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Kurs:Algebraische Kurven/20/Klausur mit Lösungen/latex

Aus Wikiversity

%Daten zur Institution

%\input{Dozentdaten}

%\renewcommand{\fachbereich}{Fachbereich}

%\renewcommand{\dozent}{Prof. Dr. . }

%Klausurdaten

\renewcommand{\klausurgebiet}{ }

\renewcommand{\klausurtyp}{ }

\renewcommand{\klausurdatum}{ . 20}

\klausurvorspann {\fachbereich} {\klausurdatum} {\dozent} {\klausurgebiet} {\klausurtyp}

%Daten für folgende Punktetabelle


\renewcommand{\aeins}{ 3 }

\renewcommand{\azwei}{ 3 }

\renewcommand{\adrei}{ 4 }

\renewcommand{\avier}{ 5 }

\renewcommand{\afuenf}{ 3 }

\renewcommand{\asechs}{ 4 }

\renewcommand{\asieben}{ 2 }

\renewcommand{\aacht}{ 6 }

\renewcommand{\aneun}{ 4 }

\renewcommand{\azehn}{ 4 }

\renewcommand{\aelf}{ 2 }

\renewcommand{\azwoelf}{ 4 }

\renewcommand{\adreizehn}{ 4 }

\renewcommand{\avierzehn}{ 3 }

\renewcommand{\afuenfzehn}{ 4 }

\renewcommand{\asechzehn}{ 4 }

\renewcommand{\asiebzehn}{ 5 }

\renewcommand{\aachtzehn}{ 64 }

\renewcommand{\aneunzehn}{ }

\renewcommand{\azwanzig}{ }

\renewcommand{\aeinundzwanzig}{ }

\renewcommand{\azweiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\adreiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\avierundzwanzig}{ }

\renewcommand{\afuenfundzwanzig}{ }

\renewcommand{\asechsundzwanzig}{ }

\punktetabellesiebzehn

\klausurnote

\newpage


\setcounter{section}{0}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Definiere die folgenden \zusatzklammer {kursiv gedruckten} {} {} Begriffe. \aufzaehlungsechs{Der \stichwort {Polynomring} {} in einer Variablen $X$ über einem kommutativen Ring $R$.

}{Eine \stichwort {irreduzible Komponente} {} einer \definitionsverweis {affin-algebraischen Menge}{}{} $V$.

}{Eine \stichwort {Nenneraufnahme} {} zu einem \definitionsverweis {multiplikativen System}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ S }
{ \subseteq }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} in einem \definitionsverweis {kommutativen Ring}{}{} $R$.

}{Die \stichwort {Einbettungsdimension} {} eines lokalen kommutativen noetherschen Ringes $R$.

}{Ein \stichwort {transversaler} {} Schnitt von zwei ebenen Kurven \mathkor {} {V(F)} {und} {V(G)} {} in einem Punkt $P$.

}{Eine \stichwort {projektive ebene Kurve} {.} }

}
{

\aufzaehlungsechs{Der Polynomring über $R$ besteht aus allen Polynomen
\mathbedtermdisp { P=a_0 + a_1X+a_2X^2 + \cdots + a_nX^n }
{ mit } { a_i \in R, \, i = 0 , \ldots , n }
{ } { n \in \N } { } { } { , } und mit komponentenweiser Addition und einer Multiplikation, die durch distributive Fortsetzung der Regel
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ X^n \cdot X^m }
{ \defeq} { X^{n+m} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} definiert ist. }{Eine affin-algebraische Teilmenge
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ W }
{ \subseteq }{ V }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} heißt eine irreduzible Komponente von $V$, wenn sie \definitionsverweis {irreduzibel}{}{} ist und wenn es keine irreduzible Teilmenge
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ W }
{ \subset }{ W' }
{ \subseteq }{ V }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gibt. }{Man nennt den Unterring
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ R_S }
{ \defeq} { { \left\{ \frac{f}{g} \mid f \in R , \, g \in S \right\} } }
{ \subseteq} { Q(R) }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} die Nenneraufnahme zu $S$. }{Die minimale Idealerzeugendenzahl für das maximale Ideal ${\mathfrak m}$ heißt die Einbettungsdimension von $R$. }{Die Kurven \mathkor {} {V(F)} {und} {V(G)} {} schneiden sich im Punkt
\mathl{P\in V(F,G)}{} transversal, wenn $P$ sowohl auf
\mathl{V(F)}{} als auch auf
\mathl{V(G)}{} ein \definitionsverweis {glatter Punkt}{}{} ist und wenn die Tangenten der beiden Kurven im Punkt $P$ verschieden sind. }{Eine projektive ebene Kurve ist die Nullstellenmenge
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ C }
{ = }{ V_+(F) }
{ \subset }{ {\mathbb P}^{2}_{K} }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} zu einem homogenen nicht-konstanten Polynom
\mathl{F \in K[X,Y,Z]}{.} }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Formuliere die folgenden Sätze. \aufzaehlungdrei{Der Satz über die polynomiale Parametrisierung einer ebenen Kurve.}{Der Satz über die universelle Eigenschaft der Monoidringe.}{Der Satz über die algebraische Struktur eines Potenzreihenrings
\mathl{K [ \![ T ]\! ]}{.}}

