Mersenne-Primzahlen/Einführung/Textabschnitt
Eine Primzahl der Form heißt Mersennesche Primzahl.
Generell nennt man die Zahl die -te Mersenne-Zahl. Mit dieser Bezeichnung sind die Mersenne-Primzahlen genau diejenigen Mersenne-Zahlen, die Primzahlen sind. Eine Mersenne-Zahl besitzt im Zweiersystem die Ziffernentwicklung . Das ist auch die Anzahl der Spiele in einem im K.-o.-System ausgetragenen Pokalwettbewerb mit Mannschaften.
Ist eine Primzahl, so ist auch eine Primzahl.
Es sei eine Darstellung mit natürlichen Zahlen gegeben. Wir setzen in der polynomialen Identität
und ein und erhalten, dass . Da als prim vorausgesetzt wurde, folgt oder , also oder .
Die Mersenne-Zahl hat im Dualsystem eine Entwicklung, die aus genau Einsen besteht. Die ersten Mersenne-Primzahlen sind
Die Zahl ist die erste Mersenne-Zahl, wo der Exponent zwar prim ist, die aber selbst keine Mersenne-Primzahl ist. Dies wurde 1536 von Hudalrichus Regius (Walter Hermann Ryff) gezeigt. Der nächste Kandidat, nämlich , ist wieder prim. Bis ca. 1950 war bekannt, dass für die Exponenten
Mersenne-Primzahlen vorliegen, und keine weiteren unterhalb des Exponenten . Von verschiedenen Leuten, unter anderem von Cataldi und Mersenne selbst, wurden falsche Behauptungen aufgestellt. Ab ca. 1950 kamen Computer zum Bestimmen von Mersenne-Primzahlen zum Einsatz, und es wurden bisher insgesamt Mersenne-Primzahlen gefunden. Die größte ist
Es ist unbekannt, ob es unendlich viele Mersenne-Primzahlen gibt.
Alle größten bekannten Primzahlen sind Mersenne-Zahlen. Das liegt daran, dass es für diese Zahlen einen vergleichsweise einfachen Primzahltest gibt, nämlich den Lucas-Lehmer-Test. Mit diesem Test wird etwa alle zwei Jahre eine neue größte Primzahl gefunden. Für eine Rekordliste siehe Mersenne-Primzahlen.
