Benutzer:Birkenkrahe/HWR-UMO/SS2012

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UMO im SOMMERSEMESTER 2012[Bearbeiten]

Sitzung am 13.04.12 — Einführung[Bearbeiten]

Plan:

  • Willkommen und Eingangstest/Übung zu ausgewählten Themen der Vorlesung
  • Einführungsvorlesung
  • Leistungsnachweise und Bewertung
  • Praxisprojekte (evtl. mit Teilnahme Kundenvertreter)
  • Einführung des aktiven Plenums

Nachlese[Bearbeiten]

  • Das Aktive Plenum stieß auf gemischte (überwiegend negative) Resonanz. Moderator und Rekorder waren Freiwillige. Die Gruppe (ca. 25 Teilnehmer) unternahm keine Prozessklärung; Rollenunsicherheit auf beiden Seiten war deutlich zu spüren. Der Moderator mischte sich öfter zu stark ein, was auch von der Gruppe angesprochen wurde. Endergebnis — Modellierung eines einfachen Prozesses als EPK — wurde gemäß der Aufgabenstellung in der verfügbaren zeit (30 Min.) erreicht. In einer zweiten Übung (Wechsel von Moderator/Rekorder—Moderator hielt sich deutlich stärker zurück) kamen dann Gruppenprobleme hoch, weil es zwei Sub-Communities im Kurs gibt: ich ließ es laufen und hatte dadurch Gelegenheit, dieses Sozialproblem anzusprechen (vorher hatte ich es bloß gespürt, jetzt war es für alle sichtbar). Gruppe wünschte sich Kleingruppen (die es nach wie vor geben wird). Insgesamt ein schwieriger Anfang. Ich hatte allerdings mein inhaltliches Hauptziel, nämlich herauszufinden, welchen Wissensstand die Gruppe (einschließlich der Besten) hat, was das Kursthema anbetrifft (im Sinne von Vorwissen) in Rekordzeit erreicht.
    • Das war vermutlich für die Gruppe eine relativ ungewöhnliche Situation. Vielleicht klappts beim nächsten Mal (anderes Thema, andere Aufgabe, andere Moderatoren, ...) besser. Vielleicht passt die Methode aber auch gar nicht zur Gruppe. Ich hatte auch mal eine Gruppe, bei der ich nach drei, vier Sitzungen es ganz gelassen habe, die Methode einzusetzen. Wichtig für den Moderator ist (was du auch beschreibst): NICHT mitmischen, sondern nur aufrufen und die Diskussion steuern. Der Moderator muss selbst auch längere Phasen, in denen niemand etwas sagt, aushalten... Und, was außergewöhnlich ist, dass Gruppenprobleme bereits in der ersten Sitzung auf den Tisch kommen. Wäre dies nicht passiert, hätte das vielleicht im weiteren Verlauf des Semesters größere Probleme bereitet. Insofern sollte die Gruppe evtl. auch schätzen und "aushalten", dass die erste Sitzung inhaltlich nicht weit geführt hat, dafür aber für die Aufdeckung/Bildung der Sozialstruktur wichtig war. --Cspannagel 11:53, 14. Apr. 2012 (CEST)
      • Guter Hinweis. Ich denke eher, dass die Gruppe ihre eigene Kraft noch nicht kennt (das habe ich Ihnen auch gesagt). Nicht untypisch für unsere Studentengruppen, finde ich, vor dem Hintergrund traditioneller Lehre, die eher daran interessiert ist, dass die Gruppe nicht in ihre Kraft kommt (um die Kontrolle durch den Dozenten nicht zu gefährden). Jedenfalls gab es keinen Aufstand, sondern eine gute Diskussion und insgesamt eine gute (lange, nämlich 6 Stunden) Veranstaltung.--Birkenkrahe 12:25, 14. Apr. 2012 (CEST)
    • Mir schlägt eigentlich auch immer erst mindestens Skepsis entgegen, aber das hat sich bei weiterem Einsatz des aktiven Plenums oder speziell LdL immer gedreht. --O.tacke 16:02, 14. Apr. 2012 (CEST)
      • Skepsis gemischt mit Prozessvorschlägen (was gut ist: da merkt man, wie die Aktion in die Gruppe übergeht)—in diesem Fall "wir wollen Kleingruppen". D.h. ein Zyniker könnte das aktive Plenum benutzen um die Gruppe in die Kleingruppe zu treiben ohne dass sie es merken...aber wie erwähnt ist mein persönliches Hauptergebnis, dass das Plenum von vorhandenen Sozialstrukturen und Verwerfungen nicht unabhängig ist (hätte man auch gar nicht erwartet aber bewusst war mir das nicht!). Unser traditioneller "Grabenkamp"—hier der Dozent, dort der Student—verhüllt diese Problematik ganz schön.--Birkenkrahe 17:56, 17. Apr. 2012 (CEST)