}
{

\aufzaehlungdrei{Es sei $K$ ein Körper und seien
\mathl{P,Q \in K[T]}{} zwei Polynome. Dann gibt es ein Polynom
\mathbed {F \in K[X,Y]} {}
{F \neq 0} {}
{} {} {} {,} mit
\mathl{F(Q,P)=0}{.} D.h. das Bild einer polynomial parametrisierten Kurve liegt in einer ebenen algebraischen Kurve
\mathl{C=V(F)}{.}}{Es sei $R$ ein kommutativer Ring und sei $M$ ein kommutatives Monoid. Es sei $B$ eine kommutative $R$-Algebra und \maabbdisp {\varphi} { M } { B } {} ein Monoidhomomorphismus \zusatzklammer {bezüglich der multiplikativen Struktur von $B$} {} {.} Dann gibt es einen eindeutig bestimmten $R$-Algebrahomomorphismus \maabbdisp {\tilde{\varphi}} { R [M] } { B } {} derart, dass das Diagramm
\mathdisp {\begin{matrix} M & \stackrel{ }{\longrightarrow} & R[M] & \\ & \searrow & \downarrow & \\ & & B

 & \!\!\!\!\! \!\!\!  \\ \end{matrix}} {  }

kommutiert.}{Es sei $K$ ein Körper und
\mathl{R= K [ \![ T ]\! ]}{} der Potenzreihenring in einer Variablen. Dann ist $R$ ein diskreter Bewertungsring.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Man gebe Beispiele für die Methode \zusatzklammer {Zugang, Strategie} {} {,} Invarianten \zusatzklammer {aussagekräftige natürliche Zahlen} {} {} von Kurven oder Ringen über die Vektorraumdimension von gewissen Vektorräumen zu definieren. Welche Vorteile hat dieser Zugang?

}
{ }





\inputaufgabeklausurloesung
{5 (2+2+1)}
{

Es seien
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a,b }
{ \geq }{ 2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ n }
{ = }{ ab }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} \aufzaehlungdreiabc{Zeige, dass die beiden Polynome $X^a-1$ und $X^b-1$ Teiler des Polynoms $X^n-1$ sind. }{Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a }
{ \neq }{ b }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Ist $(X^a-1)(X^b-1)$ stets ein Teiler von $X^n-1$? }{Man gebe drei Primfaktoren von $2^{30} -1$ an. }

}
{

a) Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{X^n -1 }
{ =} { { \left( X^b \right) }^a - 1 }
{ =} { { \left( X^b-1 \right) } { \left( { \left( X^b \right) }^{a-1} + { \left( X^b \right) }^{a-2} + \cdots + { \left( X^{b} \right) }^2 + X^b+ 1 \right) } }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und daher ist
\mathl{X^b-1}{} \zusatzklammer {und ebenso
\mathl{X^a-1}{}} {} {} ein Teiler von
\mathl{X^n-1}{.}

