Kurs:CSCL/Common Ground

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Überblick und Definition

[Bearbeiten] Defintion

Finding common ground is a technique for facilitating interpersonal relationships. In order to find common ground between parties, participants must search for signals of recognition, which are often subtle and cause for misunderstanding.[1]

Gemeinsamkeiten-Finden ist eine Technik um zwischenmenschliche Beziehungen zu erleichtern und zu festigen. Um Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Teilnehmern zu finden, müssen die Teilnehmer oft sehr subtile Zeichen der Bestätigung erkennen. Diese Zeichen der Bestätigung können mehrdeutig sein und sind häufiger der Grund für Missverständnisse.

Folgende Begriffe sollten dabei unterschieden werden:

[Bearbeiten] Grounding in der Konversation

[Bearbeiten] Redebeitrag

Zur Vollständigkeit eines Beitrags benötigt man zwei Phasen:

[Bearbeiten] Grounding verändert sich in Abhängigkeit vom

[Bearbeiten] Erklärung im Detail

[Bearbeiten] Potentielle Reaktionen in der Akzeptanzphase

Folgende Reaktionen kann der Gesprächspartner zeigen, um zu signalisieren, dass er die in der Präsentationsphase verwendeten Aussagen verstanden hat:

[Bearbeiten] Faktoren für die Kommunikation zwischen zwei Menschen A und B

Die folgenden Faktoren beeinflussen den Grounding-Prozess in einer Unterhaltung. Weiter unten findet sich eine Tabelle, anhand welcher deutlich werden soll, in welchen Settings, bzw. unter der Verwendung von welchen Medien, diese Faktoren eine Rolle spielen, und wo sie essenziell für das Entstehen von Common Ground sind.


  1. Präsenz: A und B teilen dieselbe Umwelt
  2. Sichtbarkeit: A und B sind einander sichtbar
  3. Hörbarkeit: A und B kommunizieren durch Sprechen
  4. zeitliche Nähe: B empfängt Nachricht ungefähr zur selben Zeit wie A beiträgt
  5. Simultanität: A und B können Nachrichten sofort und simultan versenden und erhalten
  6. Reihenfolge: A und B können nicht in ihrer Reihenfolge unterbrochen werden ??siehe Diskussionsseite??
  7. Rückblick: B kann A´s Nachricht nochmal durchsehen
  8. Revidierbarkeit: A kann die Nachrichten an B überarbeiten


Diese Faktoren variieren in Abhängigkeit vom Kommunikationsmedium. In der folgenden Tabelle sind einige Beispielmedien mit den dazugehörigen, relevanten Faktoren genannt.

Medium Faktoren
Face-to-Face Präsenz, Sichtbarkeit, Hörbarkeit, zeitliche Nähe, Simultanität, Reihenfolge
Telefon Hörbarkeit, zeitliche Nähe, Simultanität, Reihenfolge
Video-Konferenzschaltung Sichtbarkeit, Hörbarkeit, zeitliche Nähe, Simultanität, Reihenfolge
Terminale Konferenzschaltung Zeitliche Nähe, Reihenfolge, Rückblick
Anrufbeantworter Hörbarkeit, Rückblick
E-Mail Rückblick, Revidierbarkeit
Briefe Rückblick, Revidierbarkeit

[Bearbeiten] Aufwand beim Grounding-Prozess

Um ein effizientes Grounding zu erreichen muss jeweils vom Redner, Zuhörer oder beiden ein bestimmter Aufwand betrieben werden. Hierbei unterscheidet man:

[Bearbeiten] Evidenz für Grounding im Gespräch

Evidenz kann hier im Sinne von "Nachweis" verstanden werden, also ob der Prozess des Groundings funktioniert hat oder nicht. Hierbei kommt in der Kommunikation negative als auch positive Evidenz vor. Positive Evidenz ist, wenn der Gesprächspartner dem Erzählenden zeigt, dass er verstanden hat, worüber gesprochen wird (s.u.). Andererseits, wenn der Gesprächspartner zeigt, dass er nicht verstanden hat worüber gesprochen wurde(z.B. durch Nachfragen), ist dies Negative Evidenz. Beides ist notwendig, damit der Erzählende weiß, ob sein Gegenüber ihn verstanden hat, er wartet quasi auf ein derartiges Zeichen, indem er eine Pause macht.