Praxisprojekt[Bearbeiten]

Kundenvertreter kam in die Veranstaltung. In der Diskussion kam die Idee auf, die Kundenbefragung für die Analyse der anliegenden Geschäftsprozesse in Form eines oder sogar von zwei Workshops zu machen. Vereinbart wurden 04.05. (Ersttermin) und 29.06. (Präsentation von Ergebnissen). Zu diesem Zeitpunkt sind die Grundlagen von BPMN und UML bereits eingeführt und bekannt und für eine Modellierung sollte ca. 1 Monat ausreichen, wenn die Bearbeitung in Gruppen erfolgt. Stand derzeit: warte Klärung ab, welche Prozessgruppe wir neben E-Learning attackieren (RZ und Bibliotheksprozesse stehen zur Auswahl).

Merken[Bearbeiten]

  • Notiz für MSB: In dieser Sitzung neben Erinnerung an EPKs auch gleich Aktivitätsdiagramme einführen! --msb 07:34, 25. Apr. 2012 (CEST)

Sitzung am 20.04.12 — UML Basics[Bearbeiten]

In den ersten vier Sitzungen werden die Kursteilnehmer "fit" gemacht, um spätestens ab Mitte Mai selbstständig an einem betreuten Praxisprojekt arbeiten zu können, so dass wenigstens ein Monat für das Projekt zur Verfügung steht. Geplant sind zwei Workshops mit Kundenvertretern am 4.5. und am 29.6.'

Plan:

  • 08:30-10:00 Vorlesung: UML Basics
  • 10:15-11:45: Vorlesung mit Übungen
  • 12:15-13:45: Praxisprojekt — Einteilung der Gruppen und Besprechung der zur Auswahl stehenden Prozesse

Praxisprojekte definiert[Bearbeiten]

Es wird zwei Workshops geben: der erste am 04.05. (gleichzeitig der Startschuss der Projekte), der zweite am 29.06. (gleichzeitig das vorläufige Ende der Projekte). HWR-seitige Projektbeteilligte bzw. -eigner werden vor Ort sein und Frage und Antwort stehen. In der Zeit zwischen den Workshops erhalten die E-Media und die E-Learning Teams jeweils zwischen 08:30 und 10:30 Coaching von mir (in meinem Büro, Raum B 5.18). In der Veranstaltung dieser Woche diskutieren wir, was das für das Semester bedeutet und legen die Teams fest. Bitte tragen Sie sich vorläufig schon einmal in der Tabelle auf dieser Seite ein! Hier finden Sie auch Details zu den Projekten soweit bereits bekannt.

Zur Vorlesung[Bearbeiten]

  • In der Veranstaltung wurde nur das Klassendiagramm explizit eingeführt, um UML Konzepte detailliert zu erläutern. Andere Diagrammtypen sind m.E. konzeptuell simpler. Insbesondere Anwendungsfalldiagramme (Use Cases), Sequenzdiagramme und vor allem Aktivitätsdiagramme sind für die Unternehmensmodellierung relevant aber im Hinblick auf die Notation eher einfach.

Anmerkung für MSB: Änderungen der UML 2.x einbauen; alle Diagrammtypen zumindest als Diagramme zeigen und anhand jeweils eines einfachen Beispiels erklären — siehe Kecher 4. Auflage (2011).

