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Kurs:Topologische Invertierbarkeitskriterien/Beispiel - T-Algebra

Aus Wikiversity

Einleitung

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Die Lerneinheit analysiert eine topologische Algebra, die weder lokalkonvex noch pseudokonvex ist. Dazu wird zunächst ein topologischer Vektorraum betrachtet, der weder lokalkonvex noch pseudokonvex ist und dann als topologische Algebra erweitert, die eine stetige Multiplikation besitzt.

Vorgehen - Beispielkonstruktion

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Als Grundraum wird der Folgenraum bzgl. einer Nullfolge betrachtet, dessen Nullumgebungen durch eine topologieerzeugenden erzeugt wird. ist Teilmenge des Folgenraum der reellwertigen Nullfolgen. Man erzeugt mit nun einer Sequenz von kreisförmigen Nullumgebungen, die die Eigenschaft erfüllt.

Stetigkeit der Vektorraumverknüpfungen

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Die Kreisförmigkeit Nullumgebungen garantiert die Stetigkeit der Multiplikation mit Skalaren und die Eigenschaft garantiert die Stetigkeit der Addition.

Topologie nicht pseudokonvex

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Die erzeugte Nullumgebungsbasis von kreisförmigen Nullumgebungen sind nicht pseudokonvex bzw. lokal unbeschränkt.

Definition des Folgenraumes

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Ziel ist, eine topologischen Vektorraum als Folgenraum eines Vektorraum von reellwertigen Folgen zu definieren, wobei die Gaugefunktionale keine Quasihalbnormen sind und das Gaugefunktionalsystem die folgende Eigenschaft für die Stetigkeit der Addition erfüllt:

Definition des Folgeraumes

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Die Teilmenge der wird über eine streng monoton fallende Nullfolge definiert. Für die konkrete Wahl als -Raum wird z.B. über eine positive Zahl mit mit oder definiert:

Die Folge ist eine streng monoton fallende Nullfolge und erfüllt damit die Anforderungen für einen -Raum.

Folgenraum Teilmenge der Nullfolgen 1

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Die Folgen aus bzgl. sind Nullfolgen und es gilt für alle

Dieses Eigenschaft ergibt sich aus der Konvergenz der Reihe , denn dann muss es eine Indexschranke , ab der für alle . Ansonsten wäre die Reihen aus divergent.

Folgenraum Teilmenge der Nullfolgen 2

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Die Summanden der Reihe können folgende Abschätzung für alle mit nach unten abgeschätzt werden:

Aus der Konvergenz der Reihe für in folgt auch, dass liegt und damit für auch gilt und zugleich auch eine Nullfolge sein muss (siehe Folgenräume).

Definition topologieerzeugender Funktionale

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Man definiert nun folgende Funktion für :

mit streng monoton fallend.

Bemerkung - Hausdorff-Raum

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In diesem Fall wurde streng monoton fallend gewählt. Man kann die Eigenschaft auf beliebige Folgen abschwächen. Dann ist der topologische Vektorraum allerdings kein Hausdorff-Raum mehr, wenn z.B. ein mit existiert. In dieser -ten Komponente der Folge kann die Topologie die Punkte/Folgen nicht mehr trennen.

Nullumgebungen - Stetigkeitssequenz

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Für eine Stetigkeitssequenz der Addition benötigt man Sequenz von von Nullumgebungen. Die erste Nullumgebung wird dabei wie folgt definiert:

Für die Exponenten wird festlegt, damit der topologische Vektorraum eine Hausdorff-Raum ist. Die Eigenschaft, dass Folge eine Nullfolge ist führt dazu, dass die Topologie nicht pseudokonvex sein kann.

Wahl der Potenzfolge

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Argumentation für die Stetigkeit der Addition kann unabhängig von der konkreten Wahl der erfolgen, solange eine Nullfolge ist und eine Teilfolge existiert, wobei für die Folgenglieder ist. Ansonsten könnte die Topologie trotzdem pseudokonvex sein.

Sequenz von Nullumgebungen für die Addition

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Man definiert nun eine Sequenz von Nullumgebung , die folgende Eigenschaften besitzt:

  • ist kreisförmig für alle ,
  • für alle .

Für diese definiert nun eine Folge von absolut homogene Funktionen als Minkowski-Funktionale.

Sequenz der Nullumgebungen

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Nun werden die Nullumgebung in Abhängigkeit von der Funktion definiert, wobei die Zugehörigkeit von zu der Nullumgebung über festgelegt wird.

Stetigkeitssequenz der Addition

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Damit aus eine Stetigkeitssequenz der Addition erzeugt werden kann, muss folgende Teilmengenbeziehung nachgewiesen werden:

Stetigkeitskonstante der Addition

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Die einzelnen Beträge in den Summanden besitzen die folgenden Stetigkeitskonstanten der Addition und es gilt:

Minkowski-Funktional

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Wenn die Nullumgebungen kreisförmig sind, dann ist die zugehörigen Minkowski-Funktionale auch absolut homogen. Diese sind dann wie folgt definiert:

Die Folge der entsteht ebenso wie durch das topologieerzeugende Funktional mit dem Faktor . Da die Nullumgebung kreisförmig sind, sind alle absolut homogen und damit Gaugefunktionale für alle .

Stetigkeit der Addition 1

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Seien beliebig gewählt. Zu zeigen ist nun, dass die Folgen liegen. Man verwendet dazu die pseudokonvexe Dreiecksungleichung für den Betrag für beliebige .

Abschätzungen 1

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Seien nun und beliebig gewählt, dann kann man die Reihe wie folgt abschätzen:

Damit wurde gezeigt, dass die Reihen liegt, wenn gilt.

