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Kurs:Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)/Arbeitsblatt 28

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Übungsaufgaben

Es sei X ein kompakter Raum und es sei  YX  eine abgeschlossene Teilmenge, die die induzierte Topologie trage. Zeige, dass Y ebenfalls kompakt ist.



Zeige, dass eine projektive Varietät über in der natürlichen Topologie kompakt ist.



Es sei Y eine projektive Varietät über , die zugleich eine affine Varietät sei. Zeige, dass Y eine endliche Punktmenge ist.



Es sei K ein algebraisch abgeschlossener Körper. Zeige, dass eine ebene projektive Kurve mit jeder projektiven Geraden in der projektiven Ebene einen nichtleeren Durchschnitt hat.



Zeige, dass die ebene projektive Kurve

V+(X4+Y3Z+Z4)2

glatt ist.



Bestimme, ob die ebene projektive Kurve

V+(X4+YZ3+Z4)2

glatt ist.



Zeige, dass eine ebene projektive Kurve

V+(F)K2

über einem algebraisch abgeschlossenen Körper K genau dann glatt ist, wenn die partiellen Ableitungen

(FX,FY,FZ)

in keinem Punkt der Kurve simultan gleich 0 sind.



Es sei K ein Körper. Zeige, dass sämtliche lokale Ringe der projektiven Geraden K1 isomorph zueinander sind. Man gebe eine möglichst einfache Beschreibung dieses Ringes.



Es sei K ein Körper. Bestimme den globalen Schnittring

Γ(K1,𝒪K1).

Was folgt daraus für einen Morphismus K1𝔸K1?



Es sei

U=D+(X0)D+(X1)Kn.

Zeige

Γ(U,𝒪Kn)=K.



Man definiere und charakterisiere, wann eine irreduzible quasiprojektive Varietät normal ist.



Definiere zu jedem  n  das Potenzieren xxn als Morphismus der projektiven Gerade auf sich selbst. Wie sehen die Fasern unter diesem Morphismus aus?



Es sei  fK[X0,X1,,Xn]  ein homogenes Polynom vom Grad d und sei

D+(f)Kn

die zugehörige offene Teilmenge des projektiven Raumes. Zeige, dass zu jedem homogenen Polynom  hK[X0,X1,,Xn]  vom Grad e die rationale Funktion hfn unter der Bedingung  e=nd  eine algebraische Funktion

hfn:D+(f)K

definiert.



Zeige durch ein Beispiel, dass die Kegelabbildung

𝔸Kn+1{0}Kn

nicht abgeschlossen sein muss.



Zeige, dass die Kegelabbildung

𝔸Kn+1{0}Kn

ein Morphismus von quasiprojektiven Varietäten ist.



Es seien X und Y quasiprojektive Varietäten und sei φ:XY eine stetige Abbildung. Es sei  Y=iIUi  eine offene Überdeckung. Zeige, dass φ genau dann ein Morphismus ist, wenn die Einschränkungen

φi:φ1(Ui)Ui

für jedes i Morphismen sind



Es seien  P,QKn  Punkte im projektiven Raum über einem Körper K. Zeige, dass es einen Automorphismus φ:KnKn mit  φ(P)=Q  gibt.



Es sei K ein Körper und Kn der zugehörige projektive Raum. Es sei φ:Kn+1Kn+1 eine bijektive lineare Abbildung.

a) Zeige, dass φ einen Automorphismus

φ:KnKn,(x0,x1,,xn)φ(x0,x1,,xn),

induziert.

b) Bestimme das Urbild von D+(Xi) in der in (1) beschriebenen Situation. Wie sieht der Morphismus für diese affinen Mengen aus?

c) Zeige, dass φ1 und φ2 genau dann den gleichen Automorphismus auf dem projektiven Raum induzieren, wenn sie durch Multiplikation mit einem Skalar 0 ineinander überführbar sind.

d) Induziert jede lineare Abbildung φ:Kn+1Kn+1 einen Morphismus φ:KnKn?


Unter einem solchen Automorphismus wird jede projektive Varietät  VKn  isomorph auf sein Bild abgebildet, die homogenen Gleichungen transformieren sich entsprechend der affinen Situation. Dadurch kann man häufig die beschreibenden Gleichungen einer Situation vereinfachen, man spicht von einem projektiv-linearen Koordinatenwechsel. Die vorstehende Aufgabe gibt Anlass zur folgenden Definition.

Es sei K ein Körper und  n.  Die Restklassengruppe

SLn(K)/(K×IdSLn(K))

heißt projektive spezielle lineare Gruppe. Sie wird mit

PSLn(K)

bezeichnet.



Bestimme die Fixpunkte der Abbildung

K1K1,(s,t)(t,s).



Bestimme den projektiven Abschluss der Hyperbel

V(XY1)𝔸K2K2.



