Kurs:IT Skills (Handelsdiplom VSH)/Datenspeicher
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Digitale Information ist immer eine Abstraktion von physikalischen Zuständen. „0“ und „1“ sind ja nur Namen, die wir Elektronenzuständen oder magnetischen Richtungen geben. Man kann sich das so vorstellen:
- Halbleiter (Transistoren): Elektronen sind entweder durchgelassen (1) oder blockiert (0). Das passiert auf Siliziumchips in Computern und Smartphones.
- Magnetische Speicher: Auf Festplatten sind winzige Bereiche magnetisiert (Nord-Süd oder Süd-Nord) → entspricht 0 oder 1.
- Optische Medien (CD, DVD, Blu-ray): Vertiefungen („Pits“) und glatte Stellen („Lands“) reflektieren Laserlicht unterschiedlich → digital interpretiert.
- Flüchtige Signale: Ein Funkpaket im WLAN oder eine Laserlicht-Pulsfolge in Glasfaser existieren nur, solange die Welle unterwegs ist. Sobald sie weg ist, ist auch die Information weg.
Das Spannende: Digitalität ist kein eigenes „Material“. Es ist immer ein Muster von physikalischen Zuständen, das wir nach einer Konvention als 0/1 deuten. Und deshalb gibt es eben keine digitale Information, die nicht irgendwo als physikalischer Zustand verankert ist – sei es Elektronenfluss, Magnetfeld, Lichtpuls oder Radiowelle. Anders gesagt: Digitale Information ist wie Musik in Notenschrift. Die Noten „existieren“ nicht von selbst, sie brauchen Papier oder Speicherchips. Ohne Medium gibt es nur Stille.