Benutzer:Namie456

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Einleitung[Bearbeiten]

Im Rahmen des Seminars "Unsere kleines Ich in der großen transkulturellen/internationalisierten/globalisierten Welt" im Fach "Interkulturelle Kommunikation" am Lehrstuhl für "Deutsch als Zweit- und Fremdsprache" an der Universität Augsburg wurde folgendes Projekt ins Leben gerufen. Im Zuge der Wirtschaftskrise und dem daraus entstandenen schwachen Arbeitsmarkt hat Spanien aktuell den Verlust etlicher Fachkräfte zu verzeichnen. Eine schulische Ausbildung, welche Lehrplan und Abschluss einer anderen Nation und die intensive Vermittlung der entsprechenden Fremdsprache einschließt, scheint diese Tendenz zusätzlich zu begünstigen, da somit eine universitäre Fortbildung im Ausland ermöglicht wird. Am Beispiel der deutschen Schulen in Spanien soll untersucht werden, ob der Erwerb der deutschen Hochschulreife von spanischen Schülern dazu führt, dass diese später ihr Heimatland verlassen und damit als potenzielle gut ausgebildete Fachkraft dem heimischen Arbeitsmarkt verloren gehen.

Hypothese[Bearbeiten]

"Deutsche Schulen fördern den Brain Drain in Spanien"

Theoretischer Rahmen[Bearbeiten]

Brain Drain[Bearbeiten]

1.Definition Brain Drain

Der Begriff „Brain Drain“ stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Abfluss von Gehirn“. Im Allgemeinen bezeichnet es das Phänomen, wenn hochqualifizierte Fachkräfte, die meist aus Entwicklungsländern oder Schwellenländern kommen, in besser entwickelte Länder abwandern. Im Rahmen der fortschreitenden Globalisierung werden demnach nun nicht nur Güter, Kapital- und Informationsströme, sondern auch Humankapital in Form von qualifizierten Arbeitskräften in andere Regionen exportiert. Der Verlust von Fachkräften auf der einen Seite bedeutet zugleich auch ein Zugewinn auf der anderen Seite. Deutschland ist beispielsweise eines dieser weit entwickelten Industrieländer, die von diesem „Brain Drain“ in Form des sogenannten „Brain Gains“ profitieren. Obwohl „die deutsche Wirtschaft […] allgemein in einer guten Verfassung [ist]“(Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2015) , gibt es im Bereich der technischen Qualifikationsgruppen einen stetig zunehmenden Mangel an inländischen Hochqualifizierten. Besonders davon betroffen ist der Beruf des Ingenieurs. „Hier fehlen in den kommenden Jahren jährlich bis zu 12000 zusätzliche Absolventen“(Dahlmann, Dittmar/Reith, Reinhold (Hrsg.) 2008).

2.Ursachen

Die Beweggründe für die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte liegen oftmals im Herkunftsland selbst. Da vom Brain Drain größtenteils Schwellen-, Entwicklungsländer und/oder wirtschaftlich bzw. politisch instabile Länder betroffen sind, sind die Verdienstmöglichkeiten dort entsprechend gering. Zudem bleiben Facharbeitern Karriere- und Weiterbildungschancen verwehrt. Oftmals sind auch die eingeschränkte Presse-, Meinungs- oder Informationsfreiheit ein Grund für die Abwanderung. In schlimmeren Fällen werden Arbeiter aufgrund ihres Intellekts sogar unterdrückt und/oder diskriminiert. Eine aussichtsreichere Zukunft steht den Betroffenen in Ländern bevor, die gezielt qualifizierte Arbeiter aufgrund des Facharbeitermangels anwerben. Wenn sie bereit sind ihr gewohntes Umfeld, die Familie etc. temporär oder endgültig zurück zu lassen, haben sie dort die Möglichkeit bzw. die Chance einen erfolgreichen Karriereweg einzuschlagen und das bei deutlich höherem Lohnniveau, unter besseren Arbeitsbedingungen.

