Benutzer:Birkenkrahe/Online Sprechstunde Ist Immer SS 2015

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Online Sprechstunde Ist Immer SS 2015[Bearbeiten]

Kursdaten[Bearbeiten]

  • Termine: 9.-10. Juni 2015, 09:00—17:00 Uhr,
  • Ort: BZHL, Fraunhoferstr. 33-36, 10587 Berlin, Raum 417—425

Inhalte[Bearbeiten]

Studierende kommunizieren untereinander zunehmend über elektronische Medien: „Social Media“ sind allgegenwärtig, werden von Lehrenden aber selten wirklich verstanden und noch seltener selbst sinnvoll genutzt, um aktiv mit Studierenden zu kommunizieren. Dabei kann eine sinnvolle, gesteuerte Präsenz auf verschiedenen Kanälen das Lernen unterstützen, Konflikte lösen oder begrenzen helfen und die Effektivität der Lehre nachhaltig erhöhen. In dieser Veranstaltung lernen Sie verschiedenste Modelle, Vorgehensweisen und elektronisches Rüstzeug kennen, schätzen und nutzen - unabhängig von den Ihnen an Ihrer Hochschule evtl. zur Verfügung stehenden Mitteln.

Lernziele[Bearbeiten]

• Welche Online-Kommunikationswerkzeuge gibt es? • Welche hervorragenden Beispiele gibt es für die Online-Beratung von Studierenden? • Wann sollte ich Online beraten und betreuen und wann nicht? • In welchen Situationen sollte ich wie und was kommunizieren? • Wie bewahre ich mir meinen Freiraum und bin trotzdem präsent? • Wie berate ich während des Semesters, vor und nach Prüfungen? • Woher weiß ich, ob ich effektiv kommuniziere? • Wie gebe ich kritisches und konstruktives Feedback? • Wie kann ich meine Belastung verringern und den Studenten trotzdem mehr bieten?

Vorarbeit[Bearbeiten]

Ganz aktuell: spannenderweise findet am Tag vor unserem Workshop dieses Online-Ereignis zum Thema "Studentische Beteilligung Online ermöglichen" statt - diese Adobe Connect-Events werden aufgezeichnet und sind hinterher verfügbar.

Erwartungen der Teilnehmer[Bearbeiten]

Bitte tragen Sie sich gerne anonym und ohne Registrierung in der Tabelle unten ein indem Sie auf "Bearbeiten" klicken und zwischen den vertikalen Balken (||) Ihre Erfahrung, Ihr dazu passendes Anliegen und die daraus resultierende Erwartung an diesen Workshop schildern. In der ersten Zeile finden Sie ein reales Beispiel aus dem letzten Kursus. Wenn Sie mit dem Editieren Probleme haben, können Sie mich auch kontaktieren und mir Ihren Beitrag schicken. Sie können gerne mehr als eine Zeile nutzen. Bis zum Montagabend werde ich Beiträge auch noch falle halber kommentieren. Achtung: dies ist ein öffentliches Wiki, d.h. behalten sie vertrauliche Informationen bitte für sich!