Abschätzungen 2

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Seien nun allgemein und beliebig gewählt, dann kann man die Reihe analog für beliebige abschätzen:

Damit wurde gezeigt, dass die Reihen liegt, wenn gilt. Damit erhält man .

Topologisierungslemma 1

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Mit der Anwendung des Topologisierungslemmas erhält man über die Definition des Minkowski-Funktionals für und beliebige :

Topologisierungslemma 2 - Kreisförmigkeit

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Da die Nullumgebungen kreisförmig sind, gilt mit :

und dazu analog

Damit erhält man einen gleichnamigen Nenner für die Addition von und .

Topologisierungslemma 3 - Teilmengenbeziehung

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Aus und folgt:

Topologisierungslemma 4 - Gaugefunktional

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Wegen der Kreisförmigkeit der Mengen ist das Minkowski-Funktional absolut homogen damit ein Gaugefunktional. Durch Anwendung der Teilmengenbeziehung auf die Definition des Minkowski-Funktionals erhält man:

Topologisierungslemma 5 - Gaugefunktional

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Durch Multiplikation mit erhält man

Da beliebig gewählt worden war, gilt die Ungleichung und die Addition ist damit stetig und die Sequenz von Gaugefunktionale ist eine Stetigkeitssequenz der Addition.

Umgebungsbasis - Hausdorff-Raum

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Die Mengen bilden eine Umgebungsbasis der Topologie des topologischen Vektorraumes . Der topologische Vektorraum ist ein Hausdorff-Raum , da in diesem Fall für alle auch gilt.

Vom Vektorraum zur Algebra

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Bisher liefert die Kreisförmigkeit für alle und der Teilmengenbeziehung die Stetigkeit der Multiplikation mit Skalaren und die Stetigkeit Addition. Für eine topologische Algebra benötigt man zunächst eine Multiplikation als innere Verknüpfung und dann muss man zeigen, dass diese Multiplikation auch stetig bzgl. der durch die Gaugefunktionale von definierten Topologie (siehe Stetigkeitssequenz der Multiplikation).

Definition der Multiplikation auf dem Folgenraum

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Auf dem -Folgenraum wird die Cauchy-Multiplikation verwendet, die wie folgt für definiert wird:

Für eine innere Verknüpfung muss man zeigen, dass gilt und auch die Stetigkeit der Verknüpfung nachweisen. Für den Nachweis der Stetigkeit verwendet man das Kaskaden-Lemma.

Kreisförmigkeit der Mengen 3

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Mit der summandenweisen Abschätzung erhlt man auch die Abschätzung für die Reihe:

Damit gilt auch

Definition von Nullumgebungen

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Zunächst definiert man für alle topologieerzeugende offene Mengen:

Für die Nullumgebungen werden nun Minkowski-Funktionale definiert.

Stetigkeitskonstante der Addition

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Für ein festes mit erhält man die Stetigkeitskonstante der Addition . Für erhält man analog:

Stetigkeitskonstante der Addition

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Mit dem Topologisierungslemma kann man für Stetigkeitskonstante der Addition folgende Abschätzung machen. Seien nun und . Nach Definition der Minkowski-Funktionale für die Nullumgebungen und , erhält man für jedes :

Dabei wird die Kreisförmigkeit bzw. absoluten Homogenität der Minkowski-Funktionale aus den vorherigen Beweischritten verwendet.

Folgenraum nicht pseudokonvex

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Man hat nun gezeigt, dass als Teilmenge eines Vektorraum von reellwertigen Nullfolgen ein topologischer Vektorraum ist. Nun wird noch nachweisen, dass keines der Gaugefunktionale aus dem Gaugefunktionalsystem eine Quasihalbnormen ist.

Korrespondenzsatz - Quasihalbnorm - p-Norm

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Mit dem Konkavitätsmodul einer Nullumgebung in einem lokal beschränkten bzw. pseudokonvexen topologischen Vektorraum kann man die Skalierung einer Nullumgebung angeben, damit Summen von Elementen wieder in liegen, das bedeutet mengentheoretisch:

Konkavitätsmodul - Abschätzung

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Zunächst betrachtet man eine grundlegende Abschätzung für den Konkavitätsmodul einer Nullumgebung im Zusammenhang mit Quasihalbnormen.

  • Wegen für alle Nullumgebungen gilt .
  • durch Bildung des Infimums bleibt die Abschätzung auch für das Konkavitätsmodul der Topologie erhalten mit .

p-Konvexität zu Konkavitätsmodul

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Sei mit . Nach Voraussetzung gibt es eine beschränkte, ohne Einschränkung, kreisförmige Nullumgebung mit

Damit kann aus einem gegeben mit die zugehörige Stetigkeitskonstante der Addition in der Quasihalbnorm berechnen:

Konkavitätsmodul zu p-Konvexität

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Ist umgekehrt das gegeben, dann kann umgekehrt auch das zugehörige mit berechnen, denn es gilt mit dem Logarithmengesetz zum Basiswechsel :

Monotonieverhalten

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Mit wachsendem konvergiert auch gegen und damit konvergiert das korrespondieren gegen 0.

Ferner gilt für alle und auch:

Pseudokonvexe Subadditivität

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Sei ein Körper mit () und . Die pseudokonvexe Subadditivität liefert das Lemma in den komplexen oder reellen Zahlen für alle das folgenden Ungleichung:

Diese Ungleichung wird nun für die Summanden angewendet.


Aufgaben für Studierende

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  • Analysieren Sie den Korrespondenzsatz für Quasihalbnormen und -Halbnormen!
  • Das Konkavitätsmodul einer Nullumgebung ist als Infimum definiert. Was bedeutet diese Infimumdefinition für die Existenz von zwei Folgen und .

Siehe auch

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Seiteninformation

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