3. Auswirkungen von Brain Drain

3.1 Im Auswanderungsland

Für die einzelnen Individuen, kann die Auswanderung eine Chance sein, für das Auswanderungsland selbst hat es jedoch einige schwerwiegende Folgen. Zum einen werden die Grundausbildung und oftmals auch weiterführende Ausbildungen noch in der Heimat abgeschlossen, weshalb die Kosten dafür auch noch vom Herkunftsland getragen werden, der Ertrag jedoch im Falle einer Auswanderung, dem Zuwanderungsland zufällt. Außerdem wirkt der Brain Drain der Weiterentwicklung, der ohnehin schon wirtschaftlich geschwächten Länder entgegen, da ihnen Fachkräfte in strategisch wichtigen Sektoren verloren gehen. „Im Fall der „Produktion“ von Akademikerüberschüssen […]“ kann der Braindain sich positiv zugunsten des Auswanderungslandes auswirken, in Form einer „Entlastung des Arbeitsmarktes, politische Stabilisierung und u.U. auch Entlastung des Staatshaushalts […]“ (Koppel, Oliver/ Plünnecke, Axel 2008). Positiv kann es sich für das Auswanderungsland ebenfalls auswirken, wenn sich aus dem Braindrain ein Brain Gain entwickelt, indem die hochqualifizierten Arbeitskräfte aus beispielsweise persönlichen Gründen wieder in das Herkunftsland mit dem Zugewinn von unentgeltlichem Humankapital, oder neu erworbenen Forschungsergebnissen zurück auswandern.

3.2 Im Zuwanderungsland

Für die Zuwanderungsländer wirkt sich der Brain Drain in Form des Braingains aus. Mittels der qualifizierten Unterstützung aus dem Ausland können sie Fachkraftengpässen entgegen wirken und somit der wirtschaftlichen Nachfrage gerecht werden. Zudem können sie nur bei ausgelasteter Produktion global wettbewerbsfähig bleiben. In Ländern die demografiebedingten Fachkräftemangel aufweisen, können qualifizierte Zuwanderer diese Stellen besetzen. Dennoch besteht die Gefahr, dass Personal das im Zuwanderungsland neue Qualifikationen erworben hat, diese wieder mit in ihre Heimat nehmen.

Überblick: Wirtschaftliche Lage Spaniens[Bearbeiten]

Grafik Arbeitslosenquote Spanien ausgewählte Daten (ine.es)

Seit jeher haben Menschen ihre Heimat auf der Suche nach besseren Arbeitsbedingungen verlassen, weil sie im eigenen Land nur eingeschränkte Möglichkeiten vorfinden. Die ökonomisch besser entwickelten Zielstaaten versprechen eine höhere Lebensqualität als die jeweiligen Herkunftsländer mit instabiler wirtschaftlicher Lage und großen Differenzen zwischen den Bevölkerungsschichten. Auch Deutschland hat im vergangenen Jahrhundert unzählige Gastarbeiter aus ökonomisch weniger entwickelten Staaten angeworben, die ihre kulturellen Spuren in der Gesellschaft hinterlassen haben.