TN Erfahrungen Anliegen Erwartung  MSB Kommentar
1 Moodle, E-mail Wiederholung von Beratungsinhalten; Erschöpfung Beratung auf hohem Niveau mit weniger Kraftaufwand Hier zeigt sich ein Muster, zu dem es nur begrenzt technologische Lösungen gibt – deshalb beginnen wir den Workshop mit dem Thema „Kommunikation mit Studierenden“ und lassen erst dann die Werkzeuge folgen, mit denen man effektiv kommuniziert.--msb
2 Email, Blog, Forum Wie lassen sich Online-Werkzeuge sinnvoll zur Prof.-Student-Komm. nutzen Best Practices kennenlernen Besprechen wir im Rahmen der Unterrichtsbeispiele. Meiner Erfahrung nach kommen solche 'Best Practices' auch häufig von anderen Teilnehmern. Diese sind natürlich nur m.E. übertragbar.--msb
3 [Email, Skype] [Spektrum von komplexen Beratungsanliegen bis zu Informationsfragen] Möglichkeiten der neuen Medien kennenlernen und auf ihre Stärken und Schwächen für unterschiedliche Beratungsaufgaben prüfen, Gruppenberatungen online?, Austausch über Gute Praxis] Wird behandelt: "Neue Medien" insbesondere im Hinblick auf Web 2.0 Werkzeuge, aber auch andere, traditionellere Verfahren (z.B. Rubrik) sind hier relevant. Alte Medien im neuen Gewand.--msb
4 Email, Forum, EtherPad, Live Classroom in Präsenz- und reiner Onlinelehre Beratungsanliegen und -angebote differenzieren, Best Practice, Austausch Wandel im Kommunikationsverhalten verstehen, "Sozialpsychologie", Funktion und beste Einsatzorte der einzelnen Tools für versch. Beratungsaufgaben unterscheiden, Abgrenzung, Klarheit Den Wandel im Kommunikationsverhalten verstehen und im Unterricht nutzen ist auch eines meiner Hauptinteressen. Von Sozialpsychologie verstehe ich leider fachlich nichts, aber nicht selten tun Teilnehmer das! Meine Erfahrungen sind vorwiegend die eines langjährigen Praktikers, der fast in jedem Semester eine neue Sache ausprobiert - die immer zentral oder implizit mit Online-Kommunikation zu tun hat. Ansonsten ist ihr "Werkzeugkasten" ja schon sehr umfangreich!--msb
5 Email, Moodle-ähnliches Hochschultool Möglichkeiten neuer Medien / Tools kennenlernen und verstehen So schnell wie möglich den Einstieg für die Anwendung in der eigenen Lehre finden "So schnell wie möglich" und "so langsam wie nötig" würde ich hinzufügen. Hier wird auch das Problem des Zeitaufwands berührt (das bei Dozenten häufig im Vordergrund steht, wenn es um neue Praktiken geht). Wird ein Thema sein!--msb
6 Moodle, E-Mail Wie kann moodle noch intensiver zur Beratung genutzt werden (neben der reinen Zurverfügungstellung von Unterrichtsmaterialien und der Übermittlung von Informationen an alle Kursteilnehmer? Wie berate ich wenn es z. B. um die Themenfindung für eine Abschlussarbeit geht? Wie gebe ich gutes Feedback auf z. B. Präsentation, Hausarbeiten, Essays? Moodle umfassend nutzen, gegebenenfalls andere Tools kennen lernen Habe gerade hier (Beratung via Moodle - od. vgl. Plattformen) viel Erfahrung und auch ein spannendes aktuelles Beispiel für die Diskussion. Feedback geben (und annehmen) ist eines meiner größten Anliegen (und wird von mir auch explizit 'unterrichtet' soweit das möglich ist). Da gibt es ein Modell (von mir), das sie vielleicht anspricht, über das werden wir diskutieren. Themenfindung/Abschlussarbeiten u. dgl. also zeitkritische, komplexe Beratung, aber auch Coaching oder "sozialpsychiatrische" Aufgaben: hier kenne ich mich vergleichsweise gut aus - und im Rahmen eines Onlinekurses bearbeite ich das auch ganz aktuell.--msb
7 moodle, email, Chat, wiki Reduzierung des Aufwands durch Web 2.0-Anwendungen, Präzisierung, Prüfungsvorbereitung Tools zum Ausprobieren, Erfahrungsaustausch Die Reduzierung des Arbeitsaufwands durch Web 2.0 Werkzeuge ist tatsächlich nicht nur ein Gerücht sondern eine Realität; sie tritt allerdings nicht automatisch durch die Verwendung der Werkzeuge im Unterricht ein. Deshalb ein sehr relevantes Thema für Diskussion und Analyse, dem wir hinreichend Zeit widmen werden.--msb
8 Moodle, email wenig Erfahrung als Beratungsinstrumente: welche Möglichkeiten gibt es und können diese auch wirklich Zeit und Aufwand einsparen? wie kann ich diese Instumente einsetzten und vor allem dafür vorher sinnvoll einrichten? Mit Ideen für den eigenen UNterricht "Rausgehen" --

