Benutzer:Histo/Regionalgeschichte2021

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Regionalgeschichte und Open Access (Kiel 2021)[Bearbeiten]

Was ist Open Access (OA)?[Bearbeiten]

"Open Access meint den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information."

  • Archivalia 2019: Einige wichtige Begriffe der Open-Access-Bewegung
      • Gold, grün, Platin/diamanten
      • gratis, libre

Landesgeschichtliche Monographien in Deutschland 2019/2020: so gut wie kein Open Access[Bearbeiten]

    • Ohne die (staatlichen) Archive wäre die Gesamtzahl der Open-Access-Publikationen 2019/20 gleich Null. So sind es 16 von 252 ermittelten Monographien, also nur rund 6 Prozent. Das ist äußerst unbefriedigend.
    • Als „echte“ Open-Access-Publikationen mit freier Lizenz (libre Open Access) aus dem Zeitraum 2019/20 gibt es nur drei Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs.
  • Die historischen Kommissionen, die wichtigen historischen Vereine und die Universitätsinstitute lehnen unisono (goldenen) Open Access für Neuerscheinungen in ihren traditionellen renommierten Schriftenreihen ab. Einige wenige experimentieren mit digitalen Angeboten und Reihen. Führend ist die Historische Kommission für Westfalen, die in ihrer digitalen Materialien-Reihe bereits 17 Schriften veröffentlicht hat.
    • Die Kieler Studien zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte erscheinen OA.

Retrodigitalisierung von Publikationen in landesgeschichtlichen Reihen[Bearbeiten]

  • Im Bereich der Retrodigitalisierung komme ich auf keine 500 Titel (also weniger als 5 % der geschätzten 10.000 Titel). Von den 103 anhand der Internetseiten überprüften landesgeschichtlichen Institutionen bieten 89 keine retrodigitalisierten Publikationen an. Große Angebote gibt es nur von sieben.

Open Access bei den führenden landesgeschichtlichen Zeitschriften[Bearbeiten]

    • Von den 29 als wichtig identifizierten Zeitschriften liegt eine einzige Open Access im eigentlichen Sinn vor (Oberpfalz), Paywall-Angebote existieren für drei Zeitschriften, große kostenlose Angebote nur für etwa ein knappes Drittel (10, mit Oberpfalz). Ein allzu kleines Angebot leistet sich die Kommission für geschichtliche Landeskunde für ihre beiden Zeitschriften – peinlich! Etwa die Hälfte aller Zeitschriften ist mit modernen Jahrgängen nicht online verfügbar. Das Ergebnis ist zwar deutlich besser als bei den landesgeschichtlichen Monographien, befriedigt aber trotzdem nicht.
    • Blätter für deutsche Landesgeschichte: großes Angebot, das aber 2004 endet.
    • Jahrbuch für Regionalgeschichte (federführender Herausgeber Oliver Auge): nur Paywall

Große landesgeschichtliche Portale Deutschlands nach PERSONAVINO bewertet[Bearbeiten]

Schleswig-Holstein hat kein Portal!

Die Monographienkrise[Bearbeiten]

    • Kieler Werkstücke, Regensburger Geschlechtertürme

Weitere Argumente für Open Access[Bearbeiten]

  • Open Access erhöht die Sichtbarkeit der Publikationen und ist angesichts des hohen Publikationsaufkommens eine wichtige Voraussetzung vergleichender Studien.
    • Eine Mehrheit der vielen bibliometrischen Studien zur Zeitschriftenliteratur kommt zu Schluss: OA-Publikationen werden mehr zitiert.
  • Open Access bedeutet keine Gefahr für den Verkauf der Werke. Vor kurzem betonte die Universität Leiden:
„Several studies have so far shown that the prevalent argument ‚An Open Access book does not sell‘ does not come true“
  • Was alle bezahlen, soll auch allen gehören (Taxpayer-Argument für OA) – wohl nur bei den historischen Vereinen dürften keine öffentlichen Gelder zur Unterstützung der Drucklegung geflossen sein. Und auch bei diesen hat der Staat die Veröffentlichungen häufig indirekt bezuschusst (z.B. Betreuung universitärer Qualifikationsarbeiten).

Konkrete Tipps für die Retrodigitalisierung[Bearbeiten]

  • Gemeinfreies digitalisieren!
    • Verfahren bei vergriffenen Werken nutzen, wenn das wieder geht
    • Genehmigungen einholen!
      • Schwäbisch Gmünd, Kriminalitätsgeschichte https://ostalbum.hypotheses.org/776 Bundesweit sicher einzigartig ist der hohe Anteil (93 oder 76 % von 123 Titeln) von kostenfreien Volltexten im Internet (Open Access).
        • 1738-1948 20 online von 20 = 100 %
        • 1953-1972 4 online von 10 = 40 %
        • 1975-1999 37 online von 51 = 73 %
        • 2000-2020 32 online von 42 = 76 %
  • Aufsätze anderer Wissenschaftler*innen mit deren Genehmigung ins Internet Archive hochladen!

Es muss mehr landesgeschichtliche Blogs geben und es müssen mehr wissenschaftliche Beiträge darin geschrieben werden![Bearbeiten]

  • Beispiele für kleine Forschungsbeiträge

Citizen Science (Bürgerwissenschaft), Crowdsourcing und Mitmachprojekte[Bearbeiten]

  • Genealogen führend
  • gelegentliche Crowdsourcing-Projekte von Archiven (Transkriptionen, Fotoidentifizierung, Georeferenzierung von Karten)
  • Wikimedia-Projekte - Wikisource
  • Wikiversity