Zu den Übungen[Bearbeiten]

  • Die Komposition ist ein starkes Aggregat und klingt wie eine Existenzaussage, d.h. zur Klärung der Assoziationseigenschaft (ob einfaches Aggregat oder starkes Aggregat = Komposition = "beinhaltet als fester Bestandteil") könnten Sie fragen z.B. "gibt es einen Stuhl ohne Stuhllehne?" (Antwort ist "nein", deshalb Komposition); oder "gibt es eine Bibliothek ohne Bücher?" (Antwort ist "Ja", deshalb einfaches Aggregat). Dabei kann man von der Sprache aufs Glatteis geführt werden: das Aggregat von Lehrer zu Lehrerschaft (in Aufgabe 1) ist ebenfalls ein einfaches Aggregat, weil ein Modell, das die Klasse "Lehrerschaft" enthält, durchaus benutzt werden könnte für einen Prozess einer neu zu gründenden Schule (für die Lehrer erst eingestellt werden müssen). D.h. wenn Sie hier eine Komposition fordern, dann haben Sie Klasse und konkretes Objekt (Instanz) verwechselt.
  • Wenn Sie ein konzeptuelles Modell erarbeiten, beginnen Sie mit der Aufstellung der relevanten Klassen (wenn Sie die noch nicht haben, machen Sie sich eine Liste der Objekte); gute (konkrete) Klassen haben relevante Eigenschaften und Methoden/Verhalten. Legen Sie erst die Assoziationen fest, bevor Sie sie spezifizieren.
  • Lehren aus dem aktiven Plenum zur Besprechung der Übungen:
  1. Was sie nicht erklären können, stellen Sie im Modell auch nicht dar. Insbesondere gilt das für Mehrfach-Assoziationen (immer eine Versuchung). Auflösung nach binären Assoziationen über Bildung neuer Klassen wenn möglich!
  2. Was nicht gesagt wird, gehört in erster Näherung nicht ins Modell. Wenn Sie ein Gefühl haben, es gehört hinein, müssen Sie nachfragen und evtl. eine Anmerkung oder einen Kommentar im Modell verankern. Zu viele solcher Fragezeichen deuten auf Prozessprobleme hin bzw. müssen Sie die Modellierungsebene wechseln (ins Metamodell abschwirren)
  3. Wenn verschiedene konkrete Klassen Teil der Modells zu sein scheinen, denken Sie auch an die Möglichkeit, abstrakte Klassen bilden zu können (das sind Klassen, die selber keine Instanzen haben, sondern nur konkrete Klassen, die von ihnen abgeleitet sind).
  • Hinweis für MSB: Für zukünftige Veranstaltungen: noch einige Übungen zur Kardinalität hinzufügen sowie einige einfache Assoziationen.
Feedback an MSB: An dieser Stelle hätte man den Signavio Editor per "Learning-by-doing" einführen können / sollen?! Mfg A.Niemeier
Danke für das Feedback! Zum Vorschlag: Wohl eher nicht an dieser Stelle, weil Signavio UML kaum unterstützt...eher schon in der BPMN-Sitzung. Aber bei der Vielfalt an Themen fallen solche Werkzeug-Sitzungen untern Tisch und müssen selber geleistet werden...zumal von WiInf-Studenten! ;-) --msb 18:36, 5. Mai 2012 (CEST)

Neue Erfahrungen mit dem aktiven Plenum[Bearbeiten]

