Kurs:Analysis I/Kapitel I: Das System der reellen und komplexen Zahlen/Das Rechnen mit reellen und komplexen Zahlen (§1)
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der natürlichen Zahlen. Fügen wir das Nullelement hinzu, so erhalten wir die Menge
.Durch Erweiterungen von Zahlenbereichen erhält man – ausgehend von
– die Menge

der ganzen Zahlen und die Menge

der rationalen Zahlen.
Es ist notwendig den Körper der rationalen Zahlen zu erweitern, denn die Gleichung x2 − 2 = 0 besitzt in
keine Lösung. Die Länge der Diagonale eines Einheitsquadrats ergibt nach dem Satz des Pythagoras wegen 12 + 12 = 2 die Zahl
(vgl. §2). Der durch diese Länge definierte Punkt P auf der Zahlengeraden ist kein rationaler Punkt.
Dies erfordert die Konstruktion der reellen Zahlen aus
durch einen Abschlussprozess und die reellen Zahlen
entsprechen dann der gesamten Zahlengeraden.
Weitere Beispiele von Mengen:
bedeutet die leere Menge, die kein Element enthält (sie ist somit Teilmenge jeder Menge);
bezeichnet die Menge der reellen Zahlen (das Kontinuum);
meint ein offenes Intervall, wobei
gewählt ist;
ist die Menge der komplexen Zahlen (i2 = − 1).
Man kann sich die komplexen Zahlen als Punkte in der Gaußschen Zahlenebene veranschaulichen – als geordnete Paare reeller Zahlen.
Insgesamt gilt:
.Die Zahlensysteme
,
und
haben gemeinsame Eigenschaften, die Körperaxiome.
[Bearbeiten] Definition 1
|
Wir zeigen leicht, dass die Menge
gemäß Definition 1 die Körperaxiome erfüllt, z. B. gilt das Assoziativgesetz der Addition:
Seien
,
und
mit
sowie
.
Im Zahlbereich
gelten (K1) und (K3), also folgt

.Die Axiome der Addition (K1) bzw. der Multiplikation bedeuten, dass
bzgl. der Addition bzw. der Multiplikation eine Abelsche Gruppe ist. |}
[Bearbeiten] Satz 1
- Aus den Körperaxiomen lassen sich weitere Eigenschaften der Elemente von
folgern. - (1) Für beliebige
ist die Gleichung a + x = b eindeutig lösbar. - (2) Für beliebige
und
ist die Gleichung
eindeutig lösbar. - (3) Für alle
gelten
und
. - (4) Für alle
gilt − ( − x) = x - (5) Für alle
gilt
.
[Bearbeiten] Beweis von (1)
Nach (K1) existiert zu
das inverse Element
. Wir addieren zur Gleichung a + x = b von links ( − a) und erhalten ( − a) + a + x = ( − a) + b bzw. nach (K1) 0 + x = x = b + ( − a) = :b − a, was die Eindeutigkeit der Lösung zeigt. Angenommen x = b − a sei die eindeutig bestimmte Lösung der Gleichung a + x = b. Dann gilt nach (K1)
Damit hat man die Existenz einer Lösung nachgewiesen.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (2)
Nach (K2) gibt es zu
das inverse Element
. Wir multiplizieren die Gleichung ay = b von links mit a − 1 und erhalten a − 1ay = a − 1b bzw. nach (K2)
.Sei nun
, so realisiert dieses die Lösung der Gleichung ay = b, denn gemäß (K2) gilt:
.q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (3)
Sei
. Damit erhält man:

![\Rightarrow x \cdot 0 + [- (x \cdot 0)] = x \cdot 0 + x \cdot 0 + [- (x \cdot 0)] \Rightarrow 0 \stackrel{(K_1)}{=} x \cdot 0](http://upload.wikimedia.org/math/6/b/9/6b9f88ec85354f1cb09563237af8c60e.png)
Mit
und
und somit
erhalten wir die zweite Aussage von (3):


q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (4)
Sei
. Einerseits gilt nach (K1) x + ( − x) = 0. Somit ist
das entgegengesetzte Element von
. Es gilt also x = − ( − x).
[Bearbeiten] Beweis von (5)
Wir beweisen die Folgerung indirekt. Seien
. Angenommen, die Aussage
unter der Voraussetzung
und
ist falsch. Dann gilt xy = 0. Nach (K2) gibt es zu
das inverse Element
. Wir multiplizieren die Gleichung xy = 0 von links mit x − 1 und erhalten gemäß (3)
und es ergibt sich mit
ein Widerspruch zur Voraussetzung
. Damit ist die Annahme
falsch und (5) richtig.
[Bearbeiten] Definition 2
- Ein Körper
heißt angeordnet genau dann, wenn für gewisse Elemente
die Eigenschaft positiv zu sein x > 0 durch die sogenannten Anordnungsaxiome (A1),(A2) charakterisiert wird: - (A1) Für jedes
gilt genau eine der drei Beziehungen:
.- (A2) Für jedes
gilt: Aus x > 0 und y > 0 folgt x + y > 0 und xy > 0.
[Bearbeiten] Bemerkungen
- (A1) ist das Gesetz der Trichotomie: Gilt x > 0, so ist x positiv. Für − x > 0 ist x negativ, man schreibt auch x < 0; denn x < 0 heißt 0 > x nach Definition 2 und dies ist definitionsgemäß gleichbedeutend mit 0 − x > 0, also − x > 0.
und
sind angeordnete Körper,
ist ein Beispiel für einen nicht angeordneten Körper.- Der Körper
bezüglich der Menge
kann nicht angeordnet werden, denn 1 + 1 = 0 steht im Widerspruch zu (A2).
[Bearbeiten] Definition 3
- Sei
ein angeordneter Körper. Für beliebige
gilt x > y genau dann, wenn x − y > 0 ist. Man vereinbart:
.[Bearbeiten] Definition 4
- Sei
ein angeordneter Körper. Für
heißt

- der Absolutbetrag von x.
[Bearbeiten] Bemerkung
Für alle
gilt:
und
.Man kann sich diese beiden Aussagen klar machen, wenn man die in der Definition 4 durchgeführte Fallunterscheidung
hier ebenfalls beachtet:
, so gilt:
.[Bearbeiten] Satz 2
- Aus den Körper- und Anordnungsaxiomen lassen sich weitere Eigenschaften der Elemente von dem angeordneten Körper
folgern. - (6) Für alle
gilt: Aus x < y und y < z folgt x < z. - (7) Für alle
gilt: Aus x < y folgt x + z < y + z. - (8) Für alle
gilt: Aus x < y und z > 0 folgt xz < yz. - (9) Für alle
gilt: Aus x < y folgt − x > − y. - (10) Für alle
gilt:
sowie
. - (11) Für alle
gilt: Aus 0 < x < y folgt 0 < y − 1 < x − 1. - (12) Für alle
gilt
. - (13) Für alle
gilt
(Dreiecksungleichung). - (14) Für alle
gilt
. - (15) Für alle
gilt | x − 1 | = | x | − 1. - (16) Gegeben seien
und
. Dann ist
äquivalent zu
mit
.- (17) Sei
. Gelten für beliebige
die Ungleichungen
und
,- dann folgt
.- (18) Sei
. Wenn für beliebige
die Ungleichungen
und
gelten, dann folgt:
.[Bearbeiten] Beweis von (6)
Transitivität der kleiner-Relation. Nach Definition 3 ist zu zeigen, dass z − x > 0 erfüllt ist. Nach Voraussetzung gilt

q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (7)
Monotoniegesetz der Addition. Nach Definition 3 ist zu zeigen, dass (y + z) − (x + z) > 0 ist. Nach Definition 3 und Voraussetzung gilt