Ablauf[Bearbeiten]

  • Jeder Tag beginnt mit einem ausführlichen "Check In", einer inhaltlichen Übung zum Aufwärmen für alle (ca. 45 Minuten); jeder Tag endet mit einem "Check Out", einer Übung zum Abwärmen für alle. Dieser Check Out wird am ersten Tag kurz sein, am zweiten Tag länger ("Commitment" Runde: was mache ich ab jetzt anders?).
  • Der erste Tag ist deutlich stärker Sendungs-orientiert, um gemeinsame Grundlagen zu schaffen. Am zweiten Tag machen wir überwiegend Gruppenübungen, um die von Ihnen mitgebrachten oder vor ihnen liegenden Anliegen mit dem Gelernten zu bearbeiten.
  • Die Mittagspause wird an beiden Tagen ca. von 13:00 bis 14:00 Uhr dauern. In der unmittelbaren Umgebung des BZHL gibt es jede Menge kleiner Bistros oder Restaurants, in denen sie im Verlauf 1 Stunde (genug) essen können (um nicht vom Stuhl zu fallen).
Tag Thema Inhalt Vorgehen
1. Tag (ca. 10:00—13:00) Kommunikation in und außerhalb der "Online Sprechstunde" ideale Kommunikation zwischen einzelnen und in Gruppen; Probleme dabei und Lösungen. Besonderheiten der online Situation in dieser Einführungssequenz konzentrieren wir uns auf die Grundlagen der Beratungskommunikation und des Coaching, bevor wir uns auf die online Welt einlassen.
1. Tag (ca. 14:00—16:30) Werkzeuge und Prozesse für die "Online Sprechstunde" und außerhalb Neue Medien On and Off the Web (2.0): einen Spannungsbogen von Beispielen aus der Unterrichts- und Beratungspraxis, bis hin zu virtuellen Welten Beispiele kommen überwiegend aus einer eigenen Praxis – sicherlich können Sie vieles ergänzen. Die vorgestellten Werkzeuge reichen von „ganz einfach“ bis zu „abgefahren“. Es geht uns weniger um Vollständigkeit: wir wollen (für die Zukunft) Typen & Nützlichkeit von Werkzeugen verstehen.
2. Tag (ca. 10:00—13:00) Anliegen: Ihre eigene "Online Sprechstunde" (wer, wie, was, warum, wann) Ihre (beispielhaften) Anliegen bzw. typische Beratungssituationen: Analysieren und Systematisieren. An diesem zweiten Tag steuern wir auf die Lösung ihrer eigenen Anliegen zu: in Gruppen erarbeiten wir uns hierbei eine Grundlage (Prozesse und/oder Szenarien). Außerdem gibt es am zweiten Tag immer einiges, das liegen geblieben ist
2. Tag (ca. 14:00—16:30) TN Lösungen für Ihre eigene "Online Sprechstunde" (wer, wie, was, warum, wann) typische Szenarien, in denen sie ihre Beratungprobleme u. Beratungssituationen wieder erkennen; Lösungsansätze in der Gruppe erarbeiten wir uns Lösungen, auf der Schnittstelle von Werkzeugen, Prozessen und Beratungskunden

Themen (Auswahl)[Bearbeiten]

Kommunikation[Bearbeiten]

  • Charakter und Umfeld des modernen Studenten? — "Loneliness Innovation" (Video bei Selmanvid (Prof H E Müller)) — diesen Video habe ich erst gestern gefunden. Früher bin ich das Thema Onlinesprechstunde immer so angegangen, als ob es gleichgültig sei, welche Studentengeneration hier in der Sprechstunde sitzt. Zunehmend scheint mir das aber nicht mehr angemessen: die Unterschiede, die durch Social Media in Verbindung mit der neuen Hardware und den sich immer rascher ändernden Nutzergewohnheiten zwischen kurz aufeinanderfolgenden Studentengenerationen bestehen, sind zu massiv. Über diese Unterschiede möchte ich mich auch gerne mit Ihnen unterhalten.
  • Und hier noch ein aktueller Videoclip, ein so genannter "April's Fool Prank" aus dem Klassenzimmer: gefilmt, ins Netz gestellt und "went viral".
  • Falls es nicht so toll läuft: Anti-Depressions-Videoclip.
  • Schlafen die Teilnehmer ein? "Munterbrechungen" könnten helfen (Teilnehmerhinweis)

