Benutzer:Godwael

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Petitionsentwurf Open Access und Urheberrecht in der Wissenschaft[Bearbeiten]

Petitionstext[Bearbeiten]

Stand: 20. August 2009, Ursprüngliche Fassung siehe hier.

Petitionstext[Bearbeiten]

Der Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen.

Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen, sofern noch nicht vorhanden.

Begründung[Bearbeiten]

Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss.

Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen.

Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.

Einwände und Anmerkungen[Bearbeiten]

(Aus den Kommentaren der ersten Version)

Zugang zu Zeitschriften[Bearbeiten]

Es wurde die Befürchtung geäußert, dass eine solche Rechtsnorm dazu führen könnte, dass deutsche Wissenschaftler in bestimmten Journals nicht mehr publizieren könnten. Die Erfahrungen des NIH und die gängige Praxis der meisten Journals, den Autoren entsprechende Verwertungsrechte zuzugestehen, lassen das unwahrscheinlich erscheinen.

Zwang gegenüber Wissenschaftlern[Bearbeiten]

"Genügt es oder genügt es nicht, zu appellieren, die Wissenschaftler möchten bitte ihre Publikationen freiwillig als Open Access Publikationen ins Internet stellen?"

- Tina Guenther

"Zwang im Internet läuft natürlich ins Leere, wie uns ja mit der Umgehung des 'Zensurerleichterungsgesetzes' demonstriert wurde."

- XiongShui

"Die internationale Open-Access-Diskussion setzt auf Funder- und universitätsweite Mandate, mit der Wissenschaftler VERPFLICHTET werden sollen, ihre Publikationen auch Open Access zugänglich zu machen. Ohne Mandate liegt die Quote der selbstarchivierenden Wissenschaftler nur bei 15 %"

- Klaus Graf

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