Unix oder QNX auf Windows

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Minix oder QNX auf Windows[Bearbeiten]

Ist Windows X die beste Linux Distribution?[Bearbeiten]

Auch Windows X (mit dem eingebauten Linux Subsystem[1]) kann eine Linux Distribution sein. Wer sich die Arbeit macht könnte sogar Windows vor der Installation so konfigurieren den gesamten WINDOWS Ordner als /usr/local/win/ in einer Unix Filesystem Hierarchie unterzubringen, die aber auf einem NTFS Dateisystem liegen könnte. Also eine Linux Distribution für Windows 10 könnte Windows als Kernel verwenden, aber mit eigenem Installer Windows zu einer Distribution umkonfigurieren, die sogar die Linux Standard Base Richtlinien einhält. Natürlich kann diese Linux Distribution selbst noch einmal soviel kosten wie ein Windows Professional, also hätte man sozusagen die perfekte Synthese aus Unix und Windows und auch noch mal die Einnahmen wie Microsoft, zumindest von den Kunden, die gerne beide Systeme in Einem hätten. Windows wäre natürlich der am höchsten entwickelte Window Manager mit dem umfangreichsten Softwareangebot, also theoretisch die beste Wahl. Gegenüber zunehmendem Marktanteil von Apple sollte Microsoft diesen "Kooperationspartner" sogar weniger kritisch sehen als man im Allgemeinen erwarten sollte, obwohl Microsoft das Linux Subsystem wohl bisher (noch) gerne als reines textbasiertes System für den "echten Unix Anwender" sehen möchte. Diese Distribution würde man also sinnvollerweise mit der höchsten Zertifizierung als Microsoft Partner im MSDN angehen, aber dann sollte das eine besonders kommerzielle Linux Distribution sein, insbesondere weil man nun mal einen Kernel hätte, der auf gar keinen Fall kostenlos sein kann: Also hör mal Linus, das geht nicht — du machst doch arbeitslos! Als Microsoft Partner hätte man natürlich auch die Möglichkeit auf die Interessenlage von Microsoft zu reagieren ohne dabei den Ansatz einer eigenen Distribution aufzugeben.

Noch einen Schritt weiter ginge ein QNX Kernel als Alternative zum Linux Subsystem für Windows. QNX kann relativ leicht angepasst werden um unter Windows zu laufen, weil der QNX Kernel sehr klein ist und damit leicht portierbar. Wer also das Linux Subsystem für Windows gar nicht möchte könnte QNX lizenzieren, QNX auf Windows laufen lassen und die vorhandene Linux Kompatibilität von QNX nutzen. Das wäre in jedem Fall kommerziell, weil man bekommt den QNX Kernel nun mal nicht umsonst und das wäre natürlich das wichtige Argument dem Kunden gegenüber, also wäre QNX die richtige Wahl, weil man doch das Argument benötigt. Tatsächlich ist QNX aber auch technisch nicht ganz falsch, weil es ein interessantes System mit vielen Möglichkeiten ist und technisch unabhängiger von Microsoft ist und eben kommerziell, macht also auch tendenziell weniger arbeitslos als Linux. Letzteres würde sich vermutlich bewahrheiten, weil man einen seriöseren Eindruck macht als ein Anbieter, der nur auf Linux Software aufbaut; der Kunde versteht das Argument also eigentlich bestens. Weitere Alternativen wären Minix3 und OS-9, ebenfalls beide Unix-ähnlich, und obwohl Minix3 kostenlos ist erlaubt die BSD-Lizenz die Kommerzialisierung, ist damit also strategisch günstiger als die GPL.

Hyper-V[Bearbeiten]

Hyper-V wäre eine potentielle Möglichkeit um einen Kernel wie QNX auf Windows zu verwenden. Je nach Kernel wäre Hyper-V sinnvoll oder weniger sinnvoll. QNX wäre eigentlich modular und portabel genug um den Einsatz von Hyper-V umgehen zu können, aber Hyper-V ist nun mal in den Windows Pro und Enterprise Versionen enthalten und QNX auf Hyper-V, aber als Linux Kompatibilitätsumgebung, einzusetzen, wäre also die bequemste Lösung, wenn man die günstigeren Windows Versionen nicht bedienen muss. Der Einsatz von Hyper-V würde also beispielsweise nicht verbieten Windows Dateisysteme unter QNX als Netzwerkdateisysteme einzubinden.

