Kurs:Algebraische Zahlentheorie (Osnabrück 2026)/Arbeitsblatt 3
- Aufgaben
Es sei ein Körper und sei der Polynomring über . Es sei ein fixiertes Element. Bestimme den Kern des Einsetzungshomomorphismus
Es sei ein Körper und sei der Polynomring über . Es sei ein nicht-konstantes Polynom. Zeige, dass der durch definierte Einsetzungshomomorphismus von nach injektiv ist und dass der durch erzeugte Unterring isomorph zum Polynomring in einer Variablen ist.
Die folgenden Aufgaben betrachten Ringeigenschaften am Beispiel von Ringen von stetigen Funktionen.
Wir betrachten die Menge der stetigen Funktionen von nach . Zeige, dass (mit naheliegenden Verknüpfungen) ein kommutativer Ring ist. Handelt es sich um einen Integritätsbereich?
Zeige, dass es im Ring der stetigen Funktionen Nichtnullteiler gibt, die unendlich viele Nullstellen besitzen.
Es sei ein metrischer Raum und der Ring der stetigen Funktionen auf . Zeige, dass zwei zueinander assoziierte Elemente die gleiche Nullstellenmenge besitzen, und dass die Umkehrung nicht gelten muss.
Zeige, dass es stetige Funktionen
mit derart gibt, dass für alle weder noch die Nullfunktion ist.
Es seien und topologische Räume und
eine stetige Abbildung. Zeige, dass dies einen Ringhomomorphismus
induziert.
Es sei ein kommutativer Ring und ein Ideal in . Zeige, dass genau dann ein maximales Ideal ist, wenn der Restklassenring ein Körper ist.
Es sei ein kommutativer Ring und ein nilpotentes Element. Zeige, dass eine Einheit ist.
Es sei ein kommutativer Ring und sei nicht nilpotent. Zeige, dass es ein Primideal mit gibt.
Es sei ein Integritätsbereich und sei keine Einheit. Dann ist genau dann ein Primelement, wenn das von erzeugte Ideal ein Primideal ist.
Es sei ein kommutativer Ring und , . Zeige, dass genau dann ein Primelement ist, wenn der Restklassenring ein Integritätsbereich ist.
Es sei ein vom Nullring verschiedener kommutativer Ring. Zeige unter Verwendung des Lemmas von Zorn, dass es maximale Ideale in gibt.
Zeige, dass ein maximales Ideal in einem kommutativen Ring ein Primideal ist.
Es sei ein kommutativer Ring und sei ein Ideal mit dem Restklassenring
Zeige, dass die Ideale von eindeutig denjenigen Idealen von entsprechen, die umfassen.
Zeige, dass das Gleiche für Primideale, Radikalideale und maximale Ideale gilt.
Berechne in
( bezeichne die Restklasse von ).
Es seien und kommutative Ringe und sei ein Ringhomomorphismus. Es sei ein Primideal in . Zeige, dass das Urbild ein Primideal in ist.
Zeige durch ein Beispiel, dass das Urbild eines maximalen Ideales kein maximales Ideal sein muss.
Bestimme sämtliche Primkörper.
Es sei ein kommutativer Ring. Zeige, dass genau dann der Nullring ist, wenn sein Spektrum leer ist.
Zeige, dass die Zariski-Topologie auf dem Spektrum eines kommutativen Ringes in der Tat eine Topologie ist.
Beweise Proposition 3.16.
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