Ein aktuelles Phänomen sind die arbeitsmigratorischen Bewegungen hauptsächlich junger Spanier in andere EU-Staaten oder darüber hinaus. Grund dafür ist die momentane prekäre wirtschaftliche Situation des Landes. Die internationale Finanzkrise von 2007/2008 führte zu einer umfassenden Wirtschaftskrise, die sich auf alle ökonomischen, politischen und sozialen Konstellationen auswirkte. Zunächst ist hier der spanische Immobilienmarkt zu nennen. Attraktive Steuersätze hatten über Jahre hinweg die Verschuldung vieler spanischer Familien aufgrund Erwerb eines Eigenheims gefördert. Die Zahlungsunfähigkeit der Schuldner im Rahmen der Wirtschaftskrise brachte die Immobilienblase zum Platzen, führte zum Zusammenbruch der Banken und zur Einstellung der Konstruktion etlicher Wohnkomplexe und Wohngebiete, was eine enorme Arbeitslosigkeit im Bausektor und anschließend in allen Bereichen als Konsequenz hatte. Obwohl sich die Wirtschaft nach zahlreichen Reformierungs- und Einsparungsmaßnahmen seit 2014 mit leichtem Zuwachs des BIP zu beruhigen und zu stabilisieren und der Tiefpunkt der Rezession überwunden scheint, bleiben die hohen Arbeitslosenzahlen weiter bestehen. Unzählige Familien sind auf staatliche Unterstützung angewiesen, unzählige Arbeitnehmer sind nach der Arbeitsmarktreform von 2012 als überqualifizierte Fachkräfte unter miserablen Konditionen wie Kurzzeitverträgen angestellt.

Die Internetauftritte des Instituto Nacional de Estadística, des Ministerio de Empleo y Seguridad Social und des Servicio Público de Empleo Estatal bieten Einsicht in den Verlauf der Arbeitslosenquote über Jahre hinweg anhand verschiedenster Kriterien wie Region (comunidad autónoma), Geschlecht, Alter oder Bildungsniveau. Dabei zeigt sich ein signifikanter Anstieg zwischen den Jahren 2008 und 2013 für alle Altersgruppen mit einem Mittelwert der Quote von über 20 Prozent. Besonders die Jugendlichen sind jedoch von der Arbeitslosigkeit betroffen: Ihre Quote lag 2013 bei fast 55 Prozent. Als Folge verlassen unzählige Hochschulabgänger oder junge Arbeitskräfte auf der Suche nach besseren Berufsmöglichkeiten weiterhin das Land.. Attraktive Ziele sind dabei in erster Linie die EU-Staaten, darunter insbesondere Deutschland, das sich durch einen guten, stabilen und komplexen Arbeitsmarkt auszeichnet.

Deutsche Schulen in Spanien[Bearbeiten]

Die deutschen Schulen in Spanien zählen alle zu der Partnerschulinitiative „PASCH“, zu der sieben Auslandsschulen, die als Begegnungsschulen das deutsche Abitur anbieten und 2 Auslandschulen, die in das spanische Schulsystem integriert sind gehören. Diese sind auf die autonomen Gemeinschaften Katalonien, Baskenland, Madrid, Andalusien und Valencia verteilt. Zusätzlich befindet sich jeweils eine deutsche Schule auf den Inseln „Las Palmas de Gran Canaria“ und „Santa Cruz de Tenerife“. Viele dieser deutschen Schulen in Spanien pflegen Schulpartnerschaften mit Deutschland, die vor allem Austauschprogramme ermöglichen und somit den Schülern das Sammeln von Erfahrungen in der anderen Kultur erleichtern.

Ziel vieler Deutschen Schulen in Spanien ist es, das Verständnis zwischen der deutschen und der spanischen Kultur weiterzuentwickeln und die Schüler in ein multikulturelles Europa zu integrieren. Durch interkulturelles Lernen und das Lernen in einem bilingualen Lebens- und Erfahrungsraum wird den Schülern beigebracht anderen Kulturen mit Höflichkeit, Solidarität, Respekt und Empathie zu begegnen. Im Unterricht lernen die Schüler außerdem, mit Konflikten umzugehen und ihre Mitschüler und Mitmenschen in ihre Kultur zu integrieren. Die deutschen Schulen in Spanien achten besonders auf die Chancengleichheit zwischen Jungen und Mädchen und machen sich somit auch zum Ziel JEDEM Schüler Erfolg in unserer heutigen, globalisierten Welt zu garantieren.