In der zweiten Veranstaltung wurde das aktive Plenum benutzt um die Lösungen zu vorher in Kleingruppen bearbeiteten UML-Übungsaufgaben zu diskutieren und zu präsentieren. Aus meiner Sicht war das ein voller Erfolg. Die Beteilligung war allgemein, die Energie ließ erst nach 40 Minuten (!) nach. Die Aufgaben waren nicht leicht gewesen, obwohl sie bereits gehörten Stoff betrafen: die Studenten sollten das erst am selben Vormittag gehörte einsetzen. Üblicherweise läuft so eine Sitzung so ab, dass ich die Musterlösungen vorstelle, wobei sich die üblichen (wenigen) Verdächtigen beteilligen. Sobald die "richtige" (d.h. meine) Lösung bekannt ist, geht die Energie runter. Ein wirklicher Dialog kommt so selten zustande. Prozess: diesmal griff ich (hinten sitzend, in meinen nicht vorhandenen Bart murmelnd) zweimal inhaltlich und prozedural ein, aber die Gruppe ließ sich davon glücklicherweise nicht zu sehr beeindrucken, übernahm jedes Mal wieder und die Moderation klappte auch deutlich besser. --msb 15:58, 20. Apr. 2012 (CEST)

  • Solch schönen Rückmeldungen freuen doch! Ich leite am Freitag den zweiten, retrospektiven Teil eines Workshops, an dessen erstem Tag wir u. a. das Aktive Plenum praktisch vorgestellt haben. Ich werde deinen Erfahrungsbericht (noch nicht gut bei der ersten Veranstaltung, aber gut bei der zweiten) als Beispiel aufnehmen. --O.tacke 12:53, 21. Apr. 2012 (CEST)
    • Prima, danke—einer meiner Fehler war, dass ich über die Methode gesprochen habe bevor wir sie angewendet und geübt hatten (prätentiöse Transparenz)...das hat unnötige (kognitive) Widerstände erzeugt. Ich bin diese Methodentransparenz gewöhnt, muss ich mir aber vielleicht abgewöhnen bzw. taktischer einsetzen.--msb 21:44, 21. Apr. 2012 (CEST)
  • Klasse! Das zeigt wieder einmal, dass man bei solchen Methoden Geduld haben muss. Ich bin gespannt, wie es weiter geht! --Cspannagel 12:54, 21. Apr. 2012 (CEST)

Sitzung am 27.04.12 — BPMN Basics[Bearbeiten]

  • 08:30-10:00 Vorlesung: BPMN Basics
  • 10:15-11:45: Vorlesung mit Übungen
  • 12:15-13:45: Praxisprojekt — Vorbereitung auf die Kundeninterviews

Diese Sitzung wird ähnlich ablaufen wie die letzte, denn ich will Sie in den Grundregeln der BPMN fit machen. Anfangen werden wir allerdings mit einem aktiven Plenum zur Lösung der übrig gebliebenen UML Aufgabe (Modellierung eines Ausleihvorgangs einer Bibliothek). Es gibt dann eine Vorlesung zu den Regeln mit Beispielen und im Anschluss einige Aufgaben, deren Lösung wir zunächst im aktiven Plenum diskutieren bevor Sie dann auch die Musterlösungen erhalten. In dieser Sitzung werden wir auch im Signavio Editor arbeiten, stellen Sie also sicher, dass Sie dort registriert sind. Im letzten Teil haben Sie Gelegenheit, sich bereits in Ihren Teams zu treffen, zu denen ich dann jeweils einzeln komme. Unser Kundenkontakt Herr Schild wird ebenfalls zugegen sein.

Zu den Übungen[Bearbeiten]

In der Sitzung vervollständigten Sie selber das Modell eines Bewerbungsprozesses vom Standpunkt des Bewerbers aus (dafür wird ein eigener Pool verwendet). Sie bekamen dann von mir die Musterlösung des Bewerbungsprozesses vom Standpunkt der Personalabteilung aus. Die BPMN-Hausaufgabe besteht darin, die beiden Pool-Prozesse miteinander zu verbinden (durch Nachrichtenflüsse und Nachrichten...die nicht immer "Nachrichten" im Sinne von Mitteilungen sind, sondern auch physisch sein können—siehe das ausführlich besprochene Pizza-Beispiel).

