Diese Lernressource erweitert das Lemma von Goursat auf Funktionen
f
{\displaystyle f}
, die bis auf die Ausnahme eines Punktes
z
o
{\displaystyle z_{o}}
holomorph sind und zumindest noch in
z
o
{\displaystyle z_{o}}
stetig sind. Die Verallgemeinerung des Satzes ist für den Beweis der Cauchy-Integralformel erforderlich. Letztlich wird sich aber mit dem Riemannschen Hebbarkeitssatz herausstellen, dass die Holomorphie mit Ausnahme eine Punktes, in dem die Funktion noch stetig ist, keine wirkliche Verallgemeinerung darstellt, da sich die Funktion
f
:
G
→
C
{\displaystyle f:G\to \mathbb {C} }
in diesem Punkt
z
o
∈
G
{\displaystyle z_{o}\in G}
holomorph forsetzen lässt. Die Inhalte kann man als Wiki2Reveal Folien angezeigt werden.
Diese Lernressource hat das Ziel das Lemma von Goursat in den Voraussetzungen für eine holomorphe Funktion
f
:
G
→
C
{\displaystyle f:G\to \mathbb {C} }
in einem Punhkt
z
o
∈
G
{\displaystyle z_{o}\in G}
anzuschwächen und für diesen Punkt nicht mehr die Holomorphie vorauszusetzen, sondern man verlangt in einem Punkt nur noch die Stetigkeit . Man beweist, dass diese Ausnahme eines Punktes, in dem man nur noch die Stetigkeit voraussetzt, immer noch das gleiche Resultat des Lemmas von Goursat liefert.
Bemerkung - Erweiterung des Lemmas von Goursat - Stetigkeit in einem Punkt [ Bearbeiten ]
Mit der Einschränkung der Stetigkeit in einem Punkt gilt das Lemma von Goursat gilt weiterhin, wenn man die Voraussetzungen der Holomorphie einer Funktion
g
:
U
→
C
{\displaystyle g:U\to \mathbb {C} }
in einem Punkt
z
o
∈
U
{\displaystyle z_{o}\in U}
abschwächt und in diesem Punkt nur noch die Stetigkeit Stetigkeit
z
o
∈
U
{\displaystyle z_{o}\in U}
verlangt.
In der Cauchy-Integralformel für Kreisscheiben ist diese Einschränkung erforderlich, da man dort eine Funktion als Differenzenquotient definiert, wobei beim Grenzwertübergang gegen
z
o
{\displaystyle z_{o}}
die Ableitung
f
′
(
z
o
)
{\displaystyle f'(z_{o})}
erzeugt wird.
g
:
U
→
C
ξ
↦
g
(
ξ
)
=
{
f
(
ξ
)
−
f
(
z
o
)
ξ
−
z
o
,
ξ
≠
z
o
f
′
(
z
o
)
,
ξ
=
z
o
{\displaystyle {\begin{array}{rrcl}g:&U&\rightarrow &\mathbb {C} \\&\xi &\mapsto &g(\xi )={\begin{cases}{\frac {f(\xi )-f(z_{o})}{\xi -z_{o}}}&,&\xi \not =z_{o}\\f'(z_{o})&,&\xi =z_{o}\\\end{cases}}\end{array}}}
Lemma von Goursat - Ausnahme ein Punkt [ Bearbeiten ]
Sei
f
:
U
∖
{
z
o
}
→
C
{\displaystyle {f}:{U\setminus \{z_{o}\}}\to \mathbb {C} }
eine holomorphe Funktion, die aber in
z
o
∈
U
{\displaystyle z_{o}\in U}
aber noch stetig ist. Sei
Δ
(
z
1
,
z
2
,
z
3
)
⊂
U
{\displaystyle \Delta {\left({z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\right)}\subset U}
ein abgeschlossenes konvexes Dreieck, dann gilt:
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
=
0
{\displaystyle \int _{\left\langle {z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\right\rangle }{f{\left({z}\right)}}{d}{z}={0}}
