Schulprojekt:Das KZ Dachau
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Konzentrationslager - Eine Definition
Der Begriff Konzentrationslager (KZ) komm nicht von dem heutigen Begriff „sich konzentrieren“ = „sich mit einer Sache aufmerksam befassen“, sondern hat die Bedeutung „sammeln“, „zusammenziehen“ bzw. „zusammenlegen“. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass in den KZs viele Häftlinge auf sehr engem Raum leben mussten.
Doch muss man den Begriff der Konzentrationslager von dem der Vernichtungslager unterscheiden. In Konzentrationslagern wurden die Häftlinge zwar auch systematisch durch Arbeit ausgebeutet, in Vernichtungslagern wurden die Alten, Kranken und Kinder aber sofort getötet. Diejenigen, die arbeitsfähig waren, sprich gesunde Männer und Frauen, wurden bis zu ihrem Tod mit Arbeit gequält. Später hat man diese Leute auch systematisch getötet.
[Bearbeiten] Entwicklung der KZs
Die Entwicklung der KZs ist auf 4 Phasen zurückzuführen. Unterschiede gibt es hierbei bei den Inhaftierten, dem Haftzweck, die Art der Durchführung und die Haftfolge.
In der Anfangsphase (1933-1935) waren ca. 26.000 Menschen inhaftiert, von denen die meisten politische Gegner waren.
In der zweiten Phase (1936-1938) waren es vor allem Personen, die dem Ideal der NS nicht entsprachen ( Assoziale, Arbeitsscheue, Verbrecher, Zeugen Jehovas, Homosexuelle). Die Anzahl der Gefangenen stieg auf 60.000 Menschen (davon 26.000 Juden während der Novemberpogrome 1938).
Die dritte Phase (1939-1941) zeichnete sich durch den Bau von Lagern im Ausland und die Inhaftierung von ausländischen zivilen Juden aus. Die Lager wurden nach Härte der Behandlung unterteilt. Die Sterblichkeitsrate stieg in dieser Zeit massiv an.
In der vierten Phase (1941-1945) stand der Krieg gegen Russland und die Judenverfolgung im Vordergrund. Im April 1943 betrug die Zahl der Häftlinge 203.000 und ein Jahr später über 500.000. Am Kriegsende waren es sogar über 700.000 Menschen.
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[Bearbeiten] Rolle der KZs in Deutschland
Zum Einen dienten die KZs in Deutschland zur Vernichtung politischer Gegner vor Ort. Dies waren vor allem Komunisten. Des Weiteren wurde durch die KZs die öffentliche Ruhe bewahrt, denn sobald jemand sich gegen den Nationalsozialismus äußerte wurde er sofort in ein KZ gebracht. Somit traute sich keiner irgendwelche Aufstände anzuzetteln. Eine andere Rolle der KZs war auch die Produktion von Waffen und landwirtschaftlichen Gütern. Die Nationalsozialisten ließen die Gefangenen dort den ganzen Tag lang arbeiten.Weiterhin dienten KZs der Vergasung von sowohl geistig als auch körperlich Behinderten, was T4 genannt wurde. Aber nicht alle, die in ein KZ kamen, starben, denn neben den Befreiten ließen die Nazionalsozialisten auch Leute wieder frei. Natürlich haben sie diesen vor ihrer Entlassung eingeprägt, kein einziges Wort über ihren Aufenthalt im KZ zu verlieren. Wer etwas verraten hätte wäre sofort wieder ins KZ gebracht worden.
[Erarbeitet von David, Florian, Simon und Julian]
[Bearbeiten] Die Täter im KZ Dachau
Die grauenhaften Misshandlungen im Konzentrationslager Dachau wurden vor allem auf Befehl dieser Männer verübt.
[Bearbeiten] Heinrich Himmler (1900-1945)
- 1917 Ausbildung zum Offiziersanwärter bei der Marine
- 1923 bewegt ihn Ernst Röhm zum Eintritt in die NSDAP
- 9.November nimmt er am Hitlerputsch teil
- 1927 Ernennung zum Stellvertretenden Reichsführer des SS
- 1933 Polizei Präsident von München ,übernimmt die Leitung im KZ- Dachau
- Reichsminister zwischen 1933 & 1945
- Anordnung zum ersten dauerhaften KZ
- 23.Mai 1945 Suizid durch Gift
[Bearbeiten] Theodor Eicke (1892–1946)
- Obergruppenführer der SS
- Ersetzt Hilmar Wäckerle als Lagerkommandant
- Entwickelte das Dachauer Modell, das den Terror systematisierte
- 26.Februar 1943 stirbt er bei einem Aufklärungsflug in der Ukraine
[Bearbeiten] Hilmar Wäckerle (1899–1941)
- Erste Lagerkommandant im KZ – Dachau
- Juni 1933 wird er durch Theodor Eicke erstetzt
- 1941 wird er an der Ost-Front getötet.
[Bearbeiten] Martin Gottfried Weiss (1905-1946)
- 1923: halbes Jahr als Freiwilliger im Landshuter Ausbildungsbataillon
- 1924: Abschluss seiner Maschinenbauausbildung
- 1926: Beitritt zur NSDAP, Gründung von Ortsverbänden der HJ und SS in Weiden
- Bis 1930: Elektrotechnikstudium
- 1. April 1932: Beitritt zur SS
- April 1933: Wächter im KZ Dachau, Lageringenieur, Adjutant
- April 1940: Aufbau des KZ Neuengamme
- 1. September 1942: Kommandeur im KZ Dachau (schafft Pfahlhängen ab, weniger Appellstehen)
- kriminelle Häftlinge stellen ihn als Retter dar
- 53 Morde unter seiner Führung
[Bearbeiten] Josef Seuß (1906-1946)
- 1932: Eintritt in alg. SS
- April 1933: Wache im KZ Dachau, Telefonist in Lagerkommandatur
- Ab 1938: Wärter der Einzelhäftlinge
- 1939/40: Versetzung ins KZ Flossenbürg
- 1941: Arbeitseinsatzführer im KZ Radolfzell
- August 1942: stellv. Rapportführer in Dachau bis 1942/43
- 15. November 1945: Dachauer Hauptprozess bei dem er v.a. wegen seiner exzessiven Misshandlungen verurteilt wurde
- 28. Mai 1946: Exekution in Landshut