Benutzer:Anna Perazzolo/Arbeitsseite (WS 2018)

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Die Hausgehilfin
Die Hausgehilfin.jpg
Sprache deutsch
Erstausgabe 1919
Einstellung 1969
Artikelarchiv 1923 bis 1938

Die Hausgehilfin war eine österreichische Monatszeitschrift, die zwischen 1919 und 1969 in Wien erschien. Herausgegeben wurde die Zeitung vom Verband christlicher Hausgehilfinnen.

Erscheinungsgeschichte[Bearbeiten]

In der am 1. Juli 1919 erschienenen Erstauflage von Die Hausgehilfin wurde bekanntgegeben, in welcher Art und Weise die Zeitung erscheinen würde. Dabei wurde auf dem Titelblatt erklärt, dass sie zweimal im Monat im Umfang von acht Seiten erscheinen würde.

Die Kosten für ein jährliches Abonnement für Nicht-Verbandsmitglieder betrug im Jahre 1919 16 Kronen, ein Abonnement für ein halbes Jahr betrug acht Kronen. Für Verbandsmitglieder kostete ein Jahresabonnement hingegen nur acht Kronen und ein Abonnement für ein halbes Jahr nur vier Kronen.[1]

Bis 1923 erschien die Zeitung schließlich nur noch unregelmäßig. In der ersten Ausgabe des Jahres 1923 warb die Redaktion um Einsendungen von Seiten der Konsumenten, man suchte neue Abnehmerinnen und änderte die Preise. Der Bezugspreis für Jänner lag im Jahr 1923, als Folge der Inflation, bei 600 Kronen. Nicht nur die Kosten für die Zeitung änderten sich, sondern auch die Erscheinungsart. Die Hausgehilfin wurde zu einer Monatszeitung, die nun 12 Mal im Jahr erschien.[2] Sie führte zuerst den Nebentitel Zeitung des Reichsverbandes der Christlichen Hausgehilfinnen, ab 1928 Zeitung des Reichsverbandes der Christlichen Hausgehilfinnen Österreichs und danach bis 1938 Organ des Christlichen Verbandes der Weiblichen Hausbediensteten in Wien.

Eine Unterbrechung der Herausgabe gab es von der Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit, von 1938 bis 1959.

Die Hausgehilfin unterstand dem Verlag des Verbands christlicher Hausgehilfinnen.

Die Fortsetzung der Zeitschrift war von 1970 bis 1979 Die Hausangestellte.[3] Im Anschluss an Die Hausangestellte erschien von 1980 Der hauswirtschaftliche Dienst, der bis heute erhältlich ist und ebenfalls als Nachfolger von Die Hausgehilfin gilt.[4]

Verlag[Bearbeiten]

Der Verband christlicher Hausgehilfinnen wurde im Jahr 1909 in Wien gegründet. Bis in die 1930er Jahre gehörten dem Verband 3500 Mitglieder aus allen Bundesländern an, ausgenommen Vorarlberg und das Burgenland. Ziel des Verbandes war es, die Hausgehilfinnen Österreichs in den sozialen, religiösen und beruflichen Interessen zu unterstützen und die Aus- und Weiterbildung voranzutreiben. Der Verband betrieb verschiedene Heime, um arbeits- oder heimatlose Frauen aufnehmen zu können. Eine der wesentlichen Errungenschaften war die Verbesserung der rechtlichen Situation der Dienstnehmerinnen, die im Hausgehilfinnengesetz von 1920 geregelt wurde. Ziel dieses Gesetzes war es, die Situation der vorwiegend weiblichen Hausangestellten in Bezug auf Entlohnung, Arbeitszeit und Altersversorgung zu verbessern. Ab dem Jahre 1919 fungierte der Verband als Verlag für Die Hausgehilfin, die bis zum Anschluss Österreichs im Jahre 1938 erschien. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Verband der christlichen Hausgehilfinnen seine Tätigkeit wieder auf.[5]

Herausgeberinnen[Bearbeiten]

Die Herausgeberin der Monatszeitung war Johanna Weiß, die von 1909 den Verband christlicher Hausgehilfinnen gründete und von 1911 bis 1932 als dessen Präsidentin fungierte. Johanna Weiß war sowohl Eigentümerin als auch Verlegerin von Die Hausgehilfin.[6] Von 1932 bis 1938 übernahm Katharina Neumayer die Funktionen der Präsidentin des Verbandes und der Herausgeberin der Zeitung.[7]

Themen[Bearbeiten]

Die Beiträge in Die Hausgehilfin behandelten die Tätigkeiten des Verbandes und widmeten sich weiteren Themen, hauptsächlich unter dem Motto der Zeitung: Gott segne die Arbeit – Er segne sie. Darunter fielen beispielsweise Antworten auf die Frage Was ist Kommunismus? oder Geschichten aus dem Leben eines Dienstmädchens. Auch Kochrezepte fanden ihren Platz in der Monatszeitung.[8]

1938[Bearbeiten]

In der letzten Ausgabe von Die Hausgehilfin vor dem Zweiten Weltkrieg im April 1938 wird die Arbeit aus dem Blickwinkel des Nationalsozialismus beschrieben. Das Titelblatt der Zeitung beginnt bereits mit einem Zitat Adolf Hitlers und anschließend mit dem Artikel Der Tag der nationalen Arbeit. Auf der dritten Seite der Ausgabe befindet sich dann das Foto von Adolf Hitler mit dem Zitat: „Der Name Arbeiter wird zum Titel der Nation erhoben.“ Auch die Deutsche Hymne fand in dieser Ausgabe ihren Platz.[9] Dies war die letzte Ausgabe, die bis zur Wiederaufnahme im Jahr 1959 publiziert wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut W. Lang (Hrsg.): Österreichische Retrospektive Bibliographie (ORBI). Reihe 2: Österreichische Zeitungen 1492–1945. Band 2: Helmut W. Lang, Ladislaus Lang, Wilma Buchinger: Bibliographie der österreichischen Zeitungen 1621–1945. A–M. Bearbeitet an der Österreichischen Nationalbibliothek. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-23384-1, S. 330

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Hausgehilfin: Erstausgabe von 1919(abgerufen am: 09.02.19)
  2. Die Hausgehilfin Ausgabe von 1923(abgerufen am 09.02.19)
  3. Helmut W. Lang (Hrsg.): Österreichische Retrospektive Bibliographie (ORBI). Reihe 2, Band 2: Helmut W. Lang, Ladislaus Lang, Wilma Buchinger: Bibliographie der österreichischen Zeitungen 1621–1945. A–M. Bearbeitet an der Österreichischen Nationalbibliothek. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-23384-1, 2003, S. 330.
  4. ANNO. Historische Zeitungen und Zeitschriften (abgerufen am: 09.02.19)
  5. Frauen in Bewegung: Verband christlicher Hausgehilfinnen(abgerufen am: 09.02.19)
  6. Frauen in Bewegung: Johanna Weiß(abgerufen am: 09.02.19)
  7. Frauen in Bewegung: Katharina Neumayer(abgerufen am: 09.02.19)
  8. Die Hausgehilfin: Zweite Ausgabe von 1919(abgerufen am 09.02.19)
  9. Die Hausgehilfin: Ausgabe März 1938(abgerufen am: 09.02.19)


Kategorie:Zeitung (Österreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Ersterscheinung 1919 Kategorie:Eingestellt 1969 Kategorie:Zeitschrift (Wien)