In den deutschen Schulen gelten Spanisch und Deutsch als Unterrichtssprachen. Neben diesen beiden Hauptsprachen lernen die Schüler je nach Schule in der Mittel- und Oberstufe zudem Sprachen wie beispielsweise Französisch, Latein, Englisch oder Valenciano (DS Valencia). Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer Mathematik, Physik, Biologie sowie Chemie, werden auf Deutsch gelehrt und meist von Muttersprachlern unterrichtet. Die Fächer Kunst, Religion und Musik werden auf Spanisch unterrichtet, jedoch fließt in diese Fächer die deutsche Kultur mit ein. Die geisteswissenschaftlichen Fächer, wie beispielsweise Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde sowie Wirtschaft und Recht werden meist auf Spanisch unterrichtet, allerdings gibt es hierbei von Schule zu Schule Unterschiede. Zudem wird in den deutschen Schulen ein breites Spektrum an Aktivitäten angeboten. Hierzu zählen der Musikunterricht, unterschiedliche Sportkurse (Fußball, Basketball, Handball, etc.), Theater und außerdem verschiedene spannende Forschungsprojekte. An allen deutschen Schulen in Spanien erwerben die Schüler mit dem Bestehen der Abiturprüfung, die allgemeine deutsche Hochschulreife. Durch das Bestehen der neunten Klasse haben die Schüler, wie in Deutschland, bereits den Hauptschulabschluss und mit dem erfolgreichen Abschließen der zehnten Klasse, die Mittlere Reife erworben.

Auf den unterschiedlichen Websites der deutschen Schulen in Spanien wird sowohl Beratung für ein Studium in Deutschland, sowie für ein Studium in Spanien angeboten. Hierfür gibt es organisierte Informationsabende, bei denen Vertreter von spanischen und deutschen Universitäten anwesend sind, um ihre Hochschulen bzw. Universitäten, sowie das bei ihnen vorhandene Studienangebot vorzustellen. An einigen der deutschen Schulen, werden in der Oberstufe zusätzlich Hochschulbesuchstage angeboten. Die Klassen reisen dabei nach Deutschland, um sich vor Ort die Hochschulen anzusehen und einen ersten Eindruck zu gewinnen. Die Schulen werben außerdem mit Informationsplakaten und Broschüren und machen somit, auf deutsche Universitäten und Hochschulen aufmerksam. Zur Orientierung der Schüler wird an vereinzelten Schulen, eine eigene Berufs- und Studienmesse organisiert. Die Abiturienten der deutschen Schulen in Spanien haben auch die Möglichkeit, ein Stipendium über eine Studienstiftung zu erhalten und an einer ausgewählten Hochschule in Deutschland zu studieren.

Chancen in Deutschland: Vorteile für Absolventen der deutschen Schule in Spanien[Bearbeiten]

Damit man sein Heimatland freiwillig verlässt müssen auch die Umstände im entsprechenden Zielland attraktiv genug sein. Deutschland bietet hier im Vergleich mit anderen Staaten Migranten sehr viel Unterstützung an. So ist man bemüht um Integration sowohl im Bildungswesen, Arbeitsmarkt und sozialen Umfeld. Besonders bemüht ist man in Deutschland um eine Internationalisierung der Hochschulen. Für die Absolventen der deutschen Schulen in Spanien ergeben sich, dank ihre Schulausbildung nach deutschen Vorgaben und Maßstäben, einige Vorteile gegenüber anderen Migranten. So haben sie zum Beispiel mit Beendigung ihre Schullaufbahn bereits die Allgemeine Deutsche Hochschulreife erlangt und können sich mit dieser frei an jeder deutschen Universität beziehungsweise Hochschule bewerben.

Außerdem haben einige die Möglichkeit für Stipendien zu bekommen. So vergibt das DAAD 120 Vollstipendien für besonders gute Absolventen deutscher Schulen. Über die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ erhalten die Stipendiaten finanzielle Unterstützung für ein Studium in Deutschland. Diese erzielen meist sehr gute Noten in den von ihnen gewählten Studiengängen und zeigen, wie erfolgreich diese Initiative ist. Auch von spanischer Seite werden immer wieder Stipendien für ein Studium in Deutschland angeboten, wie zum Beispiel die Stipendien MEC des spanischen Kulturministeriums.

