Kurs:Welterbe, Kulturgüterschutz und Kommunikation (Sommeruniversität 2016)/Arbeiten/Immaterielles Kulturerbe und Kulturvermittlung bei Servus TV

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Ein Beispiel für ein immaterielles Kulturerbe: der Blaudruck

Dadurch, dass das immaterielle Kulturerbe fortlaufend sichtbar gemacht wird, wird neben der Bildung eines Bewusstseins der Kultur der Traditionsträger gebildet, auch öffentliches und mediales Interesse entwickelt sich[1]. Auf das mediale Interesse soll in diesem Artikel näher eingegangen werden. Aus diesem Grund setzt er sich mit der Frage auseinander, wie der Sender Servus TV mit der Thematik des immateriellen Kulturerbes]] anhand der Sendung „Heimatleuchten Spezial. Das Feuer weitergeben“ umgeht. Als erstes soll der Sender Servus TV kurz vorgestellt werden, bevor das immaterielles Kulturerbe erklärt wird. Auf dies folgen die methodische Vorgehensweise sowie die Auswertung. Abgerundet wird dieser Beitrag durch eine Zusammenfassung mit Fazit.

Servus TV[Bearbeiten]

Der Fernsehsender Servus TV gehört zur Red Bull Media House GmbH. Der Fokus des Senders wird auf den Alpenraum gelegt, wobei unter anderem Reportagen und Magazine, Dokumentationen, Sportereignisse (inklusive Red Bull TV), Unterhaltungsformate, sowie Spielfilme und Serien übertragen werden. Im gesamten deutschsprachigen Raum wird ausgestrahlt, wobei der der Programmschwerpunkt des Senders der Alpenraum ist[2]. Der im Jahr 2009 gegründete Sender legt seinen Fokus auf hohe Qualität sowie Unterhaltung[3]. Aus dem Grund, dass Servus TV unterstreicht, dass ihr Programmschwerpunkt auf dem Alpenraum liegt, soll sich dieser Beitrag mit der Frage auseinandersetzen, wie Servus TV mit dem österreichischem immateriellen Kulturerbe umgeht. Dabei soll das Format „Heimatleuchten Spezial. Das Feuer weitergeben.“ untersucht werden.

Immaterielles Kulturerbe[Bearbeiten]

Die UNESCO, United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, ist eine völkerrechtliche Organisation, welche sich der Bildung von Netzwerken zwischen Staaten verschreibt, um Solidarität zu fördern. Im Jahr 1945 wurde die Organisation gegründet, weil man, bedingt durch zwei Weltkriege innerhalb einer Generation, feststellen musste, dass politische und ökonomische Vereinbarungen nicht unbedingt genügen müssen, um langfristigen Frieden zu bewirken[4]. Viele Projekte werden von der Organisation umgesetzt und betreut, unter anderem das des immateriellen Kulturerbes welches in den folgenden Zeilen näher erläutert wird. Im Jahr 2003 hat sich die UNESCO im Rahmen der 32. Generalversammlung das Ziel gesetzt, auch das immaterielle Kulturerbe weltweit zu schützen. Dieses Übereinkommen wurde in Österreich im Jahr 2009 ratifiziert, womit die Österreichische UNESCO-Kommission folgende Aufgaben zu erfüllen hat: Maßnahmen zu fördern, welche der Bewusstseinsbildung zur Erhaltung, Vermittlung sowie Förderung von immateriellen Kulturerbe von Österreich beitragen sowie das Erstellen eines Verzeichnisses, welches alle Traditionen des österreichischen immateriellen Kulturerbes beinhaltet. Über 90 Traditionen befinden sich bereits auf dieser Liste, zwei davon sogar im internationalen Verzeichnis, nämlich die „Falknerei“ sowie die „Fastnacht Imst – Schemenlaufen“.[5] Als „ein Prozess der Sichtbarmachung und des Kennenlernens unserer Tradition“[6] wird das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in einem Magazin der UNESCO beschrieben [5]. Um zu verdeutlichen können, welche Traditionen mit dem Prädikat des immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet werden, sollen in den folgenden Zeilen ein paar Beispiele gegeben werden. Das Aufzählen aller 90 würde den Rahmen dieses Artikels sprengen (die Liste kann allerdings online gefunden werden). Beispiele sind das Märchenerzählen, die österreichische Gebärdensprache, das Heiligenbluter Sternsingen, der Pinzgauer Tresterertanz der Salzburger ALPINA, der Funkensonntag, die Klöppelei in Salzburg oder das Hundstoaranggeln.[5] Halbjährlich entscheidet ein Fachbereit, über die Aufnahme von Traditionen in die österreichische Liste des immateriellen Kulturerbes und über die Nominierung für internationale Listen der UNESCO zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Jeder, der findet, dass er ein immaterielles Kulturerbe tradiert, kann sich für die Aufnahme in die Listen bewerben – zuerst für die österreichische und bei positiven Bescheid für eine Nominierung für die internationale[7].