q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (8)
Monotoniegesetz der Multiplikation. Nach Definition 3 ist zu zeigen, dass yz − xz > 0 ist. Wegen der Voraussetzung y − x > 0 und z > 0 folgt nach (A2) und (K3)
[Bearbeiten] Beweis von (9)
Nach Definition 3 ist zu zeigen, dass − x − ( − y) > 0 gilt. Mit (4) und (K1) sowie der Voraussetzung x < y gilt
[Bearbeiten] Beweis von (10)
Sei
. Nach (K1) ist x + ( − x) = 0. Wir multiplizieren diese Gleichung mit x bzw. ( − x) und erhalten nach (K1)
![x [x + (-x)] = x \cdot x + x \cdot (-x) = x^2 + (- x)(x) = 0](http://upload.wikimedia.org/math/4/f/7/4f760250a670214883d2cd075cb954d7.png)
.Gemäß (K1) und wegen der Eindeutigkeit des entgegengesetzten Elements gilt somit für
die Beziehung − y = x2 = ( − x)2. Aus Definition 4 folgt unmittelbar
und damit
.Wir bemerken in Verallgemeinerung, dass für
stets

folgt. Das Gleichheitszeichen steht genau dann, wenn
gilt.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (11)
Sei
ein angeordneter Körper. Dann gilt 1 > 0, denn nach (10) und (K2) ergibt sich 1 = 12 > 0. Nach Voraussetzung ist x > 0. Angenommen es wäre x − 1 < 0, so folgt − x − 1 > 0. Wegen (A2) und (K2) gilt
.Dies steht im Widerspruch zu 1 > 0; also gilt x − 1 > 0. Analog zeigt man y − 1 > 0.
Sei nun 0 < x < y gegeben, so ist x − 1 > 0 und y − 1 > 0 richtig. Gemäß (A2),(K2) und (K3) erhält man

Damit ist nach Definition 3 auch x − 1 > y − 1 bzw. 0 < y − 1 < x − 1 erfüllt.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (12)
Beim Beweis muss man die vier Fälle unterscheiden:
und 

und y < 0Wir überlassen die Fälle (a) bis (c) dem Leser und betrachten nur den letzten Fall. Voraussetzung:
.Nach (A2),(K2), (3) und (4) folgt
. Wegen Definition 4 gilt einerseits | xy | = xy. Andererseits ist | x | = − x und | y | = − y richtig, woraus

folgt.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (13)
Sei nun
gegeben. In Bezug auf die Bemerkung zu Definition 4 gilt
.

[Bearbeiten] Beweis von (14)
Durch Addition des Nullelements gilt einerseits x = (x − y) + y. Mit Hilfe der Dreiecksungleichung
folgt
. Andererseits ist y = (y − x) + x durch Vertauschen von
. Die Dreiecksungleichung liefert
bzw.
. Insgesamt erhält man nach Definition 4 für alle
die Behauptung
.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (15)
Sei
. Wegen (K2) gilt xx − 1 = 1. Nach Definition 4 sowie (11) und (12) ergibt sich | xx − 1 | = | x | | x − 1 | = | 1 | = 1. Damit ist nach (K2)
das inverse Element zu
, also gilt | x − 1 | = | x | − 1.
[Bearbeiten] Beweis von (16)
Die Behauptung ergibt sich gemäß Definition 4 durch nachfolgende äquivalente Aussagen:


.[Bearbeiten] Beweis von (17)
Es seien x,x',y,y' beliebige reelle Zahlen. Dann gilt


