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Kurs:Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)/Arbeitsblatt 12

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Übungsaufgaben

Man erläutere das Konzept eines Punktes in der euklidischen (koordinatenfreien) Geometrie und in der kartesischen Geometrie. In welchen Situationen ist der Übergang zu Koordinaten sinnvoll?



Was ist ein Punkt in der algebraischen Geometrie? Welche Punktkonzepte haben Sie in dem Kurs über algebraische Kurven kennengelernt und wie hängen diese miteinander zusammen?



Bestimme das K-Spektrum von Kd.



Bestimme das -Spektrum der -Algebra .



Bestimme das -Spektrum von [X,Y]/(X2+Y21).



Es sei K ein algebraisch abgeschlossener Körper und R eine kommutative K-Algebra von endlichem Typ. Zeige, dass die Punkte aus KSpek(R) den maximalen Idealen in R entsprechen.



Es sei R eine kommutative K-Algebra von endlichem Typ. Zeige, dass für jedes Ideal  𝔞R  in KSpek(R) die Gleichheit

V(𝔞)=V(rad(𝔞))

gilt.



Zeige, dass die Zariski-Topologie auf dem K-Spektrum einer endlich erzeugten kommutativen K-Algebra R wirklich eine Topologie ist.



Es sei K ein Körper und sei  V𝔸Kn  eine affin-algebraische Menge mit Verschwindungsideal Id(V) und Koordinatenring

R:=K[X1,,Xn]/Id(V).

Zeige, dass das K-Spektrum von R homöomorph zu V ist.


Sämtliche Versionen des Hilbertschen Nullstellensatz wie Korollar 11.11 übertragen sich auf das K-Spektrum einer endlich erzeugten K-Algebra über einem algebraisch abgeschlossenen Körper K.


Es sei K ein algebraisch abgeschlossener Körper und sei R eine K-Algebra von endlichem Typ. Beweise, dass zwischen den abgeschlossenen Teilmengen des K-Spektrums KSpek(R) und den Radikalen in R eine bijektive Korrespondenz besteht.



Es sei K ein algebraisch abgeschlossener Körper und sei R eine reduzierte K-Algebra von endlichem Typ. Beweise den Identitätssatz in der folgenden Gestalt: Wenn für  f,gR  gilt, dass  f(P)=g(P)  ist für alle  PKSpek(R),  so ist  f=g



Es sei K ein Körper, R eine endlich erzeugte K-Algebra, sei  𝔞R  ein Ideal und sei  X=KSpek(R).  In welcher Beziehung stehen die beiden Aussagen

V(𝔞)= und 𝔞 ist das Einheitsideal

und die beiden Aussagen

V(𝔞)=X und 𝔞 ist nilpotent

zueinander. Zeige, dass die Antwort davon abhängt, ob K algebraisch abgeschlossen ist oder nicht.



Man beschreibe zu einer kommutativen K-Algebra R von endlichem Typ die Spektrumsabbildung, die zum Strukturhomomorphismus KR der Algebra gehört.



Es seien R,S,T kommutative K-Algebren von endlichem Typ und φ:RS und ψ:ST seien K-Algebrahomomorphismen. Man zeige, dass für die zugehörigen Spektrumsabbildungen

(ψφ)=φψ

gilt. Ferner zeige man, dass zur Identität Id:RR auch Id die Identität ist.



Man gebe ein Beispiel von zwei kommutativen K-Algebren R,S von endlichem Typ und einer stetigen Abbildung zwischen den zugehörigen K-Spektren, die nicht von einem K-Algebrahomomorphismus herrühren kann.



Es sei K ein Körper und R eine kommutative K-Algebra von endlichem Typ, und sei  FR.  Es sei

φ:KSpek(R)𝔸K1

die zum Einsetzungshomomorphismus gehörende Spektrumsabbildung. Zeige, dass

(φ)1(0)=V(F)

ist.



Es sei K ein Körper und sei R eine kommutative K-Algebra von endlichem Typ mit der Reduktion  S=Rred.  Zeige, dass es eine natürliche Homöomorphie

KSpek(R)KSpek(S)

gibt.