Worum genau handelt es sich beim immateriellen Kulturerbe? Eine Erklärung des immateriellen Kulturerbes und was es zu schützen vermag, wird in den folgenden Zeilen gegeben. Dazu wird das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes herangezogen. Dieses Übereinkommen definiert den Begriff folgendermaßen:

„Unter ‚immateriellen Kulturerbe‘ sind Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten – sowie die dazugehörigen Instrumente, Objekte, Artefakte und kulturellen Räume zu verstehen, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen.“.[5]

Zudem ist wichtig, dass das immaterielle Kulturerbe von einer Generation in die nächste weitergegeben wird, dass Gefühle der Identität und Kontinuität entwickelt werden, dass kulturelle Identität vermittelt und menschliche Kreativität gefördert wird. Es darf nicht gegen bestehende Menschenrechtsübereinkünfte, gegen Achtung von anderen Menschen oder gegen nachhaltige Entwicklung wirken[8]. Die vier hauptsächlichen Ziele des Übereinkommens sind die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, die Gewährleistung der Achtung des immateriellen Kulturerbes, die Bewusstseinsförderung des Kulturerbes sowie die gegenseitige Wertschätzung ihrer und die Zusammenarbeit und Unterstützung auf internationaler Ebene[9]. Es soll des Weiteren erwähnt werden, wie „immaterielles Kulturerbe“ zum Ausdruck gebracht wird. Hierbei kann man zwischen mündlichen Überlieferungen, welche sich des Mediums der Sprache bedienen, zwischen darstellenden Künsten, zwischen gesellschaftlichen Ritualen und Praktiken, zwischen Wissen über Natur und Umwelt sowie zwischen traditioneller Heimwerkskunst unterscheiden [10]. Denn insgesamt lässt sich das immaterielle Kulturerbe nach Vorgaben des Übereinkommens laut dem Prospekt Immaterielles Kulturerbe in Österreich in fünf verschiedene Bereiche gliedern:

  1. . Mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen, einschließlich der Sprache als Trägerin des immateriellen Kulturerbes
  2. . Darstellende Künste
  3. . Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste
  4. . Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum
  5. . Traditionelle Handwerkstechniken

[11].

Methodische Vorgehensweise[Bearbeiten]

Um das Ziel der Arbeit erreichen zu können, wird für die Methode die Inhaltsanalyse herangezogen. Die Inhaltsanalyse ist eine empirische Methode[12] und hat zum Ziel, Rückschlüsse von sprachlichem Material auf nicht sprachliche Phänomene zu ziehen – es wird also Material, welches bereits erhoben wurde, untersucht [13]. Werner Früh beschreibt die Inhaltsanalyse folgendermaßen:

„Die Inhaltsanalyse ist eine empirische Methode zur systematischen, intersubjektiv nachvollziehbaren Beschreibung inhaltlicher formaler Merkmale von Mitteilungen, meist mit dem Ziel einer darauf gestützten interpretativen Inferenz auf mitteilungsexterne Sachverhalte“[12]

