Benutzer:O.tacke/Studentisches Medienhaus

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Hintergrund[Bearbeiten]

Am 22.06.2011 habe ich an der 3. ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung teilgenommen, in deren Rahmen ein Workshop zum Thema Hochschulkommunikation angeboten wurde. Von einer anderen Teilnehmerin kam der Hinweis, dass es an Universitäten sicher viele interessante Projekte in Forschung und Lehre gäbe, über die man aber nichts erfährt. Wissenschaftler tragen selbst nichts nach außen; die Pressestellen würden das machen, wissen aber nichts davon, etc.

Die Idee[Bearbeiten]

In meinem Kopf sponn sich daraus folgende Idee: Ähnlich studentisch organisierter, wissenschaftlicher Zeitschriften könnte man auch ein studentisch organisiertes Medienhaus für die Uni ins Leben rufen. Studierende recherchieren selbst nach interessanten Geschichten an der eigenen Uni (oder im Auslandsressort an anderen Unis :-)). Dabei könnten durchaus verschiedene Formate abgedeckt werden, sei es eine Zeitung, Radio, Video und/oder alles kombiniert im Web.

Das könnte nicht nur für die Außendarstellung der Universität interessant sein, sondern auch förderlich für das interne Unileben durch erhöhten Austausch untereinander.

Der Idee nach organisieren die Studierenden sich selbst und lernen dabei allerlei nicht-fachliche Fähigkeiten über das reine Studium hinaus: Geldmittel und Nachwuchs einwerben, praktisch planen, kommunizieren, im Team arbeiten, usw. (macht sich im Lebenslauf sicher auch nicht schlecht)

Abseits der operativen Tätigkeiten könnte ein Beratergremium die Studierenden unterstützen, das sich etwa aus Mitgliedern der Pressestelle oder geeigneter Lehrstühle wie Medienwissenschaften (liegt nahe) oder Wirtschaftsinformatik (gezielter Einsatz der IT) zusammensetzen könnte.

Diskussion[Bearbeiten]

Portal statt Medienhaus?[Bearbeiten]

Eine sehr schöne Idee. Doch in Zeiten "Credit getriebener Studenten" dürfte es schwierig sein, Freiwillige für diese Sache zu gewinnen. Die meisten studentisch organisierten Zeitschriften entstehen aus der Motivation, politisch etwas verändern zu wollen. Dieser Faktor entfällt.

Wodurch könnte Motivation entstehen, sodass Studenten über längere Zeit an solch einem Projekt arbeiten?

Motivierend könnte sein, wenn wissenschaftliche Projekte vorgestellt werden an denen die Studenten selbst mitgewirkt haben. Doch braucht es für eine gute Hochschulkommunikation (bzw. eine studentische, wissenschaftliche Zeitung) viele Fähigkeiten, Übung und Erfahrung. Das lässt sich nicht einfach mal eben so zwischen Tür und Angel in guter Qualität erstellen.

Möglicherweise könnte man Fachbereiche wie "Visuelle Kommunikation", " Kulturwissenschaften", "Germanistik" etc. einbinden. Das wäre dann eine Art Vorbereitung auf den Beruf. Doch wissen Studenten dieser Fächer meist noch gar nicht, welches Berufsbild sie in der Praxis erwartet.

Ich glaube außerdem nicht, dass sich Studenten bereits als Wissenschaftler begreifen und von daher ein Interesse an wissenschaftlichen Veröffentlichungen haben. Das kommt in der Regel erst nach dem Studium, wenn überhaupt.

Eine Alternative wäre ein universitätsübergreifendes Internetportal, wo interessante wissenschaftliche Projekte eingereicht werden. Das müsste dann in den Unis entsprechend kommuniziert werden. Es gäbe die Möglichkeit, als Anreizsystem eine jährlich stattfindende Preisverleihung für die besten Projekte zu organisieren bzw. eine Konferenz mit diesen wenig beachteten "Schubladenprojekten" zu veranstalten, die auf den gängigen wissenschaftlichen Konferenzen nicht vorgestellt werden. Gäste dieser Konferenz könnten weitestgehend Studenten sein, aber auch potenzielle Arbeitgeber. Das macht die Sache interessant.

Das Projekt müsste aber gefördert werden, da es doch einiges an Arbeit erfordert. Als Staff braucht man einen Redakteur und jemanden, der sich um Satz und Print kümmert. Außerdem jemanden, der alles organisiert. Und natürlich braucht es auch jemanden, der die Kommunikation in Richtung Unis übernimmt und der gegebenenfalls auch mal in die Unis geht und nachfragt, was es neues gibt.

Es wäre auf jeden Fall ein tolles Projekt. Möglicherweise könnten auch die Unis selbst einen Beitrag an einem solchen Projekt beisteuern, denn sie haben mit Sicherheit etwas davon.

Ich persönlich glaube nicht, dass alle Studierenden ausschließlich von Credits getrieben sind - nicht mehr als zu Diplomzeiten. Damals hieß das halt nicht credit point, sondern Schein. Ich nehme sehr wohl wahr, dass sich viele Studierende außerhalb der Uni engagieren, sei es bei AIESEC, dem VDI, bei ConsultOne oder auch ohne Unibezug in Vereinen. In Göttingen wird übrigens ein wissenschaftliches Journal komplett von Studierenden organisiert, ehrenamtlich. Wenn ich sehe, was Studierende alles schreiben (Twitter, Blogs, ...) und an Videos basteln, dann muss man diese Energie nur richtig kanalisieren.
Ich hatte allerdings nicht an wissenschaftliche Artikel gedacht, sondern tatsächlich an (wissenschafts-)journalistische Arbeit; vielleicht kam das nicht so raus. Das kann heißen, sich von Professoren über ihre Projekte informieren zu lassen und eine Geschichte daraus zu machen - von Studierenden für Studierende. Das kann aber auch ein Skandal in der Mensa sein in der Art "Refood holt nicht nur Sachen ab" :-) Oder vielleicht eine umfassende Reportage zum Thema Kartenvielfalt: Was sind technische oder organisatorische Hintergründe für Mensakarte + Studentenausweis + Bibliotheksausweis + ..., dazu Interviews mit den Verantwortlichen...Sags Uns wäre da sicher eine Quelle für Anregungen zu relevanten Themen.
Ich stimme auf jeden Fall zu, dass das nicht über Nacht ginge und nicht auf wenigen Schultern zu stemmen wäre. Ebenso sollte das gut geplant sein. Aber ich gehöre eher zu den naiven Optimisten, zu den Why-not-tern, nicht zu den Yes-but-tern ;-)
So ein Portal würde ja in die Richtung "alles kombiniert im Web gehen", die ich angesprochen habe. Könnte ich mir gut vorstellen. Vielleicht kommt nach TUgether ja TUlife oder so... Danke für den Input! --O.tacke 07:41, 27. Jun. 2011 (CEST)

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