Einzeln vs. Gruppen/Teams[Bearbeiten]

Parent Adult Child Model
Drama triangle
  • Die beiden Modelle, die rechts abgebildet sind (Parent Adult Child Model; Drama triangle), entstammen der Transaktionsanalyse nach Berne (1964). Sind zu einer Analyse von Kommunikationsmustern sehr nützlich.
  • Eigentlich kann man nicht mit Gruppen kommunizieren – Gruppen können untereinander kommunizieren, aber echte Kommunikation im Sinne von sehen und gesehen werden gibt es nur zwischen zwei Menschen. Man kann nie mehr als einen Menschen zugleich ansehen. Daraus folgt, dass die Optimierung der Kommunikation mit einzelnen auch in der Gruppe und im Team von primärer Wichtigkeit bleibt.

Meetings vs. Informelle Treffen[Bearbeiten]

  • etwas zu diesem Unterschied zu sagen ist mir erst eingefallen, nachdem ich ihre Selbstvorstellungen gelesen hatte: garantiert gibt es einen Unterschied zwischen informellen und formellen Meetings. Von Peter Drucker stammt eine wichtige Einsicht, die er aus der Beobachtung von Topmanagern abgeleitet hat, die sich auf formelle Meetings bezieht. Es ist ein Fehler, zu glauben, dass beide Typen von Meetings einfach ineinander überführt werden können bzw. dass sie dasselbe leisten. Analog gilt für online Meetings, das formelle Meetings strukturiert sind, informelle aber nicht. Für beides ist in der Beratung Platz. Ich werde Beispiele bringen.

Online-Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Hier diskutieren wir die Frage, die sie als professionelle Berater, die eventuell auch selbst Studenten (gewesen) sind (das gilt beispielsweise für mich auch) sicherlich umtreibt: was ändert sich, wenn ich ein bewährtes Format online stellen möchte. Das Beispiel, an den ich hier am meisten gelernt habe, ist ein Kursus aus dem Bereich der Praktikumsbetreuung. Das ist derselbe Kursus, der auch virtuell stattfindet.

Werkzeuge[Bearbeiten]

Ich unterscheide zwischen einfachem Medienwechsel, bei dem der Student oder der Zuschauer/Zuhörer primär konsumiert (Information fließt im wesentlichen nur in eine Richtung); Web 2.0 Umgebungen (bei denen die Informationen in beide Richtungen fließt und Content gemeinsam erzeugt wird, nicht bloß verlinkt); und virtuellen Umgebungen, bei denen der Raum zusätzlich benutzt wird.

Online Werkzeuge im Überblick[Bearbeiten]

Eine Standard Taxonomie für online Werkzeuge ist mir nicht bekannt – aber die dargestellte KLassifikation folgt zum Teil der historischen Entwicklung (Web 1.0 zu Web 2.0, ca. von 1989 bis 1999) und erlaubt mir, alle Werkzeuge aufzulisten, mit denen ich sie in Beispielen bekannt mache. Ausgeteilt hatte ich außerdem eine zweiseitige Übersicht der gängigsten Werkzeuge zusammen mit einer Beschreibung und ihren Vor- und Nachteilen, sowie Beispielen (Tools Reloaded 1, Tools Reloaded 2). Bei "Web 3.0" handelt es sich nur eingeschränkt um Anwendungen, die für die online Lehre oder -Beratung nützlich sind, nämlich um so genannte "Big Data" oder "Business intelligence" Anwendungen. Aber auch so nützliche Anwendungen wie "recaptcha", zur Unterstützung von realen Digitalisierungsprojekten (und auch ein hervorragendes Beispiel für "Gamification") gehören zur Web 3.0 Welt, in der zunehmend Programme mit Programmen reden, um menschliche Anforderungen zu erfüllen. Ein weiteres Beispiel, das ich erwähnt hatte: Crowdsourced Language Learning mit duolingo.com — die Dienstleistung ist umsonst, weil die Inhalte von der „crowd", also einer Massenbasis von Nutzern, erzeugt wurden und gepflegt werden. Das bekannteste Beispiel für ein solches "crowdsourcing" ist Wikipedia. | valign="top" |