Der Begriff empirische Methode meint dabei den Zugang zur Realität.[12] Dabei werden sprachliche Eigenschaften nicht nur objektiv sondern auch systematisch herausgefiltert und beschrieben, um auf Eigenschaften, welche nicht sprachlich sind, ziehen zu können. Wenn Menschen schreiben und sprechen, zeigen sie dabei „ihre Absichten, Einstellungen, Situationsdeutungen, ihr Wissen und ihre stillschweigenden Annahmen über die Umwelt“ [13]. Dabei werden die im Zitat genannten Begriffe vom soziokulturellen System beeinflusst . Wichtig dabei ist, dass man sich mit relevanten Sachverhalten beschäftigt. Denn die Inhaltsanalyse hat zum Ziel, Material, welches entweder menschliches Verhalten oder soziales Handeln zeigt, zu analysieren [13]. Denn grundsätzlich zeigt sie auf, was in den Texten steht, zusätzlich kann man aber auch Schlussfolgerungen ziehen, die nicht in den Texten stehen.[12] Allen voran werden in der wissenschaftlichen Inhaltsanalyse Texte analysiert, zusätzlich, aber, können auch Filme, akustische Materialien, Akten, Bilder, Fotografien, historische Dokumente, Dokumente aus dem Internet sowie Mimik, Gestik und Motorik ausgewertet werden. Dabei kann man sich sowohl explizite als auch implizite Inhalte fokussieren. Die Analyse kann entweder angewandt werden, um auf emotionale/kognitive Befindlichkeiten oder Deutungsmuster des/der Kommunikators/in oder um auf die Wirkung der Inhalte auf den/die Rezipienten/in zu schließen [13]. Man kann zwischen drei verschiedenen Arten von Inhaltsanalysen unterscheiden, nämlich den formal-deskriptiven Ansatz, den diagnostischen Ansatz sowie prognostische Ansätze. Der erste Ansatz „beschreibt Mitteilungen anhand rein äußerlicher, nicht-inhaltlicher Merkmale“. Der diagnostische Ansatz hat zum Ziel, etwas über die Beziehung zwischen Kommunikator/in/Mitteiler/in auszusagen und die prognostischen Ansätze haben die Wirkungen auf die Rezipienten im Fokus.[12]

Außerdem kann man zwischen der qualitativen und der quantitativen Inhaltsanalyse unterscheiden. Bei der quantitativen Inhaltsanalyse wird der Kommunikationsinhalt, welcher alle symbolischen Bedeutungen, die in der Kommunikation hervorgebracht werden, umfasst, in Bezug auf objektive, systematische sowie quantitative Deskriptionen untersucht. Dazu muss vorerst eine Analyseeinheit festgelegt werden, welche das Material aufteilt. Danach soll jede Analyseeinheit mit den gleichen theoretischen Instrumentarien analysiert werden, wobei er jede Analyseeinheit nach verschiedenen Dimensionen untersuchen kann. Dabei soll eine Systematik gewährt werden. Innerhalb der Dimensionen soll eine Anzahl von deskriptiven Kategorien vorherrschen, um einen Informationsgehalt zu geben (beispielsweise vorhanden – nicht vorhanden). Abschließend soll quantifiziert werden, sprich, es sollen Häufigkeitsaufzählungen gemacht werden.[13] Die qualitative Inhaltsanalyse kann in zwei verschiedene Formen unterschieden werden. Merkmale der qualitativen Inhaltsanalyse sind Offenheit, Kommunikativität, Naturalistizität sowie Interpretativität.[13] Es gibt verschiedene Techniken der qualitativen Inhaltsanalyse. In dieser Arbeit soll die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewandt werden. Dabei gibt es neuen Stufen:

  1. .Festlegung des Materials – genaue Definition des zu analysierenden Materials
  2. .Analyse der Entstehungssituation – welchen Entstehungszusammenhang gibt es
  3. .Formale Charakterisierung des Materials – in welcher Form liegt das Material vor
  4. .Richtung der Analyse – Frage nach dem, was man eigentlich herausfinden möchte
  5. .Theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung – Fragestellung der Analyse soll vorab geklärt werden zudem muss sie an die bereits bestehende Forschung über den Gegenstand angebunden werden
  6. .Bestimmung der Analysetechnik – Zusammenfassung, Explikation und Strukturierung
  7. .Definition der Analyseeinheit – Bestimmung der Textteile, die ausgewertet werden sollen
  8. .Analyse des Materials – Schilderung der drei grundlegenden inhaltsanalytischen Analyseverfahren
  9. .Interpretation

[13], [14].

