Topologie und Geometrie/Grundbegriffe für Gitterpunktsatz/Zusammenstellung/Textabschnitt

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Definition  

Seien {{}} v_1, \ldots , v_n linear unabhängige Vektoren im  {{}} \R^n. Dann heißt die Untergruppe {{}} \Z v_1 \oplus \ldots \oplus \Z v_n ein Gitter im  {{}} \R^n.

Manchmal spricht man auch von einem vollständigen Gitter.


Definition  

Eine Teilmenge {{}} T \subseteq \R^n heißt konvex, wenn mit je zwei Punkten {{}} P,Q \in T auch jeder Punkt der Verbindungsstrecke, also jeder Punkt der Form

{{}} rP+(1-r)Q \mbox{ mit } r \in [0,1] \,  ,
ebenfalls zu  {{}} T gehört.
Convex set.svg
Non Convex set.svg


Der Durchschnitt von konvexen Teilmengen ist wieder konvex. Daher kann man definieren:


Definition  

Zu einer Teilmenge {{}} U \subseteq \R^n heißt die kleinste konvexe Teilmenge  {{}} T, die  {{}} U umfasst, die konvexe Hülle von  {{}} T.

Die konvexe Hülle ist einfach der Durchschnitt von allen konvexen Teilmengen, die  {{}} U umfassen.

ConvexHull.png


Im zweidimensionalen kann man sich die konvexe Hülle so vorstellen, dass man eine Schnur um die fixierten Punkte aus  {{}} U legt und die Schnur dann zusammen zieht.


Definition  

Zu einem durch linear unabhängige Vektoren {{}} v_1, \ldots , v_n gegebenen Gitter bezeichnet man die konvexe Hülle der Vektoren {{}} e_1v_1 + \ldots +e_nv_n mit {{}} e_i \in \{0,1\} als die Grundmasche (oder Fundamentalmasche) des Gitters.

Die in der vorstehenden Definition auftauchenden Vektoren sind die Eckpunkte des von den Basisvektoren  {{}} v_1, \ldots ,v_n erzeugten Parallelotops. Die Elemente der Grundmasche selbst sind alle Vektoren der Form

{{}} r_1v_1 + \ldots + r_nv_n \mbox{ mit } r_i \in [0,1] \,

Wir werden die Grundmasche häufig mit  {{}} \mathfrak M bezeichnen. Zu einem Gitterpunkt  {{}} P nennt man die Menge {{}} P+ {\mathfrak M} eine Masche des Gitters. Ein beliebiger Punkt  {{}} Q \in \R^n hat eine eindeutige Darstellung  {{}} Q=t_1v_1 + \ldots + t_nv_n und damit ist  {{}} Q = (\lfloor t_1 \rfloor v_1  + \ldots + \lfloor t_n \rfloor v_n) + ( (t_1 - \lfloor t_1 \rfloor) v_1  + \ldots + (t_n-\lfloor t_n \rfloor) v_n), wobei der erste Summand zum Gitter gehört und der zweite Summand zur Grundmasche. Insbesondere haben zwei verschiedene Maschen nur Randpunkte, aber keine inneren Punkte gemeinsam.

Determinant parallelepiped.svg



Definition  

Eine Teilmenge {{}} T \subseteq \R^n heißt zentralsymmetrisch, wenn mit jedem Punkt {{}} P \in T auch der Punkt  {{}} -P zu  {{}} T gehört.

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