NTFS über NFS[Bearbeiten]

Andererseits unterstützt QNX sogar NTFS[2], also QNX könnte auch selbst ein NTFS Dateisystem lesen und per NFS Server[3] an Windows exportieren. Es liegt allerdings kein erkennbarer Vorteil in dieser Konfiguration, es sei denn man möchte wirklich dringend die Dateisysteme verwalten und Windows nur als NFS Client bedienen. Da man von Microsoft gerne schon mal zum Thema Dateisystem ein wenig verwirrt wird und Windows Update sehr dreist annimmt, dass Microsoft Updates einspielen kann, wenn es Microsoft gefällt, wäre also der Entzug der Kontrolle über das Dateisystem durchaus eine mögliche Antwort des mündigen Bürgers, dafür reicht es allerdings auch schon einfach den "Windows Update" Dienst zu deaktivieren, was sämtliche Windows Update Aktivität zum Erliegen bringt.

SCO OpenServer[Bearbeiten]

SCO OpenServer[4] und UnixWare basieren mittlerweile auf dem ungefähr gleichen UNIX System V Release 5 Kernel, der ursprünglich für UnixWare entwickelt wurde. Dieser Kernel wäre natürlich ebenfalls geeignet um eine Integration wie mit QNX durchzuführen und hätte außerdem, verglichen zu dem Embedded Betriebssystem QNX, die echtere Unix Umgebung. Man könnte also auch mit OpenServer oder UnixWare eine Distribution aufbauen, wie für einen Linux Kernel, und auch Windows integrieren.

Aus Europa könnte man Arbeitsplätze bei SCO, zumindest im weiteren Sinne, auch als Arbeitsplätze ansehen, die existieren dürfen. Die gleiche Höflichkeit dürften dann aber auch amerikanische IT Firmen europäischen Programmierern entgegenbringen. Allgemeiner wäre vielleicht das Problem der Zertifizierung gegen Arbeitslosigkeit weltweit anzugehen.

Linux unterstützt bei Bedarf den iBCS2 und OpenServer den Linux "Standard". Da Linux aber gar kein Standard ist wäre also die DIN Norm (die man übrigens selbst veröffentlichen darf) als iBCS2 Nachfolger sinnvoll, die man dann auf beiden Systemen einhalten würde. Eine Unix Distribution würde sich also die Mühe machen ein definiertes, gemeinsames ABI einzuhalten und könnte auch Windows X integrieren, wie für QNX beschrieben.

Über den Autor[Bearbeiten]

Der Autor hat Informatik studiert, hat im Magazin iX veröffentlicht, und in der IT Branche als Projektleiter und Geschäftsführer gearbeitet. Er vertritt seit 1997-98 etwa die Meinung SCO hätte Linux als dritten Kernel neben seinen beiden anderen Kerneln als kommerzielles System anbieten sollen ohne den Preis dafür zu senken, evtl. mit Studentenrabatt und Universitätslizenzen, aber z.B. mit iBCS2 Unterstützung im Linux Kernel als einziger Binärkompatibilität. Statt Linux benutzt er UnixWare 7 (500 Nutzer, Perpetual License) auf dem Privatrechner.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Hands-on-Das-neue-Linux-Subsystem-in-Windows-10-3163994.html
  2. http://www.qnx.com/developers/docs/7.0.0/#com.qnx.doc.neutrino.utilities/topic/f/fs-nt.so.html
  3. http://www.qnx.com/developers/docs/7.0.0/#com.qnx.doc.neutrino.utilities/topic/n/nfsd.html
  4. https://www.heise.de/newsticker/meldung/SCO-gibt-OpenServer-6-frei-110805.html