Zudem wurde 2008 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Goethe Institut und dem Pädagogischen Austauschdienstes die „BetreuungsInitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen“ (BIDS) ins Leben gerufen. Dabei wird der Kontakt von Hochschulen und Auslandschulen intensiviert und so ein besserer und leichterer Übergang für die Schüler ermöglicht. Dies erfolgt bereits vor Antritt des Studiums über Informationsveranstaltungen, studienvorbereitenden Maßnahmen und Hilfe bei der Bewerbungsphase. Aber auch nach Beginn des Studiums durch einen Ansprechpartner und eine intensive Begleitung besonders in den ersten beiden Semestern. Außerdem wird über Probestudienwochen abschlussnahen Schülern ein einwöchiger bis zweiwöchiger Einblick in den Studierendenalltag ermöglicht bei dem sie an Vorlesungen, Bibliotheksführungen und Diskussionen mit Studierenden, mit gleichen Erfahrungen, teilnehmen können. Auch Motivationsstipendien werden über die Initiative finanziert. Dabei bekommen die Absolventen im ersten Studienjahr ca. 300€ Unterstützung um ihnen den Einstieg in das Studium zu erleichtern und so einen Motivationsschub zu ermöglichen. Da Spanien zu den alten EU-Ländern gehört, besteht nach dem Studium so gut wie keine Einschränkung bezüglich des deutschen Arbeitsmarktes. Anders wie andere internationale Studierende müssen sie deshalb nach ihrem Studium keine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Arbeitsplatzsuche beantragen.

Auch auf kultureller Ebene bieten sich den Absolventen deutscher Schulen einige Vorteile. Da Deutsch nicht nur als Fremdsprache sondern auch als Unterrichtssprache gelehrt wird, ist das Verstehen von Seminaren und Vorlesungen für die Absolventen deutscher Schulen oft einfacher. Außerdem wird im Schulalltag an den Deutschen Schulen viel Wert gelegt auf deutsche Traditionen, wie das Zelebrieren bestimmter Feste. Dadurch haben die Studierenden bereits Kenntnis von diesen Traditionen und könnten sich zum Beispiel über die Teilnahme und Organisation dieser Feste besser integrieren. Auch der persönliche Kontakt zu deutschen Lehrern und Mitschülern, sowie die intensive Förderung von Kontakten nach Deutschland über Partnerschulen und Schüleraustauschen, helfen beim Verstehen und Pflegen von Kontakten mit deutschen Studierenden.

Interviews[Bearbeiten]

Im Rahmen des Projektes wurden qualitative Interviews durchgeführt, die ursprünglich mit Fragestellungen für drei unterschiedliche Zielgruppen konstruiert waren. Dies waren im ersten Fall drei SchülerInnen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, zweitens drei an deutschen Hochschulen oder Universitäten eingeschriebene AbsolventInnen einer deutschen Schule zwischen 18 und 23 Jahren und drittens Lehrkräfte einer deutschen Schule in Spanien. Die dritte Gruppe konnte aufgrund von Schwierigkeiten bei Kontaktherstellung sowie Durchführung der Interviews nicht befragt werden, weshalb sich die Konzipierung und Auswertung der Fragestellungen und dementsprechend die Auswertung im Hinblick auf die Forschungsfrage auf die ersten beiden Personengruppen beschränken müssen.

Interviews Auswertung: Schüler[Bearbeiten]

Schüler Interview
Schüler Interview

Brain Drain: Alle Schüler kennen Personen die nach Deutschland gegangen sind. Mehrheitlich sehen Sie es auch als Option für sich selbst.