Für diese Arbeit soll die oben beschriebene qualitative Inhaltsanalyse herangezogen werden, da das Ziel der Arbeit, wie schon erwähnt, die generelle Beschreibung des Umganges mit dem immateriellen Kulturerbe von Servus TV ist. Deshalb sollen vorerst die neun Punkte geklärt werden. Das zu analysierende Material ist die Sendung „Heimatleuchten Spezial – Das Feuer weitergeben“. Das Material liegt als Film vor, welches auf der Homepage von Servus TV abgerufen werden kann: Heimatleuchten Spezial - Das Feuer weitergeben. Die Analyse wird auf den oben geschilderten theoretischen Teil des immateriellen Kulturerbes gestützt. Es wird die gesamte Sendung herangezogen und es werden jene Teile analysiert, welche sich dezidiert mit dem immateriellen Kulturerbe beschäftigen. Als Beispiel kann man die Analyse einer Sequenz im Anhang finden.

13 Volkskulturformate von Servus TV[Bearbeiten]

Insgesamt bietet Servus TV laut aktueller Homepage sieben Volkskulturformate. Eine wikipediainterne Liste gibt zusätzliche sechs Formate an. Zusammenfassend handeln die Formate von Heimat, Natur, Menschen, Traditionen und Volkskultur. Bevor mit der Analyse eines ausgewählten Formates begonnen werden soll, soll jedes der von Volkskultur handelnden Formate in den folgenden Zeilen kurz erklärt werden: Liste laut Homepage:

  • Einfach gut leben: Einfache Möglichkeiten in Bezug auf Bewegung, heimische Natur und richtige Ernährung für ein gesundes und zufriedenes Leben werden von Dr. Hans Gasperl gegeben. Die aktuellen Themenschwerpunkte liegen auf gesundem und genussvollem Leben, ganzheitlicher Medizin, Heilpflanzen, Ernährung, Kochen, Wohlfühltipps sowie richtiger Bewegung.[15]
  • Hoagascht: Bertl Göttl, Conny Bürgler, Christina Ömmer und Richard Deutinger zeigen im Volkskultur-Magazin echte Volksmusik und gelebtes Brauchtum - alpenländische Volkskultur, ist eine, die sie selber leben und verkörpern. Der Name des Formates wurde daher gewählt, da "Hoagaschtn" neben dem gemütlichen Zusammensitzen und Plaudern auch das gemeinsame Musizieren und Singen umschreibt.[16]
  • Unterwegs mit Bertl Göttl: Der Servus TV-Brauchtumsexperte untersucht die musikalische, landwirtschaftliche sowie handwerkliche Vielfalt in den Alpen. Dabei begegnet er außergewöhnlichen Menschen sowie unbekannten Orten. Nicht nur die Menschen sondern auch die Regionen werden so den Zuseher authentisch gezeigt. [17]
  • Wir sind ...: Bei diesem Format wird wöchentlich ein Mensch vorgestellt, welcher sein/ihr Leben auf leidenschaftliche Weise gestaltet. So kann ein Spiegel der Gesellschaft gezeigt werden. Auf die persönliche Geschichte wird Wert gelegt, ganz gleich, ob es sich um Wissenschaftler, Bildhauer, Frisöre oder Automechaniker handelt. [18]
  • Groß am Land: Auf der Suche nach dem großen Geist in Südtirol sowie in Wild-West Stimmung am Sold River begibt sich David Groß. [19]
  • Trachten: Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne werden viele Ansichten der heutigen Trachtenkultur gezeigt. Dazu werden Menschen, die sich der Tracht verschrieben haben, begleitet. [20]
  • Heimatleuchten: Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus dieses Format auf dem ganz persönlichen Ort: der Heimat. Reisen durch die Heimat geben außergewöhnliche Blickwinkel auf sie. Im Fokus stehen dabei Traditionen, Landschaften, Handwerkskünste, Geschmäcker sowie verschiedene Geschichten. [21]