b) Dies ist nicht der Fall. Für
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{n }
{ =} { 8 }
{ =} { 4 \cdot 2 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{X^8 -1 }
{ =} { (X^4-1) (X^4+1) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Das Polynom
\mathl{X^4+1}{} hat keine reelle Nullstelle und ist deshalb kein Vielfaches von
\mathl{X^2-1}{.} Daher ist $(X^4-1)(X^2-1)$ kein Teiler von
\mathl{X^8-1}{.}

c) Da
\mathl{2,3,5}{} Teiler von $30$ sind, ergibt sich aus Teil a), dass
\mathl{2^2-1=3,\, 2^3-1=7}{} und
\mathl{2^5-1=31}{} Teiler von
\mathl{2^{30} -1}{} sind. Daher sind
\mathl{3,7,31}{} Primteiler von
\mathl{2^{30} -1}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Bestimme die $x$-Koordinaten der Schnittpunkte der Graphen der beiden reellen Polynome
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P }
{ =} { X^3+4X^2-7X+1 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{Q }
{ =} { X^3-2X^2+5X+3 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}

}
{

Ein Schnittpunkt liegt genau dann an den Stellen $x$ vor, die eine Nullstelle von
\mathl{P-Q}{} sind. Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P-Q }
{ =} { X^3+4X^2-7X+1- { \left( X^3-2X^2+5X+3 \right) } }
{ =} { 6X^2-12X-2 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Wir normieren dieses quadratische Polynom und erhalten die Bedingung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ X^2- 2X- { \frac{ 1 }{ 3 } } }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Die Lösungen dafür sind
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{x_{1,2} }
{ =} { { \frac{ 2 \pm \sqrt{ 4+ { \frac{ 4 }{ 3 } } } }{ 2 } } }
{ =} { { \frac{ 2 \pm \sqrt{ { \frac{ 16 }{ 3 } } } }{ 2 } } }
{ =} { { \frac{ 2 \pm 4 \sqrt{ { \frac{ 1 }{ 3 } } } }{ 2 } } }
{ =} { 1 \pm 2\sqrt{ { \frac{ 1 }{ 3 } } } }
} {} {}{.} Dies sind die $x$-Koordinaten der beiden Schnittpunkte.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Beweise den Satz über den Schnitt einer ebenen Kurve mit einer Geraden.

}
{

Eine ebene algebraische Kurve
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{C }
{ = }{ V(F) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist nach Definition immer die Nullstelle eines Polynoms $F$ in zwei Variablen. Die Gerade $L$ sei durch die Gleichung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ aX+bY+c }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gegeben. Ohne Einschränkung sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{a }
{ \neq }{0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} dann kann man nach $X$ auflösen und erhält die Geradengleichung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{X }
{ = }{ \alpha Y + \beta }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Ein Schnittpunkt
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{P }
{ \in }{ C \cap L }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} muss sowohl
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ F(P) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} als auch die Geradengleichung erfüllen. Mit der Geradengleichung kann man $X$ in $F$ durch
\mathl{\alpha Y + \beta}{} ersetzen. Dadurch wird $F$ zu einem Polynom in der einen Variablen $Y$, das wir $\tilde{F}$ nennen. Dann ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{P }
{ \in }{ C \cap L }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} äquivalent dazu, dass
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{P }
{ \in }{ L }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{F}(P) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist. D.h. die Schnittmenge wird durch das Polynom $\tilde{F}$ beschrieben. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{F} }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist die ganze Gerade der Schnitt. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \tilde{F} }
{ \neq }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gibt es nach Korollar 19.9 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025)) nur endlich viele Nullstellen.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Zeige, dass es keinen \definitionsverweis {Ringhomomorphismus}{}{} von ${\mathbb C}$ nach $\R$ gibt.