Praxisprojekte[Bearbeiten]

Wir besprachen die kommenden Praxisprojekte ausführlich — einschließlich

  • möglicher Vorbereitung (vor allem noch einmal Use Case Syntax und Möglichkeiten angucken),
  • Erwartungen (Use Cases) und
  • ungefährem Ablauf (Teams treffen sich mit Kundenvertretern; im Anschluss Kommunikation über Moodle-Foren)—

siehe detaillierte Ergebnisse hier.

Sitzung am 04.05.12 - Erster Stakeholderworkshop[Bearbeiten]

Plan:

  • 09:30-11:00 Uhr: 1. Mini-Workshop "Aufnahme der Anliegen" mit Vertretern von E-Media an der HWR Berlin (Bibliothek): C Rupp und B Skerka, sowie K Drasdo (RZ).
  • 11:00-11:30 Uhr: Nachbesprechung
  • 11:30-13:00 Uhr: 1. Mini-Workshop "Aufnahme der Anliegen" mit Vertretern von E-Learning an der HWR Berlin: S Mey, K Drasdo und A Freiberg.
  • 13:00-13:30 Uhr: Nachbesprechung
  • Moderation: Marcus Birkenkrahe

Siehe Nachlese auf der Praxisprojektseite. Sehr schön fand ich die Beteilligung aller Teams und die Selbstständigkeit, die Sie im Verlauf beider Workshops gezeigt haben!--msb 14:04, 4. Mai 2012 (CEST)

Hausaufgaben[Bearbeiten]

Hausaufgaben zur nächsten Sitzung: (1) eigene Projektorganisation (Zeitplan, Ziel usw.) (2) Auftragsklärung mit Hilfe von Use Cases wie im Workshop besprochen — für beide Gruppen! Bitte legen Sie Ihre Ergebnisse/Zwischenergebnisse in dem für Ihr Projekt bereits angelegten Ordner in Signavio ab (in: /UMO LV 316101/Projekte). Wenn Sie das am Donnerstagmittag tun, dann kann ich mir die Ergebnisse auch angucken, was das Coaching noch sinnvoller macht. Wichtige Ergebnisse evtl. auch lokal speichern bis wir mehr Erfahrungen mit dem Werkzeug gemacht haben.

Sitzung am 11.05.12 — Pyramidenprinzip[Bearbeiten]

Plan:

  • 08:30-10:30 Coaching der Projektteams ("E-Media") — siehe hier.
  • 10:45-13:45: Vorlesung mit Übungen
  • Thema: Pyramidenprinzip (Logische Pyramidenbäume) — Die vorläufigen Pyramiden Ihrer Projekte sind hier; gucken Sie sie sich noch einmal an, ob Sie wirklich die Frage/Antwort gefunden haben, die der Ausgangspunkt Ihrer Modellierung sein soll (und der zum Situations/Komplikations-Paar passt).

Coaching[Bearbeiten]

Die ersten Coaching-Termine liefen ziemlich gut. Ihre Aufgabe war gewesen, sich mit Hilfe von Use-Case-Diagrammen Klarheit zu verschaffen über: Akteure (und Systeme) und Anwendungsfälle (Vorgänge, die mit den Akteuren assoziiert sind oder von ihnen ausgeführt werden) Ihres Praxisprojekts. Die Vorläufigkeit einiger Use-Cases war in Abwesenheit von Training an der Methode zu erwarten gewesen. Einige Gruppen arbeiteten parallel, andere gemeinsam. Sie können beides tun, und es ist auch noch nicht entschieden, ob wir den Kunden am Ende verschiedene oder jeweils nur eine Lösung präsentieren. Sie sollten diese ersten Wochen des Projekts dafür nutzen, sich zu treffen, das Problem und Ihre "Projektorganisation" (Zeitplan, Tätigkeiten, Treffen usw.) zu klären.