(P1) Sei
U
⊆
C
{\displaystyle {U}\subseteq \mathbb {C} }
eine offene Teilmenge mit
z
o
∈
U
{\displaystyle z_{o}\in U}
,
(P2) Seien
z
1
,
z
2
,
z
3
∈
C
{\displaystyle {z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\in \mathbb {C} }
drei nicht kollineare Punkte, die das Dreieck
Δ
(
z
1
,
z
2
,
z
3
)
:=
{
∑
k
=
1
3
λ
k
⋅
z
k
|
(
∑
k
1
3
λ
k
=
1
)
∧
∀
k
∈
{
1
,
2
,
3
}
:
λ
k
∈
[
0
,
1
]
}
⊂
U
{\displaystyle \Delta {\left({z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\right)}:=\left\{\sum _{k=1}^{3}\lambda _{k}\cdot {z}_{k}\left|{\left({\sum _{{k}{1}}^{3}}\lambda _{k}={1}\right)}\wedge \forall _{k\in \{1,2,3\}}:\lambda _{k}\in [0,1]\right\}\right.\subset {U}}
definieren,
(P3) Sei
f
:
U
→
C
{\displaystyle {f}:{U}\to \mathbb {C} }
eine holomorphe Funktion,
(P4) Sei
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
:
[
0
,
3
]
→
C
{\displaystyle {\left\langle {z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\right\rangle }:{\left[{0},{3}\right]}\to \mathbb {C} }
der geschlossene Weg über den Dreiecksrand von
Δ
(
z
1
,
z
2
,
z
3
)
{\displaystyle \Delta {\left({z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\right)}}
mit Startpunkt
z
1
{\displaystyle {z}_{1}}
.
Beweis - Lemma von Goursat - Ausnahme ein Punkt [ Bearbeiten ]
Der Beweis gliedert sich in 4 Fälle, die bezogen auf die Lage von
z
o
∈
U
{\displaystyle z_{o}\in U}
unterscheiden:
(F0)
z
o
∉
Δ
(
z
1
,
z
2
,
z
3
)
{\displaystyle z_{o}\notin \Delta {\left({z}_{1},{z}_{2},{z}_{3}\right)}}
, d.h.
z
o
{\displaystyle z_{o}}
liegt nicht auf dem Rand und im Inneren des Dreiecks.
(F1)
z
o
=
z
k
{\displaystyle z_{o}=z_{k}}
mit
k
=
1
,
2
,
3
{\displaystyle k=1,2,3}
, d.h. dass
z
o
{\displaystyle z_{o}}
ein Eckpunkt des Dreiecks ist.
(F2) Mit
z
o
∈
S
p
u
r
(
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
)
{\displaystyle z_{o}\in Spur(\langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle )}
liegt
z
o
{\displaystyle z_{o}}
auf einer Dreiecksseite - also auf dem Integrationsweg,
(F3)
z
o
{\displaystyle z_{o}}
liegt im Inneren des Dreiecks.
Dabei folgert man aus (F1) den Fall (F2) und aus (F2) folgert man dann (F3).
Für den Fall (F0) ist nichts zu zeigen, da man hier das Lemma von Goursat direkt anwenden kann, wenn man die Umgebung
U
{\displaystyle U}
durch eine offene Menge
U
~
⊂
U
{\displaystyle {\widetilde {U}}\subset U}
ersetzt die
z
o
{\displaystyle z_{o}}
nicht enthält.
Zunächst nimmt man bzgl. der Beweisidee zu (F1) an, dass der Punkt (hier
z
0
{\displaystyle z_{0}}
, in dem man nur noch die Stetigkeit voraussetzt, ein Eckpunkt des Dreiecks ist (hier
z
0
:=
z
3
{\displaystyle z_{0}:=z_{3}}
).
Erweiterung des Lemmas von Goursat - Voraussetzung in einem Punkt nun noch stetig aber nicht notwendiger Weise holomorph
Wie beim Lemma von Goursat zerlegt man das Ausgangsdreieck in Teildreiecke. Die eingefügten Teilstrecken (wie z.B.