}
{

Nehmen wir an, dass es einen Ringhomomorphismus \maabbdisp {\varphi} {{\mathbb C} } {\R } {} gebe. Dann wäre
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{\varphi( { \mathrm i}) \cdot \varphi( { \mathrm i}) }
{ =} { \varphi ( { \mathrm i} \cdot { \mathrm i}) }
{ =} { \varphi(-1) }
{ =} { -1 }
{ } { }
} {}{}{.} In $\R$ sind aber alle Quadrate positiv und $-1$ besitzt keine Quadratwurzel, sodass ein Widerspruch vorliegt.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{6 (3+3)}
{

Es sei $K$ ein Körper, der nicht \definitionsverweis {algebraisch abgeschlossen}{}{} sei. \aufzaehlungzwei {Zeige, dass es ein \definitionsverweis {homogenes Polynom}{}{} $P$ in zwei Variablen über $K$ derart gibt, dass \maabb {P} {K^2} {K } {} im Nullpunkt
\mathl{(0,0)}{} die einzige Nullstelle besitzt. } {Zeige, dass man jede \definitionsverweis {affin-algebraische Menge}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ V }
{ \subseteq} { { {\mathbb A}_{ K }^{ n } } }
{ =} { K^n }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} durch eine einzige Gleichung beschreiben kann. }

}
{

\aufzaehlungzwei {Nach Voraussetzung gibt es ein nichtkonstantes Polynom $F$ in einer Variablen ohne Nullstelle in $K$. Wir schreiben
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { \sum_{i = 0}^d a_iX^i }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a_d }
{ \neq }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ d }
{ \geq }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Wir betrachten die \definitionsverweis {Homogenisierung}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ P }
{ =} { \sum_{i = 0}^d a_iX^iY^{d-i} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Der Nullpunkt ist davon eine Nullstelle. Es sei
\mathl{(x,y)}{} eine Nullstelle. Bei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ y }
{ \neq} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} kann man durch
\mathl{y^d}{} dividieren und erhält mit
\mathl{x/y}{} eine Nullstelle von $F$, was es nach Voraussetzung nicht gibt. Es ist also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ y }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Doch dann wäre
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a_0 }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und $0$ wäre eine Nullstelle des Ausgangspolynoms. } {Nach dem Hilbertschen Basissatz ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ V }
{ =} { V { \left( F_1 , \ldots , F_r \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Wir zeigen, dass man hierbei zwei Polynome durch eines ersetzen kann, ohne die Nullstellenmenge zu ändern. Durch Induktion über $r$ folgt daraus die Aussage. Es sei $P$ das Polynom aus Teil (1), und wir betrachten
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ G }
{ = }{ P(F_1,F_2) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} wir ersetzen also die Variablen durch die beiden Polynome. Nach Teil (1) gilt, dass
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \left( P(F_1,F_2) \right) } (x_1 , \ldots , x_n) }
{ =} { P(F_1 (x_1 , \ldots , x_n),F_2 (x_1 , \ldots , x_n)) }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} genau dann ist, wenn
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F_1 (x_1 , \ldots , x_n) }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F_2 (x_1 , \ldots , x_n) }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gilt. Also ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ V { \left( F_1 , \ldots , F_r \right) } }
{ =} { V { \left( P(F_1,F_2), F_3 , \ldots , F_r \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4 (2+2)}
{

Es seien zwei verschiedene Kreise in der Ebene gegeben, die durch die Kreisgleichungen \mathkor {} {F} {bzw.} {G} {} gegeben seien. \aufzaehlungzweiabc{Zeige, dass der \definitionsverweis {Restklassenring}{}{}
\mathl{K[X,Y]/(F,G)}{} \definitionsverweis {isomorph}{}{} zu
\mathl{K[X,Y]/(F,H)}{} ist, wobei $H$ den Grad $\leq 1$ besitzt. }{Zeige, dass der Restklassenring
\mathl{K[X,Y]/(F,G)}{} isomorph zu einem Ring der Form
\mathl{K[U]/(Q)}{} ist mit einem Polynom
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ Q }
{ \in }{ K[U] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} vom Grad $\leq 2$. }