[Bearbeiten] Formen Positiver Evidenz

Diese beinhalten Wörter, Ausdrücke, Geräusche, die den Gesprächpartner auffordern, weiter zu erzählen. Beispiele wären Ausdrücke wie: "Ja", "Mmmh" oder "Wirklich?"

Hierbei macht der Gesprächspartner eine von ihm erwartete Aussage. Beispiel hierfür wäre, die Antwort auf eine Frage. Hierbei wird vom Gesprächspartner nicht ein Zeichen seiner Aufmerksamkeit erwarte, sondern ein Beitrag zum Gespräch, sprich eine Antwort.

-> Fragen und Antworten formen auch sogenannte "Adjacency Pairs"

Hierbei kommt die Positive Evidenz allein durch die ungeteilte Aufmerksamkeit des Gesprächspartners gegenüber dem Gesprächsführer. Sobald der Gesprächspartner jemand anderen anschaut oder beim Telefonat den Hörer auflegt, weiß der Gesprächsführer, dass sein Gesprächspartner ihm nicht mehr zuhört.


[Bearbeiten] Prinzip des geringsten kollaborativen Aufwands

Menschen arbeiten nicht unbedingt härter als notwendig. Im Bezug auf Kommunikation heißt das für den Sprecher: "Betreibe so wenig Aufwand wie möglich, um deinem Gesprächspartner die eigene Botschaft zu vermitteln!" Dieses Phänomen nennt man das Prinzip des geringsten Aufwand. Zwei Aspekte werden von Grice (1975) festgelegt, die im Sinne dieses Prinzips maximiert werden sollten:

Das Prinzip des geringsten Aufwands nimmt fehlerfreie und flüssige Präsentationen an. Da Kommunikation aber nicht fehlerfrei und fließend verläuft, gibt es drei Hauptprobleme mit dem Prinzip des geringsten Aufwands. Menschen stehen erstens unter Zeitdruck, dies führt zu falschen oder fehlerhaften Äußerungen. Zweitens machen Menschen Fehler, die dann auch korrigiert werden müssen. Drittens wissen Menschen nicht genügend über das Vorwissen ihres Gesprächspartners, um eine Äußerung zu tätigen, die der andere vollständig begreift.

Das Modell des Prinzips des geringsten Aufwands lässt keinen Raum für das in der Kommunikation unbedingt benötigte Grounding. Grounding findet aber erwiesenermaßen statt. Ebenso wie Zeitdruck, Fehler und Unwissenheit auftreten. Folglich kann das Prinzip des geringsten Aufwands die Realität nicht abbilden.

Deswegen sollte das Prinzip des geringsten Aufwands ersetzt werden durch das Prinzip des geringsten kollaborativen Aufwands (Clark & Wilkes-Gibbs, 1986), das vielen auftretenden Phänomenen Rechnung trägt und sie erklärt.

Beispielsweise erklärt das Prinzip des geringsten kollaborativen Aufwands zwei konsistente Phänomene:

a) Gesprächsteilnehmer korrigieren ihre Fehler in der Äußerung lieber selbst als es den anderen tun zu lassen.

b) Initiieren die Korrektur lieber selber als vom Gesprächspartner darauf hingewiesen werden.

Erklärung: weniger kollaborativer Aufwand wenn eigene Korrektur (keine Interaktion mit Partner nötig)

[Bearbeiten] Bezug zu CSCL

Der Common Ground und der Prozess des Groundings sind essenziell für jede Form von Gruppenarbeit und somit auch CSCL. Ohne Common Ground ist eine produktive Zusammenarbeit nicht möglich. Und dies weder im Real-Life noch in einer Computergestützen Umgebung.

Zudem gibt es Kosten die insbesondere mit CSCL verbunden sind:

[Bearbeiten] Literatur

Clark, H. H. & Brennan, S. E. (1991). Grounding in communication. In L. B. Resnick, J. M. Levine & S.D. Teasley (Eds.), Perspectives on socially shared cognition (pp. 127-149). Washington: APA. externe pdf(scan)

  1. http://en.wikipedia.org/wiki/Common_ground_(communication_technique)
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