⟨
z
1
,
z
5
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{5}\rangle }
) werden dabei jeweils in beide Richtungen durchlaufen. Man fügt also sowohl das Wegintegral über
⟨
z
1
,
z
5
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{5}\rangle }
und
⟨
z
5
,
z
1
⟩
{\displaystyle \langle z_{5},z_{1}\rangle }
zu Wegintegral über
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }
. Das erfolgt analog für
⟨
z
4
,
z
5
⟩
{\displaystyle \langle z_{4},z_{5}\rangle }
und
⟨
z
5
,
z
4
⟩
{\displaystyle \langle z_{5},z_{4}\rangle }
. Durch die umgekehrt Laufrichtung heben sich die Wegintegral jeweils auf.
Über die Dreieckszerlegung ergibt sich die folgende Integraldarstellung:
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
=
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
+
∫
⟨
z
1
,
z
5
⟩
f
(
z
)
d
z
+
∫
⟨
z
5
,
z
1
⟩
f
(
z
)
d
z
+
∫
⟨
z
4
,
z
5
⟩
f
(
z
)
d
z
+
∫
⟨
z
5
,
z
4
⟩
f
(
z
)
d
z
=
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
5
⟩
f
(
z
)
d
z
⏟
=
0
+
∫
⟨
z
1
,
z
5
,
z
4
⟩
f
(
z
)
d
z
⏟
=
0
+
∫
⟨
z
3
,
z
4
,
z
5
⟩
f
(
z
)
d
z
{\displaystyle {\begin{array}{rcl}\displaystyle \int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz&=&\displaystyle \int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz+\!\!\int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{5}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz+\!\!\int _{\scriptstyle \langle z_{5},z_{1}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz\\&&\displaystyle +\!\!\int _{\scriptstyle \langle z_{4},z_{5}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz+\!\!\int _{\scriptstyle \langle z_{5},z_{4}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz\\&=&\displaystyle \underbrace {\int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{5}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz} _{=0}+\!\!\underbrace {\int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{5},z_{4}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz} _{=0}+\!\!\int _{\scriptstyle \langle z_{3},z_{4},z_{5}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz\\\end{array}}}
Beweis (F1) - Schritt 3 - Lemma von Goursat[ Bearbeiten ]
Die Integrale über
⟨
z
1
,
z
2
,
z
5
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{2},z_{5}\rangle }
und
⟨
z
1
,
z
5
,
z
4
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{5},z_{4}\rangle }
ist nach dem Lemma von Goursat 0, da in der Umgebung von diese Dreiecken kein Ausnahmepunkt liegen, in dem
z
0
{\displaystyle z_{0}}
nur stetig ist. In der obigen Abbildung wurde als Ausnahmepunkt
z
0
:=
z
3
{\displaystyle z_{0}:=z_{3}}
gewählt. Damit erhält man:
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
=
∫
⟨
z
3
,
z
4
,
z
5
⟩
f
(
z
)
d
z
