Transformationsformel
Einleitung
[Bearbeiten]Der Transformationssatz (auch Transformationsformel) beschreibt in der Analysis das Verhalten von Integralen unter Koordinatentransformationen. Er ist somit die Verallgemeinerung der Integration durch Substitution auf Funktionen höherer Dimensionen. Der Transformationssatz wird als Hilfsmittel bei der Berechnung von Integralen verwendet, wenn sich das Integral nach Überführung in ein anderes Koordinatensystem leichter berechnen lässt.
Formulierung des Satzes
[Bearbeiten]Es sei eine offene Menge und ein Diffeomorphismus. Dann ist die Funktion auf genau dann integrierbar, wenn die Funktion auf integrierbar ist. In diesem Fall gilt:
Dabei ist die Jacobi-Matrix und die Funktionaldeterminante von .
Bemerkung - Diffeomorphismus
[Bearbeiten]Für den Diffeomorphismus müssen die folgende Eigenschaften gelten:
- ist bijektiv von auf ,
- ist überall stetig differenzierbar,
- die Umkehrabbildung ist überall stetig differenzierbar.
Lerneinheiten
[Bearbeiten]- Koordinatentransformation - kartesisch polar
- Integration über Polarkoordinaten im
- Beispiel - Gaußsche Glockenkurve
- Anwendung der Transformationsformel für die Cauchy-Verteilung
- Volumenberechnung als Spezialfälle der Transformationsformel.
- komplexe Wegintegrale
Cauchy-Verteilung - Dartscheibe
[Bearbeiten]Als Beispiel für die Transformationsformel wird die aggreggierte Cauchy-Verteilung von Einstichstellen verwendet, um daraus eine Dichtefunktion und bei Normalisierung eine Wahrscheinlichkeitsdichte zu erzeugen.
Literatur
[Bearbeiten]- Otto Forster: Analysis. Band 3: Maß- und Integrationstheorie, Integralsätze im Rn und Anwendungen, 8. verbesserte Auflage. Springer Spektrum, Wiesbaden, 2017, ISBN 978-3-658-16745-5.
- Konrad Königsberger: Analysis 2, Springer, Berlin 2004, S. 211
Siehe auch
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