlich erzeugten Modul } E \text{ ist } \varphi (m) = 0 \right\} } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} \aufzaehlungdreiabc{Zeige, dass $\tilde{M}$ ein \definitionsverweis {Untermodul}{}{} von $M$ ist. }{Es sei $M$ endlich erzeugt. Zeige
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{M} }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} }{Es sei jetzt $R$ ein \definitionsverweis {noetherscher}{}{} \definitionsverweis {lokaler}{}{} \definitionsverweis {Integritätsbereich}{}{} und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f }
{ \in }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f }
{ \neq }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und $f$ keine Einheit. Wir betrachten die Nenneraufnahme
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ M }
{ = }{ R_f }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} als $R$-Modul. Zeige
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{M} }
{ = }{ M }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} }

}
{

\aufzaehlungdreiabc{Offensichtlich ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ 0 }
{ \in }{ \tilde{M} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Wenn
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ m }
{ \in }{ \tilde{M} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ r }
{ \in }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} so ist für jeden Modulhomomorphismus \maabb {\varphi} {M} {E } {} in einen endlich erzeugten Modul $E$
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi(rm) }
{ =} { r \varphi(m) }
{ =} { r \cdot 0 }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ rm }
{ \in }{ \tilde{M} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Wenn
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ m_1,m_2 }
{ \in }{ \tilde{M} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist, so ist für jeden Modulhomomorphismus \maabb {\varphi} {M} {E } {} in einen endlich erzeugten Modul $E$
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi(m_1 + m_2) }
{ =} { \varphi(m_1)+ \varphi(m_2) }
{ =} { 0+ 0 }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{rm_1 + m_2 }
{ \in }{ \tilde{M} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} }{In diesem Fall zeigt die Identität \maabb {\varphi} {M} {M } {,} dass außer der $0$ kein Element die Bedingung von $\tilde{M}$ erfüllt. }{Wir zeigen, dass jeder Modulhomomorphismus \maabbdisp {\varphi} {R_f } {E } {} mit $E$ endlich erzeugt die Nullabbildung ist. Sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ m }
{ =} { { \frac{ r }{ f^n } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ein Element und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \varphi { \left( { \frac{ r }{ f^n } } \right) } }
{ =} { v }
{ \neq} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} angenommen. Für jedes
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ k }
{ \in }{ \N }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \left( { \frac{ r }{ f^n } } \right) } }
{ =} { f^k { \left( { \frac{ r }{ f^{ n+k} } } \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } {}
} {}{}{} und damit ist aufgrund der $R$-Linearität
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ v }
{ =} { \varphi { \left( { \frac{ r }{ f^n } } \right) } }
{ =} { \varphi { \left( f^k { \frac{ r }{ f^{n+k} } } \right) } }
{ =} { f^k \varphi { \left( { \frac{ r }{ f^{n+k} } } \right) } }
{ } { }
} {}{}{.} Wir können also stets
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ v }
{ =} { f^k v_k }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ v_k }
{ = }{ \varphi { \left( { \frac{ r }{ f^{n+k} } } \right) } }
{ \in }{ E }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} schreiben, wobei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ v_k }
{ =} { f v_{k+1} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gilt. Wir behaupten, dass der von den
\mathl{{ \left\{ v_k \mid k \in \N \right\} }}{} erzeugte Untermodul von $E$ nicht endlich erzeugt ist, im Widerspruch zu Satz 10.4 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)). Andernfalls wäre er sogar von einem Element $v_k$ erzeugt. Dann wäre
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ v_k }
{ =} { fv_{k+1} }
{ =} { fg v_k }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und somit
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \left( 1-fg \right) } v_k }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Nach Voraussetzung ist aber
\mathl{1-fg}{} eine Einheit in $R$ und dann wäre
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ v_k }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und damit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ v }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{6 (1+1+3+1)}
{

