In endlichdimensionalen Vektorräumen (wie z.B. dem
oder
) erzeugt
-Norm die gleiche Topologie, wie jede weitere Norm auf
die gleiche Topologie. Diese Lerneinheit bereit die Unterscheidbarkeit pseudokonvexen und lokalkonvexen Topologien vor. Jede lokalkonvexe Topologie ist auch pseudokonvex mit
, aber nicht jede pseudokonvexe mit
ist auch lokalkonvex. Das gilt nur für
-konvexe Menge mit
(siehe auf Ungleichungen von Clarkson).
Im Folgenden wird dies direkt für die Einheitskugel in der
im
geführt, da diese bei der Betrachtung von topologischen Invertierbarkeitskriterien eine Rolle spielt.
Roter Einheitskreis in der jeweiligen
-Norm in Abhängigkeit von
als Animation dargestellt.
Einheitskreise für ausgewählten
-Normen mit
.
Für
sind die Einheitskreisscheiben
konvex.
ist für
auch eine Norm. Für alle
ist die Einheitskreisscheibe nicht konvex.
Lemma zur p-Konvexitäts-Differenzierung
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Sei
die abgeschlossene Einheitskugel
bzgl. einer
-Norm mit
, dann gibt es immer zwei Elemente
, wobei die Konvexkombination
nicht in der Menge
liegt. Die verwendete
-Norm ist dabei:

Um zu beweisen, dass es in einer
-konvexen Menge mit
in den reellen Zahlen immer zwei Elemente
und
gibt, bei denen die Konvexkombination
nicht in der Menge liegt, müssen wir zunächst den Begriff der
-Konvexität klären.
Nutzung der Definition der p-Konvexität:
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Die Menge
ist
-konvex für ein
, wenn für alle
und alle
gilt:

Ferner gilt
mit
.
Beweisschritt 1 - Wahl der beiden Elemente
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Seien
und
so gewählt, das diese auf dem Rand der Einheitkugel
im Folgenraum
liegen, also
und
gilt. Dabei werden
als kanonische Basisvektoren gewählt:

Beweisschritt 2 - Festlegung der Konvexkombination
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Man zeigt nun, dass die Konvexkombination
nicht in
liegt, wobei gilt:

Beweisschritt 3 - Verwendung der Definition der p-Konvexität
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Nach der Definition der
-Konvexität muss für alle
gilt mit
und

Damit gilt für
, da mit
die Ungleichungen gelten:

Beweisschritt 4 - Betrachtung der Konvexkombination
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Betrachtet man die folgende Konvexkombination mit
unter Verwendung der Eigenschaften einer
-Norm :

Damit gilt mit
auch
. Die Einheitskugel
ist damit nicht konvex.
Man hat nun gezeigt, dass es in einer
-konvexen Menge
mit
in Vektor immer zwei Elemente
gibt, bei denen die Konvexkombination
nicht in der Menge
liegt. Damit ist die abgeschlossene Einheitskugel
nicht konvex.
Korrollar für endlichdimensionale Vektorräume
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Sei
die abgeschlossene Einheitskugel bzgl. einer
-Norm mit
, dann gibt es immer zwei Elemente
, wobei die Konvexkombination
nicht in der Menge
liegt. Die verwendete
-Norm ist dabei:

Der Beweis für das Korollar erfolgt analog zum Beweis für den Raum
. Im endlichdimensionalen Fall erzeugt die
-Norm allerdings auch wieder eine Norm zur Erzeugung der Topologie verwenden kann (siehe auch Korrespondenzsatz mit endlich vielen Basisvektoren)
Die oben genannte Betrachtung kann auf Folgenräume
angewendet werden.
Bemerkung 2 - Ungleichungen von Clarkson
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Für eine allgemeinere Betrachtung in
-Räumen ist die Analyse der Ungleichungen von Clarkson hilfreich.