Benutzer:Aschmidt/Projekt:Wikiversity wiederbeleben

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Projekt
Projekttitel Wikiversity wiederbeleben
Ansprechpartner Benutzer:Aschmidt
Laufzeit Juni 2012–März 2013
Kurzbeschreibung
Zielsetzung war es, die Entwicklungsmöglichkeiten der deutschsprachigen Wikiversity zu bestimmen.
Siehe auch die Archiv-Seite des Projekts auf dem Stand vom 18. März 2013.

Diskussion in der Cafeteria[Bearbeiten]

Relaunch von Wikiversity[Bearbeiten]

  • Rahmen: Wikiversity im Rahmen der heutigen E-Learning-Landschaft denken und konzipieren.
  • Derzeitige Campus-Struktur (Fachbereiche, Institute, Kolloquien usw.) archivieren.
  • Für die Universitäten, Lehrstühle, Schulen, die in Wikiversity arbeiten möchten, eigene Startseiten einrichten, von denen aus die Kurse und Projekte verlinkt werden.
  • Daneben weiterhin themenbezogene Seiten und Übersichtsseiten.
  • Problem: Wie sollte Wikiversity auf den Trend zur selbstorganisierten Fortbildung reagieren, die außerhalb der staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen stattfindet? Wie können die Betroffenen erreicht und zur Mitarbeit gebracht werden?
    • Die Digitalisierung führt zu einer Zweiteilung der Zugangschancen zu Lerninhalten: Wissenschaftliche Quellen sind in der Regel über proprietäre Datenbanken nur noch an der Universität verfügbar; der Private ist davon ausgeschlossen, weil die Universitäten nur Studenten Zugang gewähren und Dritte zunehmend davon ausschließen.
    • Einzelne Benutzer sind deshalb auf freie Inhalte im Netz angewiesen.
  • Hilfe neufassen

Thesen zum Erfolg von OER[Bearbeiten]

  • OER können nur erfolgreich sein, wenn sie genauso gut sind wie proprietäre Inhalte.
    • Voraussetzung dafür ist eine funktionierende QS. Qualität entsteht aus ständiger Peer-Review. Aus dem gegenseitigen Lektorieren und Korrigieren der Inhalte innerhalb der Community.
    • Voraussetzung hierfür wiederum ist eine aktive Community. Denn OER-Inhalte und Plattformen sind keine Dienstleistungen. Wenn es keine aktive Mitarbeit gibt, entstehen keine OER. Freie Projekte leben vom Rückfluß von Ideen und von der ständigen Verbesserung durch die Community.
    • Es gibt aber keine aktive OER-Community.
    • Exkurs: Was sind Elemente freier Inhalte?
      • Freie Lizenz
      • Aktive Community, das Praktizieren von OER
      • Kultur des freien Gebens, des Austauschs
  • Warum gibt es derzeit keine aktive OER-Community?
    • Bestandsaufnahme: Wikiversity wird nur von einer Handvoll Personen genutzt. ZUM-Wiki ist aktiv, aber klein und so gut wie unbekannt.
    • Die meisten Lehrer sind derzeit nicht in der Lage, zu OER etwas beizutragen.
      • Grund ist eine falsche Einstellung, die die Mitarbeit verhindert.
      • Konsumhaltung. Man möchte nicht selbst über etwas diskutieren und eigenes Material gemeinsam entwickeln, sondern fertige Konzepte erhalten. „Jäger und Sammler“.
      • Es fehlt an einer Kultur des freien Gebens, wie sie in klassischen Online-Communities typisch ist.
      • Bürgerliche Konkurrenzhaltung. Lehrer geben ständig etwas an ihre Schüler, aber nicht an ihre Kollegen weiter.
    • Projektcharakter der Beiträge.
      • Wenn ein Projekt oder ein Kurs abgeschlossen sind, hört die Mitarbeit auf. Was bis dahin erstellt worden ist, verbleibt im Wiki. Und das nächste Projekt baut darauf nicht auf (anders als in der Wikipedia), sondern beginnt völlig von vorne, weil neue Projektseiten erstellt werden (für das neue Semester usw.).
      • Die Benutzer beteiligen sich auch typischerweise nicht an Diskussionen, sondern erwarten, daß die Plattform eine Dienstleistung für sie erbringt. Sie empfinden sich nicht als Teil eines größeren Ganzen, sondern erbringen hier Prüfungsleistungen, als wären sie auf einer Plattform wie Moodle etc.
      • Unter diesen Umständen sind die Benutzerzahlen davon abhängig, daß Projekte/Kurse in Wikiversity durchgeführt werden, sie hängen also von der Entscheidung der Kursleitern ab. Die Benutzer haben sich nicht selbst für Wikiversity entschieden. Sie würden auf jede Plattform gehen, um in dem jeweiligen Kurs mitzuarbeiten.
    • Problem: Weiterverwendung: Große Unsicherheit wegen
      • des Urheberrechts und
      • wegen der Frage, ob das Material den Vorgaben des Lehrplans genügt (Qualität von OER).
  • Auswege
    • Mit gutem Beispiel vorangehen. Selbst mitarbeiten. Material selbst verwenden. Im kleinen Kreis als Vorbild dienen.
    • OER muß praktiziert werden, sonst gibt es sie nicht. Das Wiki ist nur ein Steinbruch. Erst wenn die Inhalte daraus abgebaut und (weiter)verwendet werden, gibt es OER wirklich.
    • Wenn wir selbst nicht mehr davon überzeugt sind, daß wir etwas Richtiges tun, sollten wir allerdings damit aufhören und unsere Projekte konsequent für beendet erklären.

