Goethes Faust. Eine heitere Tragödie. Grablegung.
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Die Grablegung hat Goethe als Posse gestaltet. Mephistopheles kommt vor dem toten Faust auf den blutunterzeichneten Vertrag (11613) zu sprechen und befürchtet, leer auszugehen, auf den fehlenden Höllenglauben der Protestanten anspielend.
- Auf altem Wege stößt man an,
- Auf neuem sind wir nicht empfohlen; (11616 - 17)
Die Himmlischen Heerscharen fordern, Sündern zu vergeben. (11679) Der Teufel, beunruhigt, geht näher an das Grab heran, um Fausts Seele nicht entwischen zu lassen. Der Chor der Engel tritt auf. Sie streuen Rosen, die auf magische Weise Liebesgelüste bei Mephistopheles auslösen. Seine Gehilfen, die Lemuren, stürzen ärschlings in die Hölle. (11738) Mephistopheles ist nun mit den Engeln allein. Er kann sich ihren Reizen nicht entziehen. Er möchte sie küssen, schließlich will er sie nackt sehen.
- Sie wenden sich. – Von hinten anzusehen! -
- Die Racker sind doch gar zu appetitlich. (11799 - 800)
Als Mephistopheles wieder zur Besinnung gekommen ist, haben die Engel Fausts Seele mit sich genommen.
- Die hohe Seele, die sich mir verpfändet,
- Die haben sie mir pfiffig weggepascht. (11830 - 31)
Der Text wurde Wikipedia (Artikel Faust II) zur Verfügung gestellt. Hans-Peter Haack 09:28, 7. Sep. 2008 (CEST)