Weitere Formate laut Wikipedia:

  • Fast vergessen: Profis werden bei der Ausübung ihrer Handwerkskünste gezeigt. Man läuft Gefahr, Traditionen, die heutzutage keinen Praktischen Nutzen mehr haben, zu vergessen. Aussterbende Berufe und das dazugehörige Wissen werden vermittelt. [22]
  • Heimatlexikon - Unser Österreich: Ein Nachschlagewerk zum Stöbern und Staunen. In Kooperation mit dem Austria Forum hat Servus TV ein Lexikon erstellt, das all das abdeckt, was für Österreich typisch ist. Nachdem Zuseher Themen vorgeschlagen haben, wurden ausgewählte Themen in Videoclips umgewandelt und in fünf-minütigen Kurzreportagen im Fernsehen ausgestrahlt. Berufe, Bräuche, Naturphänomene und Burgen werden dabei beispielsweise abgedeckt [23]
  • Hin über'd Alm: Tradition, Handwerk und Kulinarik an unberührten Flecken im Alpenraum. Conny Bürgler und Christina Brunnauer besuchen unberührte Flecken im Alpenraum und vermitteln dabei das Gefühl, wenn man eine Alm besucht: Ruhe, Natur und das einfache Leben. Musik, regionales Handwerk sowie Herstellung typischer Almprodukte wie beispielsweise Käse und Schnaps werden dabei gezeigt. Im Fokus stehen die Menschen und ihr Idealismus sowie ihre Leidenschaft. [24]
  • Mythenland - Köhlmeier
  • Pixner's BACKstage: Herbert Pixner präsentiert wieder musikalische Gradwanderungen aus der Kulturbackstube Innsbruck. Junge Künstler experimentieren mit Musikstilen, während sie ihren musikalischen Wurzeln treu bleiben. Herbert Pixner gilt als einer der bekanntesten Vertreter der alpinen Volksmusik, denn er wisse es zu verstehen, den Spagat zwischen traditioneller Volksmusik und innovativer Weltmusik zu spannen. [25]
  • Das Salzkammergut - haftig, pfachtlig, gschmoh Bräuche und Landschaften des "zehnten Bundeslandes" werden in einer Doku-Reihe gezeigt. Eine Eishöhle, ausgestorbene Raubtiere und von der UNESCO ausgezeichnete Bräuche wurden bei über einem Jahr erstreckten Dreharbeiten aufgenommen. Das Salzkammergut wird von seiner unbekannten Seite gezeigt. [26]

Nähere Informationen zum Format Heimatleuchten[Bearbeiten]

Das Format Heimatleuchten ist eine Dachmarke des Senders Servus TV, durch welches ländliche Themen sowie Heimatgefühl vermittelt werden sollen. Tradition, Brauchtum und Kulinarik werden jeden Freitag im Hauptabendprogramm gezeigt. Laut der Qualitätszeitung Der Standard beschreibt Martin Blank, der Geschäftsführer von Servus TV, das Format folgendermaßen: "Und gerade mit diesen sind wir tief verwurzelt in Österreich und zeigen seine unglaubliche Vielfalt: die unterschiedlichsten Traditionen, wunderbare Landschaften, fantastische Kulinarik und herausragende Geschichten über wunderbare Menschen. All dem geben wir mit 'Heimatleuchten' einen neuen Raum." Im Fokus stehen also nicht nur Menschen sondern auch Landschaften und Traditionen. Dabei wird mit renommierten Filmhochschulen zusammengearbeitet, denn so könne auch das Verständnis der Heimat von jungen Menschen erfragt werden.[27]

Auswertung[Bearbeiten]