Siehe auch[Bearbeiten]

Ergebnis[Bearbeiten]

Während des ZUM-Wiki-Seminar 2013 habe ich mich mit Benutzer:Cspannagel über die Zukunft von Wikiversity ausgetauscht.

Eine Bestandsaufnahme könnte man m.E. etwa folgendermaßen fassen: Wikiversity wird derzeit von etwa einer Handvoll Professoren für den Hochschulunterricht aktiv genutzt, außerdem von wenigen Schullehrern. Als E-Learning-Plattform ist Wikiversity veraltet, weil Multimedia-Inhalte außerhalb von Commons und Applets nicht eingebunden werden können. Die Wikimedia Foundation stellt die hierzu erforderlichen Plugins und Extensions aus einer Reihe von Gründen nicht bereit. Hinzu kommt die allgemeine Entwicklung im E-Learning. Universitäten und engagierte Schulen betreiben heute ihre eigenen Plattformen. Wikiversity bietet heute fast ausschließlich Nischenfächern eine Plattform, und es ist nicht absehbar, daß ihre Bedeutung je noch einmal hierüber hinaus gehen könnte.

Der in der neueren Diskussion in der Wikiversity-Cafeteria angedachte Rückbau der alten Strukturen, die im Jahr 2008 aufgebaut worden waren, wäre sehr aufwendig, während ein Nutzen genaugenommen aber nicht ersichtlich ist. Die heutigen Benutzer stört es nicht, daß der Rest des Wikis weitgehend tot und unnütz hier herumsteht, und neue Benutzer würden durch einen solchen Umbau nach Lage der Dinge ganz sicherlich nicht angezogen. Der Umbau wäre aber für die Administratoren mit sehr viel Arbeit verbunden. Das wäre nicht vertretbar.

Ich sehe deshalb meine Aufgabe als Pedell auf Wikiversity darin, die aktuelle Arbeit zu begleiten und das Wiki soweit wie nötig weiter zu pflegen. Ein Entwicklungspotential sehe ich nicht. Das Projekt:Wikiversity wiederbeleben wird deshalb von mir mangels Erfolgsaussicht nicht mehr weiter verfolgt. Der letzte macht das Licht aus. Ich hielte es für erwägenswert, die deutschsprachige Wikiversity auf dem derzeitigen Stand einzufrieren.