Medienwechsel (Consumption)[Bearbeiten]

McLuhan sagte nicht nur: "The Medium Is The Message", sondern auch:

»Our Age of Anxiety is, in great part, the result of trying to do today's job with yesterday's tools and yesterday's concepts.«

Deshalb müssen wir weiter schauen:

Web 2.0 Werkzeuge (Co-Creation)[Bearbeiten]

Forum (Community)[Bearbeiten]
  • Foren (mit denen einer von ihnen keine guten Erfahrungen gemacht hat – ich bin neugierig!) gehören zu den unterschätzten Kommunikations-Umgebungen. ähnlich wie der einfach Internet-Chat. Weniger interessant ist hier das Werkzeug (obwohl es immer ein gutes Zeichen ist, wenn sich ein Werkzeug viele Jahre hindurch, trotz massiver technischer Änderungen der Umgebung, in seiner wesentlichen Form erhält), sondern die Absicht: nämlich, die Aktion von Ihnen auf die Gruppe zu übertragen. Wir sehen uns ein paar Beispiele an, um zu verstehen, wie das gelingen kann. Aber nicht muss.
Wikis, GoogleDocs, Etherpad (Collaboration)[Bearbeiten]

Im Netz und in vielen Lernmanagementsystemen sind Wikis die besten, einfachsten Web 2.0 Werkzeuge um zu kollaborieren - und um zu kommunizieren (aber immer über den Umweg der Kollaboration zu einem einzelnen elektronischen Dokument).

Blogs (Comments)[Bearbeiten]

Kennen Sie alle. Mittlerweile eine dicke Erfolgsstory der online Kommunikation. Mache ich auch viel im Unterricht: Studenten können bloggen - nicht bloß googlen und konsumieren! Ein paar Beispiele:

  • http://birkenkrahe.com - mit WordPress erstellt, einer der populärsten Blog-Plattformen. Noch stärker vom Design her: http://marcusspeh.com
  • Strategieblog der Hochschule (Leitbildentwicklung) - Multiautorenblog mit wenigen, und...
  • elerner.de - Multiautorenblog mit sehr vielen Autoren (über 50) zum Thema E-Learning
  • Online zeige ich Blogs, die eigentlich Foren sind: bei Moodle kann man das Forum so einstellen, dass es wie ein Blog erscheint; Bspw in dem Kursus, den ich benutze, um Studierende während ihrer div. Abschlussarbeiten zu betreuen.
Gamification (Corroboration)[Bearbeiten]

Ob wir nun über das Mode-Thema MOOC sprechen, oder nur über die Motivierung von Studenten allgemein: "Gamification" (also "Spielifizierung") ist ein wichtiger, aktueller Trend. Ich werde einige Beispiele berichten (die Links zu Moodle benötigen einen passwortgeschützten Zugang):