Überblick - Wirtschaftliche Lage Spaniens: Arbeitsmarktsituation wird von den Schülern eher schlecht eingeschätzt, da man sehr hohe Qualifikationen benötigt um Jobchancen zu haben. Sehen für sich selbst eher weniger Perspektiven in Spanien (Ausnahme: Ärztin)


Deutsche Schulen in Spanien: Die deutsche Schule wird als anspruchsvoll, streng aber auch facettenreich von den Schülern gesehen. Sie bereiten die Schüler auf einen möglichen Aufenthalt(z.B.: Studium) in Deutschland vor und fördern diesen indem Kultur und Geschichte Deutschlands nicht nur im Unterricht sondern auch im Schulalltag vermittelt wird.


Chancen in Deutschland: Größtenteils schätzen die Schüler die Karrierechancen in Deutschland besser ein als in Spanien. Sie sind jedoch unentschlossen bezüglich ihren Erwartungen an ein Studium in Deutschland.


Interviews Auswertung: Studenten[Bearbeiten]

Studenten Interviews
Studenten Interviews


Brain Drain: Auslandsaufenthalt als persönliche Bereicherung, hohe Qualität der deutschen universitären Ausbildung, Verbesserung der Jobchancen. Langfristig gesehen: Tendenz zur Rückkehr, jedoch abhängig von Arbeitssituation. Studium in Deutschland scheint zunehmende Option, Abrecher bekannt, jedoch nicht in relevanter Zahl.


Überblick - Wirtschaftliche Lage Spaniens: Nicht nur negativ, aber problematische Grundvoraussetzungen, gute Ausbildung unabdingbar. Im persönlichen Umfeld Arbeitslosigkeit erfahren. Die hohe Arbeitslosigkeitsquote hat Auswirkungen auf die Länderwahl.


Deutsche Schulen in Spanien: Deutsche Schulen haben einen sehr guten Ruf, überzeugt mit der Möglichkeit der Mehrsprachigkeit. Durch deutsches Abitur/deutsche Sprache wird ein Studium in Deutschland zu einer Option. Es werden nicht nur deutsche Weiterbildungsmöglichkeiten präsentiert, auf ihnen liegt jedoch der Fokus. Die deutschen Schulen vermitteln ein gutes Bild von Deutschland, welches sich auch bestätigt.


Chancen in Deutschland: Erwartung: Praxisnähe, gute Ausbildung. Positive Aufnahme an den Universitäten, Existenz von Unterstützungsprogrammen bekannt. Keine negativen Erfahrungen, vereinzelt im sozialen Bereich. Bei den Arbeitgebern durchweg positive Erfahrungen auf Grund der Mehrsprachigkeit.


Fazit[Bearbeiten]

Nach einigen Vergleichen die gezogen wurden, konnte festgestellt werden, dass die Aussagen der Schüler und Studenten die Hypothese nicht bestärken konnten. Beide Zielgruppen bestätigten, dass die deutschen Schulen in Spanien die weitere universitäre Ausbildung ihrer Absolventen in Deutschland zwar fördern, dass die deutschen Schulen ihrer Ansicht nach jedoch keinen relevanten Einfluss auf den Brain Drain in Spanien haben. Bei den Befragungen hat sich jedoch herauskristallisiert, dass es sinnvoll wäre in der Zukunft weitere Untersuchungen in diesem Bereich durchzuführen, die zum Einen entscheidende Faktoren der Motivation und des Persönlichen Lebens berücksichtigen und zum Anderen eine größere und vielfältigere Zielgruppe wie z.B. Rückwanderer, Zurückgebliebene, Lehrer einer deutschen Institution etc. umfassen.

Literaturverzeichnis[Bearbeiten]

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- Estudiar en Alemania: MEC: Ministerio de Educación, Cultura y Deporte del Gobierno de España < http://www.estudiarenalemania.com/mec > (Stand: 21.03.2016).

- DAAD: BetreuungsInitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen (BIDS). < https://www.daad.de/hochschulen/programme-weltweit/mobilitaet/bids/de/23700-betreuungsinitiative-deutsche-auslands-und-partnerschulen-bids/ > (Stand: 21.03.2016).