Wir betrachten den \definitionsverweis {Monoidring}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ R }
{ = }{ \R[\Q_{\geq 0}] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} zum Monoid
\mathl{( \Q_{\geq 0},0,+)}{.} \aufzaehlungvierabc{Zeige, dass es einen natürlichen \definitionsverweis {Ringhomomorphismus}{}{} \maabbeledisp {} { \R[\Q_{\geq 0}] } { \operatorname{Abb} \, { \left( \R_{\geq 0} , \R \right) } } { X^{q} } { { \left( x \mapsto x^{q} \right) } } {,} gibt. }{Zeige, dass das Bild der Zuordnung aus (a) in
\mathl{C(\R_{\geq 0} , \R )}{} liegt, also im Ring der stetigen reellwertigen Funktionen auf $\R_{\geq 0}$. }{Zeige, dass die Zuordnung aus (a) injektiv ist. }{Zeige, dass die Zuordnung aus (a) als Abbildung nach
\mathl{C(\R_{\geq 0} , \R )}{} nicht surjektiv ist. }

}
{ }





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Beweise den Satz über Einheiten im Potenzreihenring
\mathl{K [ \![ T ]\! ]}{.}

}
{

Die angegebene Bedingung ist notwendig, da die Abbildung \maabbeledisp {} { K [ \![ T]\! ] } { K } { F } {a_0 } {,} die eine Potenzreihe $F$ auf ihren konstanten Term schickt, ein \definitionsverweis {Ringhomomorphismus}{}{} ist, siehe Aufgabe 24.8 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)). Für die Umkehrung müssen wir eine Potenzreihe
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{G }
{ = }{ {\sum }_{ j =0 }^{ \infty } b _{ j } T ^{ j } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ FG }
{ =} { { \left( {\sum }_{ i =0 }^{ \infty } a _{ i } T ^{ i } \right) } { \left( {\sum }_{ j =0 }^{ \infty } b _{ j } T ^{ j } \right) } }
{ =} { 1 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} angeben. Für $b_0$ ergibt sich daraus die Bedingung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a_0b_0 }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} die wegen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{a_0 }
{ \neq }{0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} eine eindeutige Lösung besitzt, nämlich
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ b_0 }
{ = }{ a_0^{-1} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Nehmen wir induktiv an, dass die Koeffizienten $b_j$ für
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{j }
{ < }{ n }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} schon konstruiert seien, und zwar derart, dass sämtliche Koeffizienten
\mathbed {c_k} {}
{1 \leq k<n} {}
{} {} {} {,} der Produktreihe $FG$ gleich $0$ sind. Für den $n$-ten Koeffizienten ergibt sich die Bedingung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{0 }
{ =} { c_n }
{ =} { a_0b_n+ a_1b_{n-1} + \cdots + a_{n-1}b_1 + a_nb_0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dabei sind bis auf $b_n$ alle Werte schon festgelegt, und wegen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{a_0 }
{ \neq }{0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ergibt sich eine eindeutige Lösung für $b_n$.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Bestimme für die Parabel
\mathl{V { \left( Y-X^2 \right) }}{} im Punkt
\mathl{(1,1)}{} eine Lösung in Potenzreihen in $T$ mit
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ Y }
{ =} { T+1 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ X }
{ =} { P(T) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} bis zum Grad $4$ von $P$.

}
{

Es sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ P }
{ =} { \sum_{n = 0}^\infty a_nT^n }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Die Kurvengleichung führt zur Bedingung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ T+1 - { \left( \sum_{n = 0}^\infty a_nT^n \right) }^2 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Für den konstanten Koeffizienten ergibt sich
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ 1 }
{ = }{ a_0^2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} wobei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a_0 }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} zu nehmen ist, da dieser Punkt vorgegeben ist. Der Koeffizient vor $T$ ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 1 - 2a_0a_1 }
{ =} { 1-2a_1 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} woraus
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ a_1 }
{ =} { { \frac{ 1 }{ 2 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} folgt. Der Koeffizient vor $T^2$ ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 2a_0a_2+a_1^2 }
{ =} { 2a_2+ { \frac{ 1 }{ 4 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ a_2 }
{ =} { -{ \frac{ 1 }{ 8 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Der Koeffizient vor $T^3$ ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 2a_0a_3+2a_1a_2 }
{ =} { 2a_3- 2 { \frac{ 1 }{ 16 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ a_3 }
{ =} { { \frac{ 1 }{ 16 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Der Koeffizient vor $T^4$ ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 2a_0a_4+2a_1a_3 + a_2^2 }
{ =} { 2a_4 + { \frac{ 1 }{ 16 } } + { \frac{ 1 }{ 64 } } }
{ =} { 2a_4 + { \frac{ 5 }{ 64 } } }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ a_4 }
{ =} { - { \frac{ 5 }{ 128 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Beweise den Satz über die Schnittmultiplizität \zusatzklammer {beim Schnitt mit einer Geraden} {} {} und die Multiplizität einer Kurve.