q.e.d.
[Bearbeiten] Beweis von (18)
Seien
und a > 0. Dann gilt


denn aus der Voraussetzung
und
folgt
und
.
[Bearbeiten] Beispiel 1: Quadratische Ergänzung
Seien a,b reelle Parameter. Um den Scheitelpunkt S einer Parabel
zu ermitteln, bildet man ein vollständiges Quadrat:
.Das Gleichheitszeichen steht genau dann, wenn x + a = 0 gilt. Somit erhält man für den Scheitelpunkt S (globales Minimum) die Koordinaten S = ( − a,b − a2).
[Bearbeiten] Beispiel 2: Die Ungleichung vom arithmetischen und geometrischen Mittel
Für alle
gilt
.Mittels Substitution
und
erhalten wir folgende Aussage:
Das geometrische Mittel von zwei positiven reellen Zahlen x,y ist kleiner oder gleich dem arithmetischen Mittel:
.Der Beweis durch vollständige Induktion ist ein wichtiges Hilfsmittel in der Mathematik. Er dient zum Nachweis, dass gewisse Aussagen H(n) für alle natürlichen Zahlen
wahr sind. Das Beweisprinzip besteht darin, dass man im Induktionsanfang die Wahrheit der Aussage H(n) für ein festes
nachweist und man im Induktionsschritt aus der Induktionsvoraussetzung (IV), dass nämlich H(n) für ein beliebiges
mit
schon als wahr nachgewiesen ist, die Induktionsbehauptung H(n + 1) erschließt – also dann die Aussage auch für den unmittelbaren Nachfolger n + 1 von n wahr ist.
[Bearbeiten] Satz 3 (Bernoullische Ungleichung)
- Für alle
und für alle
gilt
.[Bearbeiten] Beweis (durch vollständige Induktion über n)
Die Aussage H(n) sei die zu beweisende Ungleichung (19).
(i) Für n0 = 1 und
erhält man im Induktionsanfang die wahre Aussage
.(ii) Der Induktionsschritt besagt, dass für alle
gilt:
.Nach Induktionsvoraussetzung (IV) gilt für ein beliebiges
:
.Nun folgt wegen 


die Induktionsbehauptung H(n + 1). Nach dem Prinzip der vollständigen Induktion ist die Ungleichung von Bernoulli für alle
richtig.
q.e.d.
[Bearbeiten] Definition 5
- Sei
ein angeordneter Körper.
heißt archimedisch angeordnet genau dann, wenn für alle
das Archimedische Axiom (A3) gilt: - (A3) Für alle
mit x > 0 und y > 0 existiert ein
mit nx > y.
[Bearbeiten] Bemerkung
und
sind archimedisch angeordnete Körper.
Es seien
. Die ganzen Zahlen
dienen zur Unterscheidung der ak und heißen Indices. Man verwendet die Schreibweise
bzw.
.[Bearbeiten] Bemerkungen
1. Es kann vorkommen, dass nur über eine Teilmenge der Indices summiert wird, z. B.

mit einem
.
2. Auch Doppelindices können auftreten. Wir erklären zunächst die Indexmenge
.Wir betrachten nun die Abbildung
vermöge
und erhalten in Matrixschreibweise:

Die Summe aller Körperelemente aus (20) liefert uns die Doppelsumme
.Dabei wird einmal über die Zeilen
der Anordnung (20) und das andere Mal über die Spalten
summiert.
[Bearbeiten] Beispiel 4
Sind
und
mit
gegeben, so gilt wegen (K2) und (K3) die Identität
![\begin{matrix} \sum\limits^n_{i, j = 1} a_{ij} = \sum\limits^n_{i, j = 1} x_i \cdot y_j = \sum\limits^n_{i = 1} \left( \sum\limits^n_{j = 1} x_i \cdot y_j \right) = \sum\limits^n_{i = 1} \left[ x_i \sum\limits^n_{j = 1} y_j \right] = \sum\limits^n_{i = 1} x_i \cdot \alpha \\ = \alpha \cdot \sum\limits^n_{i = 1} x_i = \left( \sum\limits^n_{i = 1} x_i \right) \cdot \left( \sum\limits^n_{j = 1} y_j \right) \end{matrix}](http://upload.wikimedia.org/math/e/5/8/e58e668e036bb107f84273757cd98924.png)
mit
.Es kann vorkommen, dass nur über Teilmengen von geordneten Paaren (i,j) summiert wird. So treten in der Summe