Praxisbeispiel: aktueller Vortrag[Bearbeiten]

Ich muss in der nächsten Woche einen Vortrag bei der "13. Jahrestagung des Arbeitskreises Evaluation und Qualitätssicherung Berliner und Brandenburger Hochschulen" halten. Der Vortrag hat den mysteriös-aufwändigen Titel "Mit Identität spielen(d) lernen—Einführung des virtuellen Klassenzimmers im Rahmen einer Blended Learning Initiative am Beispiel eines Praktikumssupervisionskurses in einem Multi-User Virtual Environment (MUVE)". Zur Vorbereitung der Präsentation habe ich das Pyramidenprinzip verwendet:

Fig. 2. Pyramiden-Diagramm
  1. Hauptgegenstand: virtuelles Klassenzimmer
  2. Frage 1: WIE kann man das zur Lehre verwenden?
  3. Antwort 1: Fast genau wie ein reales Klassenzimmer, aber: Identitätproblematik.
  4. Situation: vielfach 2D und 3D virtuelle Lehre schon erprobt, auch an Berliner & Brandenburger Hochschulen, meistens von einzelnen forschenden Profs. Bspw. an der Uni Potsdam (aktuell: Prof Lucke, Informatik: Tele-Vorlesungen per Second Life; Prof Lattemann, Existenzgründerausbildung in MUVEs).
  5. Komplikation: virtuelle Klassenzimmer sind sehr anders. Außerdem geht bei der Virtualität doch eine Menge Qualität einfach verloren.
  6. Frage 2: Wie kann man die Qualität der Lehre in virtuellen Klassenzimmern garantieren?
  7. Antwort 2: Den Identitätwechsel der Studierenden aktiv unterstützen!

Sie sehen, dass ich die Hauptfrage und -Antwort (die die Spitze der Pyramide bilden) nach der Komplikation verändert habe, in der "Qualität" das wichtigste war—was auch gut zur Veranstaltung passt, weil Qualität in der Lehre den Hauptgegenstand der Tagung bildet. Fig. 2 zeigt das Pyramiden-Diagramm. Bei dieser logischen Vorbereitung einer Präsentation empfinde ich immer Befriedigung, weil mir während des Durcharbeitens des Stoffes doch noch neue Gedanken kommen—d.h. die Erstellung einer klaren Darstellung erfordert und befördert klares Denken. Die Präsentation selbst ist hier — sie hat sich noch ein bisschen dem Diagramm gegenüber verändert. Üblicherweise würde ich nicht ein Diagramm so offensichtlich in die Präsentation übertragen, sondern vielmehr nur mit Bildern arbeiten (wenn überhaupt); in diesem Fall muss ich im Anschluss an die Konferenz ein Papier zum Talk einreichen, das ich jetzt aus dieser Präsentation fast direkt "ablesen" kann (und Sie können das auch: andernfalls sind Präsentationen außer zur Argumentationsstützung nicht recht sinnvoll).

Hausaufgaben[Bearbeiten]

  • Gucken Sie sich noch einmal Ihr Problemdefinition(en) für das Praxisprojekt unter dem Aspekt des Pyramidenprinzips an, falls wir Ihr Beispiel nicht besprechen konnten oder falls Sie noch nicht die zur "Komplikation" passende Frage gefunden haben (siehe Tafelbild). Verschiedene Problemtechniken aus der Vorlesung anzuwenden stärkt Ihr Projekt und ist besser als einfach loszulaufen.
  • Die Gruppen, die sich mit den E-Learning-Projekten befassen (T5-T8) laden bitte Ihre Use-Case-Darstellungen der Projekte in Signavio] hoch, damit ich Sie im Lauf der Woche ansehen und ggflls. kommentieren kann.
  • In der nächsten Sitzung befassen wir uns mit "Change Management". Hierfür bitte ich Sie, zwei Artikel zu lesen, die Sie in Moodle finden können, und dabei die folgenden Fragen im Hinterkopf zu haben, die wir dann im Kurs diskutieren werden:
  1. Welche Anknüpfungspunkte für Modellierung von Geschäftsprozessen wie Sie sie bisher gesehen haben, können Sie erkennen?
  2. Welche Rolle spielt "systemisches Denken" im Rahmen der geschilderten Change Management (= Veränderungsmanagement) Szenarien?
  3. Welche zusätzlichen Modelle oder Modellierungswerkzeuge werden von den Autoren referenziert und wurden in der Praxis angewendet?