}
{

\aufzaehlungzweiabc{Eine Kreisgleichung hat die Form
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ (X-a)^2 +(Y-b)^2 -c }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also ist nach Ausmultiplizieren
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { X^2+Y^2 + rX+sY+t }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und entsprechend
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ G }
{ =} { X^2+Y^2 + \tilde{r}X+ \tilde{s}Y+ \tilde{t} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Daher ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ H }
{ =} { F-G }
{ =} { { \left( r- \tilde{r} \right) } X+ { \left( s- \tilde{s} \right) } Y+ { \left( t- \tilde{t} \right) } }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Da die Kreise verschieden sind, ist dies ein Polynom vom Grad $1$ oder $0$. Dabei gilt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ (F,G) }
{ =} { (F,H) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und damit sind auch die Restklassenringe isomorph. }{Wir gehen aus von der Beschreibung aus (a), also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ R }
{ =} { K[X,Y]/(F,H) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Bei $H$ konstant ist dies der Nullring. Andernfalls ist $H$ linear und dann kann man nach einer Variablen auflösen, sagen wir
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ Y }
{ =} { \alpha X+ \beta }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dann ist
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ K[X,Y]/(F,H) }
{ =} { K[X,Y]/ { \left( X^2+Y^2 + rX+sY+t, Y- \alpha X- \beta \right) } }
{ =} { K[X]/ { \left( X^2+ { \left( \alpha X+ \beta \right) }^2 + rX+s { \left( \alpha X+ \beta \right) } +t \right) } }
{ =} { K[X]/ { \left( u X^2+ v X+w \right) } }
{ } { }
} {} {}{.} }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Es sei $R$ ein \definitionsverweis {kommutativer Ring}{}{} und ${\mathfrak p}$ ein \definitionsverweis {Ideal}{}{.} Zeige, dass ${\mathfrak p}$ genau dann ein \definitionsverweis {Primideal}{}{} ist, wenn der \definitionsverweis {Restklassenring}{}{} $R/{\mathfrak p}$ ein \definitionsverweis {Integritätsbereich}{}{} ist.

}
{

Es sei zunächst ${\mathfrak p}$ ein Primideal. Dann ist insbesondere
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak p} }
{ \subset }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und somit ist der Restklassenring
\mathl{R/{\mathfrak p}}{} nicht der Nullring. Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ fg }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} in
\mathl{R/ {\mathfrak p}}{} wobei $f,g$ durch Elemente in $R$ repräsentiert seien. Dann ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ fg }
{ \in }{ {\mathfrak p} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und damit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f }
{ \in }{ {\mathfrak p} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} oder
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ g }
{ \in }{ {\mathfrak p} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} was in $R/{\mathfrak p}$ gerade
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} oder
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ g }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} bedeutet.

Ist umgekehrt
\mathl{R/{\mathfrak p}}{} ein Integritätsbereich, so handelt es sich nicht um den Nullring und daher ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak p} }
{ \neq }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f,g }
{ \notin }{ {\mathfrak p} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Dann ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f,g }
{ \neq }{0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} in $R/{\mathfrak p}$ und daher
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ fg }
{ \neq }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} in
\mathl{R/{\mathfrak p}}{,} also ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ fg }
{ \notin }{ {\mathfrak p} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Es sei $K$ ein \definitionsverweis {algebraisch abgeschlossener Körper}{}{} und $R$ eine kommutative $K$-\definitionsverweis {Algebra von endlichem Typ}{}{.} Zeige, dass die Punkte aus
\mathl{K\!-\!\operatorname{Spek}\, { \left( R \right) }}{} den \definitionsverweis {maximalen Idealen}{}{} in $R$ entsprechen.

}
{

Ein $K$-Punkt ist ein $K$-\definitionsverweis {Algebrahomomorphismus}{}{} \maabbdisp {\varphi} {A} {K } {.} Da $A$ eine $K$-Algebra ist, ist dieser surjektiv. Der Kern davon ist ein \definitionsverweis {maximales Ideal}{}{} in $A$. Da $A$ vom endlichen Typ über einem algebraisch abgeschlossenen Körper ist, ist Satz 10.10 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)) anwendbar und der Restekörper zu jedem maximalen Ideal ist gleich $K$.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Es sei $R$ ein \definitionsverweis {Integritätsbereich}{}{} und $Q(R)$ sein \definitionsverweis {Quotientenkörper}{}{.} Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ R }
{ \subseteq }{ S }
{ \subseteq }{ Q(R) }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein \definitionsverweis {Zwischenring}{}{.} Zeige, dass $Q(R)$ auch der Quotientenkörper von $S$ ist.