{\displaystyle {\begin{array}{rcl}\displaystyle \int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz&=&\displaystyle \int _{\scriptstyle \langle z_{3},z_{4},z_{5}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz\\\end{array}}}
Beweis (F1) - Schritt 4 - Grenzwertprozess[ Bearbeiten ]
Man lässt nun mit (analog zur Animation) die Punkt
z
4
{\displaystyle z_{4}}
und
z
5
{\displaystyle z_{5}}
gegen
z
3
{\displaystyle z_{3}}
laufen:
z
4
(
n
)
:=
1
n
⋅
z
1
+
(
1
−
1
n
)
⋅
z
3
{\displaystyle z_{4}^{(n)}:={\frac {1}{n}}\cdot z_{1}+\left(1-{\frac {1}{n}}\right)\cdot z_{3}}
z
5
(
n
)
:=
1
n
⋅
z
2
+
(
1
−
1
n
)
⋅
z
3
{\displaystyle z_{5}^{(n)}:={\frac {1}{n}}\cdot z_{2}+\left(1-{\frac {1}{n}}\right)\cdot z_{3}}
Beweis (F1) - Schritt 5 - Grenzwertprozess[ Bearbeiten ]
Die Folgen
(
z
4
(
n
)
)
n
∈
N
{\displaystyle \left(z_{4}^{(n)}\right)_{n\in \mathbb {N} }}
und
(
z
5
(
n
)
)
n
∈
N
{\displaystyle \left(z_{5}^{(n)}\right)_{n\in \mathbb {N} }}
wurden als Konvexkombinationen definert und es gilt:
lim
n
→
∞
z
4
(
n
)
=
lim
n
→
∞
1
n
⋅
z
1
+
(
1
−
1
n
)
⋅
z
3
=
z
3
{\displaystyle \lim _{n\to \infty }z_{4}^{(n)}=\lim _{n\to \infty }{\frac {1}{n}}\cdot z_{1}+\left(1-{\frac {1}{n}}\right)\cdot z_{3}=z_{3}}
lim
n
→
∞
z
5
(
n
)
=
lim
n
→
∞
1
n
⋅
z
2
+
(
1
−
1
n
)
⋅
z
3
=
z
3
{\displaystyle \lim _{n\to \infty }z_{5}^{(n)}=\lim _{n\to \infty }{\frac {1}{n}}\cdot z_{2}+\left(1-{\frac {1}{n}}\right)\cdot z_{3}=z_{3}}
Beweis (F1) - Schritt 6 - Grenzwertprozess[ Bearbeiten ]
Da die Funktion
f
{\displaystyle f}
in dem Eckpunkt
z
0
:=
z
3
{\displaystyle z_{0}:=z_{3}}
des Dreiecks noch stetig ist, folgt:
lim
n
→
∞
f
(
z
4
(
n
)
)
=
f
(
z
3
)
{\displaystyle \lim _{n\to \infty }f\left(z_{4}^{(n)}\right)=f(z_{3})}
lim
n
→
∞
f
(
z
5
(
n
)
)
=
f
(
z
3
)
{\displaystyle \lim _{n\to \infty }f\left(z_{5}^{(n)}\right)=f(z_{3})}
Beweis (F1) - Schritt 7 - Epsilon-Delta-Kriterium[ Bearbeiten ]
Mit dem
ε
{\displaystyle \varepsilon }
-
δ
{\displaystyle \delta }
-Kriterium kann man für alle
ε
>
0
{\displaystyle \varepsilon >0}
ein
δ
>
0
{\displaystyle \delta >0}
finden, sodass folgende Ungleichung für alle
|
z
−
z
o
|
<
δ
{\displaystyle |z-z_{o}|<\delta }
mit
z
o
:=
z
3
{\displaystyle z_{o}:=z_{3}}
gilt der Dreieckungleichung:
|
f
(
z
)
|
−
|
f
(
z
0
)
|
≤
|
f
(
z
)
−
f
(
z
0
)
|
<
ε
{\displaystyle \left|f(z)\right|-\left|f(z_{0})\right|\leq \left|f(z)-f(z_{0})\right|<\varepsilon }
Man wählt nun mit der Konvergenz der Folgen
n
≥
n
ε
{\displaystyle n\geq n_{\varepsilon }}
, dass
|
z
4
(
n
)
−
z
o
|
<
δ
{\displaystyle |z_{4}^{(n)}-z_{o}|<\delta }
und
|
z
5
(
n
)
−
z
o
|
<
δ
{\displaystyle |z_{5}^{(n)}-z_{o}|<\delta }
. Damit liegen auch aller Punkte auf dem Dreiecksrand
⟨
z
3
,
z
4
(
n
)
,
z
5
(
n
)
⟩
{\displaystyle \langle z_{3},z_{4}^{(n)},z_{5}^{(n)}\rangle }
in
D
δ
(
z
o
)
{\displaystyle D_{\delta }(z_{o})}
.
