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Kurs:Mathematische Modellierung der Planetenbahnen/Zweikörperproblem

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Formulierung des Problems

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Zwei Körper der Massen und bewegen sich nur unter Einfluss der gegenseitigen Gravitation. Nach dem Newton'schen Gravitationsgesetz können die Bewegungsgleichungen

aufgestellt werden. Zur Anschaulichkeit kann Masse als Sonne und als Planet aufgefasst werden. Der entsprechende Grenzwert im Sonnensystem kann durch erreicht werden.

Koordinatenwechsel

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Um die Bewegungsgleichungen allgemein zu lösen werden die Gesamtmasse

und die reduzierte Masse

sowie der Schwerpunkt

und der Relativvektor

definiert. Im für das Sonnensystem relevanten Grenzfall entspricht der Masse der Sonne, der Masse des Planeten, dem Schwerpunkt der Sonne und dem Vektor des Planeten.

Mit den Bewegungsgleichungen können so

und

gefunden werden. Der Schwerpunkt führt damit eine geradlinig gleichförmige Bewegung aus und kann als gelöst betrachtet werden.

Für die Relativbewegung wird die Abkürzung und der Einheitsvektor eingeführt, um die noch zu lösende Bewegungsgleichung auf die Form

zu bringen.

Drehimpulserhaltung

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Da die Kraft in der Bewegungsgleichung parallel zu ist, muss der Drehimpuls erhalten sein. Damit findet die Bewegung in einer festen Ebene statt und es können Zylinderkoordinaten

gewählt werden. Der Drehimpuls kann dann durch

dargestellt werden.

Energieerhaltung

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Die einwirkende Kraft kann durch das Potential über

dargestellt werden. Damit ist die Energie

eine Erhaltungsgröße. Mit dem Ortsvektor in Zylinderkoordinaten und dem erhaltenen Drehimpuls lässt sich die Energie auch durch

darstellen. Damit kann die Relativbewegung durch die Bewegung eines Teilchens der Masse im Potential

beschrieben werden. Hieraus lässt sich über ein "kompliziertes" Integral die Lösung bestimmen. Stattdessen kann aber eine weitere Erhaltungsgörße verwendet werden.

Der Laplace-Runge-Lenz-Vektor

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Aus dem Impuls und dem Drehimpuls lässt sich die Größe

konstruieren. Es handelt sich um einen konstanten (nachrechnen!) Vektor, der in der Ebene der Bewegung liegt. Er zeichnet damit eine Achse im Koordinatensystem aus. Er wird als Laplace-Runge-Lenz-Vektor bezeichnet.

Wird der Ortsvektor auf den Laplace-Runge-Lenz-Vektor projiziert, so kann mit dem Winkel zwischen den Vektoren der Ausdruck

gefunden werden. Mit

und

entspricht dies aber dem Ausdruck

einer Ellipse. Da in diesem Ausdruck dem Perihel entspricht, aber gleichzeitig für die Parallelität von und steht, beschreibt der Laplace-Runge-Lenz-Vektor einen Vektor, der vom Ursprung aus aufgetragen immer zum Perihel zeigt.

Über den Betrag des Laplace-Runge-Lenz-Vektors

lässt sich die Exzentrizität durch die Energie der Relativbewegung

bestimmen. (Für gebundene Bewegungen, wie die der Planeten im Sonnensystem, ist die Energie negativ und damit )

Siehe auch

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