Benutzer:Daniela Hochkirchner/Arbeitsseite (WS 2018)

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Volkspost
Volkspost.jpg
Sprache deutsch
Erstausgabe 1919
Einstellung 1934
Artikelarchiv 1926 bis 1934

Die Volkspost war eine österreichische sozialdemokratische Wochenzeitung, die zwischen 1919 und 1934 in Wien erschien. Sie trug den Nebentitel sozialdemokratisches Wochenblatt für die Bezirke Schwechat, Hainburg und Bruck a. d. L. und war zeitweise ein Kopfblatt zur Volkstribüne 1891–1919.[1] Neben der Volkstribüne 1891-1919 war sie ebenfalls Kopfblatt zur Neunkirchner Volkszeitung sowie später zu deren Nachfolger Gleichheit.[2]

Entstehung der Volkspost[Bearbeiten]

Die Volkspost wurde das erste Mal im Jahr 1919 herausgegeben und bis zu ihrer Einstellung 1934 durchgehend und auch unter immer demselben Namen publiziert. Sie erschien außerdem immer im selben Abstand von sieben Tagen. Die letzte Ausgabe wurde am 7. Februar 1934 veröffentlicht.[3]

Erscheinungsform[Bearbeiten]

Zu Beginn erschien die Zeitung immer samstags in einem 7-tägigen Abstand und unter der Redaktion und dem Verlag der Bezirksorganisation in Schwechat.[4] Jede Ausgabe bestand aus acht Seiten mit einem immer gleichbleibenden Aufbau. Erst ab dem 4. März 1932 wurde die Zeitung komplett umstrukturiert. Ab sofort erschien die Volkspost immer freitags, der Abstand von sieben Tagen blieb aber gleich. Auch das äußere Erscheinungsbild und die Aufbereitung der Themen wurden komplett erneuert, sowie die Seitenanzahl erhöht. Jede Ausgabe bestand somit aus bis zu 20 Seiten.[5] Im Jahr 1933 gab es schlussendlich auch eine Änderung des Verlages von der Bezirksorganisation in Schwechat zu Sedlmaier.[6]

Inhaltliche Aspekte[Bearbeiten]

Die inhaltliche Aufbereitung der Zeitung war bis zur Umstrukturierung am 4. März 1932 immer gleich. Am Beginn einer jeden Ausgabe gab es Beiträge über lokale und regionale Geschehnisse. Anschließend folgte eine Fortsetzungsgeschichte, die von den unterschiedlichsten Autoren geschrieben wurde und einen wichtigen Stellenwert in der Zeitung einnahm. Zum Schluss folgten kurze Beiträge auch mit Bezug auf Themen aus aller Welt, aber auch Sportergebnisse, das Kinoprogramm und Literaturempfehlungen. Es wurde ausschließlich mit Text gearbeitet, Fotos waren in den älteren Ausgaben kaum vorhanden.[7]

Ab dem 4. März 1932 erhielt die Volkspost eine neue Form der Aufbereitung. Regionale und lokale Themen wurden nun noch intensiver behandelt. Auffällig ist aber vor allem der Einsatz von Fotos in den Beiträgen, die nun mit Bildern und Grafiken untermauert wurden.[8]

Feuilletonroman[Bearbeiten]

Die Fortsetzungsgeschichte, auch Feuilletonroman genannt, bestimmte zu einem wesentlichen Teil jede Ausgabe der Volkspost. Sie war außerdem ein wichtiger Bestandteil in anderen früheren Zeitungen. Der Feuilletonroman entstand aufgrund des immer stärker werdenden Aufschwungs der Tageszeitungen, die im Gegenzug aber aufgrund von Fortsetzungsgeschichten immer größere Beliebtheit erlangten. Es wurden entweder bereits veröffentlichte Romane abgedruckt, in späterer Folge aber auch eigens für die Tageszeitung produzierte Texte.[9]

Nahezu jede Ausgabe der Volkspost enthielt eine immer andere Fortsetzungsgeschichte, abgedruckt meist schon auf den ersten paar Seiten. An den Texten waren wöchentlich unterschiedliche Autoren beteiligt. Bis zur Einstellung der Zeitung wurden die Fortsetzungsromane kontinuierlich veröffentlicht.

Fotojournalismus[Bearbeiten]

Im Hinblick auf die Gestaltung der Beiträge in der Volkspost prägten auch Bilder und Grafiken das Erscheinungsbild der Zeitung. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts kam das neue Medium auf, konnte sich in den Zeitungen aber noch nicht durchsetzen. Erst ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts waren die ersten Fotos in der Presse zu finden.[10]

Vor allem nach der Umstrukturierung der Zeitung 1932 hatte der Fotojournalismus in der Volkspost einen großen Stellenwert. Nicht nur einzelne Beiträge wurden mit Bildern untermauert, sondern auch einzelne Seiten wurden komplett mit Fotos gefüllt.

Beteiligte Autoren[Bearbeiten]

  • I.L. Windholz
  • Laurenz Benner
  • Heinrich Holek
  • Hans Bauer
  • Eduard Schmidt
  • Siegfried Weber
  • S. Iglhaut
  • Thea Reimann
  • Otto Mittler

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut W. Lang (Hrsg.): Österreichische Retrospektive Bibliographie (ORBI). Reihe 2: Österreichische Zeitungen 1492–1945. Band 3: Helmut W. Lang, Ladislaus Lang, Wilma Buchinger: Bibliographie der österreichischen Zeitungen 1621–1945. N–Z. Bearbeitet an der Österreichischen Nationalbibliothek. K. G. Saur, München 2003, ISBN 359823385X, S. 358
  • Weber, Tanja: Kultivierung in Serie. Kulturelle Adaptionsstrategien von fiktionalen Fernsehserien. Schüren Verlag GmbH, Marburg 2012, ISBN 978-3-89472-766-6, S. 194

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut W. Lang (Hrsg.): Österreichische Retrospektive Bibliographie (ORBI). Reihe 2, Band 3, 2003, S. 358.
  2. ANNO. Historische Zeitungen und Zeitschriften abgerufen am 6. Februar 2019
  3. ANNO. Historische Zeitungen und Zeitschriften abgerufen am 6. Februar 2019
  4. ANNO. Historische Zeitungen und Zeitschriften abgerufen am 6. Februar 2019
  5. Volkspost: Ausgabe von 1932 abgerufen am 7. Februar 2019
  6. ANNO. Historische Zeitungen und Zeitschriften abgerufen am 6. Februar 2019
  7. Volkspost: Ausgabe von 1926 abgerufen am 7. Februar 2019
  8. Volkspost: Ausgabe von 1932 abgerufen am 7. Februar 2019
  9. Weber, Tanja: Kultivierung in Serie. Kulturelle Adaptionsstrategien von fiktionalen Fernsehserien. 2012, S. 194.
  10. Fotojournalismus abgerufen am 7. Februar 2019