}
{

Wir setzen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{R }
{ = }{ K[X,Y]_{(X,Y)} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{H }
{ = }{ aX+bY }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} und wir nehmen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{b }
{ \neq }{0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} an, sodass wir
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{Y }
{ = }{ cX }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} schreiben können. Es sei zunächst die Gerade $L$ keine \definitionsverweis {Tangente}{}{} von
\mathl{V(F)}{} in $P$, also keine Komponente von
\mathl{V(F_m)}{.} Es ist dann
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ R/(F,H) }
{ \cong} {K[X]_{(X)}/(F_m(X,cX) + \cdots + F_d(X,cX)) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Hierbei ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ F_m(X,cX) }
{ \neq }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und es wird
\mathl{X^m u}{} mit einer \definitionsverweis {Einheit}{}{} $u$ rausdividiert, sodass der Restklassenring die $K$-\definitionsverweis {Dimension}{}{} $m$ besitzt. Im allgemeinen Fall gibt es ein minimales
\mathbed {i} {}
{m \leq i \leq d} {}
{} {} {} {,} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ F_i(X,cX) }
{ \neq }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} \zusatzklammer {sonst wäre $L$ eine Komponente von $V(F)$} {} {.} Dann ist mit dem gleichen Argument die Dimension des Restklassenringes gleich
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ \geq }{ m }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{7 (1+2+3+1)}
{

Wir betrachten die \definitionsverweis {rationale Funktion}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F(x) }
{ =} { x + { \frac{ 1 }{ x } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} über einem Körper $K$. \aufzaehlungvierabc{Skizziere den \definitionsverweis {Graphen}{}{} $C$ der Funktion $F$ \zusatzklammer {für
\mavergleichskettek
{\vergleichskettek
{ K }
{ = }{ \R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{}} {} {.} }{Bestimme die Gleichung für den \definitionsverweis {projektiven Abschluss}{}{} $D$ von $C$. }{Bestimme die Punkte aus
\mathl{D \setminus C}{} zusammen mit ihrer \definitionsverweis {Multiplizität}{}{.} }{Zeichne die hinzukommenden Punkte als Geraden in die Skizze aus (a) ein. }

}
{

\aufzaehlungvierabc{ $\,$ }{Aus
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ y }
{ =} { x + { \frac{ 1 }{ x } } }
{ =} { { \frac{ x^2 + 1 }{ x } } }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ergibt sich die affine Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ xy-x^2 -1 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und durch Homogenisierung die Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ xy-x^2-z^2 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} für den projektiven Abschluss, also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ D }
{ =} { V_+ { \left( xy-x^2-z^2 \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} }{Die hinzukommenden Punkte erhält man, indem man
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ z }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} setzt. Dies führt zur GLeichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ xy-x^2 }
{ =} { x(y-x) }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit den beiden Lösungen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ x }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ y }
{ = }{ x }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Dies entspricht den Punkten
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ P }
{ =} { (0 ,1,0) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ Q }
{ =} { (1 ,1,0) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dabei ist
\mathl{D_+(y)}{} eine offene affine Umgebung für beide Punkte. Die Gleichung wird dort zu
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ x-x^2-z^2 }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} woraus man direkt sieht, dass die Multiplizität von $P$ gleich $1$ ist. Für $Q$ arbeiten wir mit den beiden partiellen Ableitungen. Die Bedingungen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ 1-2x }
{ = }{ 2z }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sind in
\mathl{(1,1)}{} nicht erfüllt, also ist auch dies ein glatter Punkt mit der Multiplizität $1$. }{ $\,$ }

}