  • Storytelling und Videoprototyping gehören eigentlich auch in diese Kategorie von Methoden, die nicht ganz traditionell sind, aber (Stichwort Geschichtenerzählen) an uralte Methoden anknüpfen | Flickr-Protokoll von Videoprototyping Workshop (mit A. Krause, Berlin) und Beispiel aus dem Mini-Workshop (Hundeauslaufservice) meinem Unterricht (Forschungsmanagement).
  • Vortrag als Performance-Spiel: Science Slam mit Stefanie Quade (HWR) | Beispiel: eBooksMoodle-Protokoll
  • QuizEro mit Kai Erenli (FH Wien des bfi) | Paper (Springer, 2014) — Kopie auf Anfrage | Moodle-protokoll
  • Übersichtsartikel, gleich eine ganze Serie, können Sie auf dem E-Learning-Blog der HWR finden (Link).
  • MOOCs - reine Online-Kommunikation - wie geht das? Mittlerweile habe ich ein eigenes Beispiel, einen Online-Kursus "Research Methods Pre-Course" in Moodle - detaillierte Erläuterungen werden folgen.
  • "For The Win" - Interview zu Gamification mit Kevin Werbach, MIT Professor, für Knowledge@Wharton von der Wharton Business School.

Glossar[Bearbeiten]

Foto zweier Beispiel Einträge eines Moodle Glossars (noch nicht Moodle Version 2, deshalb buggy).

Weil ein FAQ ("Frequently Asked Questions" — Buchstaben des Akronyms sind unbedingt getrennt auszusprechen ;-) ein extrem nützliches Werkzeug im täglichen Beratungsgeschäft für Studenten ist, habe ich im BZHL Moodle (z.Z. im Beta-Test) begonnen, ein Glossar zu definieren. Hier füge ich nur ein Bild der beiden Beispieleinträge ein. Aber sie können das Prinzip leicht erkennen. Da Sie eine solche Liste von Begriffen (oder auch Fragen/Antworten) über mehrere Semester entwickeln können, eignet es sich auch zum Aufbau einer Wissensbasis – je mehr die Teilnehmer dabei selber tun können, umso besser.

Links aus dem Text: Moodle 2 Tool Guide bzw. Adobe Connect Leitfaden für Teilnehmer/Dozenten & Tutorial Videos (werden wir beides in der Veranstaltung besprechen). Die Links füge ich hier der Vollständigkeit halber ein – besser (d.h. effektiver) ist es, einen Bookmark-Dienst wie Delicious zu verwenden.

Virtuelle Umgebungen[Bearbeiten]

Bild: Vor- und Nachteile virtueller Kommunikation (Workshopresultat, 2014).

Vor- und Nachteile virtueller Kommunikation
Webconferencing[Bearbeiten]
  • ein Werkzeug, das ich immer häufiger für einzelne Sitzungen, aber auch zur Studentenbetreuung verwende: im Falle von Adobe Connect kann man nämlich leicht eine Sitzung aufzeichnen. Hier ist ein Beispiel (Betreuung einer Bachelorarbeit, passwortgeschützt).
3D Umgebungen[Bearbeiten]
Hwr centaur profile pic.jpg

Seit 2010 betreibt die HWR Berlin einen virtuellen Campus in der virtuellen 3-D Welt Second Life:

Mit dem Sommersemester 2014 ziehen wir zunächst testweise auf einen anderen Campus um: der Hauptunterschied für Lehrende und Studierende wird sein, dass die neue virtuelle Welt im Browser zugänglich ist (d.h. deutlich einfacher). Statt der Second Life Software wird hier Unity3D verwendet, eine Software die insbesondere für mobile Game Apps bekannt ist (Beispiel: es sieht jetzt aus wie in diesem Clip od. im nebenstehenden Bild.

Libertasu classroom.jpg

Zwischen zwei und dreidimensionalen Umgebungen wie Adobe Connect (2-D) oder Second Life und LibertasU (3-D) gibt es wichtige Unterschiede. Ich habe hierüber an anderer Stelle einiges gesagt – Stichworte: Avatar (siehe Bild) und Immersion.

Audio vs Video[Bearbeiten]

Prozesse[Bearbeiten]

Flipped Classroom[Bearbeiten]

Dozenten gehen aus der Lehrer- in die Coach-Perspektive. Gruppe wird aktiviert und reguliert sich zunehmend selbst. Übergang zu LdL (Lernen durch Lehren, nach Jean-Pol Martin) ist zunehmend möglich. Ich bringe Beispiele aus meiner jüngeren Lehrpraxis, wobei ich das Beziehungsmanagement betone. Wir sehen uns evtl. einen Film von Prof. Spannagel hierzu an, der vieles verdeutlicht. Und wir machen selbst Übungen in diesem Modus. Wann ist er angesagt und wann nicht? Dahinter steht ein Grundprinzip: die Aktion und die Verantwortung für Interaktion zunehmend der Gruppe zu übertragen.

