Lösung
- Der Exponent
von
ist die kleinste positive Zahl
mit der Eigenschaft, dass
für alle
ist.
- Eine
Primzahl
der Form
, wobei
eine positive
natürliche Zahl
ist, heißt Fermatsche Primzahl.
- Eine
-Algebra
ist ein Ring mit einem fixierten Ringhomomorphismus
.
- Die Diskriminante von
wird durch
-

definiert.
- Einen
Integritätsbereich
nennt man einen Dedekindbereich, wenn er
noethersch
und
normal
ist und wenn jedes von
verschiedene
Primideal
darin
maximal
ist.
- Ein effektiver Divisor ist eine formale Summe
-
die sich über alle
Primideale
aus
erstreckt und wobei
natürliche Zahlen sind mit
für fast alle
.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Der Satz über die Quadratcharakterisierung von
für Restklassenkörper von
.
- Der
Satz von Dirichlet
über die Verteilung von Primzahlen.
- Der Satz über die Irrationalität von Wurzeln aus natürlichen Zahlen.
Lösung
- Es sei
eine
Primzahl. Dann gelten folgende Aussagen.
Für
ist
ein Quadrat in
.
Für
ist
ein Quadrat in
.
Für
ist
kein Quadrat in
.
- Es sei
eine natürliche Zahl und
eine zu
teilerfremde Zahl. Dann gibt es unendlich viele Primzahlen, die modulo
den Rest
haben.
- Es sei
die kanonische Primfaktorzerlegung der natürlichen Zahl
. Es sei
eine positive natürliche Zahl und sei vorausgesetzt, dass nicht alle Exponenten
ein Vielfaches von
sind.
Dann ist die reelle Zahl
-
irrational.
Lösung
Eine Lösung
mit
-

ordnen wir das Tupel
-

zu. Wegen
-

ist das eine Lösung für
. Wenn umgekehrt ein Tupel
mit
-

gegeben ist, so sind entweder
beide gerade oder ungerade. In beiden Fällen ist
-

eine ganzzahliges Lösungstupel für
. Die beiden Zuordnungen sind invers zueinander. Deshalb entsprechen sich die ganzzahligen Tupel
mit
-

und die ganzzahligen Tupel
mit
-

Also ist die Anzahl der Lösungstupel gleich.
Lösung
Es ist

Lösung
Lösung
Die Zahl
ist genau dann eine Primzahl, wenn im Kleinen Einmaleins zur Basis
keine
als Endziffer der Tabelleneinträge auftaucht. Wenn nämlich
keine Primzahl ist, so gibt es eine Zerlegung
-

mit
.
Die Ziffern
kommen also im kleinen Einmaleins vor. Das zugehörige Produkt
hat in dem System die Ziffernentwicklung
und somit taucht als Endziffer die
auf.
Wenn umgekehrt die
im kleinen Einmaleins als Endziffer auftaucht, so bedeutet dies, dass es Ziffern
derart gibt, dass
ein Vielfaches von
ist. Es ist also
-

Wenn
prim wäre, so müsste
nach dem Lemma von Euklid
einen der Faktoren teilen, doch das geht nicht, da diese beiden kleiner als
sind.
Lösung
Wir beweisen die Aussage durch Induktion über das Maximum von
und
,
wobei wir ohne Einschränkung
wählen können. Wenn das Maximum
ist, so sind beide Zahlen
und somit nicht teilerfremd. Wenn das Maximum
ist, so ist
und somit ergeben
und
eine Darstellung der
. Es seien nun
teilerfremd,
und die Aussage sei für alle Zahlenpaare, deren Maxima kleiner als
sind, schon bewiesen. Dann ist
,
da bei
die beiden Zahlen nicht teilerfremd sind. Ebenso können wir
ausschließen. Wir betrachten das Zahlenpaar
und wollen darauf die Induktionsvoraussetzung anwenden. Das Maximum dieses neuen Paares ist jedenfalls kleiner als
. Allerdings müssen wir, damit die Induktionsvoraussetzung wirklich angewendet werden kann, wissen, dass auch
und
teilerfemd sind.
Dazu führen wir einen Widerspruchsbeweis. Nehmen wir also an, dass
und
nicht teilerfremd sind. Dann gibt es eine natürliche Zahl
,
die sowohl
als auch
teilt. Dies bedeutet wiederum, dass es natürliche Zahlen
mit
und
gibt. Doch dann ist
-

ebenfalls ein Vielfaches von
, im Widerspruch zur Teilerfremdheit von
und
.
Die Induktionsvoraussetzung ist also auf
und
anwendbar und somit gibt es ganze Zahlen
mit
-