Beweis (F1) - Schritt 8 - Abschätzung Integral[ Bearbeiten ]
Man kann mit
|
f
(
z
)
|
<
ε
+
|
f
(
z
0
)
|
{\displaystyle \left|f(z)\right|<\varepsilon +\left|f(z_{0})\right|}
die Funktion auf ganz
D
δ
(
z
o
)
{\displaystyle D_{\delta }(z_{o})}
nach oben gegen
ε
+
|
f
(
z
0
)
|
{\displaystyle \varepsilon +\left|f(z_{0})\right|}
abschätzen. Die Abschätzung gilt dann auch für die Spur von
⟨
z
3
,
z
4
(
n
)
,
z
5
(
n
)
⟩
{\displaystyle \langle z_{3},z_{4}^{(n)},z_{5}^{(n)}\rangle }
, die in der Kreisscheibe
D
δ
(
z
o
)
{\displaystyle D_{\delta }(z_{o})}
liegt.
Beweis (F1) - Schritt 9 - Abschätzung Integral[ Bearbeiten ]
Es gilt damit:
|
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
|
≤
∫
⟨
z
3
,
z
4
(
n
)
,
z
5
(
n
)
⟩
|
f
(
z
)
|
d
z
≤
∫
⟨
z
3
,
z
4
(
n
)
,
z
5
(
n
)
⟩
|
f
(
z
o
)
|
+
ε
d
z
≤
(
|
f
(
z
o
)
|
+
ε
)
⋅
L
(
⟨
z
3
,
z
4
(
n
)
,
z
5
(
n
)
⟩
)
⏟
⟶
n
→
∞
0
⟶
n
→
∞
0
{\displaystyle {\begin{array}{rcl}\displaystyle \left|\int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz\right|&\leq &\displaystyle \int _{\scriptstyle \left\langle z_{3},z_{4}^{(n)},z_{5}^{(n)}\right\rangle }|f(z)|\,dz\\&\leq &\displaystyle \int _{\scriptstyle \left\langle z_{3},z_{4}^{(n)},z_{5}^{(n)}\right\rangle }|f(z_{o})|+\varepsilon \,dz\\&\leq &\left(|f(z_{o})|+\varepsilon \right)\cdot \underbrace {{\mathcal {L}}\left(\left\langle z_{3},z_{4}^{(n)},z_{5}^{(n)}\right\rangle \right)} _{{\stackrel {n\to \infty }{\longrightarrow }}0}{\stackrel {n\to \infty }{\longrightarrow }}0\end{array}}}
Dies gilt analog für jeden anderen Eckpunkt des Dreiecks.
Wenn der Punkt
z
0
{\displaystyle z_{0}}
auf einer Dreickseite liegt und keine Eckpunkt ist, kann man Dreieck mit
z
0
{\displaystyle z_{0}}
in zwei Teildreicke zerlegen.
Beweis (F2) - Schritt 1 - Punkt auf Dreieckseite[ Bearbeiten ]
Ohne Einschränkung liegt der Punkt
z
0
{\displaystyle z_{0}}
auf der Dreiecksseite zwischen
z
2
{\displaystyle z_{2}}
und
z
3
{\displaystyle z_{3}}
. Dann wählt man als Teildreiecke die Dreiecke
⟨
z
0
,
z
1
,
z
2
⟩
{\displaystyle \langle z_{0},z_{1},z_{2}\rangle }
mit ergänztem Wegintegral
⟨
z
0
,
z
1
⟩
{\displaystyle \langle z_{0},z_{1}\rangle }
⟨
z
1
,
z
0
,
z
3
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{0},z_{3}\rangle }
mit ergänztem Wegintegral
⟨
z
1
,
z
0
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{0}\rangle }
Beweis (F2) - Schritt 2 - Anwendung von (F1)[ Bearbeiten ]
Der Punkt
z
0
{\displaystyle z_{0}}
ist nun Eckpunkt von beiden Dreiecken
⟨
z
0
,
z
1
,
z
2
⟩
{\displaystyle \langle z_{0},z_{1},z_{2}\rangle }
und
⟨
z
1
,
z
0
,
z
3
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{0},z_{3}\rangle }
und man den Fall (F1) anwenden.