}
{

Es sei $Q(S)$ der Quotientenkörper von $S$. Wegen
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ R }
{ \subseteq} { S }
{ \subseteq} { Q(S) }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gibt es nach Aufgabe 13.6 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)) einen injektiven Ringhomomorphismus \maabbdisp {} {Q(R)} { Q(S) } {.} Wir behaupten, dass dieser auch \definitionsverweis {surjektiv}{}{} ist. Sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ q }
{ \in }{ Q(S) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit der Darstellung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ q }
{ =} { { \frac{ s }{ t } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ s,t }
{ \in }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Wegen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ S }
{ \subseteq }{ Q(R) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gibt es wiederum Darstellngen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ s }
{ = }{ { \frac{ a }{ b } } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ t }
{ = }{ { \frac{ c }{ d } } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a,b,c,d }
{ \in }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ q }
{ =} { { \frac{ s }{ t } } }
{ =} { s t^{-1} }
{ =} { { \frac{ a }{ b } } \left( \frac{ c }{ d } \right)^{-1} }
{ =} { { \frac{ a }{ b } } \cdot { \frac{ d }{ c } } }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} { { \frac{ ad }{ bc } } }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{.} Daher ist $q$ das Bild von
\mathl{{ \frac{ ad }{ bc } }}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Man gebe ein Beispiel von zwei \definitionsverweis {affinen Varietäten}{}{} $V_1$ und $V_2$ und einem \definitionsverweis {Morphismus}{}{} \maabbdisp {{\psi}} {V_1 } { V_2 } {,} der bijektiv ist, wo aber die Umkehrabbildung nicht stetig ist.

}
{

Wir betrachten die affine Gerade ${\mathbb A}^{1}_{K}$ und die punktierte Gerade
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ Y }
{ =} { {\mathbb A}^{1}_{K} \setminus \{0\} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} die affin ist, da man sie als Hyperbel realisieren kann. Wir betrachten die disjunkte Vereinigung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ Z }
{ =} { Y \uplus \{P\} }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit einem einzelnen Punkt. Dann erhält man einen natürlichen Morphismus \maabbdisp {} {Z } { {\mathbb A}^{1}_{K} } {,} der auf $Y$ die offene Einbettung ist und der $P$ auf den Nullpunkt abbildet. Es liegt also eine Bijektion vor. Der Punkt $P$ ist aber links eine offene Teilmenge, rechts aber nicht, daher ist die Umkehrabbildung nicht stetig.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Bestimme für das numerische Monoid $M$, das durch $5$ und $7$ erzeugt wird, die

\definitionsverweis {Führungszahl}{}{} und den \definitionsverweis {Singularitätsgrad}{}{.} Zeige, dass folgendes gilt: Wenn
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ x+y }
{ =} { 23 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ist, so gehört genau eine der Zahlen \mathkor {} {x} {oder} {y} {} zu $M$.

}
{

Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5 }
{ =} { 5 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 7 }
{ =} { 7 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5 }
{ =} { 10 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+7 }
{ =} { 12 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 7+7 }
{ =} { 14 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+5 }
{ =} { 15 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+7 }
{ =} { 17 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+7+7 }
{ =} { 19 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+5+5 }
{ =} { 20 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 7+7+7 }
{ =} { 21 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+5+7 }
{ =} { 22 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+7+7 }
{ =} { 24 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+5+5+5 }
{ =} { 25 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+7+7+7 }
{ =} { 26 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 5+5+5+5+7 }
{ =} { 27 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 7+7+7+7 }
{ =} { 28 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Die Führungszahl ist also $24$. Eine Durchsicht der Paare
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 23 }
{ =} { 0+23 }
{ =} { 1+22 }
{ =} { 2+21 }
{ =} { 3+20 }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} { ... }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{} zeigt, dass jeweils genau ein Element zu $M$ gehört.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Es sei $K$ \definitionsverweis {algebraisch abgeschlossen}{}{.} Es seien
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ F,G }
{ \in }{ K[X,Y] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} \definitionsverweis {homogene Polynome}{}{} vom Grad $m$ bzw. $n$, die zueinander teilerfremd seien. Zeige
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \operatorname{mult} _{ { P} } ( F , G ) }
{ =} { mn }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} wobei $P$ den Nullpunkt bezeichnet.