Dann ist aber auch
-

und wir haben eine Darstellung der
mit
und
gefunden.
Lösung
Lösung Wir berechnen Schritt für Schritt das Legendre-Symbol.
 |
= |
 hat modulo den Rest , deshalb ist das Vorzeichen im quadratischen Reziprozitätsgesetz gleich .
|
|
= |
Reduktion des Zählers.
|
|
= |
Multiplikativität des Legendre-Symbols im Zähler gemäß diesem Satz.
|
|
= |
Vorne steht ein Quadrat. hat modulo den Rest , deshalb ist das Vorzeichen im quadratischen Reziprozitätsgesetz gleich .
|
|
= |
Reduktion des Zählers.
|
|
= |
 und haben beide modulo den Rest , deshalb ist das Vorzeichen im quadratischen Reziprozitätsgesetz gleich .
|
|
= |
Reduktion des Zählers.
|
|
= |
Multiplikativität des Legendre-Symbols im Zähler gemäß diesem Satz.
|
|
= |
Vorne steht ein Quadrat. und haben beide modulo den Rest , deshalb ist das Vorzeichen im quadratischen Reziprozitätsgesetz gleich .
|
|
= |
Reduktion des Zählers.
|
|
= |
 , deshalb ist nach dem 2. Ergänzungsgesetz kein Quadratrest modulo .
|
Also ist
kein Quadratrest modulo
.
Es sei
ein
pythagoreisches Tripel
mit
gerade und mit
.
Zeige, dass es eindeutig bestimmte ganze teilerfremde Zahlen
gibt mit
und
und mit
-
Lösung
Es sei
ein pythagoreisches Tripel. Der Fall
ist ausgeschlossen. Dann ist
ein Punkt auf dem Einheitskreis mit rationalen Koordinaten. Nach
Satz 10.4 (Zahlentheorie (Osnabrück 2025))
gibt es, da
vorausgesetzt wurde, eine eindeutig bestimmte rationale Zahl
mit
-

Dann gibt es eine rationale Zahl
mit
-
Sei
mit ganzen teilerfremden Zahlen
,
.
Wir ersetzen
durch
-

und haben dann
-
Da
und
teilerfremd sind, sind auch
paarweise teilerfremd. Ein Primteiler des Nenners von
teilt
und
. Daher kommt nur
in Frage. In diesem Fall wären aber
und
gerade, und
und
wären beide ungerade. Dann wäre aber
ungerade im Widerspruch zur Voraussetzung. Also ist
eine ganze Zahl.
Wenn das pythagoreische Tripel primitiv ist, so muss in dieser Darstellung
oder
sein. Außerdem können dann
und
nicht beide ungerade sein, sonst wäre
ein gemeinsamer Teiler des Tripels. Wenn umgekehrt diese Bedingungen erfüllt sind, so ist das Tripel primitiv.
Lösung
Zum Beweis der Inklusion
sei
. Da das Produkt von Idealen aus allen Summen von Produkten besteht, bedeutet dies, dass
-

wobei
-

mit
ist. Dies bedeutet wiederum, dass
-

mit
und
ist. Somit ist
-

Wenn man ein solches Produkt distributiv ausrechnet, so erhält man eine Summe von Produkten mit
Faktoren, wobei
Faktoren zu
und
Faktoren zu
gehören. Damit gehören diese Summanden zur rechten Seite und somit auch die
und auch
.
Zum Beweis der Inklusion
genügt es, die Inklusion
für jedes
zu zeigen. Wegen
ist aber sofort
-

a) Bestimme die Primfaktorzerlegung des Polynoms
in
.
b) Zeige, dass durch
-
![{\displaystyle {}K=\mathbb {Z} /(5)[T]/(T^{2}-2)\,}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/aff5706826355499ad60826bf584307ac0308145)
ein Körper mit
Elementen gegeben ist.
c) Bestimmen die Primfaktorzerlegung von
über
.
Lösung erstellen
Lösung
Es sei
der Quotientenkörper von
. Wegen
-

gibt es nach
Satz . (Zahlentheorie (Osnabrück 2025))
einen injektiven Ringhomomorphismus
-
Wir behaupten, dass dieser auch
surjektiv
ist. Sei
mit der Darstellung
-

mit
.
Wegen
gibt es wiederum Darstellngen
und
mit
.
Es ist
-

Daher ist
das Bild von
.
Lösung
Lösung
Sei
. Wir bringen
auf einen Hauptnenner, also
.
Der Nenner ist
. Die Zerlegung für diese Primzahlen ist:
Modulo
.
.
Das Polynom
hat keine Nullstelle über
, also ist es irreduzibel und es liegt ein Körper vor. Daher ist
ein Primideal in
.
Modulo
.
.
Das Polynom
ist nicht irreduzibel, es liegt ein nicht reduzierter Ring mit einzigem Primideal
vor. Diesem Primideal entspricht in
das Primideal
. Es gilt die Idealzerlegung
in
.
Für den Zähler betrachten wir die Norm, also
.
Wir berechnen wieder die Idealzerlegung der beteiligten Primfaktoren.
Modulo
.
.
Das Polynom
ist nicht irreduzibel, es liegt ein nicht reduzierter Ring mit einzigem Primideal
vor. Diesem Primideal entspricht in
das Primideal
. Es gilt die Idealzerlegung
in
.
Modulo
.
.
Das Polynom
ist nicht irreduzibel, es hat die beiden Nullstellen
und
, und die Zerlegung
. Damit gibt es die beiden Primideale
und
, die den beiden konjugierten Primidealen
und
entsprechen.
Damit ist
.
Die doppelt auftretenden Primideale verteilen sich (aus Symmetriegründen) auf die beiden Faktoren. In
kann man
schreiben, sodass
zu
gehört, und man erhält
.
Damit ist der Hauptdivisor gleich
.