Szenarienanalyse[Bearbeiten]

Die Szenarienanalyse versucht, die Zukunft anschaulicher und die Gegenwart im Hinblick auf eine ungewisse Zukunft anschaulicher zu machen. Im Kursus werden wir Szenarien für die Onlineberatung selbst entwickeln und mit Leben füllen.

Prozessmodellierung[Bearbeiten]

Prozesse für Dozenten und Studenten im Verlauf eines agilen Semesterprojekts.
  • Eine wichtige Methode zur Sicherung von Prozessqualität, bzw. zur Etablierung von Prozessen bzw. für den Dialog zum Beispiel zum Zwecke der Optimierung. Im Bild nur ein Beispiel: ein BPMN Diagramm, mit dem ich Studenten über ihre Aufgaben während des Semesters informiere, aber auch über meine Leistungen. (Aus einem Kursus zum Thema Unternehmensmodellierung).

Pyramidenprinzip[Bearbeiten]

Wie kann man die Beratungsleistungsqualität halten bzw. steigern, wenn der Bedarf wächst und die Zeit knapp wird?
  • das Pyramidenprinzip, bzw. die so genannte SKFA Methode, werden wir möglicherweise zur Analyse von Beratungssituation benutzen. In meiner Vorabplanung habe ich ein logisches Schema abgeleitet, um Beratungen zu strukturieren – das wird möglicherweise für die online Planung hilfreich sein:

Change Management[Bearbeiten]

Siemens change process.png
  • Wenn ich einen Kursus über allgemeine Methoden des E-Learning halte, und diese Übersicht, eines meiner Lieblingsgrafiken überhaupt, präsentiere, kriege ich häufig konsternierte Gesichter; aus irgendeinem Grund ist Changemanagement bei professionellen Didaktikern nicht beliebt – vielleicht wird es als zu trivial angesehen? Beratungssituationen hingegen tragen ganz klar den Stempel des Wandels und des Coachings, deshalb bin ich überzeugt, die Grafik passt hier sehr gut. Denn Beratung ist ja kein Selbstzweck sondern soll Wandel bewirken – selbst wenn es sich „nur“ um Informationsgewinn handelt.
  • Es gibt natürlich unheimlich viele solcher Strukturen, weil das Thema gleicherweise schwammig ist. Hier ist ein ganz anderes Beispiel, indem nur vier verschiedene Kriterien als erforderlich bezeichnet werden (klare Ziele, Umfeld berücksichtigen, Basis schaffen, klare Strukturen schaffen): video mit K Stumpf.

Aktuelle Informationen[Bearbeiten]

E-Learning ist ein in rascher Entwicklung begriffenes Feld der angewandten Forschung. Es passiert einfach mehr als in anderen Gebieten. Gleichzeitig, weil das Netz das natürliche Zuhause von Anwendern und Forschern ist, kann es oft schwierig sein, den Kopf über Wasser zu halten und nicht in der Menge der angebotenen Informationen unterzugehen. An der HWR haben wir mehr als eine Plattform, über die wir Informationen über E-Learning verteilen und (in Abhängigkeit von der Eignung der Plattform) zum Dialog einladen.