Es sei K ein Körper und seien  FiK[X1,,Xn]  Polynome für  i=1,,m.  Es sei

φ:K[Y1,,Ym]K[X1,,Xn],YiFi,

der zugehörige Einsetzungshomomorphismus. Zeige, dass die Spektrumsabbildung

φ:𝔸Kn=KSpek(K[X1,,Xn])𝔸Km=KSpek(K[Y1,,Ym])

(über die Identifizierung aus Lemma 12.3) mit der direkten polynomialen Abbildung

(x1,,xn)(F1(x1,,xn),,Fm(x1,,xn))

übereinstimmt.



Welche „Funktoren“ in der Mathematik kennen Sie?


Bei den folgenden Aufgaben betrachten wir zu einem beliebigen topologischen Raum (Mannigfaltigkeit, Teilmenge des n, reelles Intervall) den Ring der stetigen reellwertigen Funktionen darauf. Dabei sollte man die Räume in Analogie zu den K-Spektren und die Funktionenringe in Analogie zu den (Koordinaten)- ringen sehen.


Es sei X ein topologischer Raum und

R=C(X,)={f:Xf stetige Abbildung}.

Zeige, dass R ein kommutativer Ring ist.



Wir betrachten den Ring  R=C(,)  der stetigen Funktionen von nach . Handelt es sich um einen Integritätsbereich?



Es sei  T  eine Teilmenge. Zeige, dass im Ring der stetigen Funktionen

R=C(,)

die Teilmenge

I={fRf(x)=0 für alle xT}

ein Ideal in R ist.



Wir betrachten das Ideal zu  T={0}  im Sinne von Aufgabe 12.22. Ist dies ein Hauptideal?



Es sei X ein topologischer Raum und  R=C0(X,)  der Ring der stetigen Funktionen auf X. Es sei  TX  eine Teilmenge. Zeige, dass die Teilmenge

I={fRf|T=0}

ein Ideal in R ist. Definiere einen Ringhomomorphismus

R/IC0(T,).

Ist dieser immer injektiv? Surjektiv?



Es seien X und Y topologische Räume und

φ:XY

eine stetige Abbildung. Zeige, dass dies einen Ringhomomorphismus

C(Y,)C(X,),ffφ,

induziert.



Es sei X eine Teilmenge von und C(X,) der Ring der stetigen Funktionen von X nach . Dann ist durch

φ:C(,)C(X,),ff|X,

ein Ringhomomorphismus gegeben.

  1. Zeige, dass φ genau dann surjektiv ist, wenn X abgeschlossen ist.
  2. Für welche Mengen X ist φ injektiv?




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (4 (2+2) Punkte)

Es sei K ein unendlicher Körper und R eine kommutative K-Algebra von endlichem Typ, und sei  FR.  Es sei

φ:KSpek(R)𝔸K1

die zum Einsetzungshomomorphismus gehörende Spektrumsabbildung.

a) Zeige, dass F genau dann konstant ist, wenn φ konstant ist.


b) Zeige, dass diese Aussage für einen endlichen Körper nicht gelten muss.

Man mache sich dabei auch die unterschiedlichen Bedeutungen von „konstant“ klar.


Aufgabe (4 Punkte)

Man gebe ein Beispiel von zwei integren -Algebren von endlichem Typ R und S und einem -Algebrahomomorphismus φ:RS, der kein Ringisomorphismus ist, wo aber die induzierte Spektrumsabbildung φ:Spek(S)Spek(R) ein Homöomorphismus ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein algebraisch abgeschlossener Körper und sei R eine K-Algebra von endlichem Typ. Wir betrachten eine endliche Erweiterung der Form

φ:RS=R[X]/(Xn+rn1Xn1++r2X2+r1X+r0).

Zeige, dass dann φ:KSpek(S)KSpek(R) surjektiv ist.



Aufgabe (5 Punkte)

Betrachte das Ideal

𝔞=(U5V3,U11W3,V11W5)K[U,V,W]

und das zugehörige Nullstellengebilde  Z=V(𝔞)𝔸K3.  Zeige, dass WU2V zum Radikal von 𝔞 gehört. Zeige damit, dass Z isomorph zu einer ebenen algebraischen Kurve ist.

Man benutze, dass das Radikal der Durchschnitt der Primideale ist, die es umfassen, oder man reduziere auf den Fall, dass K algebraisch abgeschlossen ist.



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