nur die
Terme auf, die oberhalb der Hauptdiagonalen in der Anordnung (20) liegen. Gilt insbesondere
,so folgt
.[Bearbeiten] Satz 4 (Ungleichung von Cauchy-Schwarz)
- Wenn
für
gilt, dann folgt
.[Bearbeiten] Beweis
O.B.d.A gelte:
(sonst ist die Gleichung trivial erfüllt)
Wir betrachten die Funktion
Nach Definition ist klar, dass
für alle t. Die Umformung
zeigt, dass f ein (höchstens) quadratisches Polynom ist. Es ist genau dann nichtnegativ, wenn es an einem Punkt echt positiv ist und sein Vorzeichen nicht wechselt. Für t=0 ist sein Wert W, nach Voraussetzung > 0. Ist seine Diskriminante
- (2V)2 − 4UW = 4(V2 − UW)
nichtpositiv, wenn also
gilt, bleibt es
.
ist jedoch genau die behauptete Ungleichung.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beispiel 5
Für
definieren wir die Größe n Fakultät wie folgt:
-
- 0!: = 1
- 1!: = 1


.
Weiter erklären wir für
den Binomialkoeffizienten
.Wegen

![= \frac{n!}{k!(n - k+1)!} [(n-k+1)+k] = \frac{(n+1)!}{k![(n+1) - k]!}](http://upload.wikimedia.org/math/f/e/2/fe26ae085252934454a5b79f07ed62bf.png)

gilt für alle
das Additionstheorem für die Binomialkoeffizienten:
.[Bearbeiten] Satz 5 (Binomischer Lehrsatz)
- Für alle
und
gilt die Identität
.[Bearbeiten] Beweis
Sei b = 0, so ist obige Gleichung wegen

offenbar erfüllt. Sei also
. Wir multiplizieren (25) mit b − n und erhalten
![(a+b)^n \cdot b^{-n} = \left[ b \left( \frac{a}{b} + 1 \right) \right]^n \cdot b^{-n} = \left( \frac{a}{b} + 1 \right)^n](http://upload.wikimedia.org/math/b/c/e/bce1e469405f1fa2fb86d20c8286dc4c.png)
.Mit Hilfe der Substitution
genügt es, die Aussage

zu zeigen. Wir beweisen nun durch vollständige Induktion, dass (26) für alle
gilt. Die Aussage H(n) ist die Gleichung (26).
(IA) Für n0 = 1 und
ergibt sich die wahre Aussage
.(IS) Nach Induktionsvoraussetzung gilt (26) für ein beliebiges
. Dann folgt
![(z+1)^{n+1} = (z+1) \cdot (z+1)^n \stackrel{(IV)}{=} (z+1) \cdot \left[ \sum^n_{k=0} \begin{pmatrix} n \\ k \end{pmatrix} z^k \right]](http://upload.wikimedia.org/math/8/9/8/8980978dadc37809bd0d95bf8e3cabd8.png)


![= \begin{pmatrix} n \\ 0 \end{pmatrix} z^0 + \sum^n_{k=1} \left[ \begin{pmatrix} n \\ k \end{pmatrix} + \begin{pmatrix} n \\ k-1 \end{pmatrix} \right] z^k + \begin{pmatrix} n \\ n \end{pmatrix} z^{n+1}](http://upload.wikimedia.org/math/8/e/5/8e53db5b6a7e05fa2f37198f86077ebd.png)
.Damit ist Satz 5 nach dem Prinzip der vollständigen Induktion bewiesen.
q.e.d.
[Bearbeiten] Beispiel 6 (Teleskopsummen)
Seien
mit m < n gegeben sowie die Zahlenfolge {bi} zu den Indices
. Wir betrachten jetzt die Zahlenfolge {ai} mit ai: = bi + 1 − bi für
und berechnen


Für bi: = i2 und m: = 1 ergibt sich dann
.Andererseits ist nach (27)
,woraus sich unmittelbar die Gauß-Formel

ergibt.
[Bearbeiten] Beispiel 7
Seien
und
gewählt. Dann ermitteln wir ai = zi + 1 − zi = (z − 1)zi und
,woraus sich die geometrische Summenformel

ergibt.
[Bearbeiten] Bemerkung
Setzen wir in die geometrische Summenformel

ein und multiplizieren wir diese Gleichung mit bn, so erhalten wir
.Damit finden wir die Identität
.
und ein Produkt
derart gibt, dass die Körperaxiome
gilt:
derart, dass für alle
mit
mit
derart, dass für alle
gilt.
. Man schreibt 
