Benutzer:Simon W. Kolbe/Projektseite

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Forschungsgruppe Schweiz - Jugendkultur[Bearbeiten]

Die Forschungsgruppe Schweiz setzt sich im Moment aus einigen Studenten der Universität Eichstätt zusammen. Wir freuen uns allerdings über jede Unterstützung von außen und auch über neue Mitwirkende. Im Team sind bis jetzt:

Themen[Bearbeiten]

Vorerst haben wir unser Projekt in zwei Themenkreise aufgeteilt:

1. Das Bildungssystem der Schweiz

  • Perspektiven
  • Bildungsstand
  • Zukunftsorientierung
  • Ausbildung

In diesem Bereich versuchen wir vor allem auf folgende Probleme einzugehen:

  • Jugenarbeitslosigkeit
  • Sprachenkonflikt
  • Perspektivlosigkeit
  • usw.

2. Freizeit

  • Tradition und Moderne
  • Vereine
  • politische Organisationen
  • Medien
  • Reiseziele
  • Nachtleben
  • (Sexualität)

Mögliche Problematik wäre hier:

  • Jugenkriminalität
  • Rassismus
  • Drogen
  • Aids
  • usw.

Vorgehen[Bearbeiten]

Primär werden die Themenbereiche unter den Mitwirkenden aufgeteilt, eine Informationshomepage soll erstellt werden. Recherchen sollen u.a. im Internet und vor Ort statt finden. Wir versuchen Kontakte mit Hochschulen, Schulen und Privatpersonen zu knüpfen.

Die Recherchen vor Ort wird vor allem mit Hilfe eines Fragebogens angestellt.

Untersuchungshypothese[Bearbeiten]

Inwiefern wird die Jugendkultur der Schweiz v.a. im Bezug auf Bildungswesen und Freizeit durch die sprachliche Diskrepanz beeinflusst?

Bisherige Ergebnisse und Verteilung der Themengebiete[Bearbeiten]

Bildungssystem[Bearbeiten]

(Bearbeitet am 17. Dezember 2006 auf Benutzer:Simon W. Kolbe von Katharina als IP 217.94.251.139 --SvenRh 01:12, 18. Dez. 2006 (CET))

Merkmale des Schweizerischen Bildungswesens und des politischen Systems:[Bearbeiten]

  1. Föderalismus
  2. Dezentralisierung
  3. Subsidiarität der staatl. Maßnahmen
  4. halbdirekte Demokratie

Bildungsstufen und -bereiche[Bearbeiten]