Bestimme den projektiven Abschluss der Parabel

V(YX2)𝔸K2K2.



Es sei  C𝔸2  eine glatte Quadrik. Zeige, dass auch der projektive Abschluss

C~2

glatt ist.



Es sei  FK[X]  ein Polynom in einer Variablen über einem Körper K und sei  V(YF)𝔸2  der zugehörige Graph, aufgefasst als ebene affine Kurve. Bestimme den projektiven Abschluss  C~K2  des Graphen.



Es seien F,GK[X],G0, Polynome in einer Variablen über einem Körper K und sei F/G die zugehörige rationale Funktion. Es sei  V𝔸2  der Graph zu dieser rationalen Funktion, aufgefasst als ebene affine Kurve. Bestimme den projektiven Abschluss  C~K2  des Graphen. Wo finden sich „Asymptoten“ im projektiven Abschluss wieder?



Es sei  C𝔸2  eine ebene affine Kurve. Zeige, dass der projektive Abschluss

C~2

zusätzliche Punkte enthält.



Ist die ebene projektive Kurve  V+(X4+Z3Y+Z4)2  isomorph zum projektiven Abschluss einer monomialen Kurve?



Es sei  (H)K[X1,,Xn]  ein Hauptideal. Zeige, dass die Homogenisierung des Ideals (H) gleich dem von der Homogenisierung von H erzeugten Hauptideal ist.



Man gebe ein Beispiel für ein Ideal  𝔞K[X]  und zwei Erzeuger, also  𝔞=(f,g),  derart, dass das homogenisierte Ideal in K[X,Y] nicht von den Homogenisierungen der beiden Erzeuger erzeugt wird.



Bestimme den projektiven Abschluss der durch

V((X2+Y2)22X(X2+Y2)Y2)

gegebenen Kardioide über den komplexen Zahlen und insbesondere die „Punkte im Unendlichen“.



Betrachte die affine Nullstellenmenge

V:=V(X4+Y2)𝔸2

über .

a) Bestimme die Punkte von V und den projektiven Abschluss von V.


b) Zeige, dass der projektive Abschluss von V nicht mit der projektiven Nullstellenmenge zur Homogenisierung von X4+Y2 übereinstimmt.



Betrachte die affine Nullstellenmenge

V:=V(X2+Y2+1)𝔸K2

über dem Körper  K=/(2)  mit zwei Elementen.

a) Bestimme die Punkte von V.


b) Bestimme den projektiven Abschluss von V.


c) Zeige, dass der projektive Abschluss von V nicht mit der projektiven Nullstellenmenge zur Homogenisierung von X2+Y2+1 übereinstimmt.



Es sei K ein endlicher Körper und  V(𝔞)𝔸Kn  eine affine Varietät. Zeige, dass der projektive Abschluss von V mit V übereinstimmt.


Die Lemniskate von Bernoulli

Bestimme für die durch V((X2+Y2)2X2+Y2) gegebene Lemniskate von Bernoulli die Singularitäten sowie die unendlich fernen Punkte in 2. Berechne in all diesen Punkten die Multiplizität und die Tangenten.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es seien m+1 homogene Polynome F0,,Fm in n+1 Variablen gegeben, die alle den gleichen Grad d besitzen. Zeige, dass es eine offene Menge  UKn  gibt, auf der die Polynome einen Morphismus

KnUKm

definieren.



Aufgabe (4 Punkte)

Bestimme für die Kegelabbildung

𝔸Kn+1{0}Kn

den Zariski-Abschluss im Kn des Bildes einer abgeschlossenen Menge V(𝔞)𝔸Kn+1{0}.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei X eine irreduzible quasiprojekive Varietät mit Funktionenkörper  L=K(X).  Es seien U und Ui, iI, offene Teilmengen mit  U=iIUi.  Zeige, dass

Γ(U,𝒪)=iIΓ(Ui,𝒪)

ist, wobei der Durchschnitt in L genommen wird.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein Körper und Kn der projektive Raum über K. Zeige, dass die Konstanten die einzigen globalen algebraischen Funktionen sind, d.h. es gilt

Γ(Kn,𝒪Kn)=K.

Bemerkung: Diese Aussage gilt für jede zusammenhängende projektive Varietät über einem algebraisch abgeschlossenen Körper.

Die Tschirnhausen Kubik



Aufgabe (3 Punkte)

Bestimme für die durch V(X3+3X2Y2) gegebene Tschirnhausen Kubik die Singularitäten unter Berücksichtigung der unendlich fernen Punkte. Bestimme die Tangenten in den Singularitäten und in den unendlich fernen Punkten.



Aufgabe (3 Punkte)

Bestimme für das durch V(X3+Y33XY) definierte Kartesische Blatt die unendlich fernen Punkte in 2 und berechne die Multiplizität und die Tangenten in diesen Punkten.




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