Es werden Traditionen des immateriellen Kulturerbes im Film erläutert. Hingeleitet wird durch eine Erklärung und durch Beispiele des UNESCO Welterbes, bevor erläutert wird, was immaterielles Kulturerbe ist. Es wird als ein Schatz bezeichnet, welcher seit Jahrhunderten existiert, seien es Traditionen oder Jahrhunderte alte Handwerkskunst. Wichtig ist, dass „das Feuer heute noch brennt“. Nachdem die ersten beiden Traditionen vorgestellt wurden, folgt im Film eine weitere Erläuterung des immateriellen Erbes, nämlich, dass durch die Suche nach dem kulturellen Erbe neue Perspektiven auf das Land gefallen sind, dass die Bräuche und Menschen so unterschiedlich wie die Natur sind und schließlich, dass die Menschen eines vereint: der Wunsch, das Erbe ihrer Vorfahren weiterzugeben. Danach wird jede Tradition in einer Sequenz dargestellt, wobei man ein bestimmtes Muster feststellen kann. Nämlich wird die Tradition bildlich dargestellt, sprich, die Ausübung des immateriellen Kulturerbes wird gezeigt. Ein omnipräsenter Sprecher beschreibt die Traditionen und gibt allgemeine Informationen zum Kulturerbe. In hochdeutscher Sprache beschreibt die Männerstimme unter anderem auch immer, seit wann es das Kulturerbe gibt, woher es kommen kann und betont auch immer die Jahrhunderte lange Tradition. Daneben geben Experten, also Personen, welche das immaterielle Kulturerbe (im Film) praktizieren, ihre Meinungen ab. Diese beschreiben unter anderem Gefahren und Schwierigkeiten des immateriellen Kulturerbes, welche sie praktizieren, sprechen von ihren Erfahrungen, die sie gemacht haben und erläutern auch, wie ihr Praktizieren ihrer Tradition bei der breiten Bevölkerung ankommt. Zudem beschreiben die Experten auch oft, warum ihnen das wichtig ist, beziehungsweise warum sie die Tradition/etc. praktizieren. Außerdem wird oft die geschichtliche Entwicklung des kulturellen Erbes erläutert. Warum die genannte Tätigkeit als Kulturerbe gelten soll, geben die Experten zusätzlich häufig in ihrer eigenen Meinung ab Um das eben genannte sehr allgemeine verdeutlichen zu können, soll ein Beispiel gegeben werden, nämlich das immaterielle Kulturerbe „Bergfeuer von Ehrwald“ (siehe Anhang). Eine genaue Erläuterung aller gezeigten Bräuche, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Dennoch sollen in der folgenden Aufzählung ein Teil der Bräuche/Traditionen/Handwerke, welche im Film dargestellt werden, aufgezählt werden: Transhumans, Blaudruck, Falknerei, Hundstoaranggeln, Pecherei, Bergfeuer Ehrwald, Dudeln, Schleuninger, Pechöl.

Zusammenfassung und Fazit[Bearbeiten]

Im Format „Heimatleuchten Spezial. Das Feuer weitergeben.“ werden in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommene Bräuche/Traditionen/Handwerke gezeigt. Neben allgemeinen Erklärungen, was das UNESCO Kulturerbe beziehungsweise das immaterielle Kulturerbe ist, werden jeder Tradition im Film ein paar Minuten gewidmet, in denen sie nicht nur bildlich gezeigt werden, sondern auch durch eine omnipräsente Stimme erklärt und mit Hintergrundinformation ergänzend beschrieben werden. Die Experten, welche bei der Ausführung des immateriellen Kulturerbes gezeigt werden, erläutern zusätzliche Dinge, wie warum sie das Kulturerbe praktizieren, was man dabei beachten muss, mit welchen Schwierigkeiten es verbunden ist, wie es bei der Bevölkerung ankommt und warum die Tradition als immaterielles Kulturerbe gelten soll. Neben des ausgewählten Formates bietet der Fernsehsender Servus TV noch weitere Sendungen an, welche sich mit dem immateriellen Kulturerbe beschäftigen – diese ebenfalls zu analysieren würde den Rahmen der Arbeit sprengen.


Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Immaterielles Kulturerbe in Österreich. Verzeichnis 2014/2015. Österreichische UNESCO-Kommission.
  2. ServusTV (2016): Der Sender. Online unter: https://www.servustv.biz/de_AT/der-sender/ (22.11.2016).
  3. Derstandard (2016): Red-Bull-Sender Servus TV stellt Betrieb ein, geplanter Betriebsrat als Mitgrund. Online unter: http://derstandard.at/2000036209341/Mateschitz-gibt-Servus-TV-auf-Red-Bull-Sender-stellt-Betrieb (31.01.2017).
  4. UNESCO (2016): Introducing UNESCO. Online unter: http://en.unesco.org/about-us/introducing-unesco (22.11.2016).
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 UNESCO Österreich a (2007-2011). Immaterielles Kulturerbe. Online unter: http://www.unesco.at/kultur/immat_kulturerbe.htm (22.11.2016).
  6. Immaterielles Kulturerbe in Österreich. Verzeichnis 2014/2015. Österreichische UNESCO-Kommission.
  7. UNESCO Österreich c (2007-2011): Bewerbung um Aufnahme in das Österreichische Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Online unter: http://immaterielleskulturerbe.unesco.at/cgi-bin/page.pl?id=7&lang=de (22.11.2016).
  8. Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes (2009): Online unter: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2009_III_76/COO_2026_100_2_543571.pdf (22.11.2016).
  9. Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes (2009): Online unter: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2009_III_76/COO_2026_100_2_543571.pdf (22.11.2016).
  10. Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes (2009): Online unter: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2009_III_76/COO_2026_100_2_543571.pdf (22.11.2016).
  11. Immaterielles Kulturerbe in Österreich. Verzeichnis 2014/2015. Österreichische UNESCO-Kommission.
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 Werner Früh (2009): Inhaltsanalyse, 7. Auflage. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH.
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 13,6 Siegfried Lamnek: Qualitative Sozialforschung, 2010. 5. Auflage. Weinheim/Basel: Beltz Verlag.
  14. Mayring, Phillip (2003): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Weinheim/Basel: Beltz Verlag
  15. Servus TV (2017): Einfach gut leben. Online unter: http://www.servustv.com/at/Sendungen/Einfach-gut-leben (26.02.2017)
  16. Servus TV (2017): Hoagascht. Online unter: http://www.servustv.com/at/Sendungen/Hoagascht (26.02.2017)
  17. Servus TV (2017): Unterwegs mit Bertl Göttl. Online unter: hhttp://www.servustv.com/at/Sendungen/Unterwegs-mit-Bertl-Goettl (26.02.2017)
  18. Servus TV (2017): Hoagascht. Online unter: http://www.servustv.com/at/Sendungen/Wir-sind (26.02.2017)
  19. Servus TV (2017): Groß am Land. Online unter: http://www.servustv.com/at/Sendungen/Gross-am-Land (26.02.2017)
  20. Servus TV (2017): Trachten. Online unter: https://www.servustv.com/at/Themen/Volkskultur/Trachten/Uebersichtd (26.02.2017)
  21. Servus TV (2017): Heimatleuchten. Online unter: http://www.servustv.com/at/Sendungen/Heimatleuchten (26.02.2017)
  22. Servus TV (2017): Fast vergessen. Online unter: https://www.servustv.com/at/Sendungen/Fast-vergessen (26.02.2017)
  23. Servus TV (2017): Heimatlexikon. Online unter: https://www.servustv.com/at/Sendungen/Heimatlexikon-Unser-Oesterreich (26.02.2017)
  24. Servus TV (2017): Hin über'd Alm. Online unter: https://www.servustv.com/at/Sendungen/Hin-ueber-d-Alm (26.02.2017)
  25. Servus TV (2017): Pixner's BACKstage. Online unter: https://www.servustv.com/at/Sendungen/Pixners-Backstage (26.02.2017)
  26. Servus TV (2017): Das Salzkammergut. Online unter: https://www.servustv.com/at/Sendungen/Salzkammergut (26.02.2017)
  27. Der Standard (2015): Fingerhakeln: Servus TV bittet Dörfler zum Duell. Online unter http://derstandard.at/2000024292526/Fingerhakeln-Servus-TV-bittet-Doerfler-zum-Duell (26.02.2017)

Weblinks[Bearbeiten]