In dieser Lerneinheit werden wir den Begriff "lokal beschränkter topologischer Vektorraum" erläutern und Beispiele dafür angeben. Lokal beschränkte topologische Vektorräume
sind verallgemeinert normierte Vektorräume in der Funktionalanalysis und spielen eine wichtige Rolle in vielen Bereichen der Mathematik und Physik.
Definition - lokal beschränkter topologischer Vektorraum
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Ein topologischer Vektorraum
mit der Topologie über einem Körper
oder
), heißt lokal beschränkt, wenn es eine beschränkte Nullumgebung
, sodass der mit einer Topologie ausgestattet ist, so dass die Vektoraddition und die Skalarmultiplikation stetig sind.
Sei
ein topologischer Vektorraum über dem Körper
und
. Ein Funktional
heißt
-Norm auf
mit
als Konkavitätsexponent, falls
folgende Bedingungen erfüllt:
- (PN1)

- (PN2)

- (PN3)

Für
kann man ein
-Norm auch zu einer Norm machen, indem man die Norm
wie folgt definert:
![{\displaystyle \left\|x\right\|_{\ast }:=\left\|x\right\|^{\frac {1}{p}}={\sqrt[{p}]{\left\|x\right\|}}}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/78077a057f04e4ec466f4d4c4b74004e03223301)
Nur für
bleibt beim Ziehen der
-ten Wurzel auch die Dreiecksungleichung in
erhalten.
Mit der durch die
-Norm
definierten Topologie wird
zu einem topologischer Vektorraum.
Beispiele - Lokal beschränkte Vektorräume
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In den folgenden Beispielen werden lokal beschränkte Vektorräume genannt:
Beispiel 1 - Lokal beschränkter Folgenraum
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Für
ist, der folgende Folgenraum normierbar. Daher wird
gewählt, damit der Folgenraum lokal beschränkt, aber nicht normierbar ist.

Die Menge
enthält alle Folgen in
, die absolut-p-summierbar sind.
Sei
mit
, dann gilt:

Damit gilt für alle
auch
und
. Also ist
der Nullvektor in
Man definiert die
-Norm über die Reihe für eine
und für
:

Seien
und
beliebig gewählt, dann gilt:

Die Dreiecksungleichung folgt über die Verwendung der pseudokonvexen Subadditivität, die die folgende Ungleichung
für
und alle
liefert:

Diese Ungleichung wird nun auf die Summanden in der Reihe angewendet.
Seien
und
beliebig gewählt, dann gilt:

Insgesamt gilt damit die Dreiecksungleichung
ist für
zwar nicht normierbar aber nocht metrisierbar mit der folgenden Metrik:

Sei
und der Definitionsbereich
macht den Raum
der stetigen Funktionen von
nach
mit der folgenden
-Norm

zu einem lokalbeschränkten topologischen Vektorraum (siehe auch Normen, Metriken, Topologie).
- Zeigen Sie, dass der Raum
der stetigen Funktionen von
nach
mit der folgenden
-Norm

- eine
-Norm auf
ist und
zu einem lokalbeschränkten topologischen Vektorraum
- Zeigen Sie die Trennungseigenschaft, indem Sie aus der Existenz von eine
mit
mit der Stetigkeit folgern, dass es ein
gilt, sodass gilt insbesondere für
und
:

- Damit erhält man die Ungleichung

- und man kann das Integral
gegen den Flächeninhalt des Rechtecks mit der Seitenlänge
und
abschätzen.
- Zeigen Sie, dass der Funktionenraum mit der
-Norm nicht vollständig ist!
Topologische Invertierbarkeitskriterien
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-Regularität - Charakterisierung von
-regulären Element in normierten topologischen Vektorräumen,
-Regularität - Charakterisierung von
-regulären Element in lokal beschränkte Topologien,