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
=
∫
⟨
z
0
,
z
1
,
z
2
⟩
f
(
z
)
d
z
⏟
=
0
(
F
1
)
+
∫
⟨
z
1
,
z
0
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
⏟
=
0
(
F
1
)
{\displaystyle \int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz=\underbrace {\int _{\scriptstyle \langle z_{0},z_{1},z_{2}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz} _{=0\,(F1)}+\underbrace {\int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{0},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz} _{=0\,(F1)}}
Beweis (F3) - Punkt im Inneren des Dreiecks[ Bearbeiten ]
Wenn der Punkt
z
0
{\displaystyle z_{0}}
im Inneren des Dreicks liegt, kann man von der Eckpunkt
z
1
{\displaystyle z_{1}}
durch
z
0
{\displaystyle z_{0}}
eine Gerade ziehen, die die gegenüberliegende Dreieckseite in
z
6
{\displaystyle z_{6}}
schneidet. Nun ergänzt man zwei weitere Integrationswege:
⟨
z
1
,
z
6
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{6}\rangle }
und
⟨
z
1
,
z
6
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{6}\rangle }
kann man Dreieck mit
z
0
{\displaystyle z_{0}}
in zwei Teildreicke zerlegen.
Beweis (F3) - Schritt 1 - Punkt im Dreiecksinneren[ Bearbeiten ]
Dann wählt man als Teildreiecke die Dreiecke
⟨
z
6
,
z
1
,
z
2
⟩
{\displaystyle \langle z_{6},z_{1},z_{2}\rangle }
mit ergänztem Wegintegral
⟨
z
6
,
z
1
⟩
{\displaystyle \langle z_{6},z_{1}\rangle }
⟨
z
1
,
z
6
,
z
3
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{6},z_{3}\rangle }
mit ergänztem Wegintegral
⟨
z
1
,
z
6
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{6}\rangle }
Die ergänzten Wegintegrale verändern verändern das Gesamtintegral durch die umgekehrte Laufrichtung nicht.
Beweis (F3) - Schritt 2 - Punkt im Dreiecksinneren[ Bearbeiten ]
Damit liegt
z
0
{\displaystyle z_{0}}
auf den zerlegten beiden Dreiecksränden auf einer Dreiecksseite
⟨
z
6
,
z
1
⟩
{\displaystyle \langle z_{6},z_{1}\rangle }
bzw.
⟨
z
1
,
z
6
⟩
{\displaystyle \langle z_{1},z_{6}\rangle }
. Damit kann man in beiden Teildreiecken den Fall (F2) anwenden.
∫
⟨
z
1
,
z
2
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
=
∫
⟨
z
6
,
z
1
,
z
2
⟩
f
(
z
)
d
z
⏟
=
0
(
F
2
)
+
∫
⟨
z
1
,
z
6
,
z
3
⟩
f
(
z
)
d
z
⏟
=
0
(
F
2
)
◻
{\displaystyle \int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{2},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz=\underbrace {\int _{\scriptstyle \langle z_{6},z_{1},z_{2}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz} _{=0\,(F2)}+\underbrace {\int _{\scriptstyle \langle z_{1},z_{6},z_{3}\rangle }\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!\!f(z)\,dz} _{=0\,(F2)}\qquad \Box }
In dem obigen Fall (F3), wenn
z
0
{\displaystyle z_{0}}
ein innerer Punkt ist, gibt es einen eindeutig definiert Punkt
z
6
{\displaystyle z_{6}}
auf der Dreiecksseite zwischen
z
2
{\displaystyle z_{2}}
und
z
3
{\displaystyle z_{3}}
. Berechnen Sie den Punkt
z
6
{\displaystyle z_{6}}
aus den gegeben Punkte
z
0
,
z
1
,
z
2
,
z
3
{\displaystyle z_{0},z_{1},z_{2},z_{3}}
mit einem linearen Gleichungssystem.
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