Quelle Was Wo Bemerkungen
Weblog/Blog E-Learning Blog der HWR Berlin elerner.de Über 80 Autoren: Studenten, Dozenten...und demnächst vielleicht Sie?
Social Bookmarking E-Learning Link-Sammlung delicious.com Links sammeln, kommentieren, teilen
Facebook E-Learning Seite der HWR Berlin facebook.com Aktuelles im Facebook-Format für Freunde der HWR
Twitter E-learning Tweets der HWR twitter.com Kurznachrichten von je 140 Zeichen Länge
Pinterest E-Learning Picture Board pinterest.com Pinnwand für (verlinkte) Photos
Portal E-Learning Portal der HWR  e-learning.hwr-berlin.de Portal für alle HWR-spezifischen Info-Bedarfe

Rubrics[Bearbeiten]

Die Abteilung Hochschuldidaktik der Uni Zürich stellt eine Sammlung von Rubrics zur Verfügung - www.hochschuldidaktik.uzh.ch/begleitung/dozierende/integration-ueberfachlicher-kompetenzen/Beurteilungsunterlagen.html


Nachlese / Protokoll[Bearbeiten]

Erster Tag - 9. Juni 2015 "Werkzeug-Völlerei"[Bearbeiten]

(Fotos und Kommentare)

Am ersten Tag haben wir großflächige Werkzeug-Völlerei betrieben. Alle vorgestellten Werkzeuge mit Beispielen finden Sie im Hauptteil dieses Wiki über den Fotos wieder. Im Folgenden nur einige Kommentare, die mir jetzt während der Nachlese anhand der Fotos einfallen.

Die vielen Fragen im Check-In zeigen, dass es schwierig ist, das Thema online Betreuung eng zu fassen - jedenfalls fiel es uns schwer, weil durch die relative Neuheit und schnelle Entwicklung der Werkzeuge so viele Bereiche gleichzeitig berührt werden. 2 Schwerpunkte ihres Interesses stehen mir noch besonders deutlich vor Augen (ich paraphrasiere und fasse zusammen):

  • Wie verhalte ich mich, wenn ich mich als Steinzeitmensch in dieser Werkzeuglandschaft fühle? - Die Reaktionen reichen von "ich will nicht abgehängt werden", bis hin zu "ich will mich nicht zwingen lassen". Das entstehende Spannungsfeld ist natürlich aus der Gesellschaft bekannt und keineswegs auf Dozenten und Dozentinnen beschränkt.
  • Wenn ich mich entweder damit abgefunden habe, dass ich meine online Betreuung verändern muss, beispielsweise, weil ich effizienter betreuen möchte, dann bleibt die Frage: welches Werkzeug kann ich oder soll ich für welchen Zweck einsetzen?

Schon während des Check-In haben wir intensiv diskutiert. Ich stellte ein paar Coaching Ansätze vor. Bei den Werkzeugen besprachen wir besonders ausführlich das Wiki - einschließlich seiner Eignung als Ersatz oder Ergänzung eines traditionellen Skripts; das Forum anhand eines Beispiels aus der Supervision von Abschluss-Kandidaten; Online-Umgebungen zur Fernbetreuung wie Skype, Google Hangout oder Adobe Connect. Und schließlich als virtuelles Schmankerl mit Demo-Film auch noch das Beispiel eines Betreuungskurses für Praktikanten im Ausland über die 3D Umgebung Second Life. Blogs waren ein Nebenthema, Moodle eher ein Hauptthema - Für die meisten Dozenten und Dozentinnen wird der Einsatz von eigener Infrastruktur, die aufgebaut, angepasst und gepflegt werden muss, wegen des hohen Aufwands unwahrscheinlich sein. Deshalb sollte man, jedenfalls als Anfänger, zunächst auf vorhandene Infrastruktur (wie das "heimische" LMS, das Lernmanagement-System wie Moodle oder Blackboard od. dgl.) zurückgreifen.

Ich erzählte wiederholt von einem reinen Fernlehre-Kursus, den ich zum Thema Forschungsmethodik gerade für Masterstudenten erstelle, und den Sie sich bei Interesse im Herbst auch ansehen können.--msb (Diskussion) 22:36, 25. Jun. 2015 (CEST)

Zweiter Tag - 10. Juni 2014[Bearbeiten]

Vermischte Links aus der Veranstaltung (sehen sie bitte auch weiter oben nach, für stärker geordnete, systematische Darstellung der besprochenen Themen und Beispiele).