- Deutsches Studentenwerk: Studium beenden. In Deutschland bleiben. < http://www.internationale-studierende.de/studium_beenden/in_deutschland_bleiben/ > (Stand: 21.03.2016).

- Dr. Klein, Martin (2015): Braindrain. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/braindrain.html (18.11.2015).

- Dahlmann, Dittmar/Reith, Reinhold (Hrsg.) (2008) : Elitenwanderung und Wissenstransfer im 19. Und 20. Jahrhundert. Klartext Verlag, Essen.

- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2015): Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2015. http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=695376.html (20.12.2015).

- Koppel,Oliver/Plünnecke, Axel (2008): Braingain –Braindrain. Die Wachstumspotenziale der Zuwanderung. Deutscher Institus-Verlag, Köln.

- Lilli Sippel (2015): Von Brain Drain zu Brain Circulation. http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/entwicklungspolitik/von-brain-drain-zu-brain-circulation.html (20.12.2015).

- Ministerio de Economía y Competividad http://www.mineco.gob.es/portal/site/mineco/menuitem.ac30f9268750bd56a0b0240e026041a0/?vgnextoid=b33e97b5ef274410VgnVCM1000001d04140aRCRD&vgnextchannel=864e154527515310VgnVCM1000001d04140aRCRD (Stand: 23.03.2016).

- La Sexta Noticias https://www.youtube.com/watch?v=bscN4remlys&list=PLP5vgDIYtvcHM39CRTVf9mTcRk-c_pLrE&index=12 (Stand: 23.03.2016).

- Erfahrungsberichte in El Pais http://elpais.com/elpais/2010/09/29/actualidad/1285748249_850215.htm.l http://economia.elpais.com/economia/2015/06/17/actualidad/1434531767_156110.html (Stand: 24.03.2016).

- Daten der Grafik gemäß INE (Instituto Nacional de Estadística) http://www.ine.es/welcome.shtml (Stand: 21.01.2016).

- Deutsche Vertretung in Spanien: Deutsche Schulen in Spanien-„Partnerschulinitiative PASCH“. < http://www.spanien.diplo.de/Vertretung/spanien/de/11-bildung/schulbildung/deutsche-schulen-in-spanien/seite-deutsche-schulen-in-spanien.html%20-%20topic1 > (Stand: 24.03.2016).

- Deutsche Schule Bilbao-Colegio Alemán: Schule. Leitbild. < http://de.dsbilbao.org/schule/leitbild-2 > (Stand. 24.03.2016).

- Deutsche Schule Las Palmas de Gran Canaria: Unsere Schule. Das Leitbild.<http://www.dslpa.org/new/content/menu_2/nuestro_colegio/D_proyecto_educativo.php > (Stand: 24.03.2016).

- Deutsche Schule San Alberto Magno: Die Schule. Leitbild. < http://www.colegioaleman.net/de/die-schule/leitbild/ > (Stand: 24.03.2016).

- Deutsche Schule-Colegio Alemán/Santa Cruz de Tenerife: Die Schule. Schulprofil und Leitbild. < http://www.dstenerife.eu/die-schule/schulprofil-und-leitbild/ > (Stand: 24.03.2016).

- Deutsche Schule-Colegio Alemán Valencia: Unsere Schule. Leitbild. < http://www.dsvalencia.net/leitbild.html > (Stand: 24.03.2016).

- Deutsche Schule Bilbao-Colegio Alemán: Oberstufe. Berufs-und Studienvorbereitung der DSB. Berufs- und Studienmesse. < http://de.dsbilbao.org/oberstufedetails/studien-und-berufsberatung/berufs-und-studienmesse > (Stand: 24.03.2016).

- Deutsche Schule Colegio Alemán Juan Hoffmann: Oberschule. Studien- und Berufsberatung. < http://www.dsmalaga.com/Studien-und-Berufsberatung.86.0.html > (Stand 24.03.2016).