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Kurs:Funktionentheorie/Stammfunktion als Wegintegral

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Einleitung

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In dieser Lerneinheit wird die Erzeugung von Stammfunktionen von f:G über Wegintegrale behandelt. Dabei verwendet man einen ausgezeichnet Punkt zoG, von dem aus ein Weg γ:=[zo,z] als Konvexkombination zu einem beliebigen zGdefiniert wird. Wegen der Konvexität von G liegt die Spur des Weges γz auch in G.

Verallgemeinerte Intervalle

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Die Notation γ:=[zo,z] vereinfacht die Beschreibung von Konvexkombinationen 1. Ordnung in eine Intervallnotation, die aus der reellen Analysis bekannt ist. Im Unterschied zur reellen Analysis [a,b] ist γ:=[zo,z] eine Abbildung

γ:[0,1]tγ(t)=(1t)z0+tz1

Das Intervall [a,b] in der reellen Analysis entspricht in der Funktionentheorie Spur([a,b]).

Satz - Stammfunktionen als Wegintegrale

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Sei f:G eine eine holomorphe Funktion auf einem konvexen Gebiet G. Dann besitzt f eine Stammfunktion F:G auf G, die als Wegintegral von einem festen Punkt z0G nach z definiert ist.

Fzo(z):=γzf(ξ)dξ=zo,zf(ξ)dξ

Dabei ist γz die Konvexkombination mit γz(t)=(1t)zo+tz

Bemerkung - Notation

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Wenn f(z) die Funktionsauswertung von f an der Stelle zG beschreibt, wertet F(z) die Stammfunktion an der Stelle zG aus. Auch in der reellen Analysis gibt es mehrere Stammfunktionen zu einer Funktion f. In der komplexen Analysis hängt dies bei der Darstellung der Stammfunktion F von dem Startpunkt des Wegintegrals zoG, daher wurde für die Stammfunktion die Notation Fzo. Da das Argument zG das Argument der Funktion Fzo ist, musste eine weitere Integrationsvariable verwendet werden (hier ξ).

Sternförmiges Gebiet

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Die Eigenschaft, dass das Gebiet G konvex ist, kann zu der Eigenschaft, dass G ein sternförmiges Gebiet abgeschwächt werden. Für die Definition der Stammfunktion benötigt man nämlich nur einen ausgezeichneten Punkt zoG, von dem man alle anderen Punkt zG über eine Konvexkombination in G direkt verbinden kann.

Aufgabe - sternförmiges Gebiet

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Erweitern Sie die Aussagen der Existenz von Stammfunktionen auf sternförmige Gebieten G und begründen Sie Ihr Vorgehen zunächst geometrisch.

Beweis - Wegintegral als Stammfunktion

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Der Beweis Wegintegral von einem festen Ausgangspunkt zo definieren, von dem man dann die Eigenschaft einer Stammfunktion nachweist. Diese gliedert sich insgesamt in die folgenden Beweisschritte:


Zusammenfassung

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Eine holomorphe Funktion f:G auf einem konvexen Gebiet G besitzt eine Stammfunktion F:G, die als Wegintegral von einem festen Punkt z0G nach z definiert ist. Diese Stammfunktion F ist differenzierbar und erfüllt F(z)=f(z) für alle zG.

Siehe auch

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