  1. Vorschule (Kindergarten)
  2. Primarstufe
  3. Sekundarstufe I
  4. Sekundarstufe II (Fachmittelschule, Maturitätsschulen, Ausbildung)
  5. Tertiärstufe: Höhere Berufsbildung, Hochschule, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen
  6. Sonderpädagogik
  7. Quartärbereich: Weiterbildung
Vorschule (Kindergarten)[Bearbeiten]
  • Finanzierung: Gemeinde und Kantone
  • Recht auf Vorschulerziehung in der Regel ein Jahr
  • Annäherung von Kindergarten und Schule
Primarstufe[Bearbeiten]
  • Eintritt: frühestens mit sechs Jahren
  • obligatorisch und kostenlos
  • Hauptziel: ausgewogenes Verhältnis zwischen sozialen, persönlichen und fachlichen Fähigkeiten zu erreichen.
  • Kantone und Gemeinden: Organisation und Finanzierung
  • Dauer: in 20 Kantonen dauert sechs Jahre, z.T. vier oder fünf Jahre
  • keine Unterteilung in unterschiedliche Leistungsniveaus
Sekundarstufe I[Bearbeiten]
  • Vermittlung einer Grundlegenden Ausbildung, Vorbereitung auf Schulen der Sekundarstufe II
  • obligatorisch und kostenlos
  • Kantone: Lernziele und Lerhpläne
  • Alter: 12- 16 Jahre
  • Schultypen:
  1. mit Grundansprüchen (Realschule/Oberschule; Section pratique/Section préprofessionnelle): fördern praktische Fähigkeiten und Allgemeinbildung -> bereiten auf Berufslehre vor
  2. mit erweiterten Ansprüchen; z.T. Schultyp mit mittleren und höheren Ansprüchen (Sekundarschule/Bezirksschule; section moderne/ Voie secondaire de baccalauréat): Erweitern Allgemeinbildung und bereiten auf Maturitätsschulen, FMS, berufliche Vollzeitschulen und anspruchsvolle Berufslehren vor
  • z.T. keine verschiedenen Schultypen
Sekundarstufe II[Bearbeiten]
  • Maturitätschschulen: Wahlfachssystem mit Grundlagenfächern, Schwerpunktfach und Ergänzungsfach; Dauer: drei bis vier Jahre, z.T. sechs bis sieben Jahre
  • FMS: allgemeinbildend; Vorbereitung auf höhere Berufsausbildung oder höhere Fachschulen
  • Berufsausbildung: 2/3 machen Berufsausbildung; Auswahl: ca. 300 Lehrberufe; Dauer: 2 bis 4 Jahre; zweijährige Grundbildung: Abschluss mit eidgenössischen Berufsattest; drei- oder vierjährige Grundbildung: Abschluss mit eidgenössischen Fähigkeitszeugnis; Vorbereitung auf bestimmten Beruf; Berufsmaturität: erweitert und vertieft Allgemeinbildung, Ergänzung von drei- vierjähriger Grundbildung; Ausbildungsorte: Lehrbetrieb, Berufsfachschulen, überbetriebliche Kurse
Tertiärstufe[Bearbeiten]
  • Berufs- und höhere Fachprüfungen: Berufsprüfung: Test ob Kandidaten in der Lage sind, leitende Stellung zu übernehmen; höhere Fachprüfung: Test ob Kandidaten in der Lage sind, Betrieb zu leiten
  • Fachhochschulen: Bereichen Gesundheit, Soziales, Pädagogik, Kommunikation und Information (Angewandte Linguistik), Gestaltung und Kunst, Musik und Theater sowie Angewandte Psychologie; Dauer drei Jahre; praxis- und anwendungsorientiertes Studium für Absolventinnen und Absolventen der Berufsbildung anzubieten. Insgesamt gibt es sieben öffentliche Fachhochschulen und eine private Fachhochschule (Berner Fachhochschule, Fachhochschule Nordwestschweiz, Fachhochschule Ostschweiz, Haute école spécialisée de la Siusse occidentale – Fachhochschule Westschweiz, Fachhochschule Zentralschweiz, Scuola Universitaria Professionale della Svizzera Italiana, Züricher Fachhhochschule, Private Fachhochschule Kalaidos); Leistungsauftrag: Diplomstudien, Weiterbildung, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung, Dienstleistung zugunsten Dritter, Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland
  • Pädagogische Hochschulen: 16 pädagogische Hochschulen
  • Höhere Fachschulen: vermitteln den Absolvierenden die Kompetenzen, in ihrem Bereich selbständig Fach- und Führungsverantwortung zu übernehmen; praktisch orientiert; es gibt sieben Richtungen: Höhere Fachschulen für Technik HF, Höhere Fachschulen für Gastgewerbe, Tourismus und Hauswirtschaft HF, Höhere Fachschulen für Wirtschaft HF, Höhere Fachschulen für Land- und Waldwirtschaft HF, Höhere Fachschulen für Gesundheit HF, Höhere Fachschulen für Soziales und Erwachsenenbildung HF und Höhere Fachschulen für Künste und Gestaltung HF
  • Universitäre Hochschulen: 10 kantonale Hochschulen; Kernaufgaben: Lehre, Forschung und Erbringen von Dienstleistungen
Sonderpädagogik[Bearbeiten]
  • allgemeine Schulpflicht gilt auch für Kinder mit Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten
  • ca. 100 Stellen für Heilpädagogische Früherziehung
  • Kantone sind für besondere Schulung zuständig, sie umfasst:
  1. Sonderschulen (z.B. Schulen für geistigbehinderte Kinder und Jugendliche)
  2. Sonderklassen (sind eng mit Regelschule verbunden) (z.B. Einführungsklassen)
  3. ambulante Förder-, Beratungs- und Therapieangebote (z.B. Logopädie, schulpsychologische Beratung)
Quartärbereich: Weiterbildung[Bearbeiten]

Drogen[Bearbeiten]

Nikotin[Bearbeiten]

  • 30% (2004) der schweizer Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren rauchen regelmäßig
  • 9,1% (Jungen) bzw. 7,9% (Mädchen) der 13- bis 14-jährigen rauchen mindestens einmal pro Woche
  • Verdoppelung der Anahl junger Raucherinnen zwischen 1992 und 1997 — 2003 rauchten etwa gleich viele junge Frauen und Männer
  • Öffentliche Verkehrsmittel und Bahnhöfe: Rauchverbot seit 11. Dezember 2005
  • Kanton Tessin: Rauchverbot für alle öffentlichen Gebäude seit 12. Oktober 2005, ab 12. April 2007 auch in allen öffentlichen Lokalen — Eine Volksabstimmung im April 2006 ergab 80%ige Zustimmung zu diesem Gesetz
  • Kanton Bern und Kanton Solothurn: Dto., in Soluthurn ebenfalls durch Volksabstimmung am 26. Novmeber 2006 bestätigt (56% Zustimmung)
  • Weitere Kantone: Gesetzesentwürfe für Rauchverbote bereits abgeschlossen, in Arbeit oder allgemein gefordert
  • Umfrage der Berner Krebsliga im November 2005: Drei Viertel der Schweizer sind für Rauchverbot in öffentlichen Räumen, zwei Drittel für zusätzliches Rauchverbot in öffentlichen Lokalen — Gastronomieverband GastroSuisse fordert infolgedessen im September 2006 ein national einheitliches Rauchverbot
  • Wort des Jahres 2006 in der Deutschschweiz: Rauchverbot

Alkohol[Bearbeiten]

  • 80% (2003) der schweizer Jugendlichen im Alter von 15 Jahren konsumieren regelmäßig alkoholische Getränke
  • Mehr als 50% der 16-jährigen betrinken sich mindestens einmal pro Monat
  • Rechtslage: Bier und Wein dürfen an mindestens 16 Jahre alte Jugendliche, hochprozentig-alkoholische Getränke an mindestens 18 Jahre alte Jugendliche verkauft werden

Illegale Drogen[Bearbeiten]

  • Schweiz gehört in Europa zu den Ländern mit dem höchsten Cannabiskonsum (Konsum von etwa 100 Tonnen Haschisch und Marihuana pro Jahr durch geschätzte 500.000 Schweizer)
  • 10% (2003) der 13-jährigen und 25% (dto.) der 15-jährigen rauchen mindestens einmal im Monat Cannabis, 20% bzw. 50% derselben Altersgruppen haben in ihrem bisherigen Leben mindestens einmal Cannabis konsumiert — bei den 15-jährigen 20% mehr als noch im Jahre 2000
  • Akzeptanz des Cannabis-Konsums in der Bevölkerung ist inzwischen recht groß, Legalisierung des Konsums wird gefordert
  • Drogenpolitik basiert auf Prävention, Therapie, Schadensverminderung und Repression/Kontrolle — Repressionen des Konsums blieben aber bisher wirkungslos
  • Seit den 80ern zusätzliche Gefahr durch das HI-Virus
  • Verbreitung von Designerdrogen (unter anderem XTC und Speed) mit der Techno-Bewegung der 90er
  • Drogentote: 182 bzw. 167 in den Jahren 2004 und 2002 (Jahr mit den wenigsten Drogentoten) — 419 im Jahre 1992 (Jahr mit den meisten Drogentoten)


Jugendkriminalität[Bearbeiten]

2003 wurden bei Jugendlichen hauptsächlich geringfügige Delikte wie Diebstahl und Drogenmissbrauch geahndet. Insgesamt wurden 13500 Delinquenten verurteilt. Zwischen 1999 und 2003 war eine Abnahme von Diebstahl und Drogendelikten zu beobachten, die Anzahl von Gewalttaten nahm leicht zu und bis 2006 ist kein merklicher Rückgang zu vermerken. Wissenschaftler stellten vielmehr einen Anstieg von Gewaltbereitschaft unter den Jugendlichen fest. Vor allem die Zahl von Überfällen und Körperverletzung stieg an. Der Ausländeranteil der Täter ist auffallend, vor allem schichtspezifischer Druck, Perspektivenlosigkeit, Integrationsmängel und Bildungsnachteile wurden hier als Gründe erkannt.

Bei den ausgesprochenen Urteilen handelte es sich bei 30% um Anordnung einer sozialen Arbeitsleistung, 27% wurden mit einem Verweis bestraft. 18% wurde ein Bußgeld auferlegt und 8% wurden bedingt oder unbedingt inhaftiert.

(Quellen: BFZ, Tagesanzeiger, NZZ)


Der Fragebogen[Bearbeiten]

Der Fragebogen soll uns helfen, unsere These zu unterstreichen oder außer Kraft zu setzen. Wir versuchen anfangs etwas allgemeinere Fragen zu stellen, die die Grundlage zur besseren Interpretation liefern. Weiterhin werden natürlich nur Fragen mit Themenbezug auftreten. Der Fragebogen soll mehrsprachig vorhanden sein. Hier erst mal eine kleine Auswahl von Fragen um eine Basis zu schaffen.

  • Wie alt sind Sie?
  • Was machen Sie beruflich?
  • Welche Sprachen beherrschen Sie?
  • Welche ist Ihre bevorzugte?
  • Sehen Sie eine Notwenigkeit darin, Sprachen aus anderen Regionen zu erlernen?
  • Sollten Personen aus anderen Regionen Ihre Sprache erlernen?
  • Beschränkt sich Ihr Freundeskreis auf gleichsprachige Regionen?
  • Sehen Sie eine Problematik darin, dass mehrere Sprachen in der Schweiz gesprochen werden?
  • Identifizieren Sie sich mit Ihrer Sprachregion?
  • Sind Sie der Meinung, dass die Sprachendivergenz Ihre Kultur beeinflusst?
    • Wenn ja, in welchen Bereichen?
  • Sind Sie innerhalb der letzten zwei Jahre im Ausland gewesen?
    • Wenn ja, wo?
  • Welche Gründe sehen Sie für Jugendkriminalität?
  • Welche Musikrichtung interessiert Sie?
  • Welches sind Ihre Hobbies?
  • Konsumieren Sie oder haben Sie Erfahrungen mit
    • Alkohol?
    • Tabak?
    • Cannabis-Produkten?
    • Designerdrogen?
  • Treiben Sie Sport?
  • Achten Sie auf ihre Ernährung?
  • Was sind Ihre Freizeitaktivitäten?
  • Was sind Ihre Lebensprinzipien?
  • Was ist Ihre politische Orientierung?