}
{

Homogene Polynome lassen sich über einem algebraisch abgeschlossenen Körper als Produkt von homogenen Linearfaktoren schreiben, es ist also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F }
{ =} { F_1 \cdots F_m }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ G }
{ =} { G_1 \cdots G_n }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit Linearfaktoren
\mathl{F_i,G_j}{,} wobei die \mathkor {} {F_i} {und} {G_j} {} paarweise unterschiedliche Geraden durch den Nullpunkt definieren. Insbesondere schneiden sich je zwei Geraden mit der Schnittmultiplizität $1$ im Nullpunkt. Nach Fakt ***** ist somit direkt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \operatorname{mult} _{ { P} } ( F , G ) }
{ =} { \sum_{i,j} \operatorname{mult} _{ { P} } ( F_i , G_j ) }
{ =} { \sum_{i,j} 1 }
{ =} { mn }
{ } { }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Man gebe ein Beispiel für ein Ideal
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a} }
{ \subseteq }{ K[X,Y] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{,} das durch zwei Erzeuger minimal erzeugt wird, derart, dass das \definitionsverweis {homogenisierte Ideal}{}{} in
\mathl{K[X,Y,Z]}{} nicht von den Homogenisierungen der beiden Erzeuger erzeugt wird.

}
{

Es sei
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a} }
{ =} { { \left( X^2-Y^3,X-Y^3 \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Zu diesem Ideal gehört auch
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ X^2 -X }
{ =} { { \left( X^2-Y^3 \right) } - { \left( X-Y^3 \right) } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Es ist kein Hauptideal, da es oberhalb des Ideals nur endlich viele maximale Ideale gibt. Das angegebene Erzeugendensystem ist also minimal. Die Homogenisierungen der beiden Erzeuger sind \mathkor {} {X^2Z-Y^3} {und} {XZ^2 -Y^3} {,} die beide den Grad $3$ besitzen. Das davon erzeugte Ideal besitzt nur homogene ELemente vom Grad
\mathl{\geq 3}{.} Die Homogenisierung von
\mathl{X^2-X}{} ist aber
\mathl{X^2-XZ}{} vom Grad $2$.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Beweise den Satz über die noethersche Normalisierung für projektive Kurven.

}
{

Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ \in }{ {\mathbb P}^{2}_{K} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Punkt, der nicht auf der Kurve liegt. Einen solchen Punkt gibt es, da der Körper insbesondere unendlich ist. Wir betrachten die \definitionsverweis {Projektion weg von $P$ }{}{,} die insgesamt einen Morphismus
\mathdisp {C \hookrightarrow {\mathbb P}^{2}_{K} \setminus \{P\} \longrightarrow {\mathbb P}^{1}_{K}} { }
induziert. Die Faser dieses Morphismus über einem Punkt
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ Q }
{ \in }{ {\mathbb P}^{1}_{K} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} \zusatzklammer {der eine Richtung in
\mavergleichskettek
{\vergleichskettek
{ P }
{ \in }{ {\mathbb P}^{2}_{K} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} repräsentiert} {} {} besteht genau aus den Punkten der Kurve, die auf der durch $Q$ definierten Geraden
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ G }
{ =} { V_+(aX+bY+cZ) }
{ \cong} { {\mathbb P}^{1}_{K} }
{ \subset} { {\mathbb P}^{2}_{K} }
{ } { }
} {}{}{} liegen. Daher wird die Faser über $Q$ auf $G$ beschrieben, indem man in der Kurvengleichung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ C }
{ = }{ V_+(F) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mittels der Geradengleichung eine Variable eliminiert. Das Ergebnis ist ein homogenes Polynom $\bar{F}$ in zwei Variablen vom Grad $d$, das nicht $0$ ist, denn sonst wäre $P$ ein Punkt der Kurve. Da wir über einem algebraisch abgeschlossenen Körper sind, besitzt dieses Polynom $\bar{F}$ mindestens eine und höchstens $d$ Nullstellen, die alle von $P$ verschieden sind. Dies ergibt die Surjektivität und die Abschätzung für die Faser.

}