Sitzung am 25.05.12 — Change Management[Bearbeiten]

Plan:

  • 08:30-10:30 Coaching der Projektteams ("E-Learning") — siehe hier.
  • 10:45-13:45: Vorlesung mit Übungen
  • Thema: Change Management

Veranstaltung[Bearbeiten]

In den Übungen waren Sie aufgefordert, sich ein Change Management (CM) Modell auszusuchen und es auf den Gegenstand Ihres Praxisprojekts anzuwenden. Hierbei sollten Sie so tun als ob Sie bereits einen Soll-Prozess modelliert hätten, den Sie jetzt an der "Schnittstelle Mensch" implementieren müssen.

Bei den Artikeln, die ich Ihnen zur Lektüre empfohlen habe, handelt es sich um ausgezeichnete Fallbeispiele für komplexe Aufgaben (Einführung von ERP-Systemen), an denen man den Gebrauch verschiedener CM Werkzeuge gut sehen kann. Vielfach können auch BPM Massnahmen eingesetzt werden.

  • Paul Ormerod, "Butterfly-Effekt": Beispiel für nichtlineare Zusammenhänge in der Volkswirtschaft.
  • Geert Hofstedte: bekannte Mengen von Indikatoren aus der Organisationspsychologie. In der Bedeutung vermutlich überschätzt; wie häufig bei solchen Verallgemeinerungen, liegt die Kunst in der Interpretation.
  • Chris Argyris, Harvard Forscher in Organisationsentwicklung.
  • Kurt Lewin, deutscher Sozialpsychologe. Wir sahen ein Beispiel zum Unterschied von Eigensicht und Fremdsicht (auf ein Beziehungsproblem).

Hausaufgaben[Bearbeiten]

  • Bitte machen Sie mit den BPMN-Diagrammen weiter. Ihr nächster Checkpoint: Diagramme erstellen (Happy-Path genügt erstmal), die Sie dann mit den Kunden abgleichen (per Moodle-Foren), indem Sie (offene) Fragen (d.h. nicht mit Ja/Nein zu beantwortende) stellen und Ihre Diagramme präsentieren—wenn Sie Fragen haben, aber das ist bei den meisten der Fall. Wenn Sie sich unsicher sind, schicken Sie mir eine Mail und ich guck mir Ihre Ergebnisse an und hinterlasse direkt in Signavio Kommentare.

Sitzung am 01.06.12 — Storytelling[Bearbeiten]

Plan:

  • 08:30-10:30 Coaching der Projektteams ("E-Media") — siehe hier.
  • 10:45-13:45: Vorlesung mit Übungen
  • Thema: Storytelling

Veranstaltung[Bearbeiten]

Im Vordergrund steht heute ein neues Werkzeug — Storytelling —aus dem Arsenal der Systemischen Organisationsberatung. Dem Werkzeug angemessen genügen hier bereits wenige theoretische Einsichten, um dramatische Effekte zu erzielen. In der Sitzung werde ich eine Geschichte erzählen (zur Demonstration); wir gucken uns kurz Storytelling nach Steve Denning (siehe sein HBR Artikel "Telling Tales", 2004) an; im Anschluss werden Sie Ihr Praxisprojekt als "Story" in einem beliebigen Genre erzählen dürfen — d.h. als Horror-, Science-Fiction-, historische Geschichte, als Fabel, als Detektiv-Story oder sonst wie.

...schade, dass wir die Ergebnisse Ihrer Geschichten nicht audiovisuell festgehalten haben. Ich war schwer beeindruckt, was Sie in nur 1/2 Stunde so hingezaubert haben. Beim Storytelling in diesem Rahmen kommen dieselben Kriterien zum Einsatz wie bei anderen Geschichten: es muss eine Botschaft geben, eine Handlung (evtl. Spannung) und Akteure (Protagonisten und Antagonisten); Sie können zusätzlich von Humor, Metaphern, Archetypen (wie dem Helden) usw. Gebrauch machen. Wie von Nancy Duarte ausgeführt, können Sie jedes sachlich getönte Dokument (Präsentation, Report) durch Geschichten oder Elemente von Geschichten anreichern und auflockern, aber auch betonen und unterstreichen.

Sitzung am 08.06.12 — Szenarienplanung[Bearbeiten]

Plan:

  • 08:30-10:30 Coaching der Projektteams ("E-Learning") — siehe hier.
  • 10:45-13:45: Vorlesung mit Übungen
  • Thema: Szenarientechnik

Sitzung am 15.06.12 — Team Coaching[Bearbeiten]

Plan:

Sitzung am 29.06.12 — Ergebnisworkshop[Bearbeiten]

Plan:

  • 08:30-09:00 Uhr: Vorbereitung auf Workshop (selbstständig)
  • Ab 09:00 in Raum B 1.42:
 —09:90-11:00 Uhr: 2. Mini-Workshop "Ergebnispräsentation" mit Vertretern von E-Media an der HWR Berlin (Bibliothek): N.N. und B Skerka.
—11:00-11:15 Uhr: Nachbesprechung
—11:30-13:30 Uhr: 2. Mini-Workshop "Ergebnispräsentation" mit Vertretern von E-Learning an der HWR Berlin: N.N., A Freiberg und K Drasdo.
—13:30-13:45 Uhr: Nachbesprechung
  • Moderation: Dimitri Schild und Marcus Birkenkrahe

Sitzung am 06.07.12 — Business Model Generation[Bearbeiten]

Plan:

  • 09:00-14:00 — Workshop! Da sehr viele von Ihnen BMG als Methode bereits kennen, verzichte ich in dieser Veranstaltung auf die theoretische Vorlesung. Stattdessen wenden wir de Methode und die Canvas auf einen realen Firmenfall an, der uns zur Verfügung steht. Für diejenigen, die "Business Model Generation" nicht kennen: bitte lesen Sie sich bis zum 06.07. die Materialien durch (freundlicherweise vom Kollegen Prof. Roland Müller zu Verfügung gestellt): eine Kurzfassung des BMG Basis-Buches (Engl.) und eine Vorlesung, die im zweiten Teil einige schöne Beispiele zur Anwendung der "Canvas" enthält, die hier das grundlegende Modellierungstool darstellt.
    • Sehr interessanter Workshop! Sehr netter Kunde / Kundin und wie ich finde spannende Ergebnisse. Ich hätte mir solch einen Workshop schon früher im Studium / Semester gewünscht um für das Leben nach dem Studium gerüstet(er) zu sein.

Sitzung am 13.07.12 — Optional: Klausurvorbereitung[Bearbeiten]

Plan:

  • 09:00-12:00 Besprechung der BPMN Aufgaben die Sie am 06.07. erhalten haben. Evtl. Fragen zur Klausur. Evtl. Beispielklausur.

KLAUSUR: 17.07.12[Bearbeiten]

Plan:

  • 09:00-12:00 Uhr Klausur (180 Min.)
  • Raum: TBC
  • Zensuren: bis 20.07.2012

Erweiterte Fragestellungen[Bearbeiten]

In diesem Abschnitt parke ich Fragen zur Methodik auch der Lehre. Was mich gegenwärtig umtreibt, ist LdL ("Lernen durch Lehren") und aktives Plenum—Steigerung des Eigenanteils der Lernenden an jeder Veranstaltung.

Warum Wikiversity statt Moodle?[Bearbeiten]

Die Frage ist berechtigt, weil Studierende immer wieder über die Vielfalt an Plattformen klagen; der Vorteil von Wiki ist, dass Kursteilnehmer selber Beiträge leisten können (z.B. in Form von Kommentaren, Links, Fragen usw.); der Vorteil von Wikiversity (gegenüber dem On-board Moodle Wiki z.B.) ist, dass Außenstehende ebenfalls einsteigen können. So entsteht viel leichter ein lebendiges Dokument. Ein persönlicher Grund ist, dass die Inhaltsabschnitte in Moodle